Tödliche Geheimnisse und Schuldgefühle in einem spannenden Plot
Das letzte Buch von Marceau MillerDas Cover mit Seenlandschaft in felsiger Umgebung siedelt das Szenario lt. Roman am Genfer-See nahe Yvoire in Frankreich passend an. In acht Episoden geht es um mörderische Beziehungen zwischen langjährigen ...
Das Cover mit Seenlandschaft in felsiger Umgebung siedelt das Szenario lt. Roman am Genfer-See nahe Yvoire in Frankreich passend an. In acht Episoden geht es um mörderische Beziehungen zwischen langjährigen Freunden rund um den erfolgreichen, verschlossenen Autor Marceau Miller und seiner hartnäckigen, zähen, wild entschlossenen Frau Sarah. Er hat bereits mit 40 Jahren ein Testament in Form eines Manuskripts verfasst, deponiert in einem Schließfach einer Bank in Genf, zusammen mit viel Bargeld. Mit seinem plötzlichen, tödlichen Kletterabsturz entwickelt sich für seine Ehefrau eine Aufklärungsphase voller Twists, kritischer Vertrauenskrisen und Zweifeln an eigener Menschenkenntnis neben der Suche nach dem plötzlich verschwundenen Manuskript.
Die Szenarien wechseln zwischen Aktionen am und auf dem Genfer See, in den Bergen und nicht nur polizeilichen Durchsuchungen. Zwischen Sarahs unermüdlichen Ermittlungserfolgen lüften auch Fragmente des entdeckten Manuskripts nach und nach mörderische Geheimnisse, auch zum Verschwinden von Marceaus Schwester Jade.
Hauptsächlich Sarah, die Ehefrau des Schriftstellers, tritt als unerschrockene, wütende Erzählerin auf, vielleicht in ihren Aktionen etwas zu übertrieben derb, unzivilisiert gegenüber Polizei und Freunden. Unrealistisch erscheint die grobe Vernachlässigung ihrer zwei Kinder, allein gelassen mit deren Trauerbewältigung. Jedoch Sarahs emotionale Verletztheit, Zweifel und Entschlossenheit in Sachen Aufklärung werden gut vermittelt. Mit langsam steigendem Spannungsbogen entpuppen sich die langjährigen Freundschaften als nachvollziehbare Dramen in angenehmer Landschaft.