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Veröffentlicht am 02.06.2020

Fedrige Angelegenheit

Whitefeather (Legende der Schwingen 1)
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Inhalt
Liz lebt auf der Erde. Noch. Denn bei einem Aufstiegsritual wird sich entscheiden, ob sie in die helle oder dunkle Himmelsstadt aufsteigen wird. Ebenso müssen die anderen Jugendlichen aus ihrem ...

Inhalt
Liz lebt auf der Erde. Noch. Denn bei einem Aufstiegsritual wird sich entscheiden, ob sie in die helle oder dunkle Himmelsstadt aufsteigen wird. Ebenso müssen die anderen Jugendlichen aus ihrem Dorf, die alt genug sind, den Sprung von der Klippe wagen, um zu erfahren, ob sie weiße oder schwarze Schwingen bekommen werden. Eins ist sicher: Alle, die nicht die gleichen Farben tragen, werden sich nach dem Aufstieg nicht mehr wiedersehen…

Meine Meinung
Der Schreibstil gefällt mir ganz gut, die Geschichte ließ sich ziemlich flüssig lesen.
Liz scheint ziemlich genau zu wissen, dass sie nach dem Sprung weiße Flügel haben wird, ebenso scheint es ihrem Freund Lijan zu gehen. Gemeinsam wollen sie aufsteigen. Allerdings fühlt sich Liz eher zu Fab hingezogen, dem der Weg als Blackfeather vorherbestimmt zu sein scheint. Ich fand hier ganz gut, dass es keine klassische Dreiecksbeziehung ist, in der sich die weibliche Hauptfigur nicht zwischen den beiden Typen entscheiden kann, sondern schon von Anfang an klar ist, zu wem sich Liz hingezogen fühlt.
Was mir an Liz nicht so gut gefallen hat, ist, dass im Verlauf der Geschichte verschiedene Formen des Verrats zu Tage kommen und sie sehr hin und her schwankt, was das Verzeihen angeht. Außerdem werden den jeweiligen Personen durch die Farbe ihrer Schwingen bestimmte Eigenschaften zugewiesen, die anscheinend vor allem die Whitefeather, also auch Liz, ziemlich genau zu nehmen scheinen, während tendenziell eher die Blackfeather, wenn auch nicht ganz, aber zumindest weniger vorurteilsbehaftet zu sein scheinen.
Die Geschichte enthält viele Wendungen, die ich so nicht hätte ahnen können. Selbst das Ende hat mich noch überrascht, obwohl ich die ganze Zeit auf etwas ähnliches gewartet hatte.
Während der Handlung lernen wir viele Personen kennen, bei denen teilweise auch nicht klar ist, ob sie nun für oder gegen Liz handeln.
Zum Verlauf der Geschichte selbst kann ich leider nicht viel sagen, weil gleich die erste Wendung der Handlung so überraschend ist, dass sie quasi den kompletten weiteren Verlauf bestimmt und daher eine spoilerfreie Erzählung schwierig wird.

Fazit: Nette Fantasy-Geschichte, deren Fortsetzung ich trotz Abzügen gern lesen würde.

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Veröffentlicht am 23.01.2019

Nette Geschichte

Forever You
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Inhalt
Nick und Lizzie sind zusammen aufgewachsen und schon sehr lange ineinander verliebt - nur weiß der jeweils andere davon nichts. Nachdem Lizzie an ihrem 18. Geburtstag verkündet, mit einem Model-Vertrag ...

Inhalt
Nick und Lizzie sind zusammen aufgewachsen und schon sehr lange ineinander verliebt - nur weiß der jeweils andere davon nichts. Nachdem Lizzie an ihrem 18. Geburtstag verkündet, mit einem Model-Vertrag in der Tasche nach New York gehen zu wollen, lässt Nick von seinem Plan ab, ihr seine Gefühle zu gestehen.
Aber auch 8 Jahre später, als sie tief in einem Skandal steckt und seine Hilfe gut gebrauchen kann, haben sie immer noch nichts gesagt...

Meine Meinung:
Wir lernen Lizzie und Nick an Lizzies Geburtstag kennen. Ich verstehe, dass Nick sich relativ lange zurückgehalten hat und auch etwas, dass er nach ihrer Ankündigung schweigt. Was ich überhaupt nicht verstanden habe, ist wie Lizzie die Sache damals angegangen ist, das wäre so oder so nicht gut ausgegangen, egal wie Nick gefühlt hätte.
Auch dass beide, 2 Jahre später, in der für Lizzie sehr aufwühlenden Situation geschwiegen haben, ist verständlich.
Was mir dann aber im Großteil des Buches nicht so gut gefallen hat, ist wie blind beide dem anderen gegenüber sind und auch ständig Aussagen des Gegenübers missinterpretieren, um auf keinen Fall den Versuch einer Beziehung eingehen zu müssen.
Daher hatte ich sehr gehofft, dass beide von außen Hilfe bekommen und entweder der Zufall hilft oder einer der beiden den ersten Schritt wagt. Zum Glück wurden meine Gebete erhört und sie haben tatsächlich über beide Wege zueinander gefunden.
Dennoch finde ich beide Figuren sehr sympathisch. Nick, zum einen weil er, auch wenn das an ihm "bemängelt" wurde, nicht von heute auf morgen zum Bad Boy wird oder sich nach einer Abfuhr gleich die nächste ins Bett holt.
Lizzie beispielsweise dafür, dass sie Nick als Mensch sieht, sich nicht von den Äußerlichkeiten ihres Business in Bezug auf ihn manipulieren lässt und ihn auch nicht vor ihren berühmten Freunden versteckt.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich konnte die Geschichte ziemlich flüssig durchlesen (auch wenn es viele "zum Haare raufen" - Momente gab).

Fazit: Schöne Geschichte ohne zu viel künstliches Drama - das bekommen Lizzie und Nick mit ihrem Verhalten selbst gut hin!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Zwischen Portal-Fantasy und verpasstem Funken

Die Pforten von Lopahr
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Inhalt
Bei ihrer Reise nach Bali stößt Rachel nicht nur auf ihren unheimlich gut aussehenden Stiefcousin Cayl, sondern auch auf eine gefährliche Parallelwelt, die sie nicht wieder so schnell hergeben will. ...

Inhalt
Bei ihrer Reise nach Bali stößt Rachel nicht nur auf ihren unheimlich gut aussehenden Stiefcousin Cayl, sondern auch auf eine gefährliche Parallelwelt, die sie nicht wieder so schnell hergeben will. Ein Pakt soll ihr dabei helfen, zurückzufinden, doch ob das der richtige Weg war, wird sich herausstellen.

Meine Meinung
Neben Rachel und Cayl lernen wir in der Welt von Lopahr noch viele andere Figuren kennen, die Rachel auf ihrem Weg begleiten werden. Allerdings hatte ich bei ihnen das Gefühl, dass sie alle relativ oberflächlich bleiben und wir gar nicht so viel von ihnen erfahren. Ähnlich sieht es auch bei Cayl aus, der bis auf kleine Neckereien ziemlich verschlossen bleibt und wenig von sich preisgibt. Rachel ist gefühlt manchmal ein sehr naives Mädchen und kommt im nächsten Moment doch ziemlich gut "alleine" klar. Leider konnte ich ihre Gefühle zu Cayl so gar nicht nachvollziehen, mir hat die Begleitung im Verlieben-Prozess gefehlt. Sie sagt gern, wie gut er aussieht, aber an ihren Gefühlen konnte ich nicht so richtig teilhaben. Der Romance-Anteil in der Geschichte ist also eher überschaubar, auch wenn es ein zwei Szenen gibt, in denen sich etwas anbahnen wollte, dafür begleiten wir die Charaktere eher auf ihrer Reise zurück zur Pforte.
Dann gab es einen Punkt, den ich einfach inhaltlich nicht verstanden habe, daher hier eine Mini-Spoilerwarnung, auch wenn ich versuche, so wenig wie möglich zu verraten: An einem Punkt erhält sie ein zeitliches Limit und wenig später wird dieses Limit einfach komplett ignoriert und sie kann tagelang durch die Welt streifen. Ich habe leider nicht mitbekommen, ob das an ihrer Form lag und damit erklärt wurde, was ich dann anscheinend überlesen habe, oder ob das einfach ignoriert wurde, ich habe jedenfalls bei vielen Zeitangaben ihrer Reise ständig darüber gegrübelt.
Bali als Handlungsort stand nur am Anfang der Geschichte und wurde kaum ausgebaut, was ich aber auch okay fand. Lopahr dagegen fühlt sich an wie eine tatsächliche parallele Welt, mit ähnlichen Elementen zur Erde, nur ein paar mystischen Figuren mehr und zusätzlicher Magie.
Ansonsten gibt es handlungstechnisch immer mal wieder neues zu entdecken und das Magie-System ist auch nicht das einfachste, ebenso ist es immer mal wieder spannend und dem Schreibstil der Autorin konnte ich ansonsten auch gut folgen.
Trotzdem hat mich die Geschichte letztendlich nicht so richtig überzeugen können. Ich bin mir trotz Cliffhanger daher unschlüssig, ob ich die Reihe fortsetzen möchte.

Fazit: Eine spannende Portal-Fantasy mit interessantem Magiesystem, die jedoch durch oberflächliche Figuren, wenig fühlbare Romance und einen irritierenden Logikbruch (der meiner Lesekompetenz geschuldet sein könnte) hinter ihren Möglichkeiten bleibt.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Dunkle Weissagung, blasse Umsetzung

Bloodsong 1. Odines Prophezeiung
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Inhalt
Wie jedes andere edle Mädchen im Reich erhält auch Odine nach ihrem 18. Geburtstag eine Prophezeiung, die ihr Leben bestimmen wird. Doch ihr Orakelspruch fällt so düster aus, dass sie vom Hof und ...

Inhalt
Wie jedes andere edle Mädchen im Reich erhält auch Odine nach ihrem 18. Geburtstag eine Prophezeiung, die ihr Leben bestimmen wird. Doch ihr Orakelspruch fällt so düster aus, dass sie vom Hof und sogar vor ihrer eigenen Familie fliehen muss. Ihr Reitlehrer Dariel verhilft ihr dabei zur Flucht, doch unterwegs stoßen sie auf eine Blutjägerin, die von ihrem Ziehvater beauftragt wurde, statt eines Monsters dieses Mal Odine zu jagen...

Meine Meinung
Den Schreibstil der Geschichte fand ich gar nicht schlecht, erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Odine und der Blutjägerin Oona. Leider waren mir die Namen die Geschichte über zu ähnlich, sodass ich immer wieder Schwierigkeiten hatte mir zu merken, welcher Name zu wem gehört.
Die Entwicklung von Oona fand ich ganz spannend, bei Odine dagegen hätte ich mir mehr davon gewünscht.
Spannungstechnisch kann ich mich irgendwie nicht richtig entscheiden, ob es mir genug oder zu wenig war, immerhin habe ich das Buch zu Ende gelesen, aber am Ende hat es sich angefühlt, als wäre kaum etwas passiert.
Leider hat sich für mich auch bis zum Ende keinerlei Zusammenhang zwischen Odines Weissagung, ihrer Verbindung und der Jagd durch Oona und Marus auf sie erschlossen, wäre das erklärt (oder zumindest mehr und besser angedeutet) worden, wäre es sicherlich spannender gewesen und ich hätte gern noch den zweiten Teil gelesen.

Fazit: So richtig abgeholt hat mich die Geschichte leider nicht.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Nette Idee, allerdings etwas holprige Umsetzung

Of Ash and Fire – Rise of the Phoenix
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Inhalt
Die junge Ava jobbt in einem Antiquitätengeschäft, während ihre Tante sie dazu drängt, sich endlich um ihre Zukunft zu bemühen. Dann jedoch stößt sie bei Nachforschungen auf ein geheimnisvolles ...

Inhalt
Die junge Ava jobbt in einem Antiquitätengeschäft, während ihre Tante sie dazu drängt, sich endlich um ihre Zukunft zu bemühen. Dann jedoch stößt sie bei Nachforschungen auf ein geheimnisvolles Notizbuch und wird außerdem noch von unheimlichen Schattenwesen verfolgt. Sie ahnt nicht, dass ein dunkler Orden auf der Suche nach ihr ist…

Meine Meinung
Den Schreibstil an sich fand ich zum Lesen ganz gut, allerdings hat mir die Schnelligkeit in der Handlung nicht ganz so gut gefallen. Zunächst weiß Ava nichts mit sich, ihren Albträumen und dem Tod ihrer Eltern anzufangen. Dann kommt es zu merkwürdigen Vorkommnissen, sie findet sich im Kampf der beiden gegnerischen Parteien wieder und gefühlt ist es zwei Tage später schon wieder alles vorbei.
Sie lebt in Frankfurt, allerdings haben gefühlt alle handelnden Personen englische Namen (oder sogar Verbindungen zu Großbritannien) und ab und zu werden Straßennamen und Orte in die Handlung eingeworfen, ohne dass diese großartig etwas beitragen - das Ganze hätte auch in Berlin oder London spielen können.
Die Gefühle, die Ava angeblich für die geheimnisvolle Yana entwickelt, sind mir auch definitiv vieeeel zu kurz gekommen - gefühlt wurde es nur mal in ein paar Nebensätzen erwähnt.
Ansonsten fand ich die Idee hinter der Geschichte mit dem inneren Phönix ganz spannend, ebenso die Antagonistin - wären sie nur nicht ebenfalls so kurz gekommen.

Fazit: Spannende Idee, die aber nicht an den Handlungsort angepasst war und zudem viel zu schnell abgehandelt wurde.

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