Ich finde die Idee hinter diesem Buch wirklich schön. Allerdings merkt man irgendwie auch, dass es eigentlich mal ein privates Projekt war. Es sieht nämlich sehr danach aus. Zum einen finde ich es ganz ...
Ich finde die Idee hinter diesem Buch wirklich schön. Allerdings merkt man irgendwie auch, dass es eigentlich mal ein privates Projekt war. Es sieht nämlich sehr danach aus. Zum einen finde ich es ganz schön, dass es nicht so perfekt auf Hochglanz poliert ist. Andererseits wirkt es dadurch aber doch ein bisschen seltsam. (Mir fällt leider keine passendere Beschreibung ein.)
Die Illustrationen sind zum großen Teil wirklich schön gemacht. Ich mochte vor allem die dezenten Farben. Allerdings sehen sie ein bisschen so aus, als hätte sie ein Kind gemalt. Das hat einen gewissen Charme, den man aber mögen muss. Es ist sicher nicht jedermanns Sache.
Die "Wünsche" im Buch fand ich ich teilweise richtig schön. Vor allem hat mir gut gefallen, dass auch ausgefallene Sachen dabei waren, wie z.B., dass man immer ein bisschen merkwürdig sein soll. Sowas spricht mich persönlich einfach total an. Manche Wünsche fand ich dafür einfach furchtbar kitschig. Auch hier ist es eben wieder Geschmackssache.
Ich denke, das Buch eignet sich vor allem wunderbar als Geschenk. Für Menschen, die auf ein bisschen Kitsch stehen. Oder auch für Menschen, die man nicht ganz so gut kennt. Da kann man mit diesem Buch sicher wenig falsch machen.
"Obacht!" ist ein süßes Comicbuch zum Vorlesen. Es geht um die Bewohner einer kleinen Stadt, die eines Morgens nicht mehr aus der Stadt hinaus können, weil ein riesiges Tier davorliegt. Sie kommen auf ...
"Obacht!" ist ein süßes Comicbuch zum Vorlesen. Es geht um die Bewohner einer kleinen Stadt, die eines Morgens nicht mehr aus der Stadt hinaus können, weil ein riesiges Tier davorliegt. Sie kommen auf die skurrilsten Ideen, um das Problem zu lösen. Bis das kleine Mienchen einfach mit dem Tier redet.
Die Idee hinter dem Buch finde ich großartig. Schon den Kleinen soll vermittelt werden, wie wichtig Kommunikation ist und dass man Neuem nicht immer direkt mit Angst und Ablehnung begegnen soll. Als Erwachsener versteht man die Botschaft sehr gut. Für Kinder finde ich sie jetzt nicht ganz so leicht verständlich. Aber das Buch ist zumindest ein guter Einstieg, um über das Thema zu reden.
Die Sprache ist sehr einfach und gut verständlich. Die kurzen Sätze eignen sich sehr gut zum Vorlesen. Dazu gibt es viele Bilder. Diese sind allerdings komplett in schwarz-weiß-orange gehalten. Ich hätte mir doch etwas mehr Farbe gewünscht. Die Illustrationen sind teilweise richtig süß, teilweise aber auch eher minimalistisch.
Alles in allem ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert, um Kinder für die Themen zu sensibilisieren. Komplett begeistern konnte es mich allerdings nicht.
Teufelchen Belzi hat ein großes Problem - seine Hörner sind weg. Und ohne Hörner kommt er nicht zurück in die Hölle. Zum Glück findet er mit Alex, Vera und Robin direkt neue Freunde, die ihm helfen wollen. ...
Teufelchen Belzi hat ein großes Problem - seine Hörner sind weg. Und ohne Hörner kommt er nicht zurück in die Hölle. Zum Glück findet er mit Alex, Vera und Robin direkt neue Freunde, die ihm helfen wollen. Gemeinsam finden sie heraus, dass Belzi Böses tun muss, damit seine Hörner nachwachsen. Was nur leider nicht so leicht ist, denn für einen Teufel ist Belzi einfach viel zu nett.
Die Geschichte ist witzig und gut erzählt. Die Sprache ist einfach und gut verständlich, sodass auch Kinder, die noch nicht so gut lesen können, keine Probleme haben dürften. Auch das Verhältnis von Bildern und Text fand ich sehr gut.
Ich muss allerdings gestehen, dass mich die Illustrationen nicht so wirklich begeistern konnten. Da habe ich schon deutlich bessere gesehen. Gerade die Gestaltung von Belzi hat mir gar nicht gefallen. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
Ansonsten ist es ein süßer, wirklich gelungener Comic.
Das Buch ist allein optisch schon ein echter Hingucker, mit dem glänzenden Einband und dem schönen Farbschnitt (wobei ich den Duft-Aufkleber auf dem Cover extrem störend fand). Man kommt auch sehr gut ...
Das Buch ist allein optisch schon ein echter Hingucker, mit dem glänzenden Einband und dem schönen Farbschnitt (wobei ich den Duft-Aufkleber auf dem Cover extrem störend fand). Man kommt auch sehr gut in die Geschichte rein. Das Worldbuilding ist solide und der Schreibstil sehr bildhaft. Das düstere Internat auf der einsamen Insel ist wirklich gut beschrieben und die ganze, düstere Atmosphäre kommt sehr gut rüber.
Das Rätsel um die verschwundenen Schülerinnen fand ich total spannend und gut gemacht. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und die Entdeckungen, die die vier Teenager im Verlauf der Geschichte machen, haben mich meine Theorien immer wieder über Bord werfen lassen.
Die Charaktere konnten mich dagegen nur mäßig begeistern. Protagonistin Aurelia war mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen. Außerdem war sie mir zu sprunghaft. Mal überängstlich, dann wieder total leichtsinnig. Da hat für mich einiges nicht zusammengepasst. Werwolf Nathanael ist der typisch klischeehafte hübsche Junge mit dunkler Vergangenheit. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden empfand ich oft eher als störend. Das war mir zu viel Teenie-Drama. Die restlichen Charaktere bleiben leider eher blass. Sowohl Eleanor als auch Aurelias Adoptivbruder Callan hatten für mich großes Potenzial, das aber leider nicht wirklich ausgeschöpft wurde. Das gleiche gilt für Aurelias Vater.
Die Spannung bleibt das ganze Buch durch sehr konstant und steigert sich zum Ende hin. Abgesehen vom Teenie-Drama fand ich die Story alles in allem sehr gut. Mich hat nur etwas gestört, dass Aurelia und ihre Freunde oft Hinweise nicht wirklich weiter verfolgt haben. Als Leser erkennt man sofort Verbindungen und Möglichkeiten, aber die Charaktere gehen mit einem Schulterzucken darüber hinweg.
Das Ende hat für mich leider vieles kaputt gemacht. Es war mir zu sehr auf Effekthascherei fixiert. Die Autorin wollte den ganz großen Knall, was für mich einfach nicht wirklich gepasst hat. Es tauchen Figuren auf, die vorher nur am Rande erwähnt wurden und spielen plötzlich eine große Rolle. Auch der fiese Strippenzieher hinter dem Ganzen wurde für meinen Geschmack sehr plötzlich aus dem Hut gezaubert. Und ich verstehe zwar durchaus den Sinn eines Cliffhangers - immerhin möchte man die Neugier auf Band 2 schüren - aber man kann es auch wirklich übertreiben. Das Ende hat tausend neue Fragen aufgeworfen und kaum eine beantwortet.
Was ich absolut nicht passend finde ist die Altersempfehlung. Gerade zum Ende hin gibt es einige sehr brutale Szenen. Und auch mindestens eine Sexszene, die mehr als nur angedeutet ist. Für ein Buch, das ab 14 Jahren empfohlen wird, fand ich beides zu heftig. Ich würde es eher ab 16 empfehlen.
Axel Hacke nimmt sich mit diesem Buch einem durchaus schwierigen Thema an - unseren Gefühlen. In einer Welt, die von schlechten Nachrichten und Social Media geprägt ist, verlieren wir diese nur allzu leicht ...
Axel Hacke nimmt sich mit diesem Buch einem durchaus schwierigen Thema an - unseren Gefühlen. In einer Welt, die von schlechten Nachrichten und Social Media geprägt ist, verlieren wir diese nur allzu leicht aus den Augen. Der Autor animiert dazu, wieder mehr in uns hinein zu hören und uns mehr mit uns und unserer Gefühlswelt zu beschäftigen.
Der Autor betrachtet die verschiedenen Gefühle, wie z.B. Angst, Wut, Trauer, aber auch Freude, ohne sie großartig zu bewerten. Er zeigt, dass Gefühl und Vernunft oft nah beieinander liegen und macht deutlich, dass jedes Gefühl seine Berechtigung und seinen Nutzen hat.
Diesen Ansatz finde ich sehr schön und wichtig. Leider muss ich aber gestehen, dass ich mit Hackes Schreibstil einfach nicht so richtig warmwerden konnte. Für mich las sich das Buch stellenweise doch eher zäh und ich hatte Mühe, mich durchzukämpfen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.