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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2025

Sanfte Gehirnwäsche in ländlicher Idylle

Heimat
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Dieses hochaktuelle Buch wird sicher noch lange nachwirken. Bereits das Cover lässt etwas vom Inhalt erahnen: unbelassene grüne Natur, über der sich dunkle Wolken zusammenbrauen, in deren Mitte der plakative ...

Dieses hochaktuelle Buch wird sicher noch lange nachwirken. Bereits das Cover lässt etwas vom Inhalt erahnen: unbelassene grüne Natur, über der sich dunkle Wolken zusammenbrauen, in deren Mitte der plakative Titel "Heimat" prangt. Es ist direkt klar, dass es sich hier nicht um einen Wohlfühlroman handelt. Obwohl in den ersten Seiten noch gar nicht so viel passiert, haben mich der lebendige Sprachstil und das bereits unterschwellig angedeutete hochbrisante Konfliktthema direkt gefesselt. Die Autorin baut in ruhiger, unaufgeregter, aber sehr anschaulicher Erzählweise psychologisch so viel Spannung auf, dass ich das Buch bis zum Schluss kaum aus der Hand legen konnte. Vom Begriff der Tradwife hatte ich vor dem Lesen der Buchbeschreibung noch gar nichts gehört, wohl aber von dem Phänomen, das hier von Karolin verkörpert wird. Dieses ruft bei der neu hinzugezogenen Jana, deren Erleben die neutrale Erzählstimme folgt, zunächst Befremden, dann aber zunehmend Faszination hervor. Fast urteilsfrei werden hier zentrale menschliche und politische Werte kontrastiert, die immer mehr verschwimmen. Der Autorin ist es gelungen, äußerst eindrücklich und plausibel darzustellen, auf welch sanfte und verführerische Weise Karolin ihre gefährliche Ideologie – immer unter dem Deckmantel der Menschlichkeit und Christlichkeit – mittels sozialer Medien und lokaler Hilfsaktionen verbreitet und damit das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Sorglosigkeit befriedigt. Dies alles geschieht so genial subtil, dass es gerade deshalb umso beklemmender und gruseliger wirkt. Das Ende kam für mich unerwartet und ich muss gestehen, dass ich es nicht gänzlich verstanden habe. Ich hätte es mir ein bisschen konkreter gewünscht, auch wenn ich eine unheimliche Ahnung habe. Fazit: Große Empfehlung für alle Leser*innen, die gesellschaftlich und politisch aktuelle und kritische Romane mögen und gerne zum Nachdenken angeregt werden.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Unterhaltsame Mountainbike-Romance

Downhill Dreams
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Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch. Ich fand, dass es kitschig und "billig" wirkte und habe eine entsprechende Story erwartet. Aber bereits bei der ...

Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch. Ich fand, dass es kitschig und "billig" wirkte und habe eine entsprechende Story erwartet. Aber bereits bei der Leseprobe von "Vorablesen" wurde ich positiv überrascht und habe mir das Buch dann auch gekauft. Die Story fand ich tatsächlich sehr unterhaltsam; eine schöne Sportsromance mit einer ungewöhnlichen Sportart und zeitweise sogar Academy Vibes. Der Sprachstil ist flüssig, die Charaktere sind sympathisch und zielstrebig, die Dialoge schlagfertig. Besonders hat mir gefallen, dass ich nebenher mehr über das Mountainbiken erfahren habe, mit dem ich so gar keine Berührungspunkte habe. Lediglich die Sexszenen fand ich etwas ausufernd und ich hätte mir in der Beziehung noch etwas mehr Tiefe und Substanz für die wechselseitige Anziehung gewünscht. Fazit: Diese leichte Sportsromance kann ich allen Leser*innen empfehlen, die Lust auf eine unterhaltsame und leidenschaftliche Geschichte haben und bei Sportarten gerne über den Tellerrand hinausblicken (sofern sie nicht ohnehin bereits eine Faszination für das Mountainbiken entwickelt haben).

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Veröffentlicht am 29.04.2026

03.05.2026Wenn ihr Royal Soaps mögt, go for it!

Royal Heist
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"Forbidden love... goes straight to your heart..." - Ich habe tatsächlich immer wieder den Titelsong der ehemaligen Daily Soap "Verbotene Liebe" im Kopf gehabt, als ich dieses Buch gelesen habe. Soap-Feeling ...

"Forbidden love... goes straight to your heart..." - Ich habe tatsächlich immer wieder den Titelsong der ehemaligen Daily Soap "Verbotene Liebe" im Kopf gehabt, als ich dieses Buch gelesen habe. Soap-Feeling pur!

Es war mein erstes Buch von der Autorin und ich muss sagen, den Hype kann ich nicht verstehen, auch wenn das Buch nett zu lesen war und ich mir vorstellen könnte, auch noch die Fortsetzungen zu lesen.

