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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2018

Enttäuschend wenig Spannung

Der Ruf der toten Mädchen
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Das Cover gefällt mir hervorragend, es verspricht viel Mystik und Spannung, die das Buch leider nicht halten kann, aber dazu mehr später.
Alex Ripley ist Expertin für übernatürliche Phänomen und wird von ...

Das Cover gefällt mir hervorragend, es verspricht viel Mystik und Spannung, die das Buch leider nicht halten kann, aber dazu mehr später.
Alex Ripley ist Expertin für übernatürliche Phänomen und wird von einer Freundin hinzugezogen, als in der kleinen Gemeinde Kirkdale innerhalb weniger Monate zwei Mädchen Selbstmord begehen. Kurz vor ihrem Tod verhielten sich die Mädchen seltsam und eine der beiden sprach immer wieder von einem Engel, der sie besuchte. Das strenggläubige Dorf versucht allerdings nicht die Motive der Mädchen zu verstehen, sondern verurteilt die Selbsttötungen und schließt die Familien systematisch aus. Alex trifft bei ihren Ermittlungen auf ein Geheimnis der Vergangenheit, das noch immer Tote fordert.
Die ersten Seiten des Romanes habe ich verschlungen und war wirklich auf die Auflösung der Geschichte gespannt, das änderte sich aber leider im Laufe des Buches. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere des Buches nicht so richtig greifbar waren. Klar bekommen wir Eindrücke von Alex und ihrem Leben, aber ich könnte auch nach Ende des Buches sie nicht richtig beschreiben. Dadurch nimmt man auch nicht wirklich Anteil an ihrem Leben und den Ermittlungen. Auch die Dorfbewohner bleiben blass und treten zumeist als Masse von Kirchgängern auf. Dazu kommt noch, dass das Buch voller Klischees, sowohl gegenüber den blinden, gottesfürchtigen Dorfbewohnern als auch in der Auflösung der Tode der Mädchen. Dies führte dazu, dass ich das Buch zwar durch den recht soliden Schreibstil schnell gelesen hatte, aber durch das Fehlen von Spannung und Kreativität keinen weiteren Teil lesen wollen würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 28.11.2018

Leider viel zu viele unglaubwürdige Wendungen

Still Broken
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Das Cover finde ich wunderschön und es war der Hauptgrund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Leider wurde ich von der Geschichte ziemlich enttäuscht.
Norah will nichts anders als an der Brown ...

Das Cover finde ich wunderschön und es war der Hauptgrund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Leider wurde ich von der Geschichte ziemlich enttäuscht.
Norah will nichts anders als an der Brown zusammen mit ihren besten Freundinnen Brooke und Lydia studieren und über die unschöne Trennung von ihrem Ex Aaron hinwegkommen. Doch als sie auf den abweisenden Max trifft, ist sie sofort fasziniert. Ihm scheint es nicht anders zu gehen, obwohl er sie anfangs immer von sich stößt. Doch je näher sie ihm kommt, desto deutlicher wird, dass er etwas vor Norah verbirgt, das auch sie in Gefahr bringt.

Der Schreibstil von April Dawson gefällt mir eigentlich ganz gut, er ist flüssig und zu Beginn des Buches fliegen die Seiten auch nur so dahin. Zu Beginn wird die Geschichte auch einzig aus Norahs Sicht erzählt, doch nach 2/3 des Buches kommen andere Perspektiven hinzu. Diese führen zusammen mit einigen sehr plötzlichen Zeitsprüngen dazu, dass mir die Lust am Lesen zunehmend vergangen ist. Auch die Entwicklung der Geschichte wurde immer mehr absurd. Es gab einfach viel zu viele Wendungen, von denen eine gereicht hätte, um die Spannung des Buches zu erhalten. So aber musste ich mehrmals den Kopf schütteln und habe mich schon gefragt, was noch alles passieren soll.

Auch die Hauptpersonen fand ich nicht so besonders überzeugend. Norah hat eine schwierige Beziehung hinter sich, in der sie ihr Exfreund nur betrogen hat und sucht gar nicht nach jemand anderem, trotzdem verliebt sie sich im ersten Augenblick in Max. Alles schön und gut, aber Max verhält sich einfach wie ein kompletter Idiot und Norah rennt ihm trotzdem noch hinterher. Wenn er am Anfang wenigstens ein bisschen nett zu ihr gewesen wäre, hätte ich sie ja noch verstanden, aber so war ich von Norahs Anhimmelei einfach nur genervt. Auch dass sie Rachel schon nach gefühlten zwei Tagen als ihre beste Freundin bezeichnet. Klar kann man sich gut verstehen, aber zu einer Freundschaft gehört dann doch noch ein bisschen mehr.

Alles in allem gefällt mir zwar der Schreibstil, aber das Buch wird nach und nach durch absurde Wendungen und durch die nicht besonders sympathische Hauptfiguren uninteressant. Auch die Emotionen des Buches, von denen es durchaus einige gibt, kommen für nicht gut rüber. Man kann es zwar lesen, sollte aber nicht zu viel erwarten.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Gewöhnungsbedürftiger Aufbau

Die Elemente des Todes
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Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, man weiß direkt, um welches Genre es sich bei diesem Buch handelt und es macht neugierig auf den weiteren Inhalt.
Dieser ist allerdings relativ gewöhnungsbedürftig: ...

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, man weiß direkt, um welches Genre es sich bei diesem Buch handelt und es macht neugierig auf den weiteren Inhalt.
Dieser ist allerdings relativ gewöhnungsbedürftig: In Norddeutschland geht ein Killer um, da ist sich der Hauptkommissar Larsen sicher. Zwar starben die Ermordeten nicht auf die gleiche Weise, doch sie alle stehen in Verbindung zu einem Mann. Die Story lässt sich gar nicht so einfach zusammenfassen, denn sie wird nicht chronologisch, sondern immer wieder in Rückblicken erzählt. Genau das ist tatsächlich das größte Problem des Buches. Das Buch beginnt im Prinzip mit dem letzten Mord des Täters und der Ankunft der Kommissare. Dann wird erstmal die Zeit vor diesem Mord vor anderthalb Jahren erzählt und erst nach einiger Zeit findet man wieder in die jetzt-Zeit zurück, die aber auch 1996 spielt. Diese verschiedenen Zeiten, die manchmal nur mit zwei Monate später angeben sind, verwirrte mich während des Lesens zunehmend. Immer wieder musste ich zurückblättern, um zu verstehen, an welchem Zeitpunkt ich mich befinde. Das macht den ganzen Lesefluss kaputt und ich hatte nach ungefähr der Hälfte des Buches keine Lust, weiterzulesen. Das ist eigentlich sehr schade, da ich die Idee einen wahren Fall als Krimi aufzuarbeiten sehr gut finde. Zudem gefällt mir der Schreibstil im Großen und Ganzen sehr gut. Dass man aber von Anfang an, den Täter kennt und sich schon recht genau vorstellen kann, wie sich die Geschichte weiterentwickelt, zerstörte für mich ein bisschen die Spannung.
Abschließend kann man sagen, dass ich die Idee und den Schreibstil eigentlich ganz gut finde, die Umsetzung und insbesondere die vielen Zeitsprünge mein Interesse an dem Buch merklich abkühlten und letztlich dafür sorgten, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe.

Veröffentlicht am 23.06.2018

Leider enttäuschend

Drei Tage und ein Leben
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Die Story hatte viel Potenzial: Die Geschichte eines 12-jährigen Mörders, der mit seiner Schuld leben muss. Der Anfang war auch noch relativ vielversprechend. Antoine muss den Sommer isoliert von seinen ...

