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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2018

Eher was für Jungs

Leselöwen - Mit Karacho ins Abenteuer!
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In dieser Box findet man gleich drei Bände für Erstleser:
"Polizeigeschichten" (Bd. 1)

"Abenteuergeschichten" (Bd. 2)

"Seefahrergeschichten" (Bd. 3)

Jedes der Bücher ist in einer sehr stabilen Ausführung ...

In dieser Box findet man gleich drei Bände für Erstleser:
"Polizeigeschichten" (Bd. 1)

"Abenteuergeschichten" (Bd. 2)

"Seefahrergeschichten" (Bd. 3)

Jedes der Bücher ist in einer sehr stabilen Ausführung und sehr schön bebildert.
Die Texte sind schön groß, so dass es eben auch für Erstleser bestens geeignet ist zum lesen.
Die Geschichten sind alle kurzweilig und leicht verständlich, so dass die Kinder auch am ball bleiben und gerne lesen.
Das Lieblingsbuch meiner Kids ist dabei der Band Abenteuergeschichten.

Ich kann diese Box nur empfehlen, wenn auch das Thema doch sehr jungslastig erscheint.

Veröffentlicht am 02.03.2026

Brennende Story

Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt?
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Up in Smoke hat mich schneller in seinen Bann gezogen, als ich erwartet hatte. Die Geschichte wirft einen ohne Vorwarnung mitten hinein in eine Demonstration, in Wut, Trauer und die harte Realität eines ...

Up in Smoke hat mich schneller in seinen Bann gezogen, als ich erwartet hatte. Die Geschichte wirft einen ohne Vorwarnung mitten hinein in eine Demonstration, in Wut, Trauer und die harte Realität eines Systems, das Schwarze Jugendliche immer wieder im Stich lässt. Cooper, der sein Leben lang versucht hat, alles richtig zu machen, rutscht durch einen einzigen impulsiven Moment in eine Spirale aus Verdacht und Ungerechtigkeit – und genau diese Fallhöhe macht den Roman so eindringlich.



Gesellschaftliche Relevanz mit emotionaler Wucht

Das Buch verankert die Themen Black Lives Matter, Polizeigewalt und Vorurteile fest im Plot, ohne belehrend zu wirken. Vieles fühlt sich schmerzhaft real an, manches bewusst zugespitzt, aber immer mit dem Ziel, Missstände sichtbar zu machen. Der schlichte, teilweise umgangssprachliche Stil wirkt authentisch und wird immer wieder von tiefgründigen Zeilen durchbrochen, die lange nachhallen.



Figuren, die man sofort versteht

Cooper und Mo tragen die Geschichte mit einer Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit. Ihre Perspektiven ergänzen sich, ihre Reaktionen wirken ehrlich und ungefiltert. Besonders die leise Liebesgeschichte zwischen ihnen hat mich berührt – sie drängt sich nie in den Vordergrund, sondern verleiht der Handlung eine zusätzliche emotionale Ebene.



Spannung mit kleineren Schwächen

Die Ermittlungen der beiden sind spannend, wenn auch nicht außergewöhnlich originell. Die kurzen Kapitel und der schnelle Rhythmus sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legt. Einige Wendungen sind vorhersehbar, und das Ende rauscht etwas zu schnell vorbei. Gerade die letzten zwanzig Seiten hätten mehr Raum verdient, um die zuvor aufgebaute Spannung vollständig zu tragen. Ein erklärendes Nachwort zu BLM, Gewerkschaften oder gun violence hätte den gesellschaftlichen Kontext zusätzlich stärken können.



Gestaltung, die im Gedächtnis bleibt

Das Cover ist außergewöhnlich gestaltet, haptisch wie visuell. Es passt perfekt zur Atmosphäre des Romans und macht das Buch zu einem echten Blickfang.



Fazit

Up in Smoke ist ein temporeicher, gesellschaftskritischer Jugendthriller, der sowohl emotional berührt als auch zum Nachdenken anregt. Trotz kleiner erzählerischer Schwächen hat mich die Geschichte mitgerissen und lange beschäftigt.

4 von 5 Sternen – intensiv, relevant und absolut empfehlenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2026

Gute Story mit Luft nach oben

Fall into Dreams
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Fall into Dreams ist ein angenehm geschriebener Second‑Chance‑Roman, der unabhängig von den anderen Büchern der Autorin funktioniert. Im Mittelpunkt stehen Amber und Raymond, die sich nach siebzehn Jahren ...

