Cover-Bild Starfish
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 27.01.2026
  • ISBN: 9783446285903
  • Empfohlenes Alter: ab 11 Jahren
Lisa Fipps

Starfish

Meritxell Janina Piel (Übersetzer)

Lisa Fipps‘ unglaublich berührende und empowernde Geschichte über Bodyshaming und Mobbing und die große Bedeutung von Freundschaft

Ich bin richtig, genau so, wie ich bin! Das begreift die elfjährige Ellie nach einem Leidensweg aus Bodyshaming und Mobbing aufgrund ihres Gewichts. In Starfish erzählt sie von den unzähligen Diäten, zu denen ihre Mutter sie zwingt. Vom Aufstellen von Dicke-Mädchen-Regeln, um nicht aufzufallen. Aber Ellie erzählt auch von Akzeptanz, Solidarität und Freundschaft, die sie erfährt. Von ihrem sich wandelnden Selbstbild, ihrer Psychologin und ihrer besten Freundin, die ihr helfen, sich schließlich ihren mobbenden Mitschüler:innen, ihren Geschwistern und ihrer Mutter entgegenzustellen. Und Ellie erzählt von ihrer Liebe zu Wasser. Denn im Wasser treibend, alle viere von sich gestreckt wie ein Seestern, fühlt sie sich sicher, schwerelos, grenzenlos und frei.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Schockierend aber auch unfassbar befreiend

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Ellie engagiert sich für Hunde, ist eine Dichterin, geht jeden Tag schwimmen und kann ganz fantastisch mit ihrer besten Freundin Viv tanzen. Leider begeistert das ihre MitschülerInnen, ihre Mutter und ...

Ellie engagiert sich für Hunde, ist eine Dichterin, geht jeden Tag schwimmen und kann ganz fantastisch mit ihrer besten Freundin Viv tanzen. Leider begeistert das ihre MitschülerInnen, ihre Mutter und viele wildfremde Leute nicht. Ellie ist nämlich dick und aus irgendeinem Grund interessieren sich die Leute oft mehr dafür als für den Fakt, dass sie auf dem Weg ist, die beste Dichterin ihrer Generation zu sein.
Als ihre Familie Ellie zu einer Therapeutin schickt, denkt sie, dass ihre Mutter dahintersteckt, um sie zum Abnehmen zu bewegen. Doch langsam aber sicher kann sie sich ihrer Therapeutin öffnen und geht damit den ersten Schritt, sich gegen ihre Mobber zu wehren.

“Starfish” beschäftigt sich mit Fatshaming und dem daraus resultierenden Mobbing, dem Ellie aber auch viele Kinder und Erwachsene im echten Leben ausgesetzt sind. Auch wenn das Buch eine fiktive Geschichte ist, sind alle Gegebenheiten, denen Ellie ausgesetzt ist, leider realistisch.
Es ist schockierend zu sehen, wie andere Menschen mit Ellie umgehen, nur weil sie dick ist. Was wildfremde Menschen ihr ins Gesicht sagen und auch, wie sich ihre MitschülerInnen ihr gegenüber verhalten, ist grausam. Am furchtbarsten jedoch fand ich die Art und Weise, wie Ellies Mutter sich verhalten hat. Sie schreibt die schlimmen Dinge, die Ellie passieren, ihrem Gewicht zu und besteht ständig darauf, dass sie abnimmt. Dabei verbietet sie Ellie nicht nur normal zu essen, sondern geht auch so weit, dass sie ihre eigene Tochter einer OP zur Magenverkleinerung aussetzen will. Das Schockierende daran ist, dass diese Dinge auch im echten Leben geschehen.
Das Mobbing und Ellies Gefühle dazu sind unheimlich realistisch und haben öfter dafür gesorgt, dass ich Tränen in den Augen hatte. Mobbing ist besonders niederträchtig, weil die betroffene Person das zumeist internalisiert und die Schuld bei sich sucht.
Trotz all dieser erschreckenden Dinge ist das Buch letztendlich überaus hoffnungsvoll. Wir sehen, wie Ellie Therapieerfolge durchlebt und sich mit ihren eigenen Gefühlen und mit ihren Mobbern auseinandersetzt. Die Hauptcharakterin ist ein unfassbar wundervolles und starkes Mädchen und ich habe es genossen, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.
Auch wenn das Buch teils bedrückend ist, gibt es viele hoffnungsfrohe und berührende Momente.

