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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2026

Ausgrenzung und Rassismus

Weltenwechsel
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Ich fand die Einblicke in Julias Leben überwiegend gut dargestellt. Die vielen Situationen zeigen, wie sie ausgegrenzt wird und wie oft sie Rassismus begegnet. Erschreckend aber leider realistisch waren ...

Ich fand die Einblicke in Julias Leben überwiegend gut dargestellt. Die vielen Situationen zeigen, wie sie ausgegrenzt wird und wie oft sie Rassismus begegnet. Erschreckend aber leider realistisch waren die Aussagen kurz nach dem 2. Weltkrieg. Und wirklich gebessert hat es sich auch später kaum. Immer wieder wird Julia gefragt, wo sie herkommt oder für ihr gutes Deutsch gelobt. Lange hat sie solche Aussagen hingenommen und ignoriert. Auch in der Familie wird über diese Problematik nie gesprochen. Ich habe mich gefreut, als Julia angefangen hat, sich zu wehren. Zumal sie manchmal sehr gut gekontert hat.

Durchgängig fesseln konnte mich das Buch aber nicht, weil die Figuren immer etwas auf Abstand geblieben sind. Ich hätte mir gewünscht, dass die Emotionen mehr in den Vordergrund rücken. Vieles wird einfach nur erwähnt, ohne das thematisiert wird, was das für die Figuren bedeutet (z.B. lebt Julia sehr lang bei der Oma und es gibt kaum Kontakt zur Mutter).

Bisher wird auf jeden Fall zu wenig über diese Geschichte Deutschlands gesprochen und das Buch kann die Situationen gut näher bringen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Was ist mit Kala passiert?

Kala
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Helen kehrt nach vielen Jahren zurück in ihren Heimatort. Vor 15 Jahren verschwand ihre Freundin Kala. Was ist mit ihr passiert?

Es werden Leichenteile gefunden und schnell ist klar, dass es sich um ...

Helen kehrt nach vielen Jahren zurück in ihren Heimatort. Vor 15 Jahren verschwand ihre Freundin Kala. Was ist mit ihr passiert?

Es werden Leichenteile gefunden und schnell ist klar, dass es sich um Kala handelt. Bis eindeutig ist, was damals passiert ist, dauert es allerdings lange.

Erzählt wird die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von Kalas Freunden Helen, Joe und Mush. Sie blicken dabei immer wieder auf die Vergangenheit zurück. Diese Wechsel sorgen immer wieder für Spannung. Bis zum Schluss hat mich sehr irritiert, dass Joe nicht aus der Ich-Perspektive erzählt, sondern aus der Du-Perspektive.

An manchen Stellen hat das Buch Längen, aber insgesamt habe ich es gern gelesen und war immer neugierig, wie es weitergeht bzw. was damals passiert ist. Etwas weniger Brutalität und Verstrickungen hätten aus meiner Sicht allerdings ausgereicht.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Spannender Reihenauftakt

Kalt wie die Luft
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Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen. Es wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, deshalb ist es ist hilfreich, dass über den Kapiteln Namen stehen. Am Anfang muss man die erstmal zuordnen ...

Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen. Es wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, deshalb ist es ist hilfreich, dass über den Kapiteln Namen stehen. Am Anfang muss man die erstmal zuordnen können, aber das gelingt schnell. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Die Szenen und Figuren werden sehr anschaulich beschrieben, so dass man alles gut vor Augen hat und mitfühlen kann. Die Chemie innerhalb des Teams mag ich sehr.

Immer wieder gibt es kursiv gedruckte Kapitel aus Sicht des Täters. Diese sind ziemlich gruselig, sorgen aber nicht dafür, dass man einen Verdacht hat, wer die Person ist.

Nachdem klar ist, dass Iselin nicht freiwillig verschwunden ist, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wird sie noch lebend gefunden? Gibt es Zusammenhänge mit dem Cold Case. Ich fand es sehr spannend, die Ermittlungen zu verfolgen und mitzurätseln.

Auch das Privatleben der Ermittler hat interessante Aspekte. Diese sorgen zusätzlich dafür, dass man immer weiter lesen möchte. Natürlich sind am Ende noch nicht alle Fragen geklärt, da es ein Reihenauftakt ist. Ich freue mich schon auf Band 2.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Tolle Auswahl

Meine Lieblingsrezepte: Expressbacken
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Die Rezepte sind sehr vielfältig. Eine tolle Auswahl, bei der für jeden was dabei ist. Die Darstellung ist übersichtlich und ich denke, dass alle Rezepte in der angegebenen Zeit machbar sind. Toll finde ...

Die Rezepte sind sehr vielfältig. Eine tolle Auswahl, bei der für jeden was dabei ist. Die Darstellung ist übersichtlich und ich denke, dass alle Rezepte in der angegebenen Zeit machbar sind. Toll finde ich, dass es zu jedem Rezept noch Tipps gibt. Entweder sind dies Hinweise zur Zubereitung oder Variationen fürs Rezept. Mit dem Buch kann man Vieles backen, was nicht so viel Zeit kostet. Ich freue mich vor allem darauf, die Zitronenblaubeertarte zu testen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Aus der Einsamkeit wagen

Der andere Arthur
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Wir begleiten im Buch Arthur und Kel. Beide sind auf unterschiedliche Arten einsam. Arthur hat sich vor Jahren in sein Haus zurückgezogen und ist inzwischen so übergewichtig, dass er sich nur noch wenig ...

Wir begleiten im Buch Arthur und Kel. Beide sind auf unterschiedliche Arten einsam. Arthur hat sich vor Jahren in sein Haus zurückgezogen und ist inzwischen so übergewichtig, dass er sich nur noch wenig bewegen kann. Kel steht kurz vor dem Schulabschluss. Auf seine Mutter kann er sich seit Jahren nicht verlassen, sondern muss sich um sie kümmern. Davon wissen seine Freunde aber nichts. Kels Mutter und Arthur hatten eine innige Freundschaft und hatten viele Jahre intensiven Briefkontakt. Arthur ist überrascht und erfreut als Kels Mutter sich nach über einem Jahr meldet und ankündigt, ihn mit ihrem Sohn besuchen zu wollen, da Arthur ihm bei den Bewerbungen fürs College helfen soll. Nun wird ihm erst bewusst, wie es in seinem Haus tatsächlich aussieht. Er engagiert eine Reinigungshilfe und findet durch sie nach und nach einen Weg aus der Einsamkeit.

Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter stellt Kel fest, dass er eigentlich niemanden hat, an den er sich wenden kann. Erst als er das erste Mal ehrlich erzählt, wie das Zusammenleben mit seiner Mutter war und wie die aktuelle Situation ist, merkt er, dass er doch hilfreiche Unterstützung bekommt.

Im Buch werden Themen wie Einsamkeit, Scham und Freundschaft behandelt. Die Autorin zeigt in der Geschichte, dass Fürsorge ein Weg aus der Einsamkeit sein kann. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehbar. Aufgrund der bildhaften Beschreibungen hat man die Figuren und Situationen gut vor Augen. Manchmal gibt es ein paar unnötige Wiederholungen, aber das schmälert den Lesegenuss nur wenig.

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