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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2026

Düstere Fantasy mit origineller Idee und starkem Finale

The Sleepless
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„The Sleepless“ von Jen Williams ist ein düsterer Fantasyauftakt mit einer wirklich originellen Grundidee. Vor allem das Konzept der Schlaflosen – zwei Seelen in einem Körper – hat mich direkt fasziniert ...

„The Sleepless“ von Jen Williams ist ein düsterer Fantasyauftakt mit einer wirklich originellen Grundidee. Vor allem das Konzept der Schlaflosen – zwei Seelen in einem Körper – hat mich direkt fasziniert und hebt die Geschichte deutlich von anderen Fantasybüchern ab.

Auch die Welt konnte mich überzeugen. Sie ist voller Götter, gefährlicher Kreaturen und einer geheimnisvollen, teilweise fast schon unheimlichen Atmosphäre. Die Gefahr lauert überall. Besonders Elver als Protagonistin fand ich spannend. Sie ist stark, einsam und gleichzeitig verletzlich. Ihre Verbindung zu Artair und vor allem zu Lucian sorgt für eine ganz besondere Dynamik, die sich langsam und intensiv entwickelt. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Figuren ein wenig älter wären, da sie mir oftmals zu naiv wirkten und ich schwer ihre Gedanken nachvollziehen konnte.

Zudem braucht die Geschichte ihre Zeit. Gerade am Anfang und in der Mitte zog sich das Pacing für mich stellenweise, und ich hätte mir mehr Erklärungen zum Worldbuilding und den Göttern gewünscht. Erst im letzten Drittel nimmt die Story richtig Fahrt auf und dann wird es so richtig spannend, dramatisch und ist voller überraschender Wendungen.

Die Romance ist eher im Hintergrund und entwickelt sich als Slow Burn, was ich persönlich sehr angenehm fand. Vor allem, weil der Fokus stärker auf der Handlung und den Intrigen liegt.

Ein atmosphärischer und ungewöhnlicher Fantasyauftakt mit starken Ideen, kleinen Längen und einem packenden Finale, das definitiv neugierig auf Band 2 macht.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Für mich bisher der schwächste Band

The Fallen and the Kiss of Dusk (Crowns of Nyaxia 4)
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Ich habe mich wirklich darauf gefreut, endlich mehr über Mische zu erfahren, denn als Nebenfigur in den vorherigen Büchern habe ich sie geliebt. Leider konnte mich dieses Duett insgesamt nicht so überzeugen ...

Ich habe mich wirklich darauf gefreut, endlich mehr über Mische zu erfahren, denn als Nebenfigur in den vorherigen Büchern habe ich sie geliebt. Leider konnte mich dieses Duett insgesamt nicht so überzeugen wie die vorherigen Teile der Reihe.

Der Einstieg fiel mir tatsächlich ziemlich schwer. Die ersten 30 % fühlten sich für mich etwas chaotisch und langatmig an, sodass ich das Buch immer wieder weglegte. Danach wurde die Handlung aber deutlich spannender. Gerade die Entwicklungen rund um die Götter, den Verrat und die Rache haben eine düstere, intensive Atmosphäre geschaffen, die ich mochte.

Was mir besonders gefallen hat, war das Wiedersehen mit bekannten Figuren aus der Welt von Nyaxia. Insbesondere die Begegnungen mit Raihn und Oraya waren emotional und sind mir richtig ans Herz gegangen. Auch kleine Einblicke in andere Figuren wie Lilith oder Vale fand ich sehr interessant.

Mit Mische und Asar hingegen hatte ich leider meine Schwierigkeiten. Obwohl ihre Beziehung eine zentrale Rolle spielt, konnte ich emotional kaum mit ihnen mitfühlen. Viele der romantischen oder spicy Szenen wirkten für mich eher überflüssig und haben die Geschichte nicht wirklich vorangebracht. Insgesamt fühlten sich beide Figuren für mich leider etwas blass an.

