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Veröffentlicht am 17.02.2025

Der Hottie vom Nordpol

Winterküsse unterm Nordstern
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Nachdem Henning sich von Charlotte getrennt hat, flieht sie nach Lappland um dort einen Job als Elfe im Weihnachtsmanndorf anzutreten.

Dort wird Charlotte von allen ganz herzlich aufgenommen, das macht ...

Nachdem Henning sich von Charlotte getrennt hat, flieht sie nach Lappland um dort einen Job als Elfe im Weihnachtsmanndorf anzutreten.

Dort wird Charlotte von allen ganz herzlich aufgenommen, das macht ihr den Einstieg in die neue unbekannte Welt leichter.

Noch dazu verliebt sie sich dort in den verwitweten Rentierzüchter Elijas, den sogenannten Hottie vom Nordpol.

Der Einstieg in diese Geschichte ist ein leichtes. Zuerst empfindet man sehr viel Mitgefühl für Charlotte, da ihr Ex Henning sie wirklich schlecht behandelt hat. Er hat studiert und Karriere gemacht, Charlotte hat ihr Studium ihm zuliebe abgebrochen um Henning den Rücken frei zu halten und um sein Studium zu finanzieren.
Die Absprache war, das wenn Henning sein Studium abgeschlossen hat, Charlotte ihres machen wird. Jedoch hat er sich von ihr getrennt nachdem er erfolgreich geworden ist.

Der Auftakt ist somit gemacht. Charlotte reist nach Lappland.

Dort angekommen ist alles toll, alle halten zusammen, alle sind miteinander befreundet, puh.
Das jedoch ist noch damit zu toppen das ausgerechnet Charlotte sich in Elijas, den Hottie vom Nordpol verliebt und das auch ausgerechnet sie ihn für sich gewinnen kann, nachdem er Jahrelang alle anderen immer nur auf Abstand gehalten hat und mehr oder weniger isoliert sein Dasein gefristet hat.

Es folgt ein hin und her aus der Sicht von Charlotte, sowohl aus der Sicht von Elijas. Ich kann nicht, ich darf nicht, ich habe ein schlechtes Gewissen, ich bin doch nix, Henning hatte immer recht als er gesagt hat das ich alles falsch mache.

Was für mich ein No go gewesen ist, ist das hier Henning und auch Lennja, die verstorbene Frau von Elijas, von vorne bis hinten durch diesen Roman durch "geschleift" werden. Bei Lennja kann ich dies sogar noch nachvollziehen, aber bei Henning? Irgendwann ist es auch mal gut und es muss etwas abgeschlossen sein. Diese dauernden Wiederholungen haben bei mir den Eindruck erweckt das die Autorin hier das Buch füllen wollte, was ich als Schade empfunden habe.

Leider hat es mich ab einem gewissen Zeitpunkt wirklich genervt weiter zu lesen, da vieles gedachte einfach zu oft wiederholt worden ist und dieses Hottie vom Nordpol Gesülze hat mich immer wieder zum Augen verdrehen verleitet.

Als wäre alles nicht sowieso schon Klischeehaft genug, wurde hier alles noch mit dem nicht fehlen dürfenden Drama gekrönt.

Was mir am besten gefallen hat, war dieses traumhaft schöne Setting, da ich selbst erst im letzten Jahr dort gewesen bin, konnte ich mich dort gut hineinfühlen. In der Realität ist es noch schöner als es hier beschrieben wird.

Mein Fazit
Wer auf Schnulzen steht die kein Klischee auslassen, wo noch dazu alles voraussehbar ist, ist hier genau richtig.
Eine Leseempfehlung würde ich hier nicht aussprechen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Manchmal ist ein Vielleicht der mutigste Anfang überhaupt

Where We Belong
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Zofia lebt, gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Janosch in Polen. Doch dann bekommt ihr Vater ein gutes Arbeitsangebot aus Deutschland woraufhin die Familie Polen verlässt und nach Deutschland ...

Zofia lebt, gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Janosch in Polen. Doch dann bekommt ihr Vater ein gutes Arbeitsangebot aus Deutschland woraufhin die Familie Polen verlässt und nach Deutschland zieht.

Zofia ist alles andere als Begeistert, hat jedoch keine andere Alternative. Sie fühlt sich hin und hergerissen und tut sich überaus schwer sich in Deutschland zurecht zu finden.

Zofia ist Einzelgängerin, zieht sich zurück und verbringt die meiste Zeit alleine. Bis eines Tages Jonas Zofia verteidigt als sie in der Pause von anderen Schülern beleidigt wird. Von dem Tag an gesellt sich Jonas täglich zu Zofia und eine Freundschaft entsteht.
Jonas bester Freund ist Nils, ein Junge aus reichem Haus, dem alles in den Schoß fällt. Nils und Zofia verlieben sich ineinander woraufhin einige Dinge ins Rollen kommen die sehr unschön enden und das Leben der drei beeinflusst. Alle drei Leben sind auf eine gewisse Art und Weise zerstört.

Fünf Jahre später trifft Zofia, die sich mittlerweile Nessy nennt, vollkommen unerwartet auf Nils. Alles was in der Vergengenheit passiert ist bricht in beiden wieder auf. Als wäre die Begegnung alleine nicht schon schlimm genug, wird ausgerechnet Nils Nessys Tutor.
Auch Jonas kommt wieder in Nessys Leben und plötzlich steht alles Kopf.

Hier war ich sehr enttäuscht. Die Geschichte plätschert leider nur so vor sich hin. Es gewinnt nicht wirklich an Tiefe. An keiner Stelle hatte ich das Interesse weiter lesen zu wollen oder aber Interesse daran erfahren zu wollen wie es weiter geht. Dementsprechend lange hat dieses Buch auch hier rum gelegen, da ich auch mal mehrere Tage nicht weiter gelesen habe. Dazu kommt noch, das mich keiner der Charaktere so richtig erreichen konnte.

Mein Fazit
Eine Geschichte die so vor sich hin dümpelt ohne wirklich was interessantes zu erzählen. Zum Nebenbei lesen bestens geeignet.

Leseempfehlung?
Puh, schwierig mit Tendenz zu eher nicht.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

So, Herr Grow, wie funktioniert denn so eine Teufelsaustreibung?

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene Buchholz soll der Neue CEO des Aviola Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig darüber das sie die Firma sehr weit nach vorne gebracht hat und horrende Gewinne erzielt hat. Menschlich ist ...

Marlene Buchholz soll der Neue CEO des Aviola Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig darüber das sie die Firma sehr weit nach vorne gebracht hat und horrende Gewinne erzielt hat. Menschlich ist Marlene jedoch Untragbar. Ihr fehlt jegliches Feingefühl im Umgang mit den Angestellten, sie ist mehr als nur unemphatisch. Für Marlene zählt lediglich Gewinne zu erzielen.

Aufgrund dieser aktuellen Situation wird Marlene, bevor sie den Posten als CEO antreten, darf von Ihrem Vorgesetzten in ein Achtsamkeitscamp geschickt.
Doch ausgerechnet der Inhaber dieses Camps steckt gerade selbst in einer tiefen Sinnkrise. Noch dazu steht seine Achtsamkeits Academy kurz vor dem Bankrott. Für Alex Grow ist "der Fall" Marlene Buchholz existenziell. Denn nur dann, wenn er Marlene etwas mehr Menschlichkeit und Emphatie näher bringen kann, kann er seine Academy retten, da er mit dem Vorgesetzen von Marlene einen Deal ausgehadelt hat womit er sein Unternehmen vor dem Aus retten kann.

Marlene hat mir extrem gut gefallen, ihr Humor ist einzigartig, sie ist so trocken und haut Sachen auf dem Punkt raus, das ich sie Regelrecht geliebt habe. Alle anderen Protagonisten sind auch überaus sympathisch.

Leider muss ich jedoch sagen das dieser Roman, für mich, ein absoluter Fehlgriff gewesen ist. Für die wenigen Seiten war mir einiges viel zu weit hergeholt.
Was mich massiv gestört hat war, das Marlene hier eine hundert achtzig Grad Drehung innerhalb weniger Tage durchgemacht hat. Die Geschichte ist mir viel zu unrealistisch. Die gesamte Begebenheit rund um den Hausmeister, also bitte, mehr Unrealismus geht ja kaum noch. Marlene sitzt urplötzlich am Sterbebett seiner Mutter wo sie den Hausmeister gerade mal seit drei Tagen "kennt" ??? Oh man...

Ebenso den Erzählstrang rund um Connie, alles viel zu viel.

Manchmal ist weniger eben mehr. Hier bin ich froh das dieser Roman so kurz und auch kurzweilig war und das ich diesen schnell, nebenher weglesen konnte.

Mein Fazit
Ein Roman der viel zu voll und viel zu unrealitisch ist, den man allerdings auch schnell mal nebenher weglesen kann, aber nicht muss.
Leseempfehlung?
An der Stelle leider nein. Für mich war das ein Fehlgriff.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Viel zu viel von allem

Berchtesgaden
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Dieser Roman beginnt im Mai 1945 als die Amerikaner die Regierung in Deutschland übernehmen.

Sophie ist gerade einmal 19 Jahre alt und hat sich selbt, meist über Schallplatten Englisch beigebracht was ...

Dieser Roman beginnt im Mai 1945 als die Amerikaner die Regierung in Deutschland übernehmen.

Sophie ist gerade einmal 19 Jahre alt und hat sich selbt, meist über Schallplatten Englisch beigebracht was sich demnach auch äußerst unterhaltsam anhört bei der Aussprache. Trotzdem schafft sie es als Mitarbeiterin im Military Gouvernment eingestellt zu werden. Dort wird sie immer mehr mit den Verbrechen konfrontiert, die die Deutschen begangen haben.

Ihr Vorgesetzter Frank ist Jude und damals nach Amerika übergesiedelt, jetzt ist er in seine ehemalige Heimat zurückgekehrt. Seine Freundin ist Meg, die als Pressefotografin fungiert und immer "vorne" dabei ist.

Weiterhin ist da Rudolf Kriss, der verraten wurde weil er sich gegen Hitler geäußert hat und dadurch sogar zum Tode verurteilt worden ist. Nach Kriegsende ist auch Rudolf Kriss zurück und ist nun sogar der neue Bürgermeister von Berchtesgaden.

Sam ist auch noch zu erwähnen. Er ist schwarz und ein GI, erst lebte er auf dem Hof von Sophies Familie wo Sophie und Sam sich kennengelernt haben, im Nachgang treffen sich die beiden immer wieder auf der Arbeit und verlieben sich ineinander.

Nicht zu vergessen ist hier Max, Sophies Bruder der bei der SS gewesen ist und somit ein äußerst schlechtes Licht auf Sophies Familie wirft.

Insgesamt gesehen ist dieser Roman voll, voll, voll und nochmals voll. Ich kann mich nicht daran erinnern jemals so viele Charaktere in einem Buch gehabt zu haben. Von Anfang bis Ende ist man damit beschäftigt zu überlegen wer mit wem in irgend einer Art und Weise miteinander verbunden ist. Alleine dadurch kommt schon erst gar kein richtiger Lesefluss auf.

Durch dieses Buch habe ich mich regalrecht gequält und habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt dieses abzubrechen weil mir alles viel zu viel gewesen ist, weil ich immer wieder den Überblick verloren habe und als wäre das nicht alles schon schlimm genug bleit das Ende in vielerlei Hinsicht offen, was hier, bei der Geschichte für mich ein meaga No Go ist!

Mein Fazit
Ein überaus zäher Roman mit viel zu vielen Erzählsträngen und viel zu vielen Charakteren in dem es nur sehr schwierig ist den Überblick zu behalten.

Lesempfehlung?
Leider nein.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Triefendes Herzlauschen

Herzlauschen
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Tessa ist eine weltweit bekannte Star Sopranistin. Sie füllt alle Konzertsäle aus. Führt jedoch abweits der Bühne ein eher einsames und isoliertes Leben.

Paul ist Gehörlos. Er ist Bildhauer und arbeitet ...

Tessa ist eine weltweit bekannte Star Sopranistin. Sie füllt alle Konzertsäle aus. Führt jedoch abweits der Bühne ein eher einsames und isoliertes Leben.

Paul ist Gehörlos. Er ist Bildhauer und arbeitet an einer Schule für Gehörlose Kinder. Vor einem Jahr ist seine geliebte Frau Marlen verstorben. Paul konnte sich daraufhin nicht mehr seiner Kunst widmen und auch nicht wieder in die gemeinsame Wohnung zurück gehen. Er hat sich ein Hausboot gemietet auf dem er seit Marlens Tot lebt.

Auf einem von Tessas Konzerten sitzt Paul in der ersten Reihe. Tessa wird auf ihn aufmerksam und ist irritiert, da Paul scheinbar teilnahmslos im Publikum sitzt. Er klatscht keinen Beifall und Tessa scheint ihn mit ihrer Musik nicht zu erreichen.

Paul zeichnet.

Paul ist so vertieft, das er nicht mitbekommt wie das dass Konzert beendet ist, bis ein Ordner kommt und ihn aus dem Saal scheucht. Dabei verliert Paul zwei seiner Zeichnungen.

Als Tessa später in den Saal geht findet sie diese, ist gleichzeitig fasziniert und ebenfalls schockiert bei dem Anblick dessen was Paul dort gezeichnet hat.

Tessa entschließt sich dazu Paul zu finden. Sie versteht zwar nicht warum, aber sie ist vollkommen fasziniert von Paul und ebenso von seinen Zeichnungen.

Die Wege der beiden kreuzen sich und für Tessa, aber auch für Paul beginnt eine Reise in eine völlig neue Welt.

Die Idee der Geschichte hat mich sehr fasziniert, mit großer Freude habe ich begonnen diesen Roman zu lesen, nur leider ist meine Enttäuschung sehr groß.
Als erstes hat es mich immens gestört wir präsent Tessas Schwindel in der ersten Hälft des Buches dargestellt wurde. Das war viel zu viel und viel zu präsent.

Des weiteren habe ich die Geschichte von Tessa und Paul als exterm schnulzig und absolut drüber empfunden, das hat mich unsagbar genervt. Ich hatte immer weniger Lust dazu weiter zu lesen. Es wurde ein einziges Gefühl in drei Sätzen gefühlt hundert Mal auf andere Art und Weise in Worte gefasst. Ich hätte nicht den Mut gehabt das Buch schief zu halten, da ich dann die Befürchtung hatte der Schmalz würde nur so laufen.

Dazu würde ich gerne eine Stelle zitieren.
Zitat:
Unsere Seelen haben sich gefunden. Das ist die einzige Wahrheit, die zählt. Tessa ist mein zweiter Seelenflügel. Zusammen können wir ins Unermessliche fliegen, mit ihr gibt es keine Grenzen. Solange wir auf uns und unsere Liebe vertrauen, sind wir unverletzbar. Alles ist möglich.

Mir ging es so, dass ich nur noch genervt die Augen in den Kopf gedreht habe. Es liest sich so, noch was und noch was und noch was und ja einer geht noch.
So ähnlich wie, wenn man eine Torte macht, setzt eine Kirsche oben drauf und denkt dann, auch komm, noch ne Kirsche drüber, noch eine und noch eine und noch eine.

Manchmal ist weniger mehr und das wäre in diesem Fall an einigen Stellen angebracht gewesen.

Zu diesem vielen Überflüssigen kommt noch dazu das ich das Ende als lachhaft empfunden habe. Das Ende hier ist kein richtiges Ende für mich. Es wäre hier definitiv angebracht gewesen, zumindest kurz, noch eine Seite zu schreiben, zwei Jahre später. Aber das hier, tzzzz, nichts für mich.

Mein Fazit
Ein Roman der richtig viel Potenzial gehabt hätte, der meiner Meinung nach aber nicht gut umgesetzt wurde. Vieles ist einfach zu drüber. Noch dazu waren die Charaktere nie richtig greifbar für mich.

Leseempfehlung?
Nein.

Es sei denn man liebt Schnulzen die absolut überzogen sind.

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