Da ich meist keine Klappentexte vorab lese, hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. Ich fand dann die Ausgangsidee der Story sehr absurd und unrealistisch und war auch überrascht, wie lange ich gebraucht habe, um überhaupt in die Geschichte reinzukommen. Als ich mich dann mal darauf eingelassen hatte, war es aber eine solide soapmäßige Romance mit vielen Intrigen und Geheimnissen, die Spannung hineingebracht haben.

Der Schreibstil hat mir gefallen, die Formulierungen waren gut gewählt, er war flüssig und locker. Bei den Charakteren und auch bei der Liebesgeschichte hat es mir definitiv an Tiefe gefehlt, und es gab immer mal wieder Längen, bei denen ich das Buch weglegen musste. Trotzdem hat es mir insgesamt ganz gut gefallen und war vom Thema her einfach angenehm leicht - eben wie eine Soap.

Fazit: Wenn ihr nicht viel emotionale Tiefe erwartet und Lust auf eine große Portion Royals-Drama habt, seid ihr mit dem Buch bestens bedient.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Ja, das Buch hat Potenzial, aber...

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Dass das Buch überraschend ist und großes Potenzial hat, das habe ich im Vorhinein am häufigsten gehört. Und es stimmt, es hat Potenzial. Ich fand sogar das erste Viertel richtig grandios und bin durch ...

Dass das Buch überraschend ist und großes Potenzial hat, das habe ich im Vorhinein am häufigsten gehört. Und es stimmt, es hat Potenzial. Ich fand sogar das erste Viertel richtig grandios und bin durch die Seiten geflogen. Die Idee des Prügelmädchens war innovativ.

Aber dann... Irgendwann fing es an mit den inneren repetitiven Monologen, sowohl aus der Sicht von Tamsyn als auch von Fell. Diese haben mich aus dem Lesefluss gebracht und ich war mir von da an meistens bewusst, dass ich gerade eine Geschichte lese statt in sie einzutauchen.

Die Sprache an sich fand ich stellenweise sehr schön und bildhaft, außerdem passend zu Fantasy ein bisschen altertümlich. Dann wiederum jedoch wurde es richtig holprig. Ich werde nie verstehen, weshalb es irgendwie inzwischen zum guten Ton von Fantasy/ Romantasy gehört, durch Worte wie "Fuck" oder "Ich bin sowas von am Arsch" aus dem Rahmen zu fallen. Zu einer modernen Romance oder Urban Fantasy passt das, aber doch nicht hier.

Die Autorin hat einige Überraschungen eingebaut, die für mich dann aber doch nicht so überraschend kamen. Am Ende erschien mir die Handlung teilweise etwas arg konstruiert.

Gleichzeitig war ich stellenweise auch gebannt und könnte mir sogar vorstellen, den zweiten Band noch zu lesen. Den Einzug ins Regal erhält die Reihe jedoch definitiv nicht.

Fazit: Eine originelle Ausgangsidee, in der viel Potenzial liegt, die Umsetzung war für mich jedoch holprig. Trotzdem kann die Story für Drachenliebhaber ein netter Snack zwischendurch sein.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ganz nett - aber was ist aus dem emotionalen und tiefgründigen Schreibstil der Autorin geworden?

Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
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Wie schade! Alexandra Flint habe ich erst Anfang des Jahres über ihre Lakestone Campus-Reihe für mich entdeckt. Ich war begeistert von ihrem emotionalen Schreibstil, dem Tiefgang der Stories und den ...

Wie schade! Alexandra Flint habe ich erst Anfang des Jahres über ihre Lakestone Campus-Reihe für mich entdeckt. Ich war begeistert von ihrem emotionalen Schreibstil, dem Tiefgang der Stories und den liebevoll ausgearbeiteten Charakteren. Dementsprechend habe ich mich total auf ihr neuestes Buch gefreut und muss sagen, dass ich doch ziemlich enttäuscht bin.

Sicher, es ist eine ganz nette Geschichte und das Setting im Luxushotel vermittelt cozy Vibes. Auch einige Nebencharaktere (vor allem Dante und Hannes) haben mir gut gefallen. Aber im Gegensatz zu den vorherigen Büchern hatte ich hier nicht das Gefühl, dass ganz viel Herzblut darin steckte. Sowohl Lelibeth als auch Noah blieben für mich farblos,, ich bekam kein Gefühl für ihren Charakter und auch nicht für ihre Beziehung. Oft habe ich mich gelangweilt, weil mir einfach die Tiefe in der Geschichte fehlte. Außerdem fand ich das Buch auch sprachlich nicht zu vergleichen mit der Lakestone Campus-Reihe.

3,5 Sterne vergebe ich, weil es eine süße Geschichte mit Wohlfühlsetting ist und ein netter Snack für zwischendurch. Für mich ist es aber leider keine Story, die in irgendeiner Weise nachhallt oder mich emotional berührt hat.

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