Die Story hatte viel Potenzial: Die Geschichte eines 12-jährigen Mörders, der mit seiner Schuld leben muss. Der Anfang war auch noch relativ vielversprechend. Antoine muss den Sommer isoliert von seinen Mitschülern verbringen, da seine Mutter ihm verbietet mit ihnen PlayStation zu spielen. Er baut also allein, nur begleitet von dem Hund Odysseus ein Baumhaus, das er schließlich auch dem fünfjährigen Rémi zeigt. Doch dann verliert Antoine seinen besten Freund, Odysseus wird zunächst angefahren und dann von seinem Herrchen, Rémis Vater, erschossen. Der Junge kann das nicht verstehen und flüchtet sich aus Trauer zu dem Baumhaus, zu dem ihm Rémi folgt. In seiner Trauer wirft Antoine Rémi das Verhalten seines Vaters vor und erschlägt ihn in seiner Trauer. Spätestens an dieser Stelle verlor ich die Begeisterung für die Story. Ich bin normalerweise ein emotionaler Leser und lese Bücher mit allen Emotionen, die dazu gehören, aber hier hab ich nichts gefühlt und das obwohl gerade ein kleines Kind von einem Jungen umgebracht wurde. Aber der Autor schilderte diese Stelle relativ unaufgeregt und trocken. Mir fiel es ab diesem Punkt schwer das Buch weiterzulesen, denn ich konnte Antoine nicht wirklich verstehen. Es tat mir leid, dass er seinen besten Freund verloren hatte und auch dass seine Eltern sich beide nicht um ihn kümmerten, sodass er keine wirklichen gesellschaftlichen Kontakte hatte. Dies ist aber noch lange kein Grund ein Kind zu töten. Ich konnte einfach kein Mitgefühl für ihn entwickeln. Das macht mir die ganze Geschichte kaputt, die gute Ansätze hatte, die aber durch den unemotionalen Schreibstil zunichte gemacht wurden.

Veröffentlicht am 30.06.2026

Leider kein überzeugendes Buch trotz des Schreibstils

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Die Gestaltung des Buches ist durchaus gelungen. Ich mag das helle Cover mit den goldenen Rosen, die sich über den Buchschnitt ziehen. Das passt durchaus recht gut zum Inhalt der Geschichte und macht ...

Die Gestaltung des Buches ist durchaus gelungen. Ich mag das helle Cover mit den goldenen Rosen, die sich über den Buchschnitt ziehen. Das passt durchaus recht gut zum Inhalt der Geschichte und macht sich auch gut im Regal.

Die Geschichte fand ich ebenfalls sehr vielversprechend: Die Rosenkriege in England wurden durch die Fae-Königin Moryen entschieden, die seitdem über die Insel herrscht. Jedes Jahr treten nun Menschen aus dem ganzen Reich vor die Königin und schließen einen sogenannten Rose-Bargain. Die Königin gewährt den Bürgern einen Wunsch, doch diese müssen mit den Folgen davon leben. Im Jahr 1848 entscheidet sich nun der Thronprinz Bram, dass er eine der adeligen Frauen aus dem Reich seiner Mutter heiraten will. Ivy Benton will unbedingt gewinnen, durch das seltsame Verhalten ihrer älteren Schwester und deren plötzliches Verschwinden ist ihre Familie in Ungnade gefallen und nur Ivy kann verhindern, dass sie alles verlieren. Völlig überraschend schafft sie es unter die sechs Favoritinnen des Prinzen und darf zusammen mit den anderen Mädchen in den Palast ziehen. Doch der Wettstreit wird sehr schnell blutiger Ernst und Ivys einzige Chance zu gewinnen ist ausgerechnet der Bruder des Kronprinzen, Prinz Emmett.

Ich mochte die Idee und das Setting der Geschichte direkt richtig gerne und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung, allerdings konnte mich das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Das liegt auch ein bisschen an dem Schreibstil, bei dem ich eine gewisse Zeit brauchte, um mich an ihn zu gewöhnen. Als ich allerdings dann an diesem Punkt war, konnte mich die Geschichte mit den recht kurzen Kapiteln, die größtenteils aus Ivys Sicht geschrieben sind, aber auch andere Charaktere zu Wort kommen lassen, durchaus fesseln.

