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Veröffentlicht am 27.03.2026

Wer war Kleopatra wirklich?

Kleopatra
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Aus der Ich-Perspektive erzählt uns hier Kleopatra von ihrem Leben. Das Buch hält sich an überlieferte Fakten, enthält auch viel Fiktion, was das Buch durchaus interessant macht. Vor allem räumt es mit ...

Aus der Ich-Perspektive erzählt uns hier Kleopatra von ihrem Leben. Das Buch hält sich an überlieferte Fakten, enthält auch viel Fiktion, was das Buch durchaus interessant macht. Vor allem räumt es mit der Legende um ihren Tod auf.

Das Cover von "Kleopatra. Roman einer Königin" zeigt die titelgebende Pharaonin von hinten, aber so, dass man auch ohne Titel erkennen könnte, um welche Königin es sich handelt. Ein tolles Cover mit viel Ausstrahlungskraft.

Die von Saara El-Arifi gewählte Ich-Perspektive vermittelt den Lesern ein Gefühl von persönlichem Miterleben, das ist klug gewählt. Der Roman gibt viele spannende Einblicke und Denkanstösse, gerade in Bezug auf die berühmte Bibliothek von Alexandria. Ich habe das Buch in Ägypten gelesen, was noch einen besonderen Reiz verliehen hat. Aber insgesamt hat mich die Geschichte nicht so gepackt, wie ich es mir vorgestellt habe, ohne genau festlegen zu können, woran es lag.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Die Kraft von Büchern und Zucker

Books & Coffee - An Wunder muss man glauben
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Emilia hat ihre Serienrolle verloren und kehrt zu ihren Eltern zurück. Dort begegnet sie sowohl Lucy und ihrem "Café Zuckerzeit" als auch ihrem Ex Markus. Welches Treffen ist wichtiger für Emilia? Oder ...

Emilia hat ihre Serienrolle verloren und kehrt zu ihren Eltern zurück. Dort begegnet sie sowohl Lucy und ihrem "Café Zuckerzeit" als auch ihrem Ex Markus. Welches Treffen ist wichtiger für Emilia? Oder ist das gar nicht die Frage?

Das Cover zeigt Teile einer Person, die im Schneidersitz vor einem Bücherstapel sitzt, darauf eine Kaffeetasse festhält, dazu neben dem Titel "Books & Coffee - An Wunder muss man glauben" ein Croissant. Das ist genauso passend wie nichtssagend, was zum Buch passt.

Auch ohne den Vorgänger zu kennen, war der Roman gut lesbar. Ella Lindberg zeichnet in der Anfangszene einen interessanten Charakter, der leider nicht mehr auftaucht. Einige der anderen Charaktere bleiben farblos. Auch woher Emilia die Befähigung hernimmt, einen Buchclub zu leiten, erschließt sich mir nicht ganz. Das Buch hat einige Längen, war aber für den Urlaub als leichte Lektüre okay.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Was für eine Idee...

Mama will ihr Haus vererben
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Katrin geht mit ihrer Familie zum Geburtstag ihrer Mutter. Als Überraschung der etwas anderen Art erfahren sie und ihre beiden Geschwister, dass Mama einen Hirntumor hat und demjenigen ihr Haus vererben ...

Katrin geht mit ihrer Familie zum Geburtstag ihrer Mutter. Als Überraschung der etwas anderen Art erfahren sie und ihre beiden Geschwister, dass Mama einen Hirntumor hat und demjenigen ihr Haus vererben will, der sich im nächsten Vierteljahr am besten um sie kümmert. Ein Wettbewerb unter Geschwistern um ein Haus! Zuerst weigert Katrin sich, mitzumachen, bis ihnen die Wohnung gekündigt wird...

Das leuchtend lilafarbene Cover zeigt außer dem Titel "Mama will ihr Haus vererben" nur eine gezeichnete Hand, die einen Schlüssel hält. Das verrät noch nicht viel, macht neugierig und passt trotzdem sehr gut zum Titel und zum Buch.

