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Veröffentlicht am 14.02.2026

Spannender Krimi

GNADENTOD
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„...Ich habe hier eine Leiche zu viel in meinem Kofferraum, die meiner Toten gerade den Platz wegnimmt…“

Diesen Anruf erhält Kommissar - Anwärter Amun Shahier von seinem Freund Jorge Sachez, dem unter ...

„...Ich habe hier eine Leiche zu viel in meinem Kofferraum, die meiner Toten gerade den Platz wegnimmt…“

Diesen Anruf erhält Kommissar - Anwärter Amun Shahier von seinem Freund Jorge Sachez, dem unter anderem ein Bestattungsunternehmen gehört.
Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben. Der Schriftstil ist leicht und locker mit viel Humor, enthält aber auch sehr ernste Passagen und sozialkritische Anmerkungen.
Der Fall landet bei Hauptkommissar Robert Haller, der Amun unter seine Fittiche genommen hat. Haller wird deutlich,wenn er mit irgendetwas nicht einverstanden ist. Dazu gehört, dass Amun ein Dienstwagen verweigert wurde.

„...Allerdings ist das hier die Mordkommission und ich bin Ihr Tutor, nicht Ihr Taxi! Bei unseren Ermittlungen müssen Sie unabhängig von mir sein. Und genau deshalb werde ich unseren verstaubten Korinthenkackern jetzt auch mal ein bisschen die Krawattennadeln verschieben…“

Der Fall erweist sich als komplex. Die 91jährige Tote wurde gewaschen und einbalsamiert, ihre Wohnung komplett ausgeräumt. Ihre rumänische Pflegerin ist nicht auffindbar. Die Tote wurde gekühlt, was gravierende Folgen hat. Bei Danner klingt das so:

„...Je nachdem wo, und bei welcher Temperatur Du eine Leiche lagerst, verlangsamt sich der Verwesungsprozess, oder wird beschleunigt, und mit ihm die uns bekannten Merkmale...“

Ist die Temperatur nicht bekannt, kann der Todeszeitpunkt nicht bestimmt werden.
Mir gefällt, dass auch das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt. Nicht vergessen möchte ich die drei tierischen Protagonisten, darunter zwei ausgewachsene Labradors, die letztendlich an der Aufklärung der Fälle eine wesentlichen Anteil haben. Fälle deshalb, weil weitere Tote in Bestattungsinstitutionen abgelegt werden.
Die Gespräche der Hunde untereinander sind sehr amüsant.

„...Aber wundert mich nicht. Nen richtigen Riecher hatten unsere Menschen ja nie! Bei so wenig Sinneszellen in der Nase könnten sie einem fast schon leidtun…“

Die Geschichte lockt zum Mitraten. Erst am Ende wird wirklich klar, in welche Falle man dabei fast automatisch tappt.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Spannender historischer Krimi

Feuer in der Hafenstadt
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„...Dann zerbrach die Welt! Eine weitere Explosion ließ die Außenwand des Schiffes aufplatzen…“

Im Prolog wird eine heftige Schiffskatastrophe geschildert. Der einzige Überlebende ist der Kapitän Hauke ...

„...Dann zerbrach die Welt! Eine weitere Explosion ließ die Außenwand des Schiffes aufplatzen…“

Im Prolog wird eine heftige Schiffskatastrophe geschildert. Der einzige Überlebende ist der Kapitän Hauke Sötje, obwohl oder gerade, weil man ihn vor der Explosion niedergeschlagen hat.
Die Autorin hat einen spannenden historischen Krimi geschrieben. Der Schriftstil lässt sich gut lesen.
Mittlerweile ist ein Jahr vergangen. Wir befinden uns im Jahre 1894. Hauke ist in Glücksstadt angekommen, um eine letzte Mission zu erfüllen. Bevor es dazu kommt, wird er von Werner von Lahn beauftragt, in der Heringsfischerei AG denjenigen ausfindig zu machen, der den Aufbau der Flotte boykottiert.
Als die Fabrik von Struwe abbrennt und dessen Tochter Sophie allein dasteht, geht es außerdem darum, all die Vorwürfe zu entkräften, die man Sophie wegen ihres Vaters macht.
Das Buch verfügt über einen hohen Spannungsbogen. Außerdem wird Glücksstadt gut beschrieben. Ich lerne das Leben zur damaligen Zeit in seiner ganzen Vielfalt kennen. Auch die Personen werden gut charakterisiert. Sophie ist eine intelligente und selbstbewusste junge Dame. Das zeigt sich auch bei der Wahl ihrer Lektüre.

„...Dabei fand Sophie, dass Doras Lektüren allesamt vertanes Papier waren. Ausschließlich gedacht. dumme Mädchen zu dummen Frauen zu machen, sie ohne Meinung und ohne Hirn in die Welt zu entlassen…“

Das kriminelle Geschehen erweist sich als sehr komplex. Bald stellt sichg heraus, dass dafür manche Fäden schon Jahre zuvor gezogen wurden.
Doch Hauke hat nichts mehr zu verlieren. Deshalb geht er allen Spuren nach, auch wenn es sich dabei selbst in Gefahr bringt.
Im Anhang findet sich eine Literaturliste, ein Glossar und zwei Karten.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Es war einmal eine Kindheit auf dem Dorf

Es geschah auch kein Unfug ...
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„...Menschen sterben. Tiere sterben. Das ist ganz normal. Das gehört zum Leben dazu. Aber diesmal hat es die Schildkröte im Kindergarten erwischt. Über Nacht…“

Mit diesen Zeilen beginnt die erste Geschichte. ...

„...Menschen sterben. Tiere sterben. Das ist ganz normal. Das gehört zum Leben dazu. Aber diesmal hat es die Schildkröte im Kindergarten erwischt. Über Nacht…“

Mit diesen Zeilen beginnt die erste Geschichte. Natürlich wird sie gemeinsam beerdigt. Danielas Bruder Woffe aber weiß, dass der Panzer nicht verrottet. Und den will er haben. Damit fängt ein nächtliches Abenteuer an.
In der zweiten Geschichte erlebt sie mit ihrer Zwillingsschwester Wackel ein ganz besonderes Abenteuer, denn sie will herausfinden, ob die Erde wirklich rund ist. Ich mag den Humor.

„...Mir macht das nichts aus, denn Kleinsein hat auch Riesenvorteile. Zum Beispiel, wenn man durch eine enge Luke in den Hühnerstall kriechen will und dabei nicht stecken bleibt…“

Es geht immer wieder um eine Kindheit auf den Dorf. Die Eltern waren beschäftigt. Die Kinder hatten viel Freiheit und die haben sie genutzt.

„...Es gab so vieles, was mich unendlich langweilte. Regentage zum Beispiel. An diesen öden, schnöden Tagen, wo man nur drinnen spielen konnte und sich mit Freunden traf, denen es genauso langweilig war…“

Genau darum geht es in der letzten Geschichte. Bei Spielen im Haus kommt es schnell zu Missverständnissen.
Das Buch ist sehr schön illustriert. Die farbigen Bilder passen zur Handlung.
Die Geschichten haben mir sehr gut gefallen. Sie spiegeln eine Zeit, die noch gar nicht so lange vorbei ist.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Ally muss sich entscheiden

Körbchen mit Bergblick
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„...Momentan habe ich keinen Job, ich muss meine Kröten zusammenhalten…“

Alice, genannt Ally, war längere Zeit als freiberufliche Künstlerin, sprich Musical – Sängerin, auf dem Traumschiff unterwegs. ...

„...Momentan habe ich keinen Job, ich muss meine Kröten zusammenhalten…“

Alice, genannt Ally, war längere Zeit als freiberufliche Künstlerin, sprich Musical – Sängerin, auf dem Traumschiff unterwegs. Nun hat sie Urlaub, bevor sie sich einen neuen Job suchen muss.
Die Autorin hat eine humorvolle Gegenwartsgeschichte geschrieben. Der Schriftstil ist leicht und locker. Die Ich – Erzählerin kommt sympathisch rüber.
In Hamburg wohnt Ally in einer WG. Dort erwarten sie zwei Überraschungen. Becky wird zu ihren Freund an die See ziehen. Und der Hausbesitzer plant eine Grundsanierung. Das bedeutet Leben im Lärm und Dreck.
Kurzerhand fährt Ally zu ihrer Mutter nach Lenggries. Die ist Tierärztin und betreibt außerdem eine Tierpension. Da nach dem Tode des Vaters die Arbeit allein auf den Schultern der Mutter lastete, braucht sie auf ärztliches Anraten dringend eine Auszeit. Deshalb bittet sie ihre Tochter, sich um die Pension zu kümmern und Dr. Niklas Brunner, dem angestellten Tierarzt, zur Hand zu gehen. Bevor Ally in das Musikgeschäft eingestiegen ist, hat sie Tierpflegerin gelernt. Das ist allerdings schon eine Weile her.

„...Ich habe keine blasse Ahnung, welche Aufgaben auf mich warten. Deshalb habe ich mich für praktische Kleidung entschieden…“

Damit beginnt sie ihren ersten Arbeitstag. Niklas Brunner erweist sich als konservativ, pflichtbewusst und distanziert.
In der Pension sind momentan nur zwei Katzen. Ally ist klar, dass sie dringend mehr Mieter brauchen, wenn sie finanziell auf die Dauer über die Runden kommen wollen. Da sie sich schnell in die beiden Katzen verliebt hat, macht ihr die Arbeit viel Spaß. Sie hat eine Menge an Einfällen, was sie verändern könnte. Zwei Männer helfen ihr dabei auf unterschiedliche Art. Beide kennt sie aus der Jugendzeit.
Gut gefällt mir, dass auch ernste Themen angesprochen werden. So erklärt Dr. Brunner, warum manche Tiere eingeschläfert werden müssen.

„...Diese genetische Erkrankung ist nicht heilbar. Weder durch Medikamente noch durch Operationen…“

Es handelt sich dabei um die negativen Folgen unverantwortlicher Zuchtversuche.
Insgesamt hat die Geschichte einen heiteren Grundton. Land und Leute werden sehr bildhaft beschrieben. Auch die Arbeiten, die Ally verrichtet, werden gut dargestellt. Natürlich geht logischerweise nicht alles glatt.
Wie aber stellt sich Ally ihre Zukunft vor? Die Frage zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.
Die Personen werden gut charakterisiert. Dadurch werden auch Entwicklungen nachvollziehbar.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Berührende Geschichte

Bennis Weg zur Inklusion / Mord kann nicht jeder. Ein Kriminalfall mit Handicap aus Tutzing
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„...Heute will er auf jeden Fall pünktlich sein, weil er mit seinen liebsten Menschen verabredet ist. Sein Bruder Leo und Amy, seine Freundin, haben ihn überredet, mit nach Tutzing zu fahren, um dort Bennis ...

„...Heute will er auf jeden Fall pünktlich sein, weil er mit seinen liebsten Menschen verabredet ist. Sein Bruder Leo und Amy, seine Freundin, haben ihn überredet, mit nach Tutzing zu fahren, um dort Bennis Geburtstag mit Amys Familie zu feiern…“

Den Zeilen ist zu entnehmen, dass sich Benni auf die Begegnung freut. Außerdem hofft er in Tutzing auf einen neuen Job, denn im Café, in dem erarbeitet, wird er von einer Mitarbeiterin gemobbt.
Die Autorin hat einen berührenden Roman geschrieben, der auch Elemente eines Krimis enthält. Die Geschichte wird aus der Sicht von Benni erzählt. Dementsprechend ist der Schriftstil einfach, denn Benni hat eine leichte geistige Behinderung.
Benni ist sehr empathisch. Er geht von sich aus auf Menschen zu, bekommt dabei aber ab und an Probleme, weil er Distanzen verletzt.
Die Kaffeerunde in Tutzing erweist als problematisch. Benni kennt außer Leo und Amy niemand. Schnell stehen die Konflikte zwischen den Personen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung endet abrupt. Benni bekommt von Amy einen Schlüssel, um bei seiner Mutter Maja zu übernachten. Die jedoch verlässt die Wohnung zusammen mit der Hündin Bella. Benni steht nun allein da. Xaver, der neue Ehemann, nimmt ihn nicht für voll.
Als Benni einer alten Dame helfen will, ihre verschwundene Enkelin zu finden, steht die Polizei vor ihm. Er wird aktenkundig. Das sollte sich noch als fatal erweisen, obwohl die alte Dame die Situation klar stellt.
Benni weiß, was er will, ist aber in oftmals überfordert. Das liegt auch daran, dass er seine Defizite verschweigt. So kann er nicht Lesen und Schreiben, sich aber Sprachbilder gut einprägen.
Als die tote Hündin gefunden wird, beginnt die Suche nach Maja. Für Xaver und die Polizei gehört Benni zu den Verdächtigen. Der macht sich jedoch auf den Weg, um selbst Spuren zu finden. Dabei geht er ziemlich logisch und konsequent vor. Dass er Menschen ohne Scheu anspricht, hilft ihm. Natürlich kann er seine Beobachtungen nicht immer richtig einordnen, aber wer kann das schon.
Eine Schlüsselstelle war für mich ein weiteres Gespräch mit der alten Dame. Hier geht er feinfühlig auf deren Sorgen ein, baut sie auf und zieht daraus Schlussfolgerungen für sein eigenes Leben.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Benni geht aus der Geschichte gestärkt hervor. Er weiß nun, dass er seine Fähigkeiten verbessern kann und ist dazu bereit.

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