Trotzdem gab es auch Momente, die mir wirklich gefallen haben – besonders gegen Ende. Die zweite Hälfte der Geschichte entwickelt eine viel stärkere Dynamik und das Finale von Mische und Asar war überraschend emotional und sehr schön geschrieben.

Insgesamt war dieses Buch für mich leider eher durchschnittlich, auch wenn ich die Welt rund um Nyaxia weiterhin unglaublich spannend finde. Umso neugieriger bin ich jetzt auf das nächste Duett – besonders nach dem Epilog rund um Septimus.

Ein Abschluss mit starkem Ende, der mich emotional nicht ganz erreichen konnte.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Zwischen Göttern, Verrat und Herzschmerz

Supernatural Academy: Year Two (Supernatural Academy 2)
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Band 1 war für mich ein Highlight – humorvoll, spannend und mit einer starken Protagonistin. Umso größer war meine Erwartung an „Year Two“. Der Einstieg gelingt auch hier: Wir sind sofort zurück im Academy-Alltag, ...

Band 1 war für mich ein Highlight – humorvoll, spannend und mit einer starken Protagonistin. Umso größer war meine Erwartung an „Year Two“. Der Einstieg gelingt auch hier: Wir sind sofort zurück im Academy-Alltag, bei Maddison und Asher, und spüren diese trügerische Ruhe… bis plötzlich alles kippt. Mit dieser Wendung habe ich absolut nicht gerechnet.

Maddison wächst weiter über sich hinaus. Sie wird stärker, mutiger und muss sich nicht nur äußeren Gefahren, sondern auch ihrem Gefühlschaos stellen. Gerade diese emotionale Zerrissenheit steht stark im Fokus – für meinen Geschmack jedoch manchmal zu dominant. Das Drama rund um Asher nimmt viel Raum ein und hat mich stellenweise eher angestrengt als mitgerissen.

Das Setting bleibt für mich das absolute Highlight: die Academy mit ihrer besonderen Atmosphäre, die aufsteigende Bedrohung durch Atlantis und die Einführung weiterer Gottheiten. Die Welt ist bildgewaltig und kreativ, auch wenn manche Zusammenhänge etwas wirr wirken und Nebencharaktere leider an Tiefe verlieren.

Der Schreibstil von Jaymin Eve ist flüssig und angenehm, die Geschichte liest sich schnell weg. Trotzdem fühlte sich dieser zweite Band für mich wie ein klassischer Mittelteil an: viel Emotion, weniger Fortschritt in der großen Handlung. Einige Entwicklungen waren vorhersehbar und nicht jede Entscheidung wirkte logisch.

Das Ende macht neugierig auf mehr, auch wenn ich mir insgesamt eine stärkere Überraschung gewünscht hätte.

Fazit: Atmosphärisch stark und emotional intensiv, aber mit zu viel Drama und zu wenig echter Weiterentwicklung der Story. Für Fans der Reihe dennoch lesenswert – mich konnte Band 2 leider nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Starkes Worldbuilding statt Spice: Ein Auftakt mit Seele

Heart of Night and Fire
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Ich bin ehrlich: Ich hatte keine riesigen Erwartungen. Vor allem, weil der Klappentext sehr stark nach Spice, Drama und Bookboyfriend schreit. Und genau deshalb hat mich dieser Auftakt positiv überrascht.

Denn ...

Ich bin ehrlich: Ich hatte keine riesigen Erwartungen. Vor allem, weil der Klappentext sehr stark nach Spice, Drama und Bookboyfriend schreit. Und genau deshalb hat mich dieser Auftakt positiv überrascht.

Denn Band 1 ist viel ruhiger, als man denkt. Die Romance bleibt eher im Hintergrund, es gibt nur wenige romantische Szenen und keinen Spice, der diesen Hype rechtfertigen würde. Für mich war das aber absolut ein Pluspunkt, weil dadurch der Fokus viel stärker auf Atmosphäre, dem Worldbuilding und Zaryas Entwicklung liegt.

Das Setting hat mich besonders begeistert: orientalisch angehaucht, mythologisch inspiriert und voller kultureller Details, die die Welt lebendig machen, ohne aufgesetzt zu wirken. Kleidung, Essen, Bräuche – alles fühlt sich stimmig an und hebt sich angenehm von typischer High Fantasy ab.

Zarya selbst mochte ich grundsätzlich, auch wenn ich ihr Verhalten stellenweise etwas trotzig und naiv fand. Coming-of-Age eben. Trotzdem hat sie etwas, das mich gepackt hat: Sie ist keine übermächtige Auserwählte, sondern kämpft mit begrenzten Fähigkeiten und einem nachvollziehbaren Wunsch nach Freiheit.

Die Nebenfiguren und Dynamiken haben für mich mehr getragen als die Romance. Vikram als Love Interest war interessant, aber der Funke ist bei mir nicht komplett übergesprungen – dafür haben andere Konstellationen umso mehr Potential.

Die Handlung ist langsam, eher ein klassischer Auftaktband mit viel Aufbau, ersten Enthüllungen und ruhigem Tempo. Manche Szenen hätten kürzer sein dürfen, einige Wendungen waren vorhersehbar und bei den vielen Namen war ich manchmal kurz raus. Trotzdem hat mich die Geschichte durchgehend neugierig gehalten.

Heart of Night and Fire ist ein atmosphärischer, ruhiger Einstieg mit starkem Worldbuilding – nicht perfekt, aber mit richtig viel Potential für die nächsten Bände.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Arroganz, Mord und Pilztee: Willkommen im tödlichsten Königreich des Jahres

Seven Deadly Thorns – Ein Herz so schwarz wie Ebenholz
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Willkommen in Aragoa – wo der Adel oben im Schloss residiert und die ärmere Bevölkerung unten Pilztee trinkt, während die Königin munter rationiert. Allein dieses Setting hat mich sofort gepackt. Die düstere ...

Willkommen in Aragoa – wo der Adel oben im Schloss residiert und die ärmere Bevölkerung unten Pilztee trinkt, während die Königin munter rationiert. Allein dieses Setting hat mich sofort gepackt. Die düstere Atmosphäre, die politische Ungleichheit und der tödliche Nebel schaffen eine starke Grundidee.

Viola als Schattenmagierin mochte ich sehr. Sie ist klug, moralisch gefestigt und lässt sich – im Gegensatz zu allen anderen – nicht von Roze, dem Prinzen, einschüchtern. Und Roze? Arrogant, kontrolliert, emotional komplett unterkühlt… aber mit Rissen in der Fassade. Lieben wir!
Die Dynamik zwischen den beiden war definitiv eines meiner Highlights. Diese Wortgefechte? Eine 10/10. Man weiß nie, ob sie sich gleich küssen oder umbringen.

Der Schreibstil von Amber Hamilton ist super flüssig und angenehm zu lesen. Ich bin wirklich gut durch die Geschichte gekommen. Besonders gefallen haben mir die vielen Plot-Twists, die queeren Elemente und dass es sich um einen für mich gut abgeschlossenen Einzelband handelt.

Allerdings hätte ich mir beim Fantasy-Whodunnit rund um den Mord am König einen stärkeren roten Faden gewünscht. Die Auflösung kam etwas abrupt und teilweise wirkte das Pacing unausgeglichen – manche Passagen waren sehr rasant, andere etwas langatmig. Auch das Worldbuilding hatte großes Potenzial, blieb für mich aber stellenweise etwas zu oberflächlich.

Saint Waffles, der Gargoyle, verdient übrigens einen eigenen Fanclub. Danke für diesen kleinen Lichtblick inmitten von Trauma, Gift und königlichem Chaos.

Ein düsteres, twistreiches Fantasy-Abenteuer mit starkem Enemies-to-Lovers-Trope, Märchenelementen à la Schneewittchen und spannender Grundidee – mit kleineren Schwächen in Pacing und Ausarbeitung. Insgesamt eine klare Leseempfehlung für Fans von romantischer Dark Fantasy.

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