Sebastian Fitzek hat mal wieder abgeliefert. Was als "nur ein bis zwei Kapitel reinlesen" begonnen hat, hat schnell mit "ups, schon an der Danksagung angekommen" geendet. Ich denke, mehr muss ich kaum ...
Sebastian Fitzek hat mal wieder abgeliefert. Was als "nur ein bis zwei Kapitel reinlesen" begonnen hat, hat schnell mit "ups, schon an der Danksagung angekommen" geendet. Ich denke, mehr muss ich kaum sagen, um den Suchtfaktor zu beschreiben, den Sebastian Fitzek mit diesem Buch wieder mal geschaffen hat. Einerseits die Spannung, die nie abebbte, weil ich unbedingt wissen wollte, um wen "Der Nachbar" sich als nächstes kümmert, gleichzeitig die immer wiederkehrende Verwirrung, wenn sich Sarahs Erlebnisse nicht beweisen ließen und ich ihr trotzdem glaubte, machten die Geschichte gleichermaßen faszinierend wie beängstigend. Als ich den Buchdeckel zugeschlagen habe und meine Verwirrung beseitigt war, konnte ich nur wieder und wieder mit dem Kopf schütteln und mich fragen, was für ein Genie Sebastian Fitzek sein muss, um sich all diese Twists auszudenken.
Nicht Liebe, aber eine gute Freundschaft - so würde ich meine Beziehung zum Buch in einfache Worte fassen. Die Anziehung bestand, der Suspenseanteil, die vielen Geheimnisse und Rätsel, die Seite für Seite ...
Nicht Liebe, aber eine gute Freundschaft - so würde ich meine Beziehung zum Buch in einfache Worte fassen. Die Anziehung bestand, der Suspenseanteil, die vielen Geheimnisse und Rätsel, die Seite für Seite entschlüsselt werden oder wiederum neue Fragen aufwerfen, hatten definitiv ihren Reiz. Besonders positiv erwähnen möchte ich das Finale, das zwar in Teilen unerwartet, aber keineswegs unrealistisch und somit eine sehr harmonische Auflösung war. Auch Lola und Aiven konnten mich durchaus mitreißen, besonders aber die Nebencharaktere wie z. B. Henry, der mit seiner unkonventionellen Art die Story aufgelockert hat. Woran hat es denn dann gelegen, dass zwischen uns keine Liebe entstanden ist? Ich würde sagen, hauptsächlich an meinen Erwartungen an das Buch, angelehnt an dessen Vermarktung. Von der Werbung ausgehend "ein Buch für die erwachsenen Bibi und Tina Fans" hatte ich ein Buch für mein inneres Pferdemädchen, gepaart mit einem gewissen Suspenseanteil, erwartet. Leider kam für meinen Geschmack leider genau dieser Anteil zugunsten des wirklich sehr guten Suspenseanteils zu kurz. Gerade der Handlungsstrang rund um Lolas Art, bei der Dressur komplett auf Hilfsmittel wie Gerten, Sporen etc. zu verzichten und die damit verbundene innige Vertrauensbeziehung zu ihrem Pferd hätten noch einiges an Potenzial geboten. Gleichzeitig hätte ich mir auch noch mehr Details über das Verhältnis von Aiven und seinem Pferd Secret gewünscht, welches mehrfach im Buch als sehr innig bezeichnet wird. Insgesamt war das Gestüt bzw. die Pferdeverbundenheit der beiden somit leider eher das rahmengebende Setting als wirklicher Mittelpunkt der Handlung. Daher würde ich mir (auch im Hinblick auf den zweiten Band) eine Erweiterung des wirklich gelungenen und spannungsvollen Plots um einige Kapitel wünschen, in denen das im Vordergrund steht, was die beiden Protagonisten sonst noch ausmacht: in Lola und Aivens Fall die liebevolle Beziehung zu ihren Pferden. Mehr Einblicke dieser Art würden auch ein noch vielschichtigeres Bild der Charaktere zeichnen, da sie, abgesehen von ihrer zentralen Rolle in der Geschichte, nur wenig Ecken und Kanten zeigen. Über ein paar kleinere Ausdrücke, die mir persönlich in der Entwicklung der Lovestory zwischen Aiven und Lola zu dramatisch ausgefallen sind, konnte ich bei den vielen positiven Aspekten gut hinwegsehen, sodass mir das Buch insgesamt gut gefallen hat.
Kaum 5 Seiten und ich war zurück. In Panem. Im Kapitol. In Distrikt 12. Zurückkatapultiert in meine Erinnerungen an Katniss, Peeta, Gale, Prim und natürlich Haymitch. Irgendwie ist vieles gleich und gleichzeitig ...
Kaum 5 Seiten und ich war zurück. In Panem. Im Kapitol. In Distrikt 12. Zurückkatapultiert in meine Erinnerungen an Katniss, Peeta, Gale, Prim und natürlich Haymitch. Irgendwie ist vieles gleich und gleichzeitig doch so anders. Weil Haymitch wie Katniss alles für die Familie tun würde, die ihm noch geblieben ist. Weil beide unter dem Kapitol leiden, obwohl sie nicht für die Spiele ausgewählt wurden. All diese Parallelen haben mir nochmal eine ganz neue, wenn auch teils traurig schöne Perspektive auf Haymitchs späteren Umgang mit Katniss eröffnet, der in ihr ein Stück weit sich selbst zu sehen scheint. Aber so gleich die beiden auch zu scheinen mögen, so ist Haymitch doch mit weit weniger Unterstützung gesegnet. Mit Mentoren, die zwar Liebe schenken und den einen oder anderen Tipp geben können, ihm aber bei der Rebellion gegen Snow nur sehr bedingt helfen können. Gerade dieser Punkt zeigt aber einmal mehr die Entwicklung der Rebellion von den 50. zu den 75. Hungerspielen. Die Autorin hat mit diesem Buch viele offene Lücken geschlossen und Haymitchs Geschichte eng mit der Haupttrilogie verworben, wodurch wir die späteren Rebellen wie Mags, Beetee und Wiress näher kennenlernen und so auch mehr von deren Schicksalen und ihrem Wandel miterleben. Interessant fand ich auch die zusätzlichen Infos rund um die Organisation der Spiele an sich, wie z. B. den Bau der Arenen etc. und das vielschichtige Konzept, das damit vom Kapitol verfolgt wird. Die Handlungen in der Arena selbst schienen mir hingegen an mancher Stelle nicht ganz logisch, denn warum sollte das Kapitol Haymitch weiterhin nahezu ungestört schalten und walten lassen, als sein Ziel, die Arena zu zerstören, eindeutig zu sehen ist? Trotz dieser kleiner Logiklücken fand ich die Ideen, mit der Suzanne Collins die 50. Hungerspiele gestaltet hat, wieder mega kreativ. Mit den verschiedenen Mutationen und Tücken, die die Arena mit sich gebracht hat, gepaart mit der Allianz der Newcomer, war es dramatisch und spannend gleichzeitig. Die Autorin hat es geschafft, Haymitchs Geschichten perfekt in das Panemuniversum einzuweben und die Tür zu den Geheimnissen Panems noch ein Stück weiter zu öffnen. Ich vergebe 4/5 🌟
"Weil ich zurechtkommen würde. Irgendwie. Und eines Tages würde es aufhören, wehzutun."
> Was für Megan, der ihr Ruf als beziehungszerstörende Meneaterin vorauseilt, wie ein wahrgewordener Traum klingt, ...
"Weil ich zurechtkommen würde. Irgendwie. Und eines Tages würde es aufhören, wehzutun."
<< Sich für das restliche Leben binden. Mit einem Partner ein gemeinsames Leben führen. Sesshaft werden >> Was für Megan, der ihr Ruf als beziehungszerstörende Meneaterin vorauseilt, wie ein wahrgewordener Traum klingt, stürzt den One-Night-Stand-Womanizer Cole in eine Sinnkrise. Doch als Megans Ruf zum Problem für ihr aktuelles Projekt zu werden droht und auch Cole in eine Notlage gerät, steht eine Fakebeziehung als letzter Ausweg parat. Seite für Seite blicken wir hinter die perfekt scheinenden Fassaden ihres Lebens und erkennen, dass in beiden deutlich mehr steckt als das von Vorurteilen geprägte Bild, das man auf den ersten Blick von ihnen erhascht. Und auch wenn die beiden nicht nur beruflich in ganz verschiedenen Welten unterwegs sind, haben sie doch eines gemeinsam: die Angst, den Erwartungen ihrer Lieben nicht gerecht werden zu können. Während Megan durch Cole lernt, was echte Freundschaften wirklich ausmacht und damit einen Schritt aus dem Scheinwerferlicht in die echte Welt wagt, führt sie Cole in die Welt des Scheins ein. Er muss feststellen, wie viel Macht die Meinung anderer haben kann und sieht die Welt auf einmal mit ganz anderen Augen. Die beiden ergänzen sich auf eine sehr besondere Art, die erst einige Seiten gebraucht hat, um zu mir durchzudringen, mich dann aber voll und ganz eingenommen hat. In dem vielen Auf und Ab hätte ich mir noch etwas mehr zur Freundschaft zwischen Aven und Megan gewünscht, die hier eine feste Stütze für Megan hätte sein können. Die Story von Megan und Cole für mich insgesamt zwar der schwächste Band der Trilogie, aber nichtsdestotrotz habe ich die Stunden mit den beiden genossen und möchte sie nicht missen.
Das Finale der Dark Sigils hat mir das Gefühl gegeben, als würde ich in einen chinesischen Hochgeschwindigkeitszug einsteigen. Kaum hatte ich mir einen Platz (in der virtuellen Welt) gesucht, raste die ...
Das Finale der Dark Sigils hat mir das Gefühl gegeben, als würde ich in einen chinesischen Hochgeschwindigkeitszug einsteigen. Kaum hatte ich mir einen Platz (in der virtuellen Welt) gesucht, raste die Handlung auch schon los und zog mich sofort so in ihren Bann, dass ich von der Außenwelt nichts mehr mitbekommen habe. Denn auch wenn zwischen dem Zeitpunkt, als ich die Welt der Dark Sigils verlassen hatte und meiner jetzigen Rückkehr gewisse Zeit vergangen ist, fiel mir der Wiedereinstieg durch die kurze Zusammenfassung zu Beginn des Buchs relativ leicht. Schon nach wenigen Seiten habe ich an der Seite von Rayne, Adam & Co gekämpft, gebangt und auf eine mögliche Lösung der Probleme rund um Leonores Machtübernahme und die unmöglich scheinende gemeinsame Zukunft von Adam und Rayne gehofft. Anna hat mit Dark Sigils 3 wieder mal ein Buch geschaffen, dass mit einer Triggerwarnung a là "Achtung, es wird euch vor lauter Spannung den Schlaf rauben" versehen werden sollte. Immer wenn ich dachte, dass sie jetzt wohl alle Katastrophen hinter sich gelassen haben, manifestierte sich, wie ein Abby aus Chaosmagie, ein neues Problem, eine neue schier unlösbare Aufgabe, ein neuer Angriff. Aber so sehr ich genau diese Spannung & die vielen Plottwists (positive wie negative) gerade zum Ende hin geliebt habe, hatte ich doch auf etwas mehr Aufklärung der letzten Ereignisse gehofft. Da einige der neuen Erkenntnisse den festgesteckten Regeln der Dark Sigils Welt nahezu vollkommen widersprechen und bei mir leider ein paar Fragezeichen zurückgelassen haben, hätte ich mir diese Hintergrunddetails gewünscht, um ein noch stimmigeres Bild in meinem Kopf zu erhalten. Insgesamt ist der dritte Band der Dark Sigils ein mehr als würdiges Finale, das nahezu keine Wünsche offenlässt. Ich vergebe 4/5 ✨️