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Veröffentlicht am 26.03.2026

Alles andere als Blaustrümpfe

Die Frauen von Oxford
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Heutzutage kann man sich das nicht mehr vorstellen, aber 1920 war das ein hart erkämpftes Recht von Frauen in England: studieren in Oxford. Dieses war bis dato nur den Männern vorbehalten und so mancher ...

Heutzutage kann man sich das nicht mehr vorstellen, aber 1920 war das ein hart erkämpftes Recht von Frauen in England: studieren in Oxford. Dieses war bis dato nur den Männern vorbehalten und so mancher Mann konnte nur schwer mit den Veränderungen mithalten.

Die Autorin stellt das Leben in Oxford anhand von vier Frauen dar, die aus unterschiedlichen Schichten kommen, aber die der gemeinsame Wunsch nach Bildung zusammenschweißt.

Jede dieser vier Frauen hütet ein Geheimnis und ich finde es ganz wunderbar, wie sie sich langsam ihren neu gewonnenen Freundinnen öffnen und einander bedingungslos unterstützen.

Da ist zum einen Dora, die sich selbst nicht für besonders intelligent hält und die nur studiert, weil ihr Verlobter und ihr Bruder im Krieg gefallen sind.

Marianne, die brave Pfarrerstochter, die als Stipendiatin besonders eifrig lernen muss und die trotz ihrer vielen Pflichten immer für ihre Freundinnen da ist.

Beatrice, deren Mutter eine berühmte Suffragette ist und die das Gefühl hat, niemals deren Erwartungen zu erfüllen.

Und zu guter Letzt Ottoline, kurz Otto genannt, die Tochter aus reichem Haus, die zwar materiell gut ausgestattet ist, aber keine Lust hat, wie ihre Schwestern ihren Lebenszweck in einer Heirat zu suchen.

Obwohl die Vier so unterschiedlich sind, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Ich rege mich auf über die Borniertheit von manchen Männern, die behaupten „Frauen seien zu emotional, um rationale Schlüsse ziehen zu können, und dass ihre Organe urplötzlich platzen, wenn sie zu intensiv über Gleichstellung nachdenken.“

Joanna Miller nimmt mich gefangen mit ihrer Schilderung der Studienzeit dieser vier Frauen. Ich fühle mich nach Oxford versetzt, in die ehrwürdigen Hallen und die Schicksale der Frauen berühren mich. Dabei gibt es aber auch immer wieder Szenen, die mich Schmunzeln lassen.

Ich habe vier neue Freundinnen gewonnen und empfehle „Die Frauen von Oxford“ sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Düsterer Erzgebirgskrimi

Finsteres Erzgebirge
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Finsteres Erzgebirge ist der inzwischen dritte Band über Hauptkommissar Alexander Berghaus und seine Kollegin Anne Keller, mit der er mittlerweile eine Beziehung führt. Obwohl Anne in zwischenmenschlichen ...

Finsteres Erzgebirge ist der inzwischen dritte Band über Hauptkommissar Alexander Berghaus und seine Kollegin Anne Keller, mit der er mittlerweile eine Beziehung führt. Obwohl Anne in zwischenmenschlichen Beziehungen schwierig ist, schätzt Berghaus ihr analytisches Denkvermögen sehr und dieses wird auch dringend gebraucht, als in der Walpurgisnacht in Crottendorf ein junges Mädchen spurlos verschwindet. Das Ganze erinnert Berghaus fatal an einen anderen Fall vor 35 Jahren, den sein Vater damals bearbeitet hatte und nie abschließen konnte.

Ich bin ja zwiegespalten, was solche Familienverhältnisse angeht. Der Vater als strenger Patriarch, die Mutter als Gebärmaschine, die jährlich ein neues Kind zur Welt bringt. Insbesondere für die älteren Kinder eine große Belastung, da sich diese um ihre jüngeren Geschwister kümmern müssen, weil die Mutter ja permanent schwanger ist. Das erinnert mich ein wenig an die berühmte Kelly Familie, bei denen auch einzelne Familienmitglieder gegen die Rolle in dieser Großfamilie aufbegehrt haben. Sicherlich keine leichte Situation insbesondere für eine Vierzehnjährige, die neben Schule, Kirche, Musizieren und Geschwister hüten auch gerne noch andere Interessen verwirklichen würde.

Was also ist mit Antonia geschehen und kann sie noch lebend gefunden werden?

Danielle Zinn zieht mich hinein in die beklemmende Atmosphäre dieses Ortes, welches auch als Dorf der Räucherkerzen bekannt ist. Dazwischen lockert sie aber auch mit Humor die Situation auf, um dann aber im nächsten Moment sofort wieder mit einer neuen spannenden Situation zuzuschlagen.

Finsteres Erzgebirge packt mich und lässt mich nicht mehr los, bis zum spannenden Finale.

Ich wurde wieder gut unterhalten und empfehle die Reihe sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Ein Vampir unter Hexen

It´s all about Blood
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Die Autorin schmeißt mich mitten in die Story. Hier gibt es kein Vorgeplänkel, keine langatmigen Erläuterungen, sondern „It’s all about blood“ startet direkt mit einem Paukenschlag. Eleonor ist ein Vampir ...

Die Autorin schmeißt mich mitten in die Story. Hier gibt es kein Vorgeplänkel, keine langatmigen Erläuterungen, sondern „It’s all about blood“ startet direkt mit einem Paukenschlag. Eleonor ist ein Vampir und mit einer Hexe befreundet, obwohl Hexen und Vampire Todfeinde sind. Als ihre Freundin Marie stirbt, erlangt Eleonor durch den verzweifelten Versuch, sie zu retten, ihre Hexenkräfte.

Als sich dann noch das Machtgefüge im Vampiruniversum verschiebt, sollen Eleonors Hexenkräfte als Waffe dienen, doch dafür muss sie zunächst lernen, diese zu kontrollieren.

Durch ein Studium an der Magischen Fakultät in Oxford für Hexen muss sie herausfinden, welches ihre Superkräfte sind. Hierbei muss sie höllisch aufpassen, dass sie nicht als Vampir enttarnt wird.

Eine Akademie für Hexen mit so spannenden Unterrichtsfächern wie Zaubertränke, Selbstverteidigung, Flugkunde, Elementarmagie und jede Menge Kommilitonen und Professoren, vor denen Eleonor ihr wahres Wesen verbergen muss. Als dann noch Studierende angegriffen werden, muss Eleonor dringend herausfinden, wer oder was hinter diesen Attentaten steckt.

Ina Milan, die ich bisher hauptsächlich von ihren Krimis unter anderem Namen kenne, zeigt ihn ihrem Fantasy-Abenteuer, dass ihr die Spannung im Blut liegt. Hier komme ich kaum zum Luftholen, da die Autorin ihre Protagonistin mit immer neuen Problemen konfrontiert. Gestaltenwandler, Hexen und das für Vampire so gefährliche Tageslicht machen Eleonor das Leben schwer. Und was essen eigentlich Hexen?

Ich tauche ein in dieses verrückte Abenteuer voller skurriler Gestalten, habe jede Menge Spaß und finde neue Freunde. Wie immer gibt es auf beiden Seiten sympathische und unsympathische Exemplare. Wer herausfinden möchte, wie sich Eleonor bei den Hexen schlägt, dem empfehle ich „It’s all about blood“ sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Frau Merkel liebt Strand und Meer

Mallekatz
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Im zehnten Fall des Münchner Kommissars Steinböck und seiner Katze Frau Merkel wird auf Mallorca ermittelt.

Frau Merkel ist im siebten Himmel, denn sie liebt Garnelen und hat sich ein ums andere Mal daran ...

Im zehnten Fall des Münchner Kommissars Steinböck und seiner Katze Frau Merkel wird auf Mallorca ermittelt.

Frau Merkel ist im siebten Himmel, denn sie liebt Garnelen und hat sich ein ums andere Mal daran überfressen. Ich liebe die bissigen Kommentare dieser Katze, die nur von Steinböck und einigen wenigen anderen Menschen gehört werden können.
Insbesondere ihre Einstellung zu Eseln, insbesondere zweibeinigen aus dem Politikbereich hat mich zum Lachen gebracht 😉

Der Fall selbst hat mich wütend gemacht, manchmal erwischt es tatsächlich auch die Richtigen und mein Mitleid mit den Mordopfern hält sich in Grenzen.

Ich habe alte Bekannte wiedergetroffen, neue Personen kennengelernt, die wie alle in Panizzas Universum ein wenig speziell sind und viel zu schnell war die Mallekatz schon wieder ausgelesen.

Wer auf Krimis mit etwas schrägem Humor steht, wird diese Reihe lieben.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Es sollte in jeder Familie einen Abuelito geben 😍

Wenn das Leben dir eine Orange gibt, mach Sangria daraus
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Sie hat es wieder geschafft: nach „Pfeif auf den Prinzen, ich nehm das Akpaka“ landet Jana Portas den nächsten Hit. Dieses Mal zwar ohne die Hilfe der knuffigen Anden-Kamele, dafür aber mit jeder Menge ...

Sie hat es wieder geschafft: nach „Pfeif auf den Prinzen, ich nehm das Akpaka“ landet Jana Portas den nächsten Hit. Dieses Mal zwar ohne die Hilfe der knuffigen Anden-Kamele, dafür aber mit jeder Menge skurriler Dorfbewohner und absolut süßen Minischweinchen.

Dabei verbergen sich hinter diesem höchst amüsanten Roman durchaus ernste Themen: die Macht von Social Media, Mobbing, eine uralte Dorffehde und was für Traumata müssen jene überwinden, die ihr Leben der Rettung von anderen gewidmet haben, aber manchmal auch keinen Erfolg haben?

Mit der ihr eigenen Leichtigkeit verpackt Jana Portas all diese Themen in einem Liebesroman, der mich immer wieder zum Schmunzeln bringt. Einen großen Anteil daran hat Abuelito, ein Schlitzohr, dem man einfach nicht böse sein kann.

Ich habe Teneriffa von einer ganz anderen Seite kennengelernt und meine Auszeit mit Sangria und spanischen Köstlichkeiten sehr genossen.

5 Sterne plus für diese witzige Geschichte, die mich bestens unterhalten hat.

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