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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2018

✎ Joy Fielding - Im Koma

Im Koma
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Ohne den Klappentext zu kennen, begann ich dieses Werk zu lesen - und war ziemlich schnell durch damit.

Direkt zu Anfang wird man mit der Situation, in der sich Casey befindet, konfrontiert und weiß, ...

Ohne den Klappentext zu kennen, begann ich dieses Werk zu lesen - und war ziemlich schnell durch damit.

Direkt zu Anfang wird man mit der Situation, in der sich Casey befindet, konfrontiert und weiß, worum es die nächsten Seiten gehen wird. Dabei ist es der Autorin gelungen, mir diese wirklich nahe zu bringen, sodass ich die beklemmenden Gefühle der Protagonistin oft selbst spürte.

Aber nicht nur Casey wird einem nahe gebracht, auch die anderen Personen bekommen eine Persönlichkeit und Charakter.

Ziemlich schnell wird aufgedeckt, wer der Mörder ist. Das störte mich anfangs sehr, denn man stellt natürlich seine eigenen Theorien auf und verwirft sie immer wieder. Die Verfasserin rückte ständig neue Informationen in den Fokus, deren man sich annahm oder direkt wieder verwarf. Als die Katze dann aus dem Sack war, war zumindest diese Spannung nicht mehr gegeben.

Danach fieberte man jedoch mit Warrens Ehefrau mit. Ihr Zustand ist beklemmend und die Geschehnisse um sie herum lassen einem manchmal den Atem stocken.

Das Finale fand ich dann ok. Vorher gab es noch eine Szene, die mich sprachlos machte und mit der ich so nicht gerechnet habe, aber das Ende war so ähnlich vorhersehbar.

Dennoch ist dies ist auf alle Fälle mal wieder ein Psychothriller von Joy Fielding, den ich mochte und den ich auch gerne weiterempfehle.

©2018

Veröffentlicht am 29.03.2018

✎ Joy Fielding - Die Schwester

Die Schwester
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Durch ein Interview bin ich damals auf dieses Buch aufmerksam geworden und war gespannt, wie Joy Fielding ihre Fantasie spielen lässt.

Der gewohnt leichte Schreibstil ließ mich auch dieses Werk einfach ...

Durch ein Interview bin ich damals auf dieses Buch aufmerksam geworden und war gespannt, wie Joy Fielding ihre Fantasie spielen lässt.

Der gewohnt leichte Schreibstil ließ mich auch dieses Werk einfach lesen und machte es mir einfach, der Geschichte zu folgen.

Da man durch den Klappentext bereits einiges verraten wird und ich die Tat von damals immer im Hinterkopf hatte, gab es für mich keine Überraschungen. Aber damit hatte ich dieses Mal auch nicht gerechnet. Mich trieb die Neugier an, ob die Autorin es schafft, mich zu überzeugen.

Die Charaktere sind gut dargestellt. Gerade auch Caroline und ihre Tochter und deren Beziehung zueinander. Ich fand es wirklich glaubhaft dargestellt, was so ein Verlust mit einem anstellen kann.

Auch die Perspektivwechsel zwischen früher und heute haben mir gefallen. So bekommt man in beides einen Einblick. Als aufmerksamer Leser bekommt man so aber auch schon relativ früh eine Ahnung, was damals wirklich passiert ist. Dennoch hat mich dies nicht vom Lesen abgehalten, da ich die Beweggründe erfahren wollte. Wie gesagt, ich hatte dieses Mal meine Erwartungen nicht sehr hoch geschraubt, sondern diese Lektüre eher mit dem Gedanken gelesen, dass ich ja bereits weiß, worum es geht.

Für mich ein solider Roman aus der Feder von Frau Fielding. Daher gebe ich gerne eine Leseempfehlung, würde jedoch darauf hinweisen, dass man es mit dem Hintergedanken lesen sollte, dass man hier nichts Neues erwarten darf.

©2018

Veröffentlicht am 27.03.2018

✎ Andrea Rohloff - Die Schneejungfrau

Die Schneejungfrau
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Lange stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal, obwohl ich es mir damals extra ertauscht hatte. Nun bin ich froh, es gelesen zu haben, denn es enthält eine wichtige Mitteilung.

Der Schreibstil Andrea ...

Lange stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal, obwohl ich es mir damals extra ertauscht hatte. Nun bin ich froh, es gelesen zu haben, denn es enthält eine wichtige Mitteilung.

Der Schreibstil Andrea Rohloffs ist einfach, aber nicht primitiv. Durch die junge und unverbrauchte Ausdrucksweise konnte ich mit ihr mitfühlen und ihre Geschichte auf mich wirken lassen. Es klang sehr authentisch, was sie hier niedergeschrieben hat.

Mir gefiel vor allem, dass die Autorin nie einen bösen Ton gegenüber der Türkei und den Menschen, die in ihrem Bericht vorkommen, anschlug. Da hatte ich aufgrund des Klappentextes ("... unter schrecklichen Bedingungen ...") eine andere Befürchtung. Sie reflektiert und man merkt, dass sie noch junge 18 - und leider sehr naiv - ist. Ihre Schilderungen sind sehr sachlich dargestellt und stellen keinen an den Pranger.

Einzig einige Wiederholungen hätten nicht sein müssen - die waren manchmal mühselig zu lesen, da ich in solchen Situationen dann auch dachte: Schon wieder ...

Ich denke, dieses Werk sollten vor allem Jugendliche lesen, die ebenfalls schon einmal den Gedanken hatten, das schnelle Geld zu machen.

©2018

Veröffentlicht am 15.03.2018

✎ Donn Cortez - Jack Slater 1 Closer

Closer
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Definitiv ist 'Closer' nichts für schwache Nerven, denn der Autor beschreibt die Situationen teilweise sehr genau. Aber das habe ich auch mal wieder gebraucht, denn viele Thriller sind derzeit in meinen ...

Definitiv ist 'Closer' nichts für schwache Nerven, denn der Autor beschreibt die Situationen teilweise sehr genau. Aber das habe ich auch mal wieder gebraucht, denn viele Thriller sind derzeit in meinen Augen leider etwas lasch und daher würde ich sie eher in die Sparte 'Krimi' stecken.

Bereits vom ersten Moment an hatte mich Donn Cortez abgeholt. Sowohl mit der Geschichte als auch mit seinem Schreibstil. Das Buch entpuppte sich für mich als regelrechter Pageturner, mit kleinen Schwächen.

Natürlich wurde auch ich an die Serie 'Dexter' erinnert, aber das fand ich nicht sonderlich schlimm, denn 'Closer' ist doch wieder anders. Ich bin ja auch der Meinung, dass nicht jeder Autor das Rad neu erfinden muss. Er sollte nur wissen, wie er den Leser fesselt - und dies ist dem Schriftsteller mit diesem Werk gelungen.

Schade fand ich, dass sich der Mittelteil ein wenig zog. Da gab es Passagen, die ein wenig gestrafft hätten werden können, damit die Spannung erhalten bleibt. Man könnte dies auch als 'Luftholen' bezeichnen, aber das war gar nicht nötig.

Nichtsdestotrotz ist das Verwirrspiel gut gelungen. Ich fühlte mich super unterhalten. Und kann die Geschichte (Fans von 'Dexter') weiterempfehlen.

©2018

Veröffentlicht am 15.02.2018

✎ Arno Strobel - Das Böse unter uns 2 Das Wesen

Das Wesen
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Arno Strobel ist vielen (Thriller)Lesern sicher ein Begriff. Auch mir ist der Name schon oft begegnet, aber erst jetzt habe ich tatsächlich zu einem Buch von ihm gegriffen.

Mit Zeitsprüngen habe ich keine ...

Arno Strobel ist vielen (Thriller)Lesern sicher ein Begriff. Auch mir ist der Name schon oft begegnet, aber erst jetzt habe ich tatsächlich zu einem Buch von ihm gegriffen.

Mit Zeitsprüngen habe ich keine Probleme, aber hier verwirrten sie anfangs ein wenig, da sie wirklich ständig angewandt werden. Kaum hat man sich auf etwas eingelassen, schon wird man wieder herausgerissen. Beim Lesen / Blättern ist dies vielleicht einfacher, beim Zuhören machte es den Einstieg nicht gerade einfach.

Sehr gut herausgearbeitet, empfinde ich das Duell zwischen dem Psychiater und dem Kommissar. Man steht so zwischen den Stühlen, dass man manchmal wahrlich nicht weiß, wem man glauben soll und ständig die Seiten wechselt. Keiner von beiden war mir sonderlich sympathisch, aber ich denke, dies wollte der Autor auch nicht bewirken.

Ein wenig stereotypisch hingegen wirken die anderen Personen. Da war ich an manchen Stellen auch hin und wieder genervt von, wenn zum gefühlt hundertsten Mal das gleiche gesagt wurde.

Sascha Rotermund macht seinen Job gut - da werde ich sicher Ausschau nach halten, was er noch so gesprochen hat.

Regelrecht überrascht war ich dann von der Auflösung. Ist sie das, was ich erwartet hatte oder doch ganz anders? Lest am besten selbst ... Jedenfalls fand ich den Schluss ein wenig konstruiert / hollywoodmäßig, den Weg dahin jedoch gut gewählt.

©2018