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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2025

Unerwartet fesselnd

Fable – Der Gesang des Wassers (Fable 1)
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Ich habe mir von Fable ein „Zwischendurch"-Buch erwartet und genau das habe ich auch bekommen. Trotzdem war ich positiv überrascht. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und leicht verständlich, sodass ...

Ich habe mir von Fable ein „Zwischendurch"-Buch erwartet und genau das habe ich auch bekommen. Trotzdem war ich positiv überrascht. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und leicht verständlich, sodass man die Zeit beim Lesen ganz schnell vergisst. Auch das Erzähltempo war für mich ideal. Die erste Hälfte ist zwar spannend, aber es entstehen eher kleinere Spannungshügelchen. Trotzdem halten einen die Erwartung auf die Entwicklung und die Atmosphäre im Buch, was verhindert, dass sich die Geschichte zieht. In der zweiten Hälfte wird die Handlung deutlich brisanter und wirkt stellenweise fast actionreich.

Die Romance taucht erst spät auf und bleibt insgesamt eher im Hintergrund, was ich für ein gehyptes Buch als sehr erfrischend empfunden habe. In der ersten Hälfte gibt es lediglich einzelne Andeutungen, was der Geschichte gut tut und sie nicht unnötig beschwert. Das maritime Setting mit den Handelsschiffen, der Taucherei und den versteckten Motiven fand ich spannend und atmosphärisch gelungen.

Fable als Protagonistin konnte überzeugen. Sie ist stark, unabhängig und bleibt dabei nahbar. Auch die Nebencharaktere tragen zur Stimmung des Buches bei, allerdings hatte ich manchmal Schwierigkeiten, sie auseinanderzuhalten. Zwar bringt jeder eine eigene Backstory mit, dennoch hätte ich mir stellenweise etwas mehr individuelle Kontur gewünscht.

Der Cliffhanger am Ende ist ziemlich fies, und ich denke, dass der Zweite Band den ersten sogar noch übertrumpfen könnte - wahrscheinlich werden dort noch einige weitere Geheimnisse endlich aufgedeckt.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Langsam, leise, berührend

The Last Bookstore on Earth
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Das Buch punktet mit einer ruhigen, fast poetischen Atmosphäre und einem angenehm unaufgeregten Humor, der sehr gut zur düsteren Kulisse passt. Der Schreibstil war für mich durchgehend stimmig - leicht, ...

Das Buch punktet mit einer ruhigen, fast poetischen Atmosphäre und einem angenehm unaufgeregten Humor, der sehr gut zur düsteren Kulisse passt. Der Schreibstil war für mich durchgehend stimmig - leicht, klar und schön zu lesen.

Das Erzähltempo ist insgesamt eher langsam.
Teilweise war es für mich ein wenig zu ruhig, aber nie langweilig, da immer das Gefühl blieb, dass etwas bevorsteht.

Liz als Protagonistin war für mich nicht immer einfach. Ihre Art hat mich stellenweise gestört, wirkt aber nachvollziehbar, wenn man ihre traumatischen Erfahrungen mit einbezieht.
Einige brutale Momente kamen überraschend und haben einen Kontrast zur sonst leisen Erzählweise gebildet. Ich fand sie gut umgesetzt, nicht übertrieben, sondern passend zur Stimmung.

Die Liebesgeschichte zwischen Liz und Maeve war schön geschrieben. Zart, vorsichtig und gut eingeführt - am Ende hätte ich mir ein wenig mehr emotionale Tiefe gewünscht, trotzdem hat sie mich überzeugt.

Das Regen-Thema hat mich ganz leicht an „The Rain" erinnert, was aber eher eine Assoziation als ein inhaltlicher Vergleich ist.

Insgesamt eine interessante, atmosphärisch starke Geschichte mit authentischen Figuren und einer ruhigen Tiefe, die nachwirkt - auf leise Weise.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Smart, spannend, süchtig machend

Cold Case Academy – Ein mörderisches Spiel
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Ich liebe Bücher, die sich wie eine gute Folge Criminal Minds anfühlen und genau das war „Cold Case Academy" für mich! Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Cassie war mir von Anfang an sympathisch ...

Ich liebe Bücher, die sich wie eine gute Folge Criminal Minds anfühlen und genau das war „Cold Case Academy" für mich! Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Cassie war mir von Anfang an sympathisch - klug, neugierig und dabei angenehm ruhig. Kein übertriebenes Drama, keine nervigen Entscheidungen, einfach jemand, den ich sofort mochte.

Besonders cool fand ich das FBI-Setting und das Konzept der „Cold Case Academy", das hat sich spannend, fast elitär angefühlt, ein geheimer Club voller junger Genies. Die Nebencharaktere blieben für mich unsympathisch, aber vielleicht verändert sich das im nächsten Band.

Ich hätte mir tatsächlich noch ein bisschen mehr von den Trainingsszenen gewünscht - die Einblicke ins Profiling und die Fälle fand ich mega spannend!

Dafür war das Tempo schön schnell und das Ende gut aufgebaut. Nicht schockierend, aber definitiv so, dass ich direkt weiterlesen möchte!
Was für mich nicht unbedingt sein musste, war das Love Triangle. Das fand ich stellenweise eher nervig und hoffe, dass Cassie sich im nächsten Band zügig für den Richtigen entscheidet.

Für mich hat die Reihe richtig Potenzial, eine Comfort-Reihe zu werden. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, und freue mich auf die nächsten Bände!

Wenn ihr FBI-Vibes, kluge Protagonistinnen und spannende Twists liebt: „Cold Case Academy" könnte was für euch sein!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Magie, Intrigen & Slow Burn - ein märchenhafter Auftakt

Once Upon a Broken Heart
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Stephanie Garber entführt uns erneut in eine Welt voller Magie, Geheimnisse und wunderschöner Kulissen. Ihr Schreibstil ist angenehm und flüssig, das Worldbuilding detailreich und träumerisch - genau so, ...

Stephanie Garber entführt uns erneut in eine Welt voller Magie, Geheimnisse und wunderschöner Kulissen. Ihr Schreibstil ist angenehm und flüssig, das Worldbuilding detailreich und träumerisch - genau so, wie man es von ihr kennt.

Allerdings hat mich das Buch erst gegen Ende richtig gepackt. Während die Story anfangs eher sanft aufgebaut wird, entfalten sich die Mysterien nach und nach und gipfeln in den letzten 100 Seiten in einer spannenden Wendung. Besonders gelungen fand ich, wie geschickt Garber Geheimnisse und Intrigen einwebt, die einen immer wieder zweifeln lassen, wem man eigentlich trauen kann.

Ein Highlight für mich war der Slow-Burn-Aspekt - die Geschichte fokussiert sich nicht primär auf die Romanze, sondern vor allem um Evangelines Reise, ihre Entscheidungen und die düsteren Pläne von Jacks. Wer sich hier eine sofortige Liebesgeschichte erwartet, sollte sich auf eine langsam brennende, tiefgehende Entwicklung einstellen.

Für ein noch besseres Verständnis von Jacks' Charakter würde ich empfehlen, vorher die Caraval-Trilogie zu lesen. Insgesamt ein wunderschön geschriebenes Buch mit einem tollen Ende, das definitiv Lust auf Band 2 macht!

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Düsterer Auftakt mit Luft nach oben

Blackspell
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Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut. Hexen, mysteriöse Todesfälle und eine Akademie im Wald mit Chilling Adventures of Sabrina Vibes klangen nach einem absoluten Herzensbuch. Ich wollte es wirklich ...

Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut. Hexen, mysteriöse Todesfälle und eine Akademie im Wald mit Chilling Adventures of Sabrina Vibes klangen nach einem absoluten Herzensbuch. Ich wollte es wirklich lieben.

Der Anfang hat mir auch genau dieses Gefühl gegeben. Die Atmosphäre ist dicht, düster und voller unterschwelliger Spannung. Man wird direkt hineingezogen, spürt das Unbehagen zwischen den Seiten und der einfache, gut verständliche Schreibstil trägt diese Stimmung zuverlässig.

Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht komplett packen. Vielleicht lag es daran, dass ich sie als Hörbuch gestartet habe, denn einiges wirkte zunächst etwas ungeordnet. Als ich ab der Hälfte zum physischen Buch gewechselt habe, wurde es klarer und greifbarer. Besonders mochte ich, dass man aktiv in die Recherche eingebunden wird. Auch die muslimischen Charaktere sind selbstverständlich Teil dieser Fantasywelt, was ich sehr gelungen finde. Kritisch sehe ich jedoch die stereotype Darstellung der blinden Figur mit blassen Augen.

Eden bleibt für mich etwas schwer greifbar. Sie handelt oft impulsiv, doch die emotionale Aufarbeitung danach ist mir zu oberflächlich und ein klares intrinsisches Motiv habe ich leider auch nicht richtig gespürt. Auch bei den Nebencharakteren fehlte mir Tiefe, wodurch ich kaum Verbindung aufbauen konnte und die Tension zwischen dem Paar für mich nicht wirklich fühlbar war.

Die kurzen Kapitel passen für mich eher zu einem Thriller. Ich hätte mir mehr Raum für ausgearbeitete Szenen und stärkeres Worldbuilding gewünscht, gerade weil Monate im Buch vergehen. Die Berichte zu Kapitelanfängen waren hilfreich und ich hoffe, Band zwei schöpft dieses Potenzial noch mehr aus. Das Ende zieht die Spannung dafür deutlich an, mit starken Plottwists, auch wenn ich einen davon kommen sehen habe. Und die ständige Schreibweise von „O. K.“ hat mich irgendwann tatsächlich etwas genervt. Trotzdem bin ich neugierig auf die Fortsetzung.

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