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Veröffentlicht am 20.02.2026

Mut trifft Angst – Eine einfühlsame Geschichte über Balance

Fritzi Furchtlos
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Dieses Bilderbuch widmet sich sensibel dem Thema Angst. Im Mittelpunkt steht ein Ziegenmädchen, das furchtlos durchs Leben geht und damit innerhalb seiner Herde aneckt. Ihre Unbekümmertheit wirkt bewundernswert, ...

Dieses Bilderbuch widmet sich sensibel dem Thema Angst. Im Mittelpunkt steht ein Ziegenmädchen, das furchtlos durchs Leben geht und damit innerhalb seiner Herde aneckt. Ihre Unbekümmertheit wirkt bewundernswert, führt jedoch zu Konflikten und wirft Fragen nach Zugehörigkeit und Akzeptanz auf.

Erst durch die Begegnung mit einem ängstlicheren Gefährten erkennt sie, dass Angst nicht nur Schwäche ist, sondern auch Fürsorge und Verantwortung bedeuten kann. Diese Entwicklung wird warmherzig und kindgerecht erzählt.

Besonders überzeugen die ausdrucksstarken Illustrationen, die Gefühle klar transportieren und viel Raum zum Entdecken lassen.

Insgesamt ist das Buch eine liebevolle Geschichte über Freundschaft, Anderssein und die wichtige Erkenntnis, dass Mut und Vorsicht gemeinsam am stärksten sind.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Eine Reise durch Tirol – zwischen Bergen und Genuss

Meine Tiroler Welt
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Im Vorwort begegnet man einer Autorin, die mit großer Offenheit und Herzlichkeit von sich und ihrer Heimat erzählt. Ihre Worte wirken ehrlich, warm und nahbar. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, einer Person ...

Im Vorwort begegnet man einer Autorin, die mit großer Offenheit und Herzlichkeit von sich und ihrer Heimat erzählt. Ihre Worte wirken ehrlich, warm und nahbar. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, einer Person zu begegnen, die tief verwurzelt ist, in sich ruht und ihre Umgebung mit großer Achtung betrachtet. Diese Haltung zieht sich spürbar durch das gesamte Buch.

Besonders begeistert hat mich der Aufbau: Die Reise durch Tirol folgt den Jahreszeiten und verbindet Rezepte mit Begegnungen, Landschaften und Geschichten.

Die Rezepte fügen sich stimmig in diese Reise ein. Sie wirken bodenständig und zugleich liebevoll ausgewählt, reichen von herzhaft bis süß und machen sofort Lust aufs Nachkochen. Besonders gefallen hat mir, dass vieles unkompliziert gehalten ist und Raum für eigene Anpassungen lässt – egal ob vegetarisch, vegan oder klassisch. Die Vielfalt, vor allem bei den Knödeln, hat mein Herz im Sturm erobert.

Abgerundet wird das Buch durch stimmungsvolle Fotografien, die sowohl Gerichte als auch Menschen, Höfe und Landschaften zeigen. Alles wirkt harmonisch, ruhig und authentisch.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Eine fröhliche Zugreise voller Farbe und Reime

Henri-Jette-Sausebahn
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Ich bin ohne Vorwissen an Henri-Jette-Sausebahn herangegangen und hatte daher keinerlei Erwartungen an die Geschichte. Umso schöner war es, wie schnell mich das Bilderbuch für sich gewinnen konnte. Schon ...

Ich bin ohne Vorwissen an Henri-Jette-Sausebahn herangegangen und hatte daher keinerlei Erwartungen an die Geschichte. Umso schöner war es, wie schnell mich das Bilderbuch für sich gewinnen konnte. Schon beim ersten Durchblättern wurde klar, dass hier viel Liebe zum Detail und ein sehr stimmiges Gesamtkonzept zusammenkommen.

Im Mittelpunkt stehen die beiden kleinen Lokomotiven Henri und Jette, die gemeinsam einen Zug ziehen und dabei eine bunte Gruppe aus Kindern, Erwachsenen und Tieren an ihr Ziel bringen. Die Reise führt ans Meer und wird von vielen kleinen, fröhlichen Momenten begleitet. Nach getaner Arbeit dürfen auch die beiden Loks selbst Urlaub machen – eine einfache, aber sehr kindgerechte Handlung, die Ruhe und Freude ausstrahlt.

Besonders beeindruckt haben mich die Illustrationen. Sie sind farbenfroh, lebendig und laden zum genauen Hinschauen ein. Auf jeder Seite gibt es kleine Details zu entdecken, die die Geschichte visuell erweitern. Für mich sind genau solche Bilder essenziell in einem guten Bilderbuch, da sie Gefühle transportieren und Kinder dazu animieren, sich länger mit den Seiten zu beschäftigen. Auch mein Sohn war sofort fasziniert und hat sich die Bilder mit großer Begeisterung angesehen – teilweise sogar länger als dem Text zugehört.

Der Text selbst ist sehr kurz gehalten und besteht aus kleinen Reimen. Diese sind leicht verständlich und gut zum Vorlesen geeignet. Gerade für jüngere Kinder ist das angenehm, da die Geschichte nicht überfordert und die Aufmerksamkeit gut gehalten werden kann.

Insgesamt hat mich Henri-Jette-Sausebahn positiv überrascht. Auch ohne Bezug zu früheren Geschichten funktioniert das Buch wunderbar für sich allein. Es wirkt hochwertig, durchdacht und liebevoll gestaltet. Für mich ist es ein gelungenes Bilderbuch, das Kindern Freude bereitet und sich gut in den Vorlesealltag integrieren lässt – ganz unabhängig davon, ob man das Original kennt oder nicht.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Gemeinsam durch das Unvorstellbare

Solito
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Solito von Javier Zamora hat mich tief berührt und noch lange nach der letzten Seite nicht losgelassen.

Was dieses Memoir für mich so außergewöhnlich macht, ist nicht allein die Härte der geschilderten ...

Solito von Javier Zamora hat mich tief berührt und noch lange nach der letzten Seite nicht losgelassen.

Was dieses Memoir für mich so außergewöhnlich macht, ist nicht allein die Härte der geschilderten Reise, sondern die Perspektive, aus der sie erzählt wird: durch die Augen eines Neunjährigen, der ohne Eltern unter fremden Erwachsenen überlebt. Beim Lesen musste ich mir immer wieder bewusst machen, wie jung Javier damals war – ein Kind, das sich vor Situationen fürchtet, die Erwachsene als banal empfinden, und das dennoch gezwungen ist, Unvorstellbares auszuhalten. Besonders als Mutter hat mich das Lesen an meine Grenzen gebracht und ich habe oft Wut auf die Erwachsenen verspürt, die dieses Risiko zugelassen haben.

Sprachlich ist das Buch eindrucksvoll, ruhig und zugleich poetisch, ohne jemals beschönigend zu wirken. Wiederholungen im Erzählfluss empfand ich nicht als Schwäche, sondern als Spiegel der endlosen Monotonie und Erschöpfung dieser Reise. Hunger, Durst, Angst, skrupellose Schleuser – all das zeigt, wie verzweifelt Menschen sein müssen, um sich auf einen solchen Weg einzulassen.

Trotz aller Grausamkeit bleibt am Ende vor allem eines: Hoffnung. Hoffnung auf Menschlichkeit, auf Mitgefühl unter Fremden und auf das Wiedersehen mit den Eltern. Solito ist kein reißerisches Migrationsdrama, sondern ein ehrlicher, schmerzhafter und zugleich zutiefst menschlicher Bericht. Für mich ist es ein Buch, das gelesen werden sollte.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Tolles Mitmachbuch

Hilf den Tierkindern
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„Hilf den Tierkindern“ hat bei uns sofort einen festen Platz im Alltag gefunden. Schon beim ersten Anschauen war klar, dass dieses Buch nicht nur zum Zuhören gedacht ist, sondern zum aktiven Mitmachen ...

„Hilf den Tierkindern“ hat bei uns sofort einen festen Platz im Alltag gefunden. Schon beim ersten Anschauen war klar, dass dieses Buch nicht nur zum Zuhören gedacht ist, sondern zum aktiven Mitmachen einlädt. Die kleinen Tierbabys stehen jeweils vor einer überschaubaren Herausforderung, bei der Kinder ganz intuitiv helfen dürfen – durch Gesten, Geräusche oder kleine Bewegungen. Genau das macht den besonderen Reiz aus.

Die Illustrationen gefallen mir besonders gut: Sie sind freundlich, klar und bewusst reduziert. Nichts lenkt vom eigentlichen Geschehen ab, sodass mein Kind sich ganz auf das Tier und die Aufgabe konzentrieren kann. Auch der Text ist angenehm kurz gehalten, was dafür sorgt, dass die Aufmerksamkeit nicht verloren geht und das Buch in einem natürlichen, fließenden Rhythmus gelesen werden kann.

Sehr gelungen finde ich auch das handliche Format. Das Buch passt perfekt in kleine Hände und kann problemlos selbstständig erkundet werden. Die stabilen Pappseiten machen es robust genug für häufiges Anschauen – ein großer Pluspunkt bei kleinen Kindern. Durch die kompakte Größe eignet sich das Buch außerdem hervorragend für unterwegs oder als kurze Beschäftigung zwischendurch.

Besonders schön ist für mich der gemeinsame Moment: Das Buch wird nicht einfach vorgelesen, sondern zusammen erlebt. Mein Kind ist aktiv beteiligt, lacht, probiert aus und möchte viele Seiten immer wieder sehen. Trotz der Kürze wird es bei uns täglich hervorgeholt, ohne dass Langeweile aufkommt.

Für mich ist „Hilf den Tierkindern“ eine klare Empfehlung für Kinder ab etwa 18 Monaten und für Eltern, die Wert auf Mitmachbücher legen, die mehr bieten als reines Vorlesen. Ein liebevoll gestaltetes Buch, das Spaß macht, zum Wiederholen einlädt und spielerisch wichtige Fähigkeiten fördert.

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