Fall into Dreams ist ein angenehm geschriebener Second‑Chance‑Roman, der unabhängig von den anderen Büchern der Autorin funktioniert. Im Mittelpunkt stehen Amber und Raymond, die sich nach siebzehn Jahren unerwartet wiederbegegnen – ein Wiedersehen, das alte Gefühle, aber auch alte Konflikte aufwirbelt.

Der Einstieg gelingt sofort: Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel fliegen nur so dahin, und der Perspektivwechsel zwischen Amber und Raymond sorgt für einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt. Besonders Amber als alleinerziehende Mutter wirkt nahbar, stark und glaubwürdig. Auch die Nebenfiguren – allen voran ihre Tochter Isabell – bringen schöne zusätzliche Facetten in die Geschichte.

Trotzdem blieb für mich emotional etwas auf der Strecke. Ich konnte die Entscheidungen der Figuren nachvollziehen, aber wirklich fühlen konnte ich sie nicht immer. Die Liebesgeschichte startet zwar behutsam, nimmt dann aber so schnell Fahrt auf, dass manche Momente kaum Raum bekommen, sich zu entfalten. Rückblicke auf die gemeinsame Vergangenheit hätten hier für mehr Tiefe und Nachvollziehbarkeit sorgen können. Auch die abrupten Szenenwechsel haben gelegentlich den Lesefluss gestört.

Der Mafia‑Subplot bleibt eher Hintergrundrauschen, bietet aber genug Spannung, um die zweite Hälfte dynamischer zu gestalten. Der Showdown ist packend und rundet die Handlung solide ab.

Fazit:
Fall into Dreams ist ein unterhaltsamer, kurzweiliger Roman für alle, die eine leichte, unkomplizierte Geschichte für zwischendurch suchen. Die Charaktere sind sympathisch, das Tempo hoch, und die Atmosphäre des New Yorker Nachtlebens macht Spaß. Wer jedoch auf tiefgehende Emotionen und ausführliche Charakterentwicklung hofft, wird hier nur teilweise fündig. Trotzdem ein sehr angenehmes Leseerlebnis – daher solide vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2026

Starke Worte

The Poet Empress
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Cover
Das Buch ist ein absoluter Blickfang. Der aufwendig gestaltete Umschlag, die floralen Buchschnittverzierungen und selbst die Illustration unter dem Schutzumschlag wirken wie ein Kunstwerk. Schon ...

Cover
Das Buch ist ein absoluter Blickfang. Der aufwendig gestaltete Umschlag, die floralen Buchschnittverzierungen und selbst die Illustration unter dem Schutzumschlag wirken wie ein Kunstwerk. Schon bevor man die erste Seite aufschlägt, vermittelt das Buch eine besondere, fast poetische Atmosphäre, die perfekt zur Geschichte passt.

Inhalt
Die Geschichte folgt Yin Wei, der Tochter armer Reisbauern, die sich als Konkubine des grausamen Prinzen Terren eine bessere Zukunft für ihre Familie erhofft. Doch im Azaleenpalast erwartet sie ein brutales Machtspiel aus Intrigen, Gewalt und politischem Ränkespiel.

Besonders prägend ist das Magiesystem, das auf Worten, Gedichten und Siegeln basiert – innovativ, ungewöhnlich und tief in der Kultur des Reiches verwurzelt. Rückblenden in die Vergangenheit der Prinzen erweitern die Handlung und geben Einblick in die familiären Konflikte, die das Reich prägen.

Die Geschichte ist hart, politisch, emotional und oft brutal. Sie thematisiert Loyalität, Machtmissbrauch, Manipulation und die Frage, wie Menschen zu dem werden, was sie sind. Gleichzeitig zeigt sie die Entwicklung zweier komplexer Figuren, deren Beziehung alles andere als romantisch ist.

Persönliche Meinung
Ich bin mit einer anderen Erwartung an das Buch herangegangen und wurde positiv überrascht. Statt einer klassischen Lovestory bekam ich ein charakterfokussiertes, düsteres Fantasy‑Drama, das mich emotional komplett abgeholt hat.

Prinz Terren war für mich eine der faszinierendsten Figuren – grausam, vielschichtig, schwer zu greifen. Yin Weis Entwicklung hingegen ist beeindruckend: von naiv und hoffnungsvoll zu stark, strategisch und innerlich zerrissen.

Das Magiesystem hat mich begeistert, auch wenn ich es schade fand, dass die zentralen Gedichte selbst kaum vollständig wiedergegeben werden. Sprachlich ist das Buch bildhaft und poetisch, auch wenn manche Formulierungen etwas klischeehaft wirkten und der Schreibstil nicht immer ganz meinen Geschmack traf.

Das Pacing war insgesamt gut, mit einem kleinen Hänger in der Mitte, aber einem extrem fesselnden Ende. Die Rückblenden waren hervorragend eingebunden und haben den Lesefluss nicht gestört.

Wichtig: Die Gewalt ist heftig und häufig. Für empfindliche oder sehr junge Leser ist das Buch definitiv nicht geeignet.

Fazit
The Poet Empress ist ein starkes, emotionales und ungewöhnliches Fantasy‑Debüt, das mit innovativem Magiesystem, komplexen Charakteren und einer düsteren, poetischen Atmosphäre überzeugt. Es ist keine leichte Kost, aber eine Geschichte, die nachhallt und zum Nachdenken anregt.

Trotz kleiner Schwächen in Stil und Tempo hat mich das Buch beeindruckt und neugierig auf zukünftige Werke der Autorin gemacht.

4 von 5 Sternen – intensiv, kreativ und absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Nils auf Spurensuche

Der Traummacher
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Cover

Das Cover fügt sich perfekt in die Reihe der Nils-Trojan-Thriller ein: düster, atmosphärisch und mit einem Hauch von Unheil. Es vermittelt sofort das Gefühl, dass man sich auf eine psychologisch ...

Cover

Das Cover fügt sich perfekt in die Reihe der Nils-Trojan-Thriller ein: düster, atmosphärisch und mit einem Hauch von Unheil. Es vermittelt sofort das Gefühl, dass man sich auf eine psychologisch aufgeladene, beklemmende Geschichte einstellen darf. Obwohl es nicht unbedingt heraussticht, passt es hervorragend zur Stimmung des Buches und macht neugierig auf den Inhalt.

Inhalt

Nach dem Tod ihrer Tochter Simona zerbricht Franziska Wiesner zunehmend an ihrer Trauer. Sie zieht sich zurück, hört Stimmen und glaubt, Simona im Haus wahrzunehmen. Kurz darauf wird sie tot im Keller gefunden – übersät mit menschlichen Bisswunden. Nur wenig später taucht eine zweite Leiche auf: Alina, Simonas beste Freundin und ehemalige Geschäftspartnerin, ebenfalls mit bizarren Verletzungen.

Nils Trojan, eigentlich im Urlaub, wird zurück ins Geschehen gezogen. Die Ermittlungen führen ihn und sein Team in ein verwirrendes Geflecht aus Trauer, Wahn, gefährlichen Substanzen und menschlichen Abgründen. Was zunächst wie ein übernatürlicher Horror wirkt, entpuppt sich nach und nach als komplexer Fall mit unerwarteten Wendungen.



Persönliche Meinung

Max Bentow bleibt seinem Stil treu: Er wirft die Leserinnen und Leser ohne Vorwarnung mitten ins Geschehen und baut die Spannung geschickt über verschiedene Perspektiven auf. Besonders gelungen ist die psychologische Komponente, die Bentow wie gewohnt präzise und atmosphärisch einsetzt.

Allerdings braucht die Geschichte etwas Anlauf. Der Einstieg wirkt zunächst weniger packend, und der Klappentext suggeriert eine brutalere, blutigere Handlung, als das Buch letztlich liefert. Wer auf harte Thrillerkost hofft, könnte daher leicht enttäuscht sein.

Doch sobald der Spannungsbogen anzieht, entwickelt sich der Roman zu einem echten Pageturner. Die Wendungen sind überraschend, teilweise völlig unerwartet, und die Auflösung überzeugt mit einer Täteridentität, die kaum vorhersehbar ist. Besonders stark ist die Darstellung der Figuren – ihre Ängste, ihre Verzweiflung und ihre inneren Konflikte stehen diesmal stärker im Vordergrund als die reine Ermittlungsarbeit.

Ein kleiner Kritikpunkt: Trojans Privatleben nimmt etwas viel Raum ein, wodurch die Ermittlungen gelegentlich in den Hintergrund rücken. Dennoch bleibt die Geschichte fesselnd und atmosphärisch dicht.

Fazit

Ein spannender, psychologisch intensiver Thriller, der weniger auf Brutalität setzt, dafür aber mit starken Charakteren, cleveren Wendungen und einem unvorhersehbaren Finale punktet. Perfekt für Thrillerfans, die gerne mit rätseln und Wert auf Atmosphäre statt Splatter legen.

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