Ehrlich gesagt war es auch vor allem die Art, wie das Buch geschrieben ist, die dafür gesorgt hat, dass ich es recht schnell durchlesen konnte. Leider konnte mich weder die Geschichte noch die Charaktere so richtig von sich überzeugen, dabei hat beides viel Potenzial. Ich wollte Ivy wirklich unbedingt mögen, aber ich hatte damit ehrlich gesagt meine Schwierigkeiten. Ich konnte nie wirklich einschätzen, was mich ab einem gewissen Zeitpunkt zunehmend frustriert hat. Natürlich muss eine Protagonistin nicht ab der ersten Seite ausrechenbar oder komplett durchschaubar sein, sie darf mich gerne sogar überraschen, aber ich brauche zumindest ab einem gewissen Zeitpunkt das Gefühl, jemanden einschätzen zu können, zu wissen, wie seine moralischen Vorstellungen sind und er oder sie auf bestimmte Situationen reagiert. Das hatte ich bei Ivy nie. Sie entscheidet sich bei dem Wettbewerb um die Hand des Kronprinzen mitzumachen, weil sie ihrer Familie helfen will und nimmt dafür in Kauf, niemals heiraten zu können, wenn sie verliert. Das hätte ich noch verstehen können, wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass ihr ihre Familie besonders am Herzen gelegen hätte oder sie sowieso nicht hätte heiraten wollen, aber beides scheint nicht wirklich zuzutreffen. Sie sagt immer wieder, wie wichtig ihr ihre Schwester ist, aber ich hatte nie so wirklich das Gefühl, dass das zutrifft und dass sie ihr ihre Handlungen immer wieder vorwirft. Es ist zwar deutlich, dass sie wenig Chancen hat, in ihrer Saison jemanden zum Heiraten zu finden, weil ihre Familie nahezu aus der Gesellschaft ausgestoßen ist, aber ihre Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen, kam mir dennoch ein bisschen kurz gedacht vor. Auch die beiden Prinzen konnte ich nie so wirklich greifen. Emmetts Planung und die Gründe, warum er ausgerechnet Ivy dafür braucht, konnte ich noch halbwegs nachvollziehen, wie schnell er ihr aber vertraut, nicht. Sie kennen einander nicht und ihr erstes Treffen war auch nicht gerade positiv, trotzdem weiht er sie recht früh in alles ein, obwohl das für beide gefährlich werden könnte. Hier hätte ich es viel glaubwürdiger gefunden, wenn er nur die halbe Wahrheit erzählt hätte und sie nach und nach alles erfahren hätte. Bram war für mich ebenfalls vor allem ein Name und ich hatte Schwierigkeiten, ihn als Person greifen zu können. Ironischerweise fiel es mir bei den anderen Kandidatinnen, die alle ebenfalls in einem Kapitel ihre Sicht auf die Dinge erklären konnten, deutlich leichter. Ich mochte die meisten von ihnen wirklich gerne und habe nicht selten gedacht, dass eine der anderen Frauen vielleicht eine bessere Protagonistin als Ivy wäre.

Mit der Story hatte ich ebenfalls so meine Probleme, obwohl ich die grundsätzliche Idee wirklich gut fand. Es beginnt schon damit, dass man nahezu ohne Anlaufzeit in die Geschichte geworfen wird und ich dadurch so meine Probleme hatte, die Welt und ihre Regeln zu verstehen. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich verstanden habe, wie die Rose Bargains aussehen und welche Konsequenzen sie haben können. Das ist an sich nicht so schlimm, aber konnte die Welt dadurch bis zum Ende nicht komplett greifen, was es schwierig gemacht hat, die Entscheidungen von Personen in ihrer Gänze verstehen zu können. Die Herausforderungen, die die Königin an die zukünftigen Prinzessinnen stellt, fand ich eigentlich ziemlich spannend, aber ich habe ihren Sinn nicht immer verstehen können. Wenn klar gewesen wäre, dass jede Prüfung darauf ausgelegt ist, eine wichtige Eigenschaft einer zukünftigen Herrscherin zu testen, hätte ich es noch verstehen können, so wirkte es, wie vieles, was die Königin tut willkürlich.

Alles in allem hatte die Geschichte wirklich viel Potenzial, aber die Umsetzung gefiel mir leider nicht wirklich. Während der Schreibstil noch dafür gesorgt hat, dass ich das Buch recht schnell durchgelesen habe, konnten mich weder die Protagonisten noch die Story wirklich überzeugen. Es wäre vielleicht sinnvoll gewesen, eine der anderen Kandidatinnen als Hauptfigur zu verwenden, weil ich deren Hintergrundgeschichten zum Teil deutlich spannender fand als die von Ivy.

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