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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Weltraum-Abenteuer mit der Phönix Crew

Der Anfang
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Elias und Alice wollen das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter aufklären. Dabei wird Alice von einem monsterartigen Wesen attackiert und verletzt. Rettung erfährt sie auf dem Raumschiff Phönix, dessen ...

Elias und Alice wollen das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter aufklären. Dabei wird Alice von einem monsterartigen Wesen attackiert und verletzt. Rettung erfährt sie auf dem Raumschiff Phönix, dessen außergewöhnliche Crew eine bedeutende Rolle in der Vergangenheit ihrer Mutter gespielt hat.

Erben des Imperiums 1 - Der Anfang von Oskar Källner ist ein sehr schönes Buch aus dem Science-Fiction Bereich für Kinder ab ca. 10 Jahren. Gemeinsam mit den Geschwistern Elias und Alice erlebt man hier ein richtiges Weltraum-Abenteuer. Besonders gut hat mir die außergewöhnliche Crew des Raumschiffs gefallen. Mit dem Verschwinden der Mutter, der Verhaftung des Vaters, der drohenden Inobhutnahme und dem Kampf gegen die Krao sind im Buch durchaus ernstere Themen vorhanden. Der Schreibstil ist gut lesbar. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und relativ kurz. Viele bunte comicartige Zeichnungen lockern den Text auf und sorgen für eine bessere Vorstellungskraft. Ganz überzeugt hat mich die Zeichenweise der Bilder nicht, aber ich denke, das ist Geschmackssache. Das Buch ist ein Reihenauftakt, die Haupthandlung ist daher nicht abgeschlossen. Gerade zum Schluss hatte ich das Gefühl, erst am Anfang eines richtig großen Abenteuers zu stehen. Insgesamt ein gelungener Start, der mich neugierig auf die Fortsetzungen macht.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

In Kunst gebannt

Zwei in einem Bild
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Jean ist schon viele Jahrzehnte im Museum, eingefangen als gemalte Figur, in einem berühmten Kunstwerk seines Vaters Henri Matisse. Tagsüber seine Pose einnehmend, bieten auch die Nächte, in denen er sich ...

Jean ist schon viele Jahrzehnte im Museum, eingefangen als gemalte Figur, in einem berühmten Kunstwerk seines Vaters Henri Matisse. Tagsüber seine Pose einnehmend, bieten auch die Nächte, in denen er sich frei durch die anderen Gemälde des Museums bewegen kann, wenig Abwechslung. Das ändert sich, als die junge Claire einen Job als nächtliche Reinigungskraft beginnt. Sie bemerkt schnell, dass die gemalten Figuren lebendig sind, und kann sogar in Jeans Bild eintauchen. Gemeinsam erleben sie die Kunstwerke neu und verlieben sich dabei. Doch Jean kann nicht in die reale Welt und Claire hat dort Verpflichtungen.

Zwei in einem Bild von Morgan Pager ist ein Roman über eine magische, ungewöhnliche Liebe. Ich mochte die Idee, der lebendigen Figuren in Kunstwerken, die vor allem nachts ihr Eigenleben führen, sehr gerne. Zwischen Jean und Claire entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte. Die Geschichte ist abwechselnd aus Jeans und Claires Perspektive erzählt. Beide sind glaubwürdig dargestellt und haben auch charakterliche Tiefe. Claire, die früh erwachsen und verantwortungsvoll werden musste, kann in den Bildern ungezwungene Erfahrungen nachholen. Für Jean bedeutet Claires Anwesenheit nach jahrelanger Langeweile tatsächlich Abwechslung. Es sind gestohlene nächtliche Stunden und es stellt sich die Frage, ob eine Beziehung, getrennt durch Raum und Zeit, überhaupt dauerhaft möglich ist. Ich mochte vor allem die Szenen, die in den Bildern spielten. Einige Bilder habe ich mir im Anschluss auch angeschaut. Tatsächlich habe ich mir Jean und das Bild, in dem er lebt, anders vorgestellt. Der Schreibstil des Buches ist angenehm und flüssig zu lesen. Insgesamt habe ich die Thematik gemocht, auch wenn das Buch sein Potenzial weder spannungstechnisch noch bei der Lovestory richtig ausnutzt.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Zum Adlerreiter bestimmt

Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich
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Tyl verbringt einen letzten Winter zu Hause, bevor sein Vater ihn mit elf Jahren vor die Tür setzt. In dieser Zeit hat er sich im Wald um einen verletzten Adler gekümmert. Dieser Adler, Eylo, ist es auch, ...

Tyl verbringt einen letzten Winter zu Hause, bevor sein Vater ihn mit elf Jahren vor die Tür setzt. In dieser Zeit hat er sich im Wald um einen verletzten Adler gekümmert. Dieser Adler, Eylo, ist es auch, der Tyl vor Wölfen rettet und ins Tal der Adlerreiter bringt. Dort findet Tyl Freunde und seine Bestimmung als Adlerreiter.

"Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich" von Britta Sabbag ist Kinderfantasy für Kinder ab etwa 8 Jahre. Mit ca. 120 Seiten ist die Geschichte relativ kurz, wird aber als Serienauftakt bald in einem zweiten Band fortgesetzt. Der Text ist flüssig lesbar und passt zur angestrebten Altersgruppe. Aufgelockert wird er auch durch einige Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die mir allerdings etwas zu dunkel gestaltet sind. Tyl fand ich sympathisch, vor allem, als er sich um den verletzten Adler kümmert. Mir persönlich hat gut gefallen, dass es hier um Adler und die besondere Verbindung mit ihren Reitern geht. Zu oft standen für mich im Fantasybereich in letzter Zeit Drachen im Vordergrund. Die Feindschaft mit den Falken sorgt für spannende und dramatische Momente. Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, bleibt aber, was den Hintergrund der Welt, die Verbindung zwischen Adlern und Reitern oder die sich entwickelnde Freundschaft der Adlerreiter angeht, etwas oberflächlich. Für junge Fantasyfans dürfte der Auftakt der Eagle Rider-Reihe spannend sein und neugierig auf den nächsten Band machen.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Haltestellenerlebnis

#PurpleVibes
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Lynn hat Panikattacken und Ängste vor engen Räumen und Menschenmengen. Ihre Therapeutin schickt sie zu einer Haltestelle, um sich der Situation zu stellen. Dort lernt Lynn Purple kennen - taff, mutig und ...

Lynn hat Panikattacken und Ängste vor engen Räumen und Menschenmengen. Ihre Therapeutin schickt sie zu einer Haltestelle, um sich der Situation zu stellen. Dort lernt Lynn Purple kennen - taff, mutig und voller Energie. Die beiden freunden sich an.

#PurpleVibes von Nicole Mahne ist ein modernes, feinfühliges Jugendbuch, in dem Ängste, Selbstzweifel und Liebe Themen sind. Die Sprache des Buches ist sehr jugendlich, was mir positiv aufgefallen ist. Lynn ist die Hauptfigur des Buches. Sie versucht, sich ihren Ängsten zu stellen, muss Entscheidungen treffen und Selbstzweifel abbauen. Die Beziehung zu Purple ist erst freundschaftlich, zum Ende entwickelt sich zwischen beiden eine zarte Liebesgeschichte. Ganz große Überraschungen bietet das Buch nicht, sondern es ist eher eine ruhige Geschichte, in der die Protagonistin ein Stück zu sich selbst findet und wächst.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Die Zauberin und die Schwanenprinzessin

Verrat der Schwäne
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Odile ist Schauspielerin, Diebin und Zauberin. Doch die Magie hat das Königreich Auréal schon lange verlassen. Im Auftrag ihres Ziehvaters nimmt Odile den Platz der Adeligen Marie d’Odette ein, um das ...

Odile ist Schauspielerin, Diebin und Zauberin. Doch die Magie hat das Königreich Auréal schon lange verlassen. Im Auftrag ihres Ziehvaters nimmt Odile den Platz der Adeligen Marie d’Odette ein, um das Herz des Dauphins zu erobern und eine magische Krone zu stehlen. Als der König brutal ermordet wird, gerät Odiles Bruder unter Verdacht. Kann Odile die Krone an sich bringen und gleichzeitig ihren Bruder retten?

Verrat der Schwäne von A. B. Poranek ist queere Romantasy und ein interessantes Retelling von Schwanensee. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Odiles, des schwarzen Schwans, erzählt. Sie weiß, dass sie "die Böse" in der Geschichte ist und akzeptiert diese Rolle größtenteils, um die Anerkennung ihres Ziehvaters zu erhalten. Gleichzeitig regt sich jedoch ihr Gewissen. Im Laufe der Geschichte muss Odile ihre Loyalität hinterfragen. Nicht nur, weil sie sich immer mehr zur verzauberten Marie d’Odette hingezogen fühlt, sondern auch, weil sie ihren Bruder retten möchte. Mit Marie d’Odette hat die Geschichte eine zurückhaltende, aber starke und scharfsinnige weitere weibliche Figur. Das fiktive Königreich Auréal erinnert an Frankreich zur Zeit des Absolutismus. Dies fällt auch bei vielen Bezeichnungen auf. Aufgrund der Abwesenheit von Magie bemerkt man deutlich den Niedergang des Reiches. Die Stimmung des Buches ist düster, märchenhaft und teilweise bedrohlich. Die Geschichte selbst hat mich, aufgrund der für die Vorlage ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die tatsächlich noch mehr im Vordergrund hätte stehen dürfen, überrascht. Das Ende wird leider etwas zu hastig erzählt. Hier hätte ein Happy End durchaus ausführlicher sein dürfen.

Loyalität, Liebe, Verrat, Intrigen und ein Rest von verschwundener Magie - die Geschehnisse um den Lac des Cygnes haben mich in ihren Bann gezogen.

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