Ich kann dieses wundervolle Buch nur jedem ans Herz legen, der gemobbt wird oder wurde. Sei es nun Fatshaming oder etwas anderes, ich glaube, dass alle irgendwie von Ellies wunderbarem Mut profitieren können.

Veröffentlicht am 31.01.2026

Zwischen man selbst sein und Meinungen von außen

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Das Cover macht gleich einen sommerlichen Eindruck mit dem schönen Blauton des Wassers, indem die Protagonistin Elli sich treiben lässt und passend zum Buchtitel eine Seesternpose einnimmt.

In Prosaform ...

Das Cover macht gleich einen sommerlichen Eindruck mit dem schönen Blauton des Wassers, indem die Protagonistin Elli sich treiben lässt und passend zum Buchtitel eine Seesternpose einnimmt.

In Prosaform verfasst erzählt das Buch die Geschichte rund um Ellie, von ihrem fünften Geburtstag an, wie sie für ihr Gewicht verurteilt wird und was dies mit ihr über die Zeit gemacht hat.

An die Versform musste ich mich erst einmal gewöhnen, aber je mehr ich in der Geschichte voran kam, die wichtige Botschaften vermittelt, wie Hänseln und seine Auswirkungen auf die Betroffenen, desto mehr gefiel mir die doch noch einzigartige Erzählweise. Es berührte mich und kann mir gut vorstellen, dass es auch gerade jüngeren Lesern helfen kann und diese merken, dass sie wenn sie solchen oder ähnlichen Situationen ausgesetzt sind nicht alleine damit sind und wie bereits das Vorwort sagt: "du bist schön. Jetzt. So wie du bist.", unabhängig davon was manche Menschen dir sagen oder dich fühlen lassen.

Insgesamt ein tolles Leseerlebnis, dass durch seine Thematik und Umfangsform auf ganzer Linie überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Einfühlsam und poetisch

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„Starfish“ von Lisa Fipps hat mich tief berührt – selten habe ich ein Buch gelesen, das so poetisch und gleichzeitig so schonungslos ehrlich ist. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und hatte mehrfach ...

„Starfish“ von Lisa Fipps hat mich tief berührt – selten habe ich ein Buch gelesen, das so poetisch und gleichzeitig so schonungslos ehrlich ist. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und hatte mehrfach Tränen in den Augen. Ellie, die Hauptfigur, erlebt so viel Ablehnung – in der Schule, von ihren Geschwistern, sogar und leidet besonders von ihrer eigenen Mutter. Das tat weh, weil es so echt beschrieben ist. Und doch gibt es so viel Hoffnung: in den Momenten mit ihrer Freundin Catalina, in den Gesprächen mit ihrer warmherzigen Therapeutin, in Ellies wachsendem Mut, sich selbst zu akzeptieren. Dieses Buch ist nicht nur wunderschön geschrieben, sondern auch ungemein wichtig. Es erinnert mich daran, wie dringend wir mehr Empathie brauchen – für andere und für uns selbst.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Schmerzhaft gut: Mutmachendes Jugendbuch über Fettshaming und Mobbing

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„Starfish“ von Lisa Fipps ist schon jetzt eines meiner diesjährigen (Jugenbuch) Highlights!

Die elfjährige Ellie liebt Schwimmen und das Wasser, sie hat eine beste Freundin namens Viv. Doch ihr Alltag ...

„Starfish“ von Lisa Fipps ist schon jetzt eines meiner diesjährigen (Jugenbuch) Highlights!

Die elfjährige Ellie liebt Schwimmen und das Wasser, sie hat eine beste Freundin namens Viv. Doch ihr Alltag ist geprägt von Mobbing und Bodyshaming – durch ihre Klassenkameradinnen, aber auch durch ihre Mutter, die sie zu einer Diät nach der anderen zwingt. Und ihre Geschwister ärgern sie auch ständig wegen ihres Gewichts; seit Jahren nennen sie alle nur bei einem fiesen Spitznamen, der ihr von ihrer Schwester verpasst wurde:

„Ich wünschte, ich könnte jedem sagen,
wie ich mich damals gefühlt habe —
gedemütigt,
wütend,
tieftraurig.
Doch jedes Mal, wenn ich versuche, für mich einzustehen,
bleiben mir die Worte im Hals stecken
wie ein riesiger Klumpen Erdnussbutter.
Und selbst wenn die Leute mir
ausnahmsweise einmal zuhören würden,
würden sie mich bloß anfauchen:
‚Wenn du nicht geärgert werden willst,
nimm halt ab.‘“

Als ihre Freundin Viv weit wegziehen muss, ist das sehr hart für sie, auch wenn sie weiterhin in Kontakt bleiben. Zum Glück findet sie im Nachbarsmädchen Catalina eine weitere echte Freundin.
Doch es ist ein langer und schwerer Weg für Ellie, sich gegen den Hass und das Mobbing zu wehren und für sich selbst einzustehen.

„Der Pool ist immer
mein Zufluchtsort gewesen
in dieser von Fett besessenen Welt.
Deshalb bin ich jeden Morgen geschwommen
und habe versucht, mir das Gefühl
den Tag über zu bewahren.
Doch wenn ich aus der Schule kam,
spürte ich jedes Kilo
plus das zusätzliche Gewicht der Scham,
wegen all der fiesen Kommentare
und gemeinen Aktionen.
Der Pool hat mir geholfen, all das zu vergessen.
Ab heute soll der Pool noch mehr sein,
nämlich ein Ort,
an dem ich mich ausdrücken kann.
Während ich mich treiben lasse,
breite ich meine Arme und Beine aus
und werde zum Seestern,
beanspruche so viel Raum,
wie ich will.“

Wow, was für ein großartiges Buch!

Das Buch tut beim Lesen weh, auf zweifache Weise: Weil ich mit Ellie, diesem mutigen und klugen Mädchen, so sehr mitfühlen konnte bei all den Verletzungen, die sie erleiden musste.

„Ich verrate ihr nicht,
dass meine blauen Flecken
weniger schmerzen
als die Worte,
die sie zu mir gesagt haben.
Und dass es Wunden gibt, die man nicht sehen kann.“

Vor allem das Verhalten von Ellies Mutter hat mir (selbst Mutter) sehr weh getan - daher gebe ich meine Empfehlung auch an Erwachsene, das Buch zu lesen:

„‘Ich habe keinen Spiegel mehr,
seit meine Mom mich gezwungen hat,
mich darin zu betrachten,
während sie auf alles gezeigt hat,
was an meinem Körper falsch ist.‘“

Zum anderen ist das Buch einfach schmerzhaft gut, weil es so unfassbar klug und wichtig ist!

„Mrs Boardman bittet mich, ein Beispiel dafür zu nennen,
was es bedeutet, sein eigenes Lied zu singen.
‚Na ja, viele Leute tun einfach das,
was andere tun, ohne darüber nachzudenken
oder ihre eigene Meinung zu sagen.‘
Ich schaue Kortnee in die Augen.
‚Dabei ist es okay, anders zu sein.
Wir alle sind anders als andere.

Und im Grunde möchten wir einfach nur
so akzeptiert werden, wie wir sind.
Doch leider verstellen sich viele Menschen,
um dazuzugehören.‘“

Ich hoffe, das Buch findet viele Leser
innen aller Altersklassen – mich hat es sehr berührt und bewegt!

Von mir gibt es 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Hanser Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Das Buch ist so wichtig und gleichermaßen schön wie traurig

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Das Buch handelt von der elfjährigen Ellie, die aufgrund ihres Gewichts Mobbing und Bodyshaming erfahren muss.
Themen, die leider in Zeiten von Social Media eher Aufwind als einen Rückgang erleben. Deshalb ...

Das Buch handelt von der elfjährigen Ellie, die aufgrund ihres Gewichts Mobbing und Bodyshaming erfahren muss.
Themen, die leider in Zeiten von Social Media eher Aufwind als einen Rückgang erleben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich bereits Kinder- und Jugendbücher damit auseinandersetzen.

Rückhalt und Stärke erfährt Ellie in ihrem Umfeld fast ausschließlich durch ihre beste Freundin Viv. Wegen der Trennung ihrer Eltern muss diese jedoch in einen anderen Bundesstaat ziehen.
Zum Glück bleibt der Kontakt zu Viv auch über Distanz bestehen. In einer gleichaltrigen Nachbarin und deren Familie findet Ellie zudem neue Freunde. Außerdem bringt ein weiterer Kontakt positive Veränderungen und steigendes Selbstwertgefühl bei Ellie mit sich, obwohl sie diesem zunächst abweisend gegenübersteht.

Innerhalb Ellies Familie bestehen sehr unterschiedliche Verhältnisse.
Während ihr Vater Ellie so akzeptiert, wie sie ist und spürbar liebt, ist ihre Mutter wohl die schlimmste Mobberin der ganzen Geschichte. Deren Verhalten fand ich bösartiger, grausamer und ekelhafter als alles, was Ellie vergleichsweise durch ihre Klassenkamerad:innen erleiden muss.
Von Seiten ihres Bruders schlägt ihr regelrechter Hass entgegen. Ihre Schwester hingegen verbleibt zu Beginn noch etwas im Hintergrund im Vergleich zum Rest der Familie. Sie ist nicht so offen feindselig gegenüber ihrer jüngeren Schwester wie ihr Bruder Liam, steht ihr jedoch ebenso wenig zur Seite, sondern schließt sich im lieber den Hänseleien anderer an.

Das Verhalten der Mutter gegenüber Ellie lässt sich keinesfalls entschuldigen. Auch nicht aus gesundheitlicher Perspektive, denn natürlich bringt Übergewicht Risiken mit sich. Aber ihre Mutter ist weder fürsorglich noch stärkend, sondern verletzend und beleidigend, erniedrigt ihre Tochter oder stellt sie bloß.
So muss Ellie beispielsweise unzählige Diäten über sich ergehen lassen, bis hin zum Essensentzug. Sie erfährt Erpressung, als sie im Gegensatz zu ihren Geschwistern Hobbys nicht erlernen und ausführen darf. Zu Schulbeginn bekommt sie keine neue Kleidung, solange sie ihr Gewicht nicht reduziert.
In der Öffentlichkeit stärkt bloß der Vater ihr den Rücken, wohingegen die Mutter den Küchenschrank bis in die letzte Ecke mit Zeitungsartikeln über Diäten und Ernährungsratschlägen zupflastert.

Direkt zu Beginn fällt der außergewöhnliche Aufbau der Geschichte auf. Dieser hat zuweilen etwas Poetisches, aber auch Fragmentarisches an sich. Die Struktur und überschaubare Länge der Sätze, sowie generell kurz gehaltene Abschnitte und Kapitel, lesen sich sehr authentisch wie das Tagebuch eines Kindes. Im späteren Verlauf erfährt man, dass die Ich-Erzählerin Autorin oder Dichterin werden will, was dieser Struktur noch einen tieferen Sinn verleiht. Darüber hinaus macht dieser Erzählstil Ellie nahbarer, sodass sich sicher auch Leser:innen in sie hineinversetzen können, die entweder noch nie oder aber aus anderen Gründen, Mobbingerfahrungen sammeln mussten.
Auch das Cover birgt eine Aussage. Nur im Wasser findet Ellie einen Ort, wo sie ganz sie selbst sein kann. Hier darf sie sich groß machen. Hier fühlt sie sich sicher, grenzenlos und frei.

'Jedes Kind braucht einen Ort,
an den es sich zurückziehen kann,
wenn ihm das Leben zu viel wird.

Mein Ort ist der Pool.'

Ich habe "Starfish" in einem Rutsch gelesen. Das Buch ist so wichtig und gleichermaßen schön wie traurig.
Trotz des dem jungen Lesepublikum angepassten Umfangs gelingt Lisa Fipps eine ganz ausgezeichnete und tiefgehende Figurenzeichnung. Selbst Nebenfiguren agieren nicht blass oder austauschbar. Das Personal in ihrem Roman ist lebendig und dessen Gefühle nicht nur nachvollziehbar, sondern regelrecht spürbar.
Das Ende gibt Hoffnung. Es ist jedoch nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen", was ich sehr zu schätzen weiß, da dies dem Thema nicht gerecht werden würde.
Ein großes Learning aus dem Buch ist es, dass Ellie mitgeben wird, dass sie zwar zu sich stehen soll, aber nicht, indem sie andere Menschen schlecht behandelt, weil diese sie schlecht behandeln.
Man kann sich vorstellen, wie es mit Ellie, ihrer Familie, ihren Freunden und ihrem Umfeld weitergeht, aber natürlich haben sich weder Vorurteile noch Mobber in Luft aufgelöst.

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