Unerwartet fesselnd
Fable – Der Gesang des Wassers (Fable 1)Ich habe mir von Fable ein „Zwischendurch"-Buch erwartet und genau das habe ich auch bekommen. Trotzdem war ich positiv überrascht. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und leicht verständlich, sodass ...
Ich habe mir von Fable ein „Zwischendurch"-Buch erwartet und genau das habe ich auch bekommen. Trotzdem war ich positiv überrascht. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und leicht verständlich, sodass man die Zeit beim Lesen ganz schnell vergisst. Auch das Erzähltempo war für mich ideal. Die erste Hälfte ist zwar spannend, aber es entstehen eher kleinere Spannungshügelchen. Trotzdem halten einen die Erwartung auf die Entwicklung und die Atmosphäre im Buch, was verhindert, dass sich die Geschichte zieht. In der zweiten Hälfte wird die Handlung deutlich brisanter und wirkt stellenweise fast actionreich.
Die Romance taucht erst spät auf und bleibt insgesamt eher im Hintergrund, was ich für ein gehyptes Buch als sehr erfrischend empfunden habe. In der ersten Hälfte gibt es lediglich einzelne Andeutungen, was der Geschichte gut tut und sie nicht unnötig beschwert. Das maritime Setting mit den Handelsschiffen, der Taucherei und den versteckten Motiven fand ich spannend und atmosphärisch gelungen.
Fable als Protagonistin konnte überzeugen. Sie ist stark, unabhängig und bleibt dabei nahbar. Auch die Nebencharaktere tragen zur Stimmung des Buches bei, allerdings hatte ich manchmal Schwierigkeiten, sie auseinanderzuhalten. Zwar bringt jeder eine eigene Backstory mit, dennoch hätte ich mir stellenweise etwas mehr individuelle Kontur gewünscht.
Der Cliffhanger am Ende ist ziemlich fies, und ich denke, dass der Zweite Band den ersten sogar noch übertrumpfen könnte - wahrscheinlich werden dort noch einige weitere Geheimnisse endlich aufgedeckt.