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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wieder ein spannender Thriller von Chris Carter

I Am Death. Der Totmacher
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Es ist fast bizarr, Nicole die junge Frau, die an diesem Abend bei einem Ehepaar auf deren Kind aufpassen soll, ist über das Auftauchen des jungen Mannes in der Küche geschockt. Seine Erklärung für sein ...

Es ist fast bizarr, Nicole die junge Frau, die an diesem Abend bei einem Ehepaar auf deren Kind aufpassen soll, ist über das Auftauchen des jungen Mannes in der Küche geschockt. Seine Erklärung für sein Erscheinen ist glaubhaft, es erscheint alles normal. Er sei der Cousin, der zu einem Vorstellungsgespräch in der Stadt ist. Doch dann ruft die Kindsmutter an, um nachzufragen, ob alles in Ordnung wäre. Es ist alles in Ordnung, sie hat jedoch keinen Cousin und alarmiert sofort die Polizei. Für Nicole ist das jedoch in dem Moment zu spät. Sie wird verschleppt und bleibt verschwunden. Tage später wird sie ermordet aufgefunden. Ihr Körper wurde so abgelegt, dass er in der Form eines Sterns liegt. Bei den ermittelnden Polizisten Garcia und Hunter entsteht schnell der Verdacht das es sich um einen Ritualmörder handeln könnte. Doch es kommt noch schlimmer, im Hals der Toten steckt eine Nachricht "Ich bin der Tod". Auf der Suche nach Spuren tappen beide Ermittler lange Zeit im Dunkeln. Dann wird die nächste Leiche gefunden...

Chris Carter lässt hier seine beiden Ermittler Robert Hunter und Carlos Garcia wieder in einem scheinbar fast unlösbaren Fall ermitteln. Gekonnt versuchen beide in jedem noch so kleinen Detail eine Spur zu entdecken. Und sie entdecken auch die kleinsten Teilchen und können so erste Erfolge erzielen. Durch den Wechsel der Erzählperspektive von der Polizei zum Mörder wird die Spannung noch zusätzlich gesteigert. So erfahren wir nicht nur die Fortschritte der Ermittler sondern auch vom Alltag des Täters.

Der Schluss, ist wie allen Krimis bei Chris Carter, nicht vorhersehbar. Wenn man denkt, man ist auf der richtigen Spur, gibt es noch mal die alles entscheidende Wendung, die einen mit einem Überraschungseffekt zurücklässt.

Eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Lesesterne für dieses spannende Buch.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zutiefst bedrückend und traurig

Lichtblaue Sommernächte
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Als ich das Buchcover vor mir sah, dachte ich das es eines dieser leichten Liebe-, Herz-, Schmerzbücher sei. Auch der Titel des Buches wurde durch diesen Eindruck verstärkt. Doch ich wurde eines Besseren ...

Als ich das Buchcover vor mir sah, dachte ich das es eines dieser leichten Liebe-, Herz-, Schmerzbücher sei. Auch der Titel des Buches wurde durch diesen Eindruck verstärkt. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Gleich der Anfang beginnt mit einem Paukenschlag. Lauren Parker wird sterben. Sie hat ihre Familie und ihre Freunde noch einmal zu einem großen Fest zusammen gerufen um Abschied zu nehmen. Auf diesem Fest erzählen sie sich gemeinsam, wie alles begann. So durfte ich das Kennenlernen zwischen Lauren und Tim miterleben. Auch die unverhoffte Schwangerschaft und die Schwierigkeiten, die beide hatten damit umzugehen. Mir als Leser wird sehr schnell klar, dass beide eigentlich zusammen gehören. Nur sie selbst brauchten doch um einiges länger für diese Erkenntnis. In den einzelnen Abschnitten, immer wieder unterbrochen von Abschnitten der Abschiedsfeier erfahre ich, wie es damals alles begann und sich entwickelte.

Als das Buch sozusagen mit dem Ende begann, fiel es mir sehr schwer, darüber zu lesen. Zu sehr bedrückte mich diese Geschichte von Anfang an. Jedoch je weiter ich las, desto mehr nahm mich die Geschichte von Tim und Lauren gefangen. Obwohl ich das Ende ja schon kannte, hoffte ich doch auf einen Ausweg, eine Lösung. Das diese nicht kommen konnte, war klar. Aber es war auch schön zu lesen, wie Lauren damit umging und wie sie für sich selbst die Lösung fand.

Für mich war dieses Buch eine unheimlich traurige, aber gute Erfahrung. Der Umgang mit dem Tod nicht nur für Lauren, sondern auch für ihre Hinterbliebenden, die die zurückbleiben. Und letztlich ist der Buchtitel und das Cover für mich dann am Ende doch passend. Denn auch wenn Lauren gestorben ist, das Leben geht für alle anderen weiter, auch mit den Erinnerungen an Lauren.

Eine überaus klare Leseempfehlung an alle.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Extrem spannend

Schwarzweiß
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Niklas Rösch, ein äußerst gewalttätiger Psychopath wird in statt in den Maßregelvollzug in die Psychatrie eingewiesen. Dort soll sich Dr. Regina Bogner um ihn kümmern und ihn therapieren. Sie hat von Anfang ...

Niklas Rösch, ein äußerst gewalttätiger Psychopath wird in statt in den Maßregelvollzug in die Psychatrie eingewiesen. Dort soll sich Dr. Regina Bogner um ihn kümmern und ihn therapieren. Sie hat von Anfang an kein gutes Gefühl. Auch die Art und Weise der Gewalttätigkeiten von Niklas findet sie extrem grausam und abstoßend. Trotzdem willigt sie ein, ihn zu therapieren. Schließlich möchte Frau Dr. Bogner auch die Ursachen für das Verhalten von Niklas Rösch herausfinden. In den Gesprächen und Therapiesitzungen kommt vieles zur Sprache. Sie selbst merkt bei den Gesprächen immer mehr, dass er seine psychische Erkrankung nur vortäuscht, um so dem Gefängnis zu entgehen. Er versucht sogar sie in den Gesprächen zu manipulieren und befragt sie über ihr Leben in Afrika. Das ist dann das erste Mal, dass die Ärztin Angst bekommt. Denn woher weiß er von ihrem Aufenthalt in Afrika und was damals passiert ist?

