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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2019

Kreative und witzige Ermittlungsgeschichten vom Hund des Eisernen Druiden

Oberons blutige Fälle
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Das Buch „Oberons blutige Fälle“ handelt von unserem Helden und (Hobby-) Meisterdetektiv, dem irischen Wolfshund Oberen, der mit Hilfe seines Hausmenschen und besten Freundes, dem Druiden Atticus zwei ...

Das Buch „Oberons blutige Fälle“ handelt von unserem Helden und (Hobby-) Meisterdetektiv, dem irischen Wolfshund Oberen, der mit Hilfe seines Hausmenschen und besten Freundes, dem Druiden Atticus zwei vertrackte Kriminalfälle aufklärt. Nichts kann sich der perfekten Kombination aus überlegenen Hundefertigkeiten und doch ganz nützlichen Druidenmagie entgegensetzen. Alles im Namen der Gerechtigkeit (und Lendenstücken)!
Für Fans der „Eiserne Druide“-Reihe ist das Buch ein Muss, da die gesamte Geschichte aus Oberons Sicht geschrieben ist. Dadurch erhält man einen völlig neuen Blickwinkel auf die Dynamik zwischen unseren beiden Protagonisten.
Zeitlich ist das Buch gesetzt nach dem 8. Band und da viele Erwähnungen von kürzlich passierten Ereignissen und neuen Charakteren vorkommen, wäre es gut auf dem aktuellen Stand zu sein um Spoiler zu vermeiden.
Zum Verstehen der Geschichte ist das allerdings nicht unbedingt nötig.
Für Leute die noch nie einen Band der Reihe gelesen haben, kann dieses Buch aufgrund des witzigen Schreibstils, der sich aus dem grundlegend positiven Denken eines Hundes und den vielen telepathischen Dialogen zwischen Atticus und Oberon ergibt, auch empfohlen werden, sofern sie in der Lage sind über das plötzliche Auftauchen von Atticus druidischen Fähigkeiten hinwegzusehen.

Veröffentlicht am 01.10.2018

Dramatische Forschungsreise zur Erkundung von Drachen

Lady Trents Memoiren 3
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In diesem dritten Band ihrer Memoiren erzählt Lady Trent von ihrer Forschungsreise mit dem Segelschiff Basilisk unter dem Kommando des furchteinflössenden Kapitäns Dione Akinitos und dessen Mannschaft. ...

In diesem dritten Band ihrer Memoiren erzählt Lady Trent von ihrer Forschungsreise mit dem Segelschiff Basilisk unter dem Kommando des furchteinflössenden Kapitäns Dione Akinitos und dessen Mannschaft. Begleitet wird sie von ihrem Freund und Kollegen Tom Wilker, ihrem 9jährigen Sohn Jake und dessen Nanny Abby.
Zweck der Reise ist die Erforschung von einigen Drachenarten und die Kategorisierung der Arten.
Zur Finanzierung dieses Unternehmens werden sie mit der Basilisk jedoch auch Handel treiben und Lady Trent wird Berichte an eine Zeitung schicken.
Die Reise verläuft sehr ereignisreich. Naturkatastrophen, politische Intrigen aber auch Gefahren durch die Natur,,vielfältige Kulturen in den besuchten Ländern und die natürlich nicht ganz ungefährlichen Drachen gestalten die tagebuchartigen Einträge spannend und abwechslungsreich.
Der tagebuchartige Stil ist angenehm und flüssig zu lesen., er beschreibt detailliert, ohne langatmig zu sein . Lady Trent wurde mir immer sympathischer, besonders ihr Kampf mit den männlichen Vorurteilen gegenüber einer weiblichen Forscherin begeisterte mich.
Amüsiert habe ich mich oft über die von Lady Trent verinnerlichten Anstandsregeln, die ihr das Schwimmen selbst voll bekleidet oder auch Expeditionen zu Erforschung der Drachen ohne weibliche Anstandsdame in rein männlicher Begleitung zum Gewissenskonflikt gestalteten.
Die verschiedenen Drachenarten wurden sehr gut vorstellbar beschrieben und waren sehr einfallsreich., wobei die wunderschön gestalteten Zeichnungen das Buch zusätzlich bereicherten.
Auch wenn ich die ersten beiden Bände der Memoiren nicht gelesen hatte, konnte ich ohne Probleme den Geschehnissen folgen, auch wenn ich natürlich nicht alle Hinweise auf vorhergegangene Ereignisse verstehen konnte.
Mir gefiel dieses außergewöhnliche Buch ausnehmend gut, es hat mich gut unterhalten , bot viel Fantastisches, Spannung, Dramatik, und sogar etwas Romantik.
Von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 01.10.2018

Zwei unterschiedliche Frauen stellen sich ihrer Vergangenheit

Der Stoff, aus dem Träume sind
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Vivian arbeitet tagsüber in einem Vintage - Kleiderladen einer Freundin und abends zuhause an einem Sorgentelefon um sich und ihren 6 jährigen Sohn Ethan durchzubringen. In diesem Laden begegnet ...

Vivian arbeitet tagsüber in einem Vintage - Kleiderladen einer Freundin und abends zuhause an einem Sorgentelefon um sich und ihren 6 jährigen Sohn Ethan durchzubringen. In diesem Laden begegnet ihr eines Tages Claire, die zwar ein Kleid kauft, sich aber anscheinend sehr für ein Tweedjacket interessiert.
Nach einem Unfall Claires, der diese ins Krankenhaus bringt und für den sich Vivian die Schuld gibt, kommen sich diese beiden so unterschiedlichen Frauen, die junge, einfühlsame Vivian und die 80jährige kühle und distanzierte Claire , eine einst berühmte Modeschöpferin, näher. Claire erzählt Vivian von ihrer Vergangenheit, von ihrer Jugend auf der Insel Barra,von ihrem Großvater, der ein unverwechselbares Tweed webte, das Claire in dem erwähnten Jackett erkannte, von ihrer schwierigen Kindheit und Jugend und dem Beginn ihrer Karriere in der Modewelt..
Diese Erzählungen erfährt der Leser durch im Jahr 1946 beginnende Rückblenden.
Doch auch Vivian vertraut sich mehr und mehr der alten Dame an, erzählt ihr von ihren Ängsten, ihren Zukunftsaussichten , ihrem neuen Chef Aidan und sogar von schwerwiegende Ereignissen aus ihrer Vergangenheit, die sie veranlassten, ihr vielversprechendes Psychologiestudium nicht weiter zu führen.
Eine gemeinsame Reise nach Barra der beiden, begleitet von Ethan und dem attraktiven Journalisten Peter bringt beiden neue Erkenntnisse über sich und die andere.
Mir gefiel besonders die berührende Geschichte der Jugendlichen Claire , doch auch Vivian wurde mir schnell sympathisch.
Gerade die Unterschiedlichkeit der beiden Frauen und ihrer Geschichten war für mich der besondere Reiz dieses Buches.
Beide entwickeln sich im Laufe ihrer Bekanntschaft durch die Hilfe der jeweils anderen weiter, stellen sich letztendlich den „Dämonen“ ihrer Vergangenheit.
Eine interessante Geschichte, flüssig und angenehm lesbar erzählt, die auch einige romantische Aspekte enthält.
Für diese angenehm unterhaltende Lektüre vergebe ich gerne 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.09.2018

Emotional berührende Familientragödie vor beeindruckender Naturkulisse Alaskas

Liebe und Verderben
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Ernt ist ein Kriegsheimkehrer in den 70er Jahren. Nach Kriegserlebnissen und sogar Folter ist er nicht mehr der Alte, nicht mehr der Mann , in den sich Cora einst verliebte und für den sie mit ihrer Familie ...

Ernt ist ein Kriegsheimkehrer in den 70er Jahren. Nach Kriegserlebnissen und sogar Folter ist er nicht mehr der Alte, nicht mehr der Mann , in den sich Cora einst verliebte und für den sie mit ihrer Familie brach., der seine Frau und seine Tochter Leni liebte und zum Lachen brachte. Nun ist er von Alpträumen geplagt, nicht mehr fähig, einen Job dauerhaft zu behalten. Dauernd zieht die Familie um, was besonders die 13jährige Leni schwer belastet, ist sie doch stets Außenseiter, kann nie Freundschaften schließen. Doch dann erbt Ernt von einem ehemaligen Kriegskameraden ein Grundstück in Alaska und mit wenig Geld, ohne Vorkenntnisse, aber euphorisch macht sich die kleine Familie auf den Weg : endlich wollen sie eine Heimat finden, zur Ruhe kommen.
Doch Alaska ist ein hartes Land, allerdings auch eins, dessen Menschen zusammenhalten. So stehen die Menschen der kleinen Dorfgemeinschaft den unerfahrenen Neulingen mit Rat und Tat zur Seite, sie helfen ihnen im viel zu kurzen Sommer die Vorbereitungen für den zu erwartenden langen, harten Winter zu treffen. In diesem Sommer finden sie in Large Marge, Thelma und Tom Walker hilfsbereite Nachbarn und Leni in dem 14 jährigen Mathew, Tom Walkers Sohn, zum ersten Mal einen Freund. Und eine erste Liebe. Doch dann kommt der harte Winter, mit fast immerwährender Dunkelheit und diese Dunkelheit macht sich auch wieder in Ernt breit.
Schaffen Cora und Leni es, die Dunkelheit zu vertreiben oder sind sie ihr hilflos ausgeliefert?
Kirstin Hannah schafft es meisterhaft, die Abgründe und die vielen Gesichter der Liebe in dieser Familie zu schildern. Man fiebert und leidet mit und kann das Buch kaum aus der Hand legen.
In dem Zeitraum (1974-1986, mit einem Nachtrag aus 2009) , in dem das Buch spielt, machen die Hauptprotagonisten erstaunliche Wandlungen, mal zum Guten, mal zum Schlechten durch, manches Geschehen ist vorhersehbar, mit manchem rechnet man nicht, langweilig wird es nie.Eine Bereicherung sind auch die liebevoll ausgestalteten Nebenfiguren, von denen ich Large Marge besonders ins Herz schloss. Ein besonderes Highlight aber sind die Schilderungen der beeindruckenden Natur Alaskas, seinen Gefahren aber auch seiner ergreifenden Schönheit. Fast hat man das Bedürfnis, dies selbst mit eigenen Augen zu erleben.
Ein wunderbarer Roman, emotional berührend, manchmal auch erschreckend und mit beeindruckenden Naturschilderungen.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.08.2018

Unterhaltsames Plädoyer für die Ehe

Ohne meinen Mann wär ich glücklich verheiratet
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Das Buch Ohne meinen Mann wäre ich glücklich verheiratet trägt den Untertitel „Lesewellness für die Frau mit Anhang“ und treffender hätte man den Inhalt nicht beschreiben können.
In kleinen Episoden aus ...

Das Buch Ohne meinen Mann wäre ich glücklich verheiratet trägt den Untertitel „Lesewellness für die Frau mit Anhang“ und treffender hätte man den Inhalt nicht beschreiben können.
In kleinen Episoden aus dem Eheleben schildert Monika Bittl augenzwinkernd Situationen, in den man sich und seinen Liebsten wiedererkennen mag, oder halt auch nicht, die die wohl überwiegend weiblichen Leser aber auf jeden Fall zum Schmunzeln bringen. Sie beschreibt die oft gegensätzlichen Sichtweisen von Mann und Frau in vielen Alltagssituationen, wie z.b Autofahrten und Großeinkauf, um nur einige zu nennen, außerdem kleine Auseinandersetzungen und Eigenheiten am Partner, die „Frau“ zur Weißglut bringen können. Dazwischen gibt es kleine Kapitel mit „Fakten“, „Rätseln“ e.t.c, die alle zum Thema Ehe beitragen.
Auch wenn es des öfteren mal kracht, und sich die Autorin nach eigenen Angaben immer mal wieder (nicht ganz ernst gemein)fragt, wieso sie noch bei ihrem Mann bleibt, so ist das Buch trotzdem ein Plädoyer für die Liebe und die Ehe, eine Ermutigung, trotz vieler Gegensätze und kleiner Streitigkeiten zusammen zu bleiben und das nicht aus Gewohnheit oder Zwang, sondern einfach weil man b.z.w „frau“ den Partner immer noch liebt und zusammen bleiben möchte.
Mich hat dieses Buch gut unterhalten, an viele Szenen auch meiner Ehe erinnert und das Plädoyer für die Ehe kann ich vollen Herