Profilbild von Haberleitner

Haberleitner

Lesejury Star
offline

Haberleitner ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Haberleitner über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Auf der Such nach wahrer Romantik

Gibt's das auch mit Liebe?
0

„Gibt’s das auch mit Liebe?! (K)ein Beziehungs-Roman“ von Ellen Berg ist ein humorvoller, romantischer Roman mit durchaus ernstem Hintergrund, nachdenklich stimmend.

Schon das fröhlich und witzig gestaltete ...

„Gibt’s das auch mit Liebe?! (K)ein Beziehungs-Roman“ von Ellen Berg ist ein humorvoller, romantischer Roman mit durchaus ernstem Hintergrund, nachdenklich stimmend.

Schon das fröhlich und witzig gestaltete Cover hat mich zum Lesen animiert. Das Buch erschien 2025, die Handlung spielt in der nicht näher bestimmten Gegenwart. Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil ist locker und flüssig, mit humorvollen Dialogen.

Den Roman bevölkern eine Reihe sympathischer, origineller Menschen; jeder für sich ein liebenswertes Original. Die Charaktere sind vielschichtig, lebendig und authentisch gezeichnet. Laura steht im Mittelpunkt. Da aus Lauras Perspektive in Ich-Form erzählt wird, liegen ihre Gedanken und Gefühle offen da. Als die Geschichte beginnt, steht Laura, eine bislang erfolgreiche Journalistin, vor kurzem geschieden, knapp vor einem Burnout und hat eine Schreibblockade. Sie hat die Trennung von ihrem Partner noch nicht verkraftet, diverse Dates haben ihr nur weitere Enttäuschungen beschert. Sie fühlt sich einsam und verlassen, ziellos.

Doch ihrem Chef ist ihr Zustand nicht entgangen. Mit dem Auftrag, einen Artikel über ausgerechnet (!) Romantik zu verfassen, schickt er sie auf eine mehrwöchige Auszeit aufs Land, zu ihrer Schwester, die sie seit Jahren nicht mehr getroffen hat und mit der sie sich nicht gut versteht. Für Laura ist dies ein Schock, doch sie muss sich fügen. Ihr Job steht auf dem Spiel. Wie erwartet, fühlt sie der Stadtmensch Laura in der primitiven und chaotischen WG anfangs nicht wohl, doch da lernt sie den Bauern Finn vom Nachbarhof kennen. Je mehr Laura ins ländliche Leben eintaucht, desto mehr erkennt sie, wie oberflächlich ihr früheres Social Media-Leben war und sie findet nicht nur heraus, was Romantik bedeutet, sondern sie entdeckt die wahre Liebe und was das Wichtigste ist: sie findet zu sich selbst.

Ein wunderbares, herzerfrischendes Buch mit Menschen, die man einfach ins Herz schließen muss. Es gibt trotz der Leichtigkeit viele Denkanstösse, kleinen Gesten und alltäglichen Dingen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, soziale Kontakte im persönlichen Miteinander zu pflegen und nicht dem Schein von Social Media zu verfallen. Ich habe das Buch sehr genossen, es hat mir unterhaltsame und entspannte Lesestunden beschert. Auch Lust auf weitere Bücher dieser Autorin gemacht. Gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2026

Krimi als Mordvorlage

Der Sternderl-Mörder
0

„Sternderl-Mörder“ von Katharina Durrani ist der fünfte Band mit den Hobbydetektivinnen Simone Jaan und Luise Winkler, ein spannender Regionalkrimi.

Das Cover mit dem blutigen Stern passt optimal zum ...

„Sternderl-Mörder“ von Katharina Durrani ist der fünfte Band mit den Hobbydetektivinnen Simone Jaan und Luise Winkler, ein spannender Regionalkrimi.

Das Cover mit dem blutigen Stern passt optimal zum Buchtitel. Das Buch erschien 2025, die Handlung spielt in der Gegenwart in und um Wiener Neustadt. Der Schreibstil ist flüssig, dialogreich. Die kurzen, mit Orts- und Zeitangaben versehenen Kapitel zeichnen sich durch wechselnde Perspektiven aus, was die Handlung abwechslungs- und temporeich gestaltet. Die speziellen Schauplätze bringen interessantes Lokalkolorit ins Geschehen, machen auf Sehenswertes in Niederösterreich aufmerksam.

Selbst als Kennerin der Vorgängerbände überblickte ich nicht sofort wieder den doch sehr umfangreichen familiären Personenkreis rund um Simone und Luise. Leider verfügt dieser Band nicht mehr über eine Personenliste, die für Quereinsteiger sicher sehr hilfreich wäre. Grundsätzlich steht der Fall für sich, der rote Faden der Reihe ist für das Verständnis der Handlung nicht ausschlaggebend. Soweit nötig, gibt es erklärende Hinweise zu früheren Ereignissen.

Nach einem mysteriösen Vorfall lernt man so nach und nach die Protagonisten und Simones Umfeld kennen. Der erste Leichenfund lässt nicht lange auf sich warten. Anfangs kümmert sich Simone auch gar nicht wirklich um den Fall, zu sehr beschäftigt sie ihre nahe Hochzeit. Im Gegensatz zu Luise, die es fasziniert, dass die von ihr so bewunderte Autorin Anita Schönreich in den Mordfall verwickelt zu sein scheint. Denn mittlerweile hat ein weiterer Leichenfund bestätigt, dass als Vorlage für die Morde Krimis dieser Autorin dienten. Somit zählt sie mit zu den Verdächtigen. Luises detektivischer Spürsinn ist geweckt. Wieder zieht sie Simone mit hinein in die zusehends gefährlicher werdenden Recherchen. Denn der Mörder ist weiterhin tätig und hat die beiden Privatdetektivinnen nun auch im Visier, als sie ihm zu nahe kommen. Lange Zeit tappt man im Dunkeln, wird auch geschickt in die Irre geführt, und schließlich, als in einem dramatischen Finale dem mörderischen Treiben ein Ende gesetzt wird, vom Motiv und der Identität des Täters überrascht.

Die maßgeblichen Charaktere sind gut vorstellbar, authentisch und lebendig beschrieben. Simone und Luise, die im Mittelpunkt der Handlung stehen, zeigen Ecken und Kanten, Ängste und Sehnsüchte. Luise ist die treibende Kraft. Zielstrebig, ja regelrecht fanatisch stürzt sie sich in die Ermittlungen. Leider lässt sich Simone, die vernünftigere der beiden, von der selbstbewussten Luise, nach deren Kopf immer alles gehen muss, etwas zu leicht manipulieren und zu Aktionen verleiten, die sie eigentlich nicht möchte, was beide immer wieder in prekäre Situationen bringt.

Der Krimi war durchgehend spannend, überraschte mit unerwarteten Wendungen und hat zum Miträtseln angeregt. Hat mir somit packende Lesestunden beschert. Gerne würde ich noch weitere Fälle mit den beiden lesen, doch das Ende des Krimis lässt auch ein Ende der Reihe vermuten. Wie auch immer, ich freue mich auf jeden Fall auf das nächste Buch dieser Autorin.
Leseempfehlung mit 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2026

Ein Putztrupp ermittelt – spannend und unterhaltsam

Der Tod wischt mit
0

„Der Tod wischt mit“ von Andreas Suchanek ist der zweite Band der Reihe „Tilly Blich ermittelt“ (2025 erschienen).

Schon das Cover mit dem ländlichen Motiv und dem treuherzig dreinschauenden Basset hat ...

„Der Tod wischt mit“ von Andreas Suchanek ist der zweite Band der Reihe „Tilly Blich ermittelt“ (2025 erschienen).

Schon das Cover mit dem ländlichen Motiv und dem treuherzig dreinschauenden Basset hat mich angesprochen, ebenso der Klappentext. Ich wurde nicht enttäuscht. Es ist ein ebenso spannender wie unterhaltsamer Cosy-Krimi mit sympathischen Protagonisten. Band eins muss man nicht gelesen haben. Ich kam problemlos in die Geschichte hinein und überblickte rasch den relevanten Personenkreis. Nichtsdestotrotz wurde mein Interesse an der Vorgeschichte geweckt.

Tilly lebt noch nicht lange in Untertannbach, ist aber bereits durch einen Mordfall, in dem sie verwickelt war, im Ort bekannt. Ihre Reinigungsfirma steckt noch in einigen Schwierigkeiten. Da bestehen Altlasten vom Vorgänger, der plötzlich verschwunden ist. Eine Steuerprüfung steht ihr ins Haus und eigentlich sollte sie sich vorwiegend darum kümmern, neue Kunden zu rekrutieren. Doch kaum hat sie den Reinigungsauftrag an der Schule angetreten, stolpert sich buchstäblich wieder über eine Leiche!

So nimmt die Geschichte ihren Lauf. Gemeinsam mit ihrem Team, Gerdy und Leon, beginnt sie zu recherchieren, nutzt ihre Kontakte und so sammeln sie Puzzlesteinchen für Puzzlesteinchen Informationen über das Opfer. Das nicht das einzige bleibt. Langsam bilden sich Zusammenhänge, wird offenbar, dass das Motiv aus der Vergangenheit der Opfer stammt, als sie noch Schüler waren. Doch der Täter bleibt nebulös, allerdings nicht untätig. Als ihm Tilly und ihr Team zu nahe kommen, geraten sie in einige ziemlich gefährliche Situationen. Was sie jedoch nicht einbremst. So entdecken sie schließlich den entscheidenden Beweis. In einem dramatischen Showdown gelingt es Tilly unter Lebensgefahr, den Mörder zu entlarven und der Polizei zu „liefern“. Wiederum hat Tilly den Fall schneller gelöst als der zuständige Kommissar!

Die Charaktere sind primär sympathisch, die Atmosphäre harmonisch. Gerdy ist überhaupt die Seele des Unternehmens, sorgt für das körperliche Wohl aller, recherchiert und spielt Hundesitter. Tilly ist nicht nur sehr professionell in ihrem Job, sie ist klüger als man ihr als „Putzfrau“ zutraut, wird somit von Mitmenschen unterschätzt, was ihr beim Ermitteln oft zugute kommt. Leon kombiniert jugendlichen Übermut und Leichtigkeit aber mit Ernsthaftigkeit. Unbestritten mag jeder Muffin, diesen übermütigen, verfressenen kleinen Basset-Welpen. Auch die Nebenfiguren sind gut vorstellbar und lebendig gezeichnet.

Mich hat der Krimi bestens unterhalten, sowohl was Spannung anbelangt als auch Humorvolles. Gerne empfehle ich ihn weiter und vergebe 5 Punkte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2026

So persönlich, so voll Liebe und zu Herzen gehend – ein Lesehighlight

Wolkenschwer
0

„Wolkenschwer“ von Eva Holzmair (2025 erschienen) ist eines der wunderbarsten und berührendsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter an Demenz erkrankt? Wie verändert ...

„Wolkenschwer“ von Eva Holzmair (2025 erschienen) ist eines der wunderbarsten und berührendsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter an Demenz erkrankt? Wie verändert sich der geliebte Mensch? Welche Ereignisse und Dinge bleiben bis zuletzt im Gedächtnis? Woran erinnert sich die Tochter aus Kindheits- und Jugendjahren? Welchen Herausforderungen müssen sich die Angehörigen stellen? Wie werden demente Menschen in Seniorenheimen, auf Pflegestationen und im Krankenhaus betreut?

Eingebettet zwischen zwei amüsanten Szenen, dem Prolog und Epilog, erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Mutter, den Verlauf der Demenzerkrankung, wie so nach und nach ihre Fähigkeiten nachlassen, Gedächtnislücken auftreten, Verwirrtzustände sich mehren und mit welchen Problemen die Angehörigen konfrontiert sind - bis zum bewegenden Abschied. Immer wieder sind Episoden aus dem Leben der Mutter, aus der Kindheit der Autorin eingeschoben. Die Übergänge sind harmonisch, die Rückblenden verdeutlichen die Charaktere, geprägt durch Herkunft und Kindheit. So ernst das Thema auch ist und manchmal traurig stimmt, es sind sehr persönliche Einblicke in eine Tochter-Mutter-Beziehung, mit allen Ecken und Kanten.

Als Wienerin sind mir nicht nur die meisten Schauplätze vertraut sowie der niederösterreichische Dialekt, sondern ich fühlte mich zudem persönlich angesprochen. Einiges hat mich an die eigene Kindheit bzw. Jugend erinnert: die Begeisterung fürs Lesen, gemeinsame Lesestunden mit den Eltern, Donauland und „Die Struwwelliese“, Telefonate mit der stets besorgten Mutter u.v.a.m. Ich konnte so vieles nachempfinden. Meine zahlreichen Besuche im Pensionistenheim, erst jahrelang im Appartment, später auf der Pflegestation, hinterließen ziemlich dieselben Eindrücke. Mich ereilte ein gewisses Déjà-vu, was Notfallaktionen und Spitalsbesuche anbelangt. Meine Mutter versank gegen Ende ihres Lebens ebenfalls in ihrer eigenen Welt.

Eva Holzmair ist mit „Wolkenschwer“ ein sehr bewegender Roman gelungen, eine wunderbare Erinnerung an ihre Mutter. Ihr Erzählstil strahlt so viel Wärme und Liebe aus, alles wirkt ehrlich und authentisch. Für mich war dieses Buch ein Lesehighlight. Somit eine unbedingte Leseempfehlung mit 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2026

Das Leben der Frauen am Montmartre Ende des 19. Jahrhunderts

Montmartre - Traum und Schicksal
0

Mit „Montmartre – Traum und Schicksal“ schließt Marie Lacrosse ihre zweibändige Montmartre-Saga. Der exzellent und aufwändig recherchierte historische Familienroman erzählt die Geschichte zweier Frauen ...

Mit „Montmartre – Traum und Schicksal“ schließt Marie Lacrosse ihre zweibändige Montmartre-Saga. Der exzellent und aufwändig recherchierte historische Familienroman erzählt die Geschichte zweier Frauen verschiedener Herkunft mit großem Talent: von Valérie, der begeisterten Kunstmalerin, und Elise, der begabten Revue-Tänzerin. Für Quereinsteiger auch ohne Vorkenntnisse kein Problem, aber ich empfehle dringend, mit Band 1 zu beginnen, um die Entwicklung und die Vorgeschichte der Protagonistinnen in allen Facetten zu erleben.

Das Cover mit dem Blick auf die Seine, im Vordergrund eine im Stil des 19. Jhs gekleidete elegante Dame, stimmt bereits wunderbar auf die Lektüre ein. Der 2025 erschienene Roman gliedert sich in vier Teile, deren Untertitel (Wunsch und Wirklichkeit, Hoffnung und Träume, Harte Wahrheiten, Schwere Entscheidungen) widerspiegeln, wie schwierig es sich für die Protagonistinnen gestaltet, ihre Wünsche, Sehnsüchte und Träume zu verwirklichen. Die Kapitel sind mit Überschriften versehen, die Zeit-und Ortsangaben umfassen, was den Perspektivenwechsel zwischen den beiden Handlungssträngen – also zwischen Elises und Valéries Leben – sehr übersichtlich machen. Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 6 Jahren (1889 bis 1895) und spielt vorwiegend am Montmartre, Paris. Der umfangreiche Personenkreis ist anhand der detaillierten Liste mit Kennzeichnung der historischen Persönlichkeiten gut überschaubar. Auch der Stadtplan vom Montmartre Ende des 19. Jhs ist sehr hilfreich.

Der Schreibstil ist flüssig, anschaulich beschreibend, ohne auszuufern. Fakten und Fiktion sind exzellent miteinander verwoben. Der Roman basiert auf sehr gründlichen Recherchen, primär geht es ums Gesellschaftsbild mit Schwerpunkt Kunstmaler und Varietetanzlokale. Bedeutende Ereignisse jener Zeit wie der Bau von Sacre Coeur, aber auch Schicksalhaftes und Dramatisches wie der Panamaskandal, die anarchistische Bewegung und die Affäre Dreyfus spielen in die Handlung mit hinein. Meisterhaft gelingt es der Autorin, en passant, verwoben mit den Lebensumständen der Protagonistinnen, Wissen zu vermitteln, wobei es stets spannend und lebendig wirkt. Im Nachhang wird ausführlich Wahrheit und Fiktion erklärt. Neben dem Quellennachweis sind sowohl die im Roman erwähnten Gemälde aufgelistet, als auch die Stilrichtungen näher erläutert. Ich fand all diese Hinweise stets sehr hilfreich bzw. habe ich mir immer wieder Gemälde übers Internet angesehen. Vielmals hätte ich mich gerne in die Museen gebeamt, um die Werke in natura betrachten zu können.

Die Handlung entwickelt sich chronologisch parallel. Primär leben die beiden Frauen in verschiedenen Welten, doch kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Die handelnden Personen, ob fiktiv oder historisch belegt, wirken allesamt sehr lebendig, authentisch. Je mehr sie im Mittelpunkt stehen, desto facettenreicher sind ihre Charaktere dargestellt, mit Schwächen und Stärken und gefühlsstark. Valèrie und Elise sind sympathische, willensstarke, begabte Frauen, die nicht dem damals üblichen Frauenbild entsprechen. Sie wollen ihre eigenen Wege gehen, ihre Selbstständigkeit bewahren. Ein Wunsch, der zuzeiten des geltenden Code Civil in Frankreich besonders herausfordernd ist, denn Napoleons Gesetz gibt den Ehemännern jedwedes Recht über ihre Partnerinnen. Diese sind ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Das bekommt nicht nur die in die Prostitution abgerutschte Simone, Elises Schwester, zu spüren, als sie von ihrem Mann, einem Zuhälter, gnadenlos in die miesesten Bordelle von Paris gesteckt wird, sondern auch Valèrie als Gattin eines vermögenden Kunstmalers, als er auf ihren Drang nach Eigenständigkeit mit maßloser Gewalt reagiert. Trotz aller Widrigkeiten erkämpfen sich die beiden Frauen ihr Glück und Freiheit.

Beide Romane haben mich begeistert. Angefangen von den sympathischen Protagonistinnen, deren Leben spannend erzählt wird, abwechslungsreich, mit romantischen Momenten, dramatischen Ereignissen, mit Szenen voller Emotionen und Lebendigkeit, und einem umfassenden Einblick in die damalige Künstlerszene am Montmartre.

Unbedingte Leseempfehlung und 5 Punkte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere