Eine Hommage an die Achtsamkeit
Eines Tages in der Provence„Eines Tages in der Provence“ führt den Leser in ein kleines Dörfchen. Mittelpunkt dieses Örtchens ist eine uralte Platane.
Das Cover gibt einen guten Eindruck der Szenerie vor lavendelfarbenem Hintergrund ...
„Eines Tages in der Provence“ führt den Leser in ein kleines Dörfchen. Mittelpunkt dieses Örtchens ist eine uralte Platane.
Das Cover gibt einen guten Eindruck der Szenerie vor lavendelfarbenem Hintergrund - DIE Farbe der Provence.
Nun sollen die Bewohner dieses Baums jedoch beraubt werden. Einfach so.
Klar, dass zu diesem Vorhaben jeder eine Meinung und etwas zu sagen hat...
Ein Schüler, der sogleich zum Protest aufruft, Besucher und Dienstleister des Dorfes und nicht zuletzt auch der Gemeindearbeiters, der den Baum fällen soll sowie die Platane selbst....
Das Buch wirkt hochwertig verarbeitet, Hardcover mit farblich abgestimmtem Lesebändchen.
Die Schrift ist recht groß, jedoch besser als zu klein.
Auch die Idee der Handlung ist wunderbar - und ebenso überzeugend umgesetzt, finde ich. Man lernt viele Menschen kennen, die irgendeinen Bezug zum baum haben oder plötzlich wahrnehmen. Man fühlt sich als Leser unter ihnen, als würde man die Dinge nicht lesen, sondern von ihnen persönlich erzählt bekommen, in diesem französischem Ambiente.
Alle Charaktere haben etwas Interessantes an sich, das man als Leser gespannt verfolgt. Manche bleiben einem gut im Gedächtnis, andere wirken eher blass. Wie im wahren Leben auch!
Das Buch lässt alles geschehen.
Große Spannungsmomente bleiben aus.
Aber es ist schließlich ein Roman.
Und dazu einer, dessen Absicht es, denke ich ist, Menschen Achtsamkeit wieder näher zu bringen. Das Beachten der Umwelt, der Menschen, ihren Gedanken und den Dingen, die sie steuern.
Aus dieser Sicht ist es für mich ein gelungenes kleines Büchlein.
Liebenswert, warmherzig und achtsam!