Wie und was noch alles passiert, das sollte jeder selbst lesen!

Das Buch ist so interessant und auch spannend geschrieben, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Antonia Fennek hat hier in ihrem ersten Buch unglaubliches geschafft. Sie hat eine nicht alltägliche Geschichte in einen extrem spannenden Thriller verpackt, der einem beim Lesen von Anfang an packt. Eine klare Leseempfehlung an alle und die Bitte an Antonia Fennek noch mehr solcher Bücher zu schreiben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Manchmal ist es auch gut, wenn Pläne schief gehen

Der Heiratsplan
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Als Louise Barnett, die Viscountess of Panswick, von ihrem Vermögensverwalter erfährt, dass die Familie nach dem Tode ihres Mannes, fast bankrott ist, gibt es nur einen Plan für sie, um alle aus der finanziellen ...

Als Louise Barnett, die Viscountess of Panswick, von ihrem Vermögensverwalter erfährt, dass die Familie nach dem Tode ihres Mannes, fast bankrott ist, gibt es nur einen Plan für sie, um alle aus der finanziellen Misere zu retten. Ihre zweitälteste Tochter Penelope muss in die Londoner Gesellschaft eingeführt werden und möglichst schnell einen reichen und adligen Mann finden, der auch bereit ist, das Gut der Familie und die Familie selbst zu retten. Eigentlich wäre Frederica mit dem Debüt an der Reihe, aber Penelope, obwohl ein Jahr jünger, ist in den Augen der Mutter die Hübschere von beiden. Nur so kann der Plan gelingen. Begleitet werden soll sie von Agatha Alverston, der jungen Witwe von Lady Panswick. Das diese sich am Abend vor der Abreise das Bein bricht, ist für damalige Verhältnisse dramatisch. Junge, unverheiratete Frauen können und dürfen sich nicht allein in die Gesellschaft wagen. Also springt Frederica ein und gibt sich als die Witwe aus.

Und dann geht diese turbulente Geschichte richtig los. Was den beiden jungen Frauen in London so passiert und warum, so fast alles schief geht, das sollte schon jeder selbst lesen.

Mir hat dieses Buch beim Lesen viel Freude gemacht. Diese Täuschungen, Irrungen und Wirrungen, die es damals gab. Die Versuche, den guten Ruf zu retten, der mitunter nur durch üble Nachrede bereits ruiniert werden konnte, alles das kann hier wunderbar nachgelesen werden.

Das Buch ist mit einer Leichtigkeit geschrieben und lässt sich genauso gut lesen. Mir hat es Spaß in der Geschichte voran zu kommen, ich habe mir Frederica und Penelope mitgelitten und mich köstlich amüsiert. Und letztlich bin ich froh, dass ich im hier und jetzt lebe und mir das Prozedere in der damaligen Zeit zum Glück nicht antun muss.
Von mir für dieses wirklich amüsante Buch klare 5 Sterne und eine Weiterempfehlung an alle!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend geht es weiter mit den Krankenschwestern

Die Nightingale Schwestern
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Es geht nahtlos weiter. Die mir ans Herz gewachsenen Krankenschwesternschülerinnen Dora, Millie und Helen sind nun im zweiten Jahr in ihrer Ausbildung. Sie müssen sich täglich durch den Krankenhausalltag ...

Es geht nahtlos weiter. Die mir ans Herz gewachsenen Krankenschwesternschülerinnen Dora, Millie und Helen sind nun im zweiten Jahr in ihrer Ausbildung. Sie müssen sich täglich durch den Krankenhausalltag und die anstrengende Arbeit quälen, haben aber nun auch bereits die ersten Erfolgserlebnisse. Und auch privat geht es weiter. Helen ist mittlerweile, trotz des Widerstands ihrer Mutter, glücklich verlobt. Sie tritt ihrer Mutter jetzt auch selbstbewusster gegenüber und ist durchaus in der Lage sich auch durchzusetzen. Auch Millie hat sich verlobt, jedoch nicht mit dem Bruder von Helen, sondern mit einem Freund aus ihren Jugendtagen. Nur Dora hat es schwerer als alle anderen. Sie versucht ihre Mutter, die nun allein mit den Kindern ist, in jeder Hinsicht zu unterstützen.

Und auch in der neuen Nachtschwester Violet lernen wir eine wunderbar sympathische Protagonistin kennen. Die Konfrontation mit ihrem persönlichen Erlebnissen und ihrem Schicksal macht einem während des Lesens wieder deutlich klar, um wie viel anders die Zeiten für arbeitende Frauen 1935 in London waren.

Auch in diesem Band gelingt es Donna Douglas die einzelnen Handlungsabschnitte so geschickt zu verknüpfen, dass kein Handlungsstrang auf der Strecke bleibt. Alle angeschnitten Details werden bis zum Ende aufbereitet, es bleiben keine Fragen offen. Und das Buch liest sich wieder wirklich gut. Trotz der breit angelegten Geschichte bleibt die Anzahl der handelnden Personen überschaubar, so dass ich nie den Überblick verlor.

Mir hat dieser Band sogar noch besser als der erste gefallen. Eine klare Leseempfehlung an alle und verdiente 5 Lesesterne für dieses Buch.