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Veröffentlicht am 01.03.2026

Packende epische Fantasy

Flut aus schwarzem Stahl
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Bereits die ersten Seiten stimmen auf blutige Ereignisse ohne Gnade ein und zudem lerne ich eine der Hauptfiguren, Ruhlin, kennen. Sein Erzählstrang - die Geschichte umfasst insgesamt drei - hat mich am ...

Bereits die ersten Seiten stimmen auf blutige Ereignisse ohne Gnade ein und zudem lerne ich eine der Hauptfiguren, Ruhlin, kennen. Sein Erzählstrang - die Geschichte umfasst insgesamt drei - hat mich am meisten erschüttert. Er wird gefangen genommen und zu einem Kämpfer in der Arena, ähnlich wie bei den Römern, ausgebildet und dies mit unglaublicher Brutalität Kein Wunder, dass er Fluchtgedanken hegt.

Der zweite Handlungsstrang ist Thera gewidmet. Sie dient der Schwester des Eisens, eine der drei Schwesternköniginnen, die das Reich regieren. Thera muss dafür sorgen, dass Gesetzesübertretungen geahndet werden und für die Sicherheit des Landes sorgen. Als Tributzahlungen ausbleiben, soll sie den Grund dafür herausfinden und wird auf ihrer Mission mit der Grausamkeit und Übermacht eines unbekannten Feindes konfrontiert.

Felin macht das Trio komplett. Er ist Theras Bruder, die er glühend beneidet. Die beiden kommen definitiv nicht miteinander aus. Felin bekommt von der Schwester der Weisheit zusammen mit einer hoch talentierten Schreiberin einen besonderen Auftrag. Sie sollen die Hallen ihrer Götter, die Altvar, finden.

Meine Schilderung des Inhalts muss zwangsläufig sehr oberflächlich bleiben, denn der Autor schildet die Ereignisse so detailreich und so voller überraschender Einfälle, dass ich nicht wusste, was ich besonders hervorheben sollte. Die Handlung ist fesselnd und facettenreich, aber nichts für Zartbesaitete . Die Kämpfe sind zahlreich, blutig und grausam und genauso beschrieben.

Gut gefallen hat mir, dass es mit Thera und einigen anderen starke Frauen gibt, für die ich mich begeistern konnte. Das Ende war nochmals eine nicht vorhersehbare Überraschung und deshalb um so verstörender . Das Buch endet mit einem Cliffhänger für all diejenigen, die mir ans Herz gewachsen und auch für die, die ich zu verabscheuen gelernt habe. Für mich ein Grund , auf eine baldige Fortsetzung zu hoffen .

Mein Fazit : Wer ein Freund von epischer Fantasy ist und es liebt in fremde Welten einzutauchen, sollte diesen Roman unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Spannend, humorvoll und ein neuer Blick auf alte Märchenfreunde

Deadly Ever After – Blut und Schnee
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Ich habe als Kind Grimms Märchen geliebt und fand die Idee, sie neue Abenteuer erleben zu lassen, eine wunderbare Idee. Zudem habe ich bisher alle Romane der Autoren mit Begeisterung gelesen.

Was bereits ...

Ich habe als Kind Grimms Märchen geliebt und fand die Idee, sie neue Abenteuer erleben zu lassen, eine wunderbare Idee. Zudem habe ich bisher alle Romane der Autoren mit Begeisterung gelesen.

Was bereits nach den ersten Seiten deutlich wurde, meine Helden aus Kindheitstagen haben sich weiter entwickelt und nicht alle zum guten. Besonders entsetzt war ich über Schneewittchen, die nun als böse, despotische Kaiserin das Land mit Tod und Terror überzieht. Nur gut, dass es , wie es sich für ein gutes Märchen gehört, ein paar aufrechte Helden gibt, die sich tapfer gegen die Tyrannin stellen, wenn auch ihre Ausgangsposition mehr als schlecht ist. Tristan, ohne Magie und eher gezwungenermaßen, erhält nach der Vernichtung des Rebellenheeres den Auftrag, die Hulda zu suchen. mit dem Hinweis, sie allein könne helfen. Wer, wie, wo , warum gilt es herauszufinden und das Abenteuer beginnt. Unterwegs trifft Tristan auf weitere Mitstreiter und es ergibt sich eine bunt zusammengewürfelte Truppe. Während ihrer Suche machen sie die Bekanntschaft weiterer Märchengestalten, die mich ins Grübeln gebracht haben, mit der Frage, zu welchem Märchen sie wohl gehören.

Neben Tristan ist mir besonders Linde ans Herz gewachsen. Sie ist lebenserfahren, neigt zu zynischen, aber weisen Bemerkungen und soll ihren Mann ermordet haben. Und sie ist immer da, wenn es eng wird. Ihre Sicht der Dinge hat mich oft zum lachen gebracht. Aber auch die anderen haben ihre Qualitäten und sorgen mehr als einmal für eine Überraschung und Heiterkeit. Am Ende kommt es zum unvermeidlichen Showdown und einem märchenhaften Ende.

Ich empfand die Handlung als spannend , voller gefährlicher Situationen und unerwarteter Wendungen. Das Raten, wer gehört in welches Märchen, hat Riesenspaß gemacht. Was nicht immer ganz einfach war, weil die Charaktere waren nicht immer auf den ersten Blick eindeutig erkennbar . Ich wurde schon lange nicht mehr so abwechslungsreich und humorvoll unterhalten. Hinzu kommt, dass viele schöne Kindheitserinnerungen geweckt wurden. Ich habe mir fest vorgenommen, mal wieder ein Märchenbuch zur Hand zu nehmen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Brutus, mein Sohn

Die Iden von Rom
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Caesars Schicksal war wohl mit der erste politisch motivierte Mord der vielen im Gedächtnis geblieben ist, hin gemeuchelt durch seine Gegner und unter ihnen sein Günstling Brutus. Wie hätte sich die Historie ...

Caesars Schicksal war wohl mit der erste politisch motivierte Mord der vielen im Gedächtnis geblieben ist, hin gemeuchelt durch seine Gegner und unter ihnen sein Günstling Brutus. Wie hätte sich die Historie wohl verändert, wenn dieses Attentat nicht erfolgreich gewesen wäre.? Diesen Gedankengang fand ich interessant und Caesar war mir aus der Schule ein Begriff . Also für mich zwei gute Gründe, das Buch zu lesen.

Zu Beginn hält sich der Autor an die verbriefte Geschichtsschreibung. Ich lerne die Verschwörer und ihre Beweggründe näher kennen. Flecken bekommt mein Bild von Caesar nicht durch seinen politischen Ehrgeiz, sondern durch sein Verhalten gegenüber den Frauen aus seinem engen Umfeld. Seine Ehefrau ersetzt er durch Kleopatra und eine ehemalige Geliebte bemitleidet er nur noch .

Für mich spannend war Brutus Persönlichkeit, da ich in ihm bisher nur den feigen Mörder gesehen habe. Am Ende des Buches hatte er meinen Respekt verdient. Für mich stellt er sich als tugendhafte Persönlichkeit dar, der das Wohl des Staates im Auge hat.

Der Wendepunkt im Buch ist das missglückte Attentat, das die bekannten Seilschaften durcheinander wirbelt. Caesar ist traumatisiert und sucht Zuflucht in Ägypten zusammen mit Kleopatra. Die Königin war mir nicht sympathisch, aber sie war definitiv klug, machthungrig und sehr manipulativ. Dafür hatte sie meine Anerkennung. Während Caesars Abwesenheit schmieden die entkommenen Verschwörer erneut Pläne, seine Herrschaft zu beenden. Dann kehrt Caesar nach Rom zurück , entschlossen seine Macht zu behalten. Was dann passiert, fand ich überaus fesselnd und realistisch. Hier konnte Caesar mich wieder für sich einnehmen. Seine Weitsicht und Menschenkenntnis waren beindruckend.

Das Ende des Buches hat mich zum lachen gebracht. Nicht, weil es so unglaubwürdig war, sondern es war perfekt und für mich genial. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Es hat mir einige historische Persönlichkeiten näher gebracht und mein Verständnis für die politische Situation geschärft. Zudem zeigt es, wie Kleinigkeiten die Welt verändern können.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Ein Toter im Beichtstuhl

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 8: Unheilige Geschäfte
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Das Leben in Fontenaia befindet sich in ruhigem Fahrwasser. Commissario Vico und seine Kollegen sind endlich ein Team und Anna freut sich auf den Besuch ihrer Mutter Paola aus Hamburg. Einziger Stachel ...

Das Leben in Fontenaia befindet sich in ruhigem Fahrwasser. Commissario Vico und seine Kollegen sind endlich ein Team und Anna freut sich auf den Besuch ihrer Mutter Paola aus Hamburg. Einziger Stachel im Fleisch ist ein Abgesandter des Vatikans. Pater Salvatore, der dem Pfarrer Don Benedetti das Leben schwer macht und Anlass zu Gerüchten bietet. Der Friede nimmt ein jähes Ende, als Pater Salvatore tot und Don Benedetti verletzt in der Kirche gefunden werden.. Ganz Fontenaia ist in heller Aufregung. Wer würde eine solch frevlerische Tat begehen ? Loris soll sich mit dem Pater gestritten haben. Eine unbekannte Novizin wurde mehrfach im Ort gesehen. Zudem wird ein wertvolles Kreuz vermisst. Waren infame Kirchendiebe am Werk, die mögliche Zeugen ausgeschalten wollten ?

Nun ist der Spürsinn von Vico und seinen Mitarbeitern gefragt. Zeugen müssen befragt werden , Alibis überprüft. Auch Anna versucht Licht ins Dunkel zu bringen, schießt dabei aber fast über das Ziel hinaus. Da schlägt die Stunde der beiden besten Spürnasen in Fontenaia . Der kleine Tameo und sein Gehilfe Hund Peppo geben einen entscheidenden Hinweis. Dann überschlagen sich die Ereignisse und halten mich in Atem. So war die Verhaftung des Täters nicht geplant. Was dann passiert, hat mich regelrecht überrollt . Ich glaube, so turbulent war bisher noch keine Lösung eines Falles. Und auch die Umstände, die zur Tat führten , waren in meinen Augen noch nie so tragisch. Bei der Verhaftung des Täters wollte sich keine Genugtuung einstellen und so bleibt mir nur, auf einen milden Richter zu hoffen. Und wie bereits Tradition , endet der Krimi mit einem gemeinsamen Fest im Restaurant Da Giovanna . Und das war für mich sehr gelungen. Schade, dass ich nur in Gedanken dabei sein konnte.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Ein gelungener Wohlfühlroman, der die Wirklichkeit vergessen lässt

Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt
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Ich mag Romane, in denen Frauen entgegen der hergebrachten Erwartungen sich anschicken, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Hier stellt sich Laura einer besonderen Herausforderung . Sie reist in ...

Ich mag Romane, in denen Frauen entgegen der hergebrachten Erwartungen sich anschicken, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Hier stellt sich Laura einer besonderen Herausforderung . Sie reist in das kleine Küstendorf Craster, um die Familienweberei aus dem Dornröschenschlaf zu holen . Bereits bei ihrer Ankunft sticht sie aus der Menge heraus und das weil sie entgegen der Gepflogenheiten einen roten Mantel trägt. Die Einwohner beäugen sie misstrauisch. Hier lebt man vom Fischfang. Zudem ist Lauras Mutter Deutsche - im Jahr 1954 immer noch ein Makel. Laura wird von ihrer Tante Jane warmherzig empfangen. Sie ist die Mutmacherin, der Fels in der Brandung. Man musste sie einfach ins Herz schließen. Den Gegenpart nimmt Carol, die Tochter einer der beiden wichtigsten Familien im Ort, ein. Sie verfolgt Laura mit Häme und versucht ihr zu schaden, wo sie nur kann. Das ergibt immer wieder spannende Momente. Und Carol hat mit ihren Aktionen meinen Blutdruck in die Höhe getrieben. Ich war jedes Mal wütend und gleichzeitig hilflos gegenüber ihrer Boshaftigkeit wie Laura.

Mir persönlich haben die Schilderungen des Dorflebens und der Umgebung sehr gut gefallen, Ein weiterer Pluspunkt waren die interessanten Einblicke in die traditionelle Tweedherstellung, angefangen von der Gewinnung der Wolle, über das Färben bis hin zum Weben des Stoffes. Laura findet gute Freundinnen, die ihr in schwierigen Situationen zur Seite stehen. Neben den beruflichen Herausforderungen sieht sich Laura mit den Erwartungen, die an eine junge Frau in einem dörflichen Umfeld gestellt werden, konfrontiert. Und natürlich spielt auch die Liebe eine Rolle. Ausgerechnet an Fred, den Carol als ihr Eigentum betrachtet, verliert sie ihr Herz. Was aber nicht überraschen sollte, denn Fred ist fast zu gut, um wahr zu sein.

Die Autorin erzählt die ganze Geschichte so lebendig, dass ich zeitweise in Craster zuhause war und meinen Alltag vergessen konnte. Für mich ein wichtiges Argument auch den Folgeband zur Hand zu nehmen. Zudem endet das Buch mit einem fiesen Cliffhänger , den ich so nicht erwartet habe

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