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Veröffentlicht am 05.11.2020

Italienische Geschichte mit Wucht!!!

Es war einmal in Italien
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Zum Inhalt:
Wie soll man die Wucht und Masse der Geschehnisse und Einzelheiten dieses Buches kurz zusammenfassen?
Das erscheint mir (fast) unmöglich!!!
Hier ein Versuch:
Das Buch erzählt die Geschichte ...

Zum Inhalt:
Wie soll man die Wucht und Masse der Geschehnisse und Einzelheiten dieses Buches kurz zusammenfassen?
Das erscheint mir (fast) unmöglich!!!
Hier ein Versuch:
Das Buch erzählt die Geschichte zweier Jugendlicher und der ihnen nahestehenden Menschen im Jahre 1870 in Italien. Beide sind als Kleinkinder von ihren leiblichen Eltern verlassen worden. So mussten sie "alleine" ihren Weg gehen, die eine bei einem Zirkus, der andere lange Jahre im Waisenhaus, dann für sehr kurze Zeit als Ziehsohn einer Comtessa in Reichtum und Wohlstand und danach wieder in Armut. Als Teenager kreuzen sich ihre Wege.
Pietro und seine Ziehmutter fliehen vor Armut und Verfolgung nach Rom. Dort gastiert gerade auch der Zirkus, mit dem Martha unterwegs ist. Durch die geschichtlichen Ereignisse dieses Jahres treffen sie sich in einer Gruppe des italienischen Widerstandes gegen die päpstlichen und französischen Besatzer und arbeiten mit daran, das Königreich Italien mit Rom als Hauptstadt entstehen zu lassen.
Sie verlieben sich ineinander und schaffen es über die Irrungen und Wirrungen ihrer beider Leben hinweg zueinander zu stehen und beiander zu bleiben, um zusammen und mit ihren Lieben in eine bessere Zukunft zu gehen.
Zum Buch:
Das Buch hat mir super gefallen - eben Geschichte mit Wucht!!!
Zwischendurch hatte ich kurz Sorge, dass es zu kitschig wird: Pietro - Martha, Comtessa - Oberst..., aber das hat sich schnell verflüchtigt.
Der Autor verwebt viele verschiedene Menschen und ihre Schicksale miteinander, so dass es immer interessant und spannend bleibt. Die Geschichte hat viele unerwartete, aber auch erwartete Drehungen und Wendungen, die es nie langweilig werden lassen. Sogar die "Schurken" kann der Leser irgendwie verstehen, mit ihnen mitfühlen und ihr Handeln nachvollziehen.
Lange genug "geredet": Einfach selber lesen und nach Italien im Jahre 1870 entführen lassen.
(Am besten in eins durchlesen und die Bilder im Kopf genießen - besser als jeder Film!!!)

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 29.09.2020

2084 - Eine zerstörte Welt

2084
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Zum Inhalt:
Der Autor beschreibt in fiktiven Interviews mit Wissenschaftlern im Jahr 2084 in drastischen Bildern, wie es auf unserer Welt dann höchstwahrscheinlich aussehen wird, wenn wir Menschen nicht ...

Zum Inhalt:
Der Autor beschreibt in fiktiven Interviews mit Wissenschaftlern im Jahr 2084 in drastischen Bildern, wie es auf unserer Welt dann höchstwahrscheinlich aussehen wird, wenn wir Menschen nicht jetzt 2020 etwas gegen die Erderwärmung tun.
Er teilt die Prognosen in Kapitel mit klaren Überschriften ein: Dürre und Feuer, Überschwemmung, Anstieg des Meeresspiegels, Eis, Krieg, Faschismus und Migration, Gesundheit, Artensterben.
Allein diese Überschriften drücken den Leser nieder, die Ausführungen noch mehr. Doch das ist gewollt, wichtig und richtig so.
Im letzten Kapitel stellt er einen Ausweg aus der Klimakatastrophe am Beispiel Schwedens vor.

Zum Buch:
Das Buch macht sehr betroffen. Schon das Vorwort aus Sicht des fiktiven Autors von 2084 stimmt voll und ganz auf die traurige Thematik ein. Warum haben wir, die Leser, an die sich dieses Buch richtet, nicht alles getan, um die Klimakatastrophe aufzuhalten?
Schon heute sind viele Umweltveränderungen absehbar, aber sie werden teils kleingeredet ("Das ist nur falsches Forstmanagement!", "Stürme hatten wir schon immer!") oder schlicht ignoriert. Das meiste wird nur kurzfristig gesehen (eine Wahlperiode dauert vier Jahre ...) oder nur an "Wirtschaftlichkeit", sprich Profit gemessen.
Dabei müssten viele Gegenmaßnahmen jetzt sofort radikal umgesetzt werden. Doch wollen wir Einschränkungen unseres Lebensstandards annehmen?
Der Ausweg am Beispiel Schwedens über die Kernenergie scheint gangbar, erklärt aber noch nicht, wo der viele Atomendmüll gelagert werden soll. Welches Problem schafft die Menschheit sich dann?

Fazit:
Das Buch rüttelt wach. Jeder kann etwas tun.
Doch die Rettung dieser Erde könnte den Menschen nur gelingen, wenn von den Mächtigen dieser Welt gemeinsam radikale Schritte vollgezogen würden, denn Gewinner gibt es bei dieser Zukunft nicht. Doch schon jetzt sind die Staaten in vielen wichtigen Punkten mehr zerstritten und uneins, als geeint (z. B. beim Thema Menschenrechte).
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." (Vermeintliche Weissagung der Cree)

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  • Erzählstil
Veröffentlicht am 09.04.2020

Ponys, Mädchen, Familie und Geheimnisse

Die Schule der kleinen Ponys - Ein Heuhaufen voller Geheimnisse
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Inhalt:
Die Titelunterschrift "Ein Heuhaufen voller Geheimnisse" gibt es schon vor: Die 10jährige Mo Winter erfährt einige Geheimnisse, die sie bei sich behalten soll, aber auch aufdeckt.
Sie lebt mit ...

Inhalt:
Die Titelunterschrift "Ein Heuhaufen voller Geheimnisse" gibt es schon vor: Die 10jährige Mo Winter erfährt einige Geheimnisse, die sie bei sich behalten soll, aber auch aufdeckt.
Sie lebt mit ihrer Familie - Vater, Mutter, großem Bruder, und dem Stallmeister Eugen auf einer großen Pferdefarm. Sie züchten Springpferde und Connemara-Ponys.
Außerdem haben sie eine Ponyschule auf ihrem Hof - etwas ganz Besonderes!
Mo hat auch ein eigenes Pony, genannt Dr. Paul, das genauso alt ist wie sie. Die beiden sind unzertrennlich.
Durch einen Unfall ihrer Mutter, von dessen Verlauf niemand erfahren soll, muss Mo diesen Sommer die Ponyschule übernehmen - was sie ganz schön herausfordert, aber auch begeistert.
Auf einem von Mos Ausritten mit Dr. Paul in den nahegelegenen Wald trifft sie auf ein ihr unbekanntes, etwa gleichaltriges Mädchen auf einer schönen Stute. Mit dieser Begegnung fangen die Geheimnisse erst an.
Meine Meinung:
Das Buch nimmt den jungen Leser von Anfang an gleich mit hinein in eine fortlaufend, spannende Handlung. Der Spannungsbogen wird kontinuierlich bis zum Finale aufgebaut, hat aber auch vorher schon kleine Spitzen, die die Erzählung forttragen. So wird es nie langweilig und der Leser möchte immer weiter lesen und das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschichte ist klar auf eine junge, weibliche Leserschaft ausgelegt - wobei auch Pferde- oder tierliebende Jungs bestimmt auf ihre Kosten kämen -, da beide Hauptfiguren Mädchen sind.
Beide sind sympathisch und lebenslustig angelegt. Ihre Freuden, Sorgen und Nöte passen klar zur Altersangabe. Das traurige Thema Scheidung wird durch die Frreundschaft der beiden Mädchen und das Finale klar aufgefangen.
Ein besonderes Highlight des Buches sind die Illustrationen von Nadine Reitz. Sie werden jedes Kind (Mädchen) ansprechen und begeistern. Schon das Cover ist ein echter Hingucker mit dem niedlichen, burschikosen Mädchen und den lächelnden Ponys.
Gleich auf der Coverrückseite ist eine Karte aufgemalt, die den Hof und sein Umland für den Leser erklärt und einordnet, was in manchen Kapiteln sehr hilft, sich die Ortsverhältnisse vorzustellen.
Auf jeder Seite entdeckt man ein liebevolles Detail. Ein besonderer Clou sind auch die kleinen "Merkzettel", die verraten, wer an der Handlung an dieser Stelle beteiligt ist.
Dr. Paul ist als wichtigstes Pony besonders liebevoll und hübsch gezeichnet. (Allerdings steht im Text etwas von schwarzer Mähne, schwarzem Schweif und schwarzen "Strümpfen" - auf den Zeichnungen ist aber alles dunkelbraun.)
Auch die Kreativität der Leserin kommt nicht zu kurz: Am Ende des Buches ist das Rezept für die von Mo hochgelobten Nachtischkekse der Familie Winter abgedruckt. Desweiteren gibt es eine Seite zum Heraustrennen, um sich ein eigenes Lesezeichen für das Buch mit einer Zeichnung von Dr. Paul darauf zu basteln. Eine besonders schöne Idee!!
Fazit:
"Die Schule der kleinen Ponys" ist ein besonders liebevoll illustriertes (Mädchen-)Buch, das die spannende, interessante Geschichte einer neu beginnende Mädchenfreundschaft erzählt, in der das Thema Pferde und Ponys einen wichtigen Platz einnimmt. Die beiden Hauptpersonen und ihre Freuden, Sorgen und Nöte wachsen einem ans Herz und die Geschichte entwickelt einen eigenen Sog.
So möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und immer weiter lesen, um alle Geheimnisse und ihre Auflösungen zu erfahren.
Hoffentlich gibt es bald eine Fortsetzung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Stimmung
  • Fantasie
Veröffentlicht am 21.03.2026

Anders und doch klar!

Sie wollen uns erzählen
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Dieser Roman nimmt seine Leser auf eine ganz besondere Weise in das Erleben neurodivergenter Menschen mit hinein.

Ozzy ist in der dritten Klasse und hat gerade mit seinen Eltern verschiedene Diagnosesitzungen ...

Dieser Roman nimmt seine Leser auf eine ganz besondere Weise in das Erleben neurodivergenter Menschen mit hinein.

Ozzy ist in der dritten Klasse und hat gerade mit seinen Eltern verschiedene Diagnosesitzungen und Gespräche hinter sich und ist nun „diagnostiziert“. Anders als seine Mutter, die ebenfalls ADHS hat, aber in ihrer Kindheit einfach als „etwas wild“ bezeichnet worden ist.

In diesem Ausschnitt ihres Lebens erleben beide allein und zusammen ihren „Supergau“. Der Vater kann gerade wegen einer Verletzung nicht zu Hause sein, durch Ozzy und seine Freunde ist das Schulkaninchen ausgebüxt und dann in den Rasenmäher geraten und die Großmutter ist aus dem Krankenhaus verschwunden.

Wie die beiden diese Situationen, die sich auch noch zuspitzen, mit ihrem besonderen Nervenkostüm managen ist in einer besonders feinfühligen Weise von der Autorin beschrieben worden.

Dadurch, dass sie die Lesenden sehr stark an den Gedanken der beiden teilhaben lässt, sind ihre Reaktionen und Gefühle sehr gut nachvollziehbar. Man kommt ihnen sehr nah, kann alles miterleben und fühlt einfach mit.

Wie die Autorin Neurodiversität hier beschreibt, ist nicht oberflächlich, klischeehaft oder verurteilend, sondern sehr menschlich, differenziert und hilft, zu verstehen.

Ein bemerkenswertes Buch über ein anderes Erleben!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Es ist nie zu spät!

Eine Maus namens Merlin
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Helen Cartwright kehrt nach dem Tod ihres Mannes und später auch ihres Sohnes nach sechzig Jahren aus Australien zurück in ihren kleinen Heimatort in der Nähe von Oxford.

Dort hat sie sich ein kleines ...

Helen Cartwright kehrt nach dem Tod ihres Mannes und später auch ihres Sohnes nach sechzig Jahren aus Australien zurück in ihren kleinen Heimatort in der Nähe von Oxford.

Dort hat sie sich ein kleines Haus in der Nähe ihres einstigen Elternhauses gekauft und erwartet nichts mehr vom Leben. Eigentlich fühlt sie sich innerlich schon wie gestorben.

So nimmt sie auch keinen Kontakt mehr zu anderen Menschen auf und ihre Tage und Wochen fließen in einer Gleichmäßigkeit von Essen, Schlafen, Radio hören, Fernsehen schauen und einmal die Woche einkaufen dahin.

Doch eines Nachts holt sie sich den Sperrmüll ihrer Nachbarn ins Haus, weil dort dasselbe Spielzeug dabei lag, das sie ihrem Sohn einst schenkte. Der nostalgische Zauber ist bald verflogen, doch bei den Sachen war auch eine kleine, dreckige Kiste, die sie gar nicht anschauen mochte. In dieser befindet sich eine Maus.

Wie Helen sich nach und nach der Maus annähert, ja sie sogar als Haustier und Freund zu akzeptieren beginnt, erzählt der Autor herzerwärmend und nachvollziehbar. Durch die Maus muss Helen wieder raus in die Welt und Kontakt mit anderen Menschen aufnehmen.

So nimmt sie wieder teil am Leben, schließt Freundschaften und startet sogar eine Rettungsaktion für ihre Maus Merlin. Als sie krank wird und Merlin verschwunden scheint, sind diese (neuen) Menschen für sie da und kümmern sich um sie.

Der Autor zeigt mit diesem Buch, dass es im Leben nie zu spät ist, einen neuen Anfang zu machen, sich neu zu entdecken, Neues zu wagen, auf andere zuzugehen und das Leben zu genießen, ja, es zu feiern.

Ein absolut lebensbejahendes Buch!

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