Profilbild von tinstamp

tinstamp

Lesejury Star
offline

tinstamp ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tinstamp über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2026

Mathilde und die Vergangenheit

Felix Blom - Mord an der Spree
0

Obwohl ich die historischen Wien Romane um August Emmerich und Ferdinand Winter der Autorin bevorzuge, habe ich dem dritten Band ihrer Felix Blom Reihe schon hin gefiebert. Ich habe sogar ein signiertes ...

Obwohl ich die historischen Wien Romane um August Emmerich und Ferdinand Winter der Autorin bevorzuge, habe ich dem dritten Band ihrer Felix Blom Reihe schon hin gefiebert. Ich habe sogar ein signiertes Exemplar bei Thalia ergattert, was ich erst nach meinem Kauf bemerkt habe! Nun habe ich schon drei von Alex Beer signierte Bücher, denn ich war auch schon zwei Mal bei einer Lesung von ihr.

Aber nun zum dritten Felix Blom Teil, der "Mord an der Spree" heißt und mit dem Tod einer Prostituierten beginnt. Für Mathilde ist es diesmal jedoch kein Mord wie jeder andere, sondern er führt sie zurück in ihre Vergangenheit.
Damals, am Ostersonntag vor neun Jahren, machen Mathilde und ihre Freundinnen Charlotte, Agnes und Antonia einen Ausflug zum Biergarten auf der Spandauer Spitze. Kaum haben sie sich hingesetzt, wirkt Agnes plötzlich erschrocken und verlässt den Biergarten und ihre Freundinnen. Sie kehrt nie wieder zurück.
Nun soll auch Charlotte verschwunden sein und mit ihr ein Amulett, welches sie angeblich gestohlen hat. Felix und sie haben diesen neuen Auftrag von einem Herren aus der oberen Schicht erhalten. Sie sollen die Diebin überführen. Mathilde kann es nicht fassen und erhält kurze Zeit später eine Nachricht von Antonia, der dritten Freundin. Als Mathilde Antonia aufsucht, findet sie diese tot vor. Kurz darauf wird sie von der Polizei überrascht und wird zur Hauptverdächtigen. Obwohl sie ihre Unschuld beteuert, wird sie nach Moabit überstellt - wo einst auch Felix Blom inhaftiert war.
Felix versucht alles, um ihre Unschuld zu beweisen und verbündet sich sogar mit seinem Erzfeind Bruno Harting. Obwohl er und Felix Feinde sind, glaubt auch er nicht an Mathildes Schuld. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Mathilde droht die Todesstrafe.

Es ist sehr spannend zu verfolgen, wie Felix und Bruno alles versuchen, um Mathilde zu retten. Es dauert relativ lange, bis sie einen Hinweis entdecken, der schließlich zur Auflösung des Falles führt. Bis dahin fiebert man mit den beiden Männern mit, denn es wird immer offensichtlicher, dass jemand Mathilde eine Falle gestellt hat. Doch wer und warum?

Erschreckend fand ich, wie schnell man unschuldig ins Visier der Bürokratie gerät und es kaum gelingt seine Unschuld zu beweisen. Im 19. Jahrhundert war dies noch ohne Fingerabdrücke, DNA und anderen elektronischen Hilfsmitteln kaum möglich.

Alex Beer hat wieder ein wunderbares Sittengemälde der damaligen Zeit und der Stadt Berlin gezeichnet. Die Atmosphäre ist wie immer eindrucksvoll und sehr stimmig eingefangen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir schon immer sehr gut. Er ist fesselnd, detailliert und sehr bildhaft.

Wie schon bei den beiden Vorgängern hat die Autorin eine historische Quelle für ihren Krimi inspiriert. Diesmal war es jedoch kein Zeitungsausschnitt, sondern eine eindrucksvolle Illustration aus der Illustrierten Zeitung von 1870. Was es damit auf sich hat, erfährt man beim Lesen =).

Fazit:
Auch der dritte Felix Blom konnte mich wieder überzeugen und hat mir viel Spaß gemacht - spannend und atmosphärisch!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Spannender historischer Roman um Wohnungsnot

Das Haus in Charlottenburg
0

Nach längerer Zeit habe ich wieder zu einem historischen Roman gegriffen. Von Beate Sauer habe ich bereits "Die Fernsehschwestern - Wunder gibt es immer wieder" gelesen.
Diesmal sind wir aber etwas früher ...

Nach längerer Zeit habe ich wieder zu einem historischen Roman gegriffen. Von Beate Sauer habe ich bereits "Die Fernsehschwestern - Wunder gibt es immer wieder" gelesen.
Diesmal sind wir aber etwas früher in der Zeit und zwar im Deutschen Kaiserreich um 1890. Die sozialen Gegensätze in Berlin sind eklatant und mit den neuen Mietskasernen, die mehr und mehr gebaut werden, erhalten die Menschen noch unmenschlichere Lebensbedingungen. Spekulanten und Immobilienhaie verdienen sich eine goldene Nase, während die Armen kaum über die Runden kommen.

Elise ist Schneiderin und lebt mit ihrer Mutter, Bruder Willi und der kleinen Schwester Marie in ärmlichen Verhältnissen. Sie ist sehr talentiert und träumt von einem eigenen Modeatelier, doch ihre herrische Chefin hält sie bewusst klein. Als sie den Architekten Johann und dessen Freund Louis kennenlernt, der als Arzt in der Charité arbeitet, scheint sich ihr Leben positiv zu ändern. Johann hat nämlich weitreichende Pläne: Er möchte Genossenschaftswohnungen bauen, um auch den Ärmeren einen Platz zu bieten, der sie nicht krank macht und auch bezahlbar ist. Natürlich treffen seine Pläne auf Gegenwind und man versucht Johann immer wieder Steine in den Weg zu legen. Ganz besonders schlimm ist Leonora von Rienäcker, die Mutter von Louis, die anonym ihre Handlanger benutzt, um so billig wie möglich zu bauen. Sie hat einige Mietskasernen in Bau, die ihr noch mehr Geld einbringen werden, aber in denen die Menschen in unwürdigen Verhältnissen leben müssen.

Obwohl ich viel historische Romane gelesen habe, erfährt man auch hier wieder neue Dinge, die sich hier vor allem um den Wohnungsmangel und die Ausbeutung der Menschen drehen.
Beate Sauer hat sich dem Thema sehr genau angenommen und hat reale Ereignisse mit fiktiven Personen verknüpft. Alle Figuren, bis hin zu den letzten Nebencharakteren, sind sehr lebendig und facettenreich gezeichnet.
Wie schon im ersten Band der Autorin um die Fernsehschwestern, liebt auch Elise die Arbeit mit Nadel und Faden und zaubert kunstvolle Stickereien auf den Kleidern, die sie näht. Sie weiß genau, was sie möchte und versucht ihren Traum zu erfüllen. Johann ist ebenso erfüllt von seiner Liebe zur Architektur, doch beide bekommen immer wieder Gegenwind zu spüren. Vor allem Leonora hat dabei wiederholt ihre Finger im Spiel.
Beate Sauer erzählt eindringlich und bildhaft. Der Schreibstil passt sich der damaligen Zeit an und erschafft Bilder im Kopf. Mit einigen erwarteten und vielen unerwarteten Wendungen wurde die Spannung aufrecht erhalten.
Im Nachwort geht die Autorin noch mehr auf die damalige Wohnungsnot und auf reale Figuren dieser Zeit ein.

Fazit:
Ein spannender historischer Roman, der die Wohnungsnot Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin schildert. Eindringlich und bildhaft erzählt. Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2026

Spannender Abschluss

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
0

Der dritte und letzte Band der Reihe um die schwedische Ermittlerin Maya Topelius hat mir wieder sehr gut gefallen, nachdem ich den zweiten Band etwas schwächer fand.
Nach dem frostigen Winter in Nordschweden ...

Der dritte und letzte Band der Reihe um die schwedische Ermittlerin Maya Topelius hat mir wieder sehr gut gefallen, nachdem ich den zweiten Band etwas schwächer fand.
Nach dem frostigen Winter in Nordschweden und dem Mittsommerfest auf einer der vielen schwedischen Schäreninseln, sind wir diesmal im Herbst auf Öland. Maya hat sich ein paar freie Tage genommen, um ihre Eltern zu besuchen. Sie möchte ihnen ihren Freund Christoffer vorstellen, der noch am Wochenende anreisen soll. Außerdem will Maya endlich wieder mit ihrer Freundin Clara plaudern, die neben Emily und Sanna zum Freundinnen-Kleeblatt gehört. In einem letzten Telefonat hat Clara Maya erzählt, dass sie die lang verschollene Schulkameradin Ingrid gesehen hat. Maya kann das nicht glauben und will mehr darüber wissen.
Sehr lange währt die Ruhe nicht, denn Johann, ein Sonderling und Einzelgänger, findet in der Schlossruine von Borgholm eine Leiche. Das Opfer, eine Journalistin, wurde professionell hingerichtet und das Muster der Hinrichtung ist ident mit einem weiteren Toten. Maya und ihr Stockholmer Kollege Pär sollen die Ermittlungen in Kalmar übernehmen, was manchen ansässigen Polizisten nicht wirklich schmeckt. Die Spuren führen zu einem rechtsradikalen Netzwerk.....

Standen neben Maya in den letzten beiden Bänden Sanne und Emily im Mittelpunkt, ist es diesmal Clara, die dritte Freundin des Kleeblattes. Sie macht sich Sorgen um ihren Sohn, der sich sehr verändert hat. Seit er einen neuen Sporttrainer hat, zieht er sich zurück und zeigt sich Clara gegenüber feindselig.
Geschickt verbindet Sandra Åslund den aktuellen Mordfall um die Journalistin mit der Handlung rund um das Verschwinden der Klassenkameradin von Clara und Maya vor achtzehn Jahren. Dadurch werden die Ermittlungen für Maya diesmal sehr persönlich. Bis sie bemerkt, dass der Mord an der Journalistin und ihre Nachforschungen zu Ingrid zusammenhängen, ist es fast zu spät.

Der Schreibstil der deutschen Autorin, die in Schweden lebt, ist sehr fesselnd. Wechselnde Perspektiven und Einblicke in die Vergangenheit halten den Spannungsbogen aufrecht.
Schon im ersten Band war ich begeistert vom bildhaften Erzählstil der Autorin, der mich an die Seiten gefesselt hat. Nachdem ich den zweiten Band etwas schwächer empfand, konnte mich "Dann ruhest auch du" wieder überzeugen und ich habe den Krimi in einem Rutsch durchgelesen.
Neben den privaten Einblicken, die sich perfekt mit den Ermittlungen ergänzen, beschreibt Sandra Åslund ein brisantes und sensibles Thema mit viel Feingefühl. Sie zeigt die Gefahr auf, wie rechtsextreme Gruppierungen Kindern gegenüber vorgehen und sie beeinflussen. Das hat mir beim Lesen oftmals Gänsehaut bereitet.
Alle Figuren sind sehr lebendig und authentisch gezeichnet. Sie haben Ecken und Kanten. Das schwedische Setting habe ich ebenfalls wieder sehr genossen.

Fazit:
Für mich ist der dritte Band ein toller Abschluss der Trilogie, der mir spannende Lesestunden beschert hat. Schade, dass es keine weiteren Bände geben wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2026

Romantisch, spritzig und mit Tiefgang

Fake Dates and Fireworks
0

on Kyra Groh habe ich bereits "Break Ups and Butterflies" als Hörbuch von der Autorin gehört und da alle von "Fake Dates and Fireworks" geschwärmt haben, habe ich mir das Buch gebraucht gekauft und für ...

on Kyra Groh habe ich bereits "Break Ups and Butterflies" als Hörbuch von der Autorin gehört und da alle von "Fake Dates and Fireworks" geschwärmt haben, habe ich mir das Buch gebraucht gekauft und für den Jahreswechsel aufgehoben.
Und ich kann all denen, die davon geschwärmt haben, nur zustimmen. Mir hat diese RomCom sehr gut gefallen.

Becca lernt Nils kurz nach ihrer Trennung von Steffen bei der Silvesterparty ihrer besten Freundin Lena kennen. Er hat ebenfalls Probleme mit dem letzten Tag des Jahres und so stehen sie sich gegenseitig bei, was schlussendlich in einem One-Night-Stand endet. Sie schließen einen Pakt, dass sie sich von nun an jedes Silvester treffen - die einzige Ausnahme ist, wenn einer von ihnen eine Beziehung hätte.
Nach zehn Jahren sind beide noch immer jedes Jahr an Silvester ein Pärchen, doch zu einer festen Beziehung ist es nie gekommen. Nils wohnt in London und hat auch nicht wirklich Ambitionen mehr mit Becca zu teilen, als ihren Silvester One-Night-Stand. Doch Becca bleibt ihm treu, was weder ihr Zwillingsbruder David, noch ihre beste Freundin Lena verstehen können. Dadurch kommt es zum Bruch mit Lena.
Zum 10. Jubiläum hat sich Becca nun ein Herz gefasst und will ihm ihre Liebe gestehen. Sie bucht in einem romantischen Luxus Chalet in den Alpen ein Doppelzimmer für sich und Nils. Doch bevor Nils mit einer ganz besonderen Überraschung ankommt, läuft ihr Raphael über den Weg, der unausstehliche Onkel eines ihrer Kinder im Kindergarten. Obwohl sie ihn nicht leiden kann, ist er es, der ihr aus einer peinlichen Situation hilft und Becca ihr Gesicht wahren lässt, als Nils sie mit einer Nachricht überrascht, die ihr den Boden unter den Füßen entzieht.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Becca in der Ich-Form und im Präsens erzählt. Sie ist eine junge Frau, die nicht anecken will und ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellt. Für die Kinder im Kindergarten gibt sie alles und ist Erzieherin mit Leib und Seele. Es hat gedauert bis Becca erkennt, was wirkliche Liebe ist. Ihre bemerkenswerte Entwicklung hat mir sehr gut gefallen.
Auch die anderen Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet, allen voran Beccas Bruder Daniel und dessen Partner Gio.
Nils hat mich oftmals Nerven gekostet. Was für ein Narzisst und Kotzbrocken! Er manipuliert und erpresst Becca emotional, dass ich sie am liebsten geschüttelt hätte.
Raphael sehen wir zu Beginn aus Beccas Augen: arrogant, unzuverlässig und oberflächlich. Doch hinter seiner überheblichen Art steckt ein einfühlsamer, gefühlvoller und äußerst geduldiger Mann, der Beccas Probleme erkennt. Aus ihrem Fake Date wird bald mehr....
Es ist schön zu lesen, wie sich beide langsam annähern und man spürt auch die Funken, die zwischen Becca und Raphael sprühen.

Der Schreibstil ist locker und humorvoll. Ich habe mich beim Lesen die ganze Zeit sehr wohl gefühlt und mochte einfach das Setting und die Figuren.
Kyra Groh verleiht mit den Themen der Verlustangst, toxischen Beziehungen und Selbstzweifel der Geschichte Tiefe. Außerdem vermittelt sie uns Frauen, dass die wahre Liebe uns genauso nimmt, wie wir sind!

Fazit:
Die perfekte Lektüre zum Jahresende, spritzig und romantisch, aber mit Tiefgang. Ich kann "Fake Dates and Fireworks eigentlich nur weiterempfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2025

Familienzwistigkeiten

Mord im Planetarium
0

Kaum habe ich den schmalen Adventroman von Beate Maly gelesen, bei dem sich Ernestine und Anton zu einer Kunstauktion ins Semmeringgebiet begeben, bin ich wieder mit den beiden in Wien gelandet. Und diesmal ...

Kaum habe ich den schmalen Adventroman von Beate Maly gelesen, bei dem sich Ernestine und Anton zu einer Kunstauktion ins Semmeringgebiet begeben, bin ich wieder mit den beiden in Wien gelandet. Und diesmal gibt es auch wieder Mordermittlungen...

1927 wird am Messegelände das erste Planetarium in Wien eröffnet. Ernestine hat Karten für die Eröffnungsfeier, die nur für geladene Gäste bestimmt ist. Natürlich sollen auch Anton, Heide und Erich, sowie Rosa und Fritzi mitkommen. Während sich Anton und die Kinder lieber ein Eis holen, als sich die Sondervorstellung anzusehen, bleibt Ernestine mit Heide und Erich im Saal. Als das Licht nach der Vorführung angeht, gibt es einen Toten: Konrad Faber. Noch vor der Vorführung kam es zu einem Streit und einer Rangelei zwischen den Faber-Brüdern, die sich nicht ausstehen können. Konrad, der angesehene Arzt, und Matthias, der Inhaber der familieneigenen Stofffabrik, sind sich spinnefeind. Aber nicht nur die Zwillingsbrüder hassen sich - die ganze Familie Faber ist eine einzige Schlangengrube.
Sie sind außerdem für Erich, der direkt zu ermitteln beginnt, alles andere als kooperativ. Als es zu einem weiteren Todesfall in der Familie kommt, hat er alle Hände voll zu tun, den Fall aufzulösen.

Während Erich ermittelt, kommt es in Wien zu schweren Unruhen. Nach dem "Schattendorf-Prozess", bei dem die Schützen, die bei einer Versammlung ein kleines Kind und einen alten Mann erschossen haben, freigesprochen wurden, sind die Menschen erzürnt. Es kommt zu gewalttätigen Ausschreitungen, die mit dem Brand des Justizpalastes und vielen Toten und Verletzten endet. Als Ernestine erfährt, dass Anton unterwegs ist, um Rosa und Fritzi zu suchen, die auf den Weg zum Schwedenplatz sind, um ein Eis zu essen, wird sie nervös. Schweben ihre Lieben in Gefahr?

Mit der Julirevolte und den Aufständen im Juli 1927 erschafft Beate Maly diesmal eine etwas ernstere Stimmung. Der Antisemitismus ist immer mehr zu spüren und als Leser fragt man sich, wie es wohl mit der Familie weitergehen wird.
Trotzdem verliert auch der zehnte Band nicht an Leichtigkeit und mit der jungen Apothekergehilfin Ilse und dem kleinen Julian kommen zwei neue Figuren hinzu. Der Wiener Schmäh und die lebendigen Figuren schaffen auch diesmal wieder eine sehr ganz besondere Atmosphäre, die ich bei dieser Reihe sehr mag. Die historischen Ereignisse, die Beate Maly mit einbezogen hat, sind hervorragend recherchiert und lässt uns diese Zeit lebendig werden.

Fazit:
Ein spannender zehnter Fall, der viel Historisches im Kriminalfall beinhaltet und spannend erzählt ist. Wieder ein sehr atmosphärischer Wiener Cosy-Crime, den ich sehr gerne gelesen habe und der diesmal auch viele ernstere Seiten anschlägt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere