Grantelnde Ermittler
Ein romantischer TodGrantig geht es zu in diesem Buch. Allen voran Commissario Vito Grassi, der schon im Normalzustand eher zur Aggression neigt. Nun, nach einem Leichenfund, bei dem er selbst verletzt wird, ist er nurmehr ...
Grantig geht es zu in diesem Buch. Allen voran Commissario Vito Grassi, der schon im Normalzustand eher zur Aggression neigt. Nun, nach einem Leichenfund, bei dem er selbst verletzt wird, ist er nurmehr auf Zinne. Gestörte Impulskontrolle wird nach einem heftigen Schlag auf den Kopf diagnostiziert. Ein Steinschlag aus einer korrodierten historischen Trockenmauer, wie es scheint, wie auch bei dem aufgefundenen Toten. Allein Grassi glaubt nicht daran. Er fühlte sich schon beim Begehen des Fundortes beobachtet und glaubt, angegriffen worden zu sein. Und er glaubt, dass auch der Tote nicht verunfallte, sondern ermordet wurde. Diesem Gedankengut schiebt der derzeit stellvertretende Questore einen Riegel vor, in dem er eine Obduktion verhindert, den Fundort nicht weiter untersuchen lässt und den Fall als unglücklichen Unfall abschließen will. Der äußerst angeschlagene Commissario und seine umtriebige Kollegin Ispettore Ricci ermitteln weiter, haben aber vor lauter Fehlschlägen mittlerweile das Fonduekächele gestrichen voll. Eine ruhig erzählte Geschichte mit reichlichen Wutanfällen des Commissario, dem seine Kollegin in nichts nachsteht. Viel übermitteltes Lokalkolorit. Flüssig und spannend übermitteltes Ermittlergeschehen. Überraschende Wendung zum Schluss.