Stephanie Mansion schreibt locker-flockig, ihre Charaktere und Settings sind gut vorstellbar. Der Schluss war so nicht vorhersehbar, was mir sehr gut gefällt. Aber insgesamt hat mir das gewisse Etwas gefehlt, dass einen Roman zu einem sehr guten Roman macht. Es war ein nettes Buch für zwischendurch, mehr leider nicht.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Großes Gefühlsspektrum

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
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Eigentlich will Joachim Zivildienst machen, hat sich trotzdem bei der Schauspielschule beworben und wird zu seiner großen Verwunderung angenommen. Deshalb zieht er nach München und wohnt bei seinen exzentrischen ...

Eigentlich will Joachim Zivildienst machen, hat sich trotzdem bei der Schauspielschule beworben und wird zu seiner großen Verwunderung angenommen. Deshalb zieht er nach München und wohnt bei seinen exzentrischen Großeltern. Ein Auf und Ab an Gefühlen beginnt, von schreiend komisch zu tieftraurig ist alles dabei.

Die Hintergrundfarbe des Covers von "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" ist in auffälligem Rot gehalten. In der Mitte sieht man eine lächelnde Frau, die sich an einem Seil über Wasser hält. Dieses Über-Wasser-Halten trifft auch auf den Protagonisten Joachim zu, weshalb es gut zum Roman passt.

Joachim Meyerhoff ist Schauspieler und der Roman zeigt uns den langen, schwierigen Weg bis dahin. Voller Ironie und viel Gefühl, weshalb ich gut in die Geschichte kam. Alles ist so bildhaft beschrieben, dass ich die einzelnen Szenen direkt vor Augen hatte. Sehr berührend auch die Sterbeszenen, es ist Meyerhoff gelungen, mich mitzunehmen und in seine Gefühlswelt eintauchen zu lassen. Jetzt bin ich auf den Kinofilm gespannt, inwiefern sich die Vorstellungen, die ich beim Lesen hatten, auf den Film übertragen lassen.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Juliana und Oliver

Die Brücke von London
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Julianas Mann stirbt und hinterlässt ihr nicht nur das Tuchgeschäft und den Kummer, sondern auch immense Schulden. Im Jahr 1749 ist es nicht einfach für eine Frau, sich diesem zu stellen. Aber Juliana ...

Julianas Mann stirbt und hinterlässt ihr nicht nur das Tuchgeschäft und den Kummer, sondern auch immense Schulden. Im Jahr 1749 ist es nicht einfach für eine Frau, sich diesem zu stellen. Aber Juliana findet zum Glück Verbündete. Auch wenn sich zum Ende hin alles noch mehr zuspitzt als anfangs erwartet...

Das Cover zeigt eine junge Frau und einen Jungen vor der gezeichneten London Bridge, der eigentlichen Hauptdarstellerin. Der Titel "Die Brücke von London" ist fast ein bisschen schlicht und könnte aussagekräfter sein.

Julius Arth verknüft zwei Handlungsstränge, aus dem Jahr 1749, der "aktuellen" Zeit und 1202 beim Bau der London Bridge. Das hat mich zeitweilig etwas verwirrt und wäre für mein Verständnis gar nicht nötig gewesen, zumal sich die Auflösung erst am Ende des Buches und nur mit wenigen Sätzen zeigt. Die Charaktere, allen voran die der Kinder, gefallen mir gut und sind sehr gut vorstellbar. Ich habe das Buch auf einer Lesung entdeckt, wo er das Modell der Brücke dabei hatte, was toll zum Buch gepasst hat. Der Roman macht einem klar, wie schade es ist, dass dieses Bauwerk abgerissen wurde, man kann sich das lebhafte Treiben auf der London Bridge sehr gut vorstellen und war direkt im London des Jahres 1749 angekommen.

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