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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2026

Sehr gelungen

Beth is dead
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Beth ist Dead

Am Neujahrsmorgen wird Beth tot aufgefunden. Was könnte passiert sein? War es Mord? Nicht nur die verbliebenen drei Schwestern Meg, Jo und Amy könnten es gewesen sein, auch andere Personen ...

Beth ist Dead

Am Neujahrsmorgen wird Beth tot aufgefunden. Was könnte passiert sein? War es Mord? Nicht nur die verbliebenen drei Schwestern Meg, Jo und Amy könnten es gewesen sein, auch andere Personen geraten im Laufe der Ermittlungen in Verdacht. Aber bei allen vorhandenen Motiven, wer ist zu so einer Tat denn wirklich fähig?
Geschrieben wurde das Buch von Katie Bernet, einer amerikanischen Autorin. Sie ist großer Fan des Buches „Little women“ von Louisa May Alcott und hat sich seiner Charaktere bedient. Ich kenne den Roman nicht und habe bisher auch keine der Verfilmungen gesehen, werde das aber jetzt als Abschluss nachholen.
Erschienen ist das Buch bei dtv. Es umfasst 447 Seiten und ist eingeteilt in 62 kurze Kapitel. Abwechselnd wird aus der Perspektive der Schwestern erzählt und zudem noch die Zeitebene zwischen „vorher“ und heute gewechselt. Am Anfang wurden unheimlich viele Charaktere sehr schnell eingeführt. Die Zuordnung hat mich erst ganz schön gefordert, aber nachdem ich die Charaktere klar hatte, wurde es einfacher.
Das Buch ist schon optisch ein absoluter Hingucker. Natürlich ist es viel zu pink und zu „schreiend“ um wirklich gefällig zu sein, aber genau das macht es ja aus.
Mir ist es unheimlich leicht gefallen, mit dem Erzählstil von Katie Bernet warm zu werden. Die Charaktere sind echt schön ausgestaltet worden. Die Idee, die Charktere der Little Women auf neu umzuschreiben und in einen Kriminalfall einzubauen finde ich sehr interessant und auch gut umgesetzt. Ich hatte wirklich Spass an diesem Buch und kann es weiter empfehlen, nicht nur, aber auch für Fans des Originals.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Was macht eine Mutter zur Mutter?

Niemands Töchter
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Niemands Töchter

Alma und Isabel wachsen mit dem Gefühl auf, dass das Mutter-Tochter Verhältnis nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte. Aber wann ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter denn ...

Niemands Töchter

Alma und Isabel wachsen mit dem Gefühl auf, dass das Mutter-Tochter Verhältnis nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte. Aber wann ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter denn „richtig“?
Geschrieben wurde das Buch von Judith Hoersch, einer bekannten Schauspielerin. Dies ist ihr Debütroman.
Erschienen ist der Roman bei Piper. Er umfasst 375 Seiten und ist eingeteilt in kurze Einheiten. Abwechselnd wird die Geschichte der vier Frauen erzählt. Dabei wird zwischen den verschiedenen Zeitebenen und verschiedenen Settings gewechselt.
Mit den raschen Wechseln tat ich mir am Anfang sehr schwer. Mich hat es die volle Konzentration erfordert, die vier Frauen mit ihren Geschichten und die Beziehungen zueinander zuzuordnen. Im Laufe der Lektüre hatte ich die dann aber sortiert und das Lesen wurde deutlich einfacher.
Die Art wie Judith Hoersch ihre Geschichte erzählt, hat mir von Anfang an gut gefallen. Ich finde den Stil sehr angenehm zu lesen und mir hat die Ruhe gefallen, mit der ich durch die Geschichte geführt wurde. Stück für Stück habe ich Informationen bekommen, um mir die Zusammenhänge zusammen zu puzzeln. Rein „handwerklich“ schon wirklich schön gemacht.
Auch Berlin als Setting, erst geteilt, dann vereint und die vielen zeitgeschichtlichen Einflüsse fand ich extrem bereichernd.
Auch die Charaktere haben echten Liebhabewert. Ach schade, dass ich mich jetzt von ihnen verabschieden muss.
Das Thema Mütter und Töchter findet man ja schon in diversen Büchern und dennoch ist es hier wieder neu und macht nachdenklich. Wann ist eine Mutter eine Mutter? Und was ist eine Mutter bereit aus Liebe zu tun? Das Buch hallt in mir nach. Ganz klare Leseempfehung von mir und ganz klar fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 16.12.2024

„Der Westen tut weh“

Damals waren wir frei
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Damals waren wir frei

Mina betreibt mit ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrer Oma den legendären Tanzpalast, eine Ostberliner Diskothek. Dort lernt sie Jan aus Westberlin kennen.
Dies lässt in ihrer Mutter ...

Damals waren wir frei

Mina betreibt mit ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrer Oma den legendären Tanzpalast, eine Ostberliner Diskothek. Dort lernt sie Jan aus Westberlin kennen.
Dies lässt in ihrer Mutter Elly alte Wunden wieder aufbrechen, denn „der Westen tut weh“. Ellys Erfahrungen sind enger mit Mina verknüpft als diese weis. Wiederholt sich die Geschichte oder bietet das Jahr 1988 andere Möglichkeiten als es 1968 bei Elly der Fall war?
Geschrieben wurde das Buch von Stephanie Jana. Ich kannte die Autorin vorher nicht. Jetzt habe ich mir aber ihre Bücher „Im Ballhaus brennt noch Licht“ und „Sommerträume auf Sylt“ auf meinen Wunschzettel gepackt.
Erschienen ist das Buch im Lübbe Verlag und umfasst 398 Seiten.
Eingeteilt ist es in übersichtlich lange Kapitel, aus verschiedenen Perspektiven der handelnden Personen erzählt. Am Anfang wechselt auch noch die Zeitebene zwischen den Jahren 1968 und 1988. Das klingt aber jetzt verwirrender als es ist. Es war überhaupt kein Problem in das Buch reinzukommen und die Beziehungen der handelnden Personen zueinander zu verstehen. Stephanie Jana hat mich als Leser von der ersten Seite an an der Hand genommen und mich durch ihre Geschichte geführt.
Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen der Autor es geschafft hat, tiefe, echte Charaktere zu entwickeln und das war hier genauso. Stephanie Jana hat es meiner Meinung nach wirklich herausragend gut geschafft, die Charaktere ALLE so echt zu entwickeln, dass ich sie mir als Leser wirklich vorstellen und mit ihnen mitfühlen konnte. Mein absoluter Lieblingscharakter ist die Oma. Auch Stimmungen und Atmosphären wurden ganz wundervoll gezeichnet.
Mich interessiert die Zeit der Wende rein geschichtlich schon sehr. Deshalb war das Buch schon thematisch mein Fall. Ich kann mir jetzt noch viel besser vorstellen, wie die Menschen in der DDR vor der Wiedervereinigung gelebt haben und verstehen, was der Mauerfall bedeutet hat.
Fazit: ganz klare Leseempfehlung von mir, eines der schönsten Bücher, das ich dieses Jahr lesen durfte.

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Veröffentlicht am 01.01.2024

Mein Buch des Jahres 2023

Die Wolkengucker
8

Die Wolkengucker

Die alte Dame Wilma hat nach dem Tod ihrer Freundin Margarete von ihr noch Aufgaben zum Abarbeiten bekommen. Beide liebten das Betrachten der Wolken am Himmel. Wilma soll nun eine Vereinigung ...

Die Wolkengucker

Die alte Dame Wilma hat nach dem Tod ihrer Freundin Margarete von ihr noch Aufgaben zum Abarbeiten bekommen. Beide liebten das Betrachten der Wolken am Himmel. Wilma soll nun eine Vereinigung der Wolkengucker ins Leben rufen. Die von Margarete vererbte Haushälterin Ayla hilft ihr dabei. Als erstes stoßen Matt und seine Tochter Mia dazu. Die Gruppe wird noch größer, aus Unbekannten mit gleichem Interesse werden erst Freunde, dann Familie.

Das Cover zeigt Matt, Mia und Wilma relativ klein und von hinten, klare Schrift und große Wolken. Es ist sehr reduziert, ungewöhnlich und macht neugierig.

Geschrieben wurde das Buch von Kristina Fritz. Dies ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Kristina Günak. Dies ist aber das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von fünf Charakteren erzählt. Dies macht die Handlung sehr kurzweilig und vielseitig. Die Kapitel sind nicht sonderlich lang und es lässt sich auch immer mal zwischendurch eines oder auch zwei lesen.

Das Buch ist wunderschön. Die Handlung ist leise und unaufgeregt. Nie gibt es Drama oder Getöse. Die Charaktere werden nach und nach unheimlich liebevoll entwickelt. Alle haben Ecken und Kanten, haben Schwächen und machen Fehler. Gerade dadurch werden sie so echt und liebenswert. Sie haben sich alle in mein Herz geschlichen. Es geht in dem Buch um so vieles: Leben und Tod, nutze den Tag, was macht das Leben aus? Und was ist Familie?

Ich hatte nach dem Lesen der letzten Seite noch minutenlang Gänsehaut. Mein Buch des Jahres 2023! Ganz klar fünf Sterne, auch sechs, wenn es die geben würde!

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Wunderschöner Weihnachtscountdown

Die Farbe von Schneeflocken
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Die Farbe von Schneeflocken

Die 16 jährige Letti hat ihre Eiskunstlaufkarriere beendet und nutzt die freie Zeit neben der Schule, um in einer Kinderklinik zu helfen. Sie trifft auf Matteo, der ebenfalls ...

Die Farbe von Schneeflocken

Die 16 jährige Letti hat ihre Eiskunstlaufkarriere beendet und nutzt die freie Zeit neben der Schule, um in einer Kinderklinik zu helfen. Sie trifft auf Matteo, der ebenfalls dort arbeitet. Gemeinsam bekommen sie die Aufgabe, den kleinen Patienten ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten. Matteo liebt Weihnachten und versteht nicht, warum Letti diese Leidenschaft so garnicht teilt. Die Anziehungskraft zwischen beiden ist gleich spürbar. Aber warum arbeitet Matteo wirklich in der Klinik?

Geschrieben wurde das Buch von Larissa Schira. Dies ist ihr Debütroman.

Das Buch ist schon optisch ein Schmuckstück. Das Cover mit den zarten Farben und den Schneeflocken ist wunderschön. Der momentan angesagte Farbschnitt ist mehrfarbig und auch mit Schneeflocken. Ich glaube ich hatte noch nie ein optisch schöneres Buch in der Hand. Auch, aber nicht nur deshalb, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Die Papierqualität gefällt mir ebenfalls.

Das Buch ist eingeteilt in 35 kurze Kapitel und wird abwechselnd aus Lettis und Matteos Perspektive erzählt. Es wird von 34 Tage bis Weihnachten bis zum Heiligen Abend runter gezählt.

Larissa Schiras Weihnachtsvorfreude ist ansteckend. Das Setting in der Kinderklinik ist ungewöhnlich und sehr gelungen. Sowohl Matteo als auch Letti sind authentisch und sehr liebenswert.

Fazit: Ein sehr gelungenes Debüt. Das Buch ist ein tolles Geschenk für die Freundin, Frau oder Tochter als Nikolauspräsent oder man schenkt es sich selber und lässt es sich mit einer Tasse Punsch, einer Decke und ein paar Plätzchen auf der Couch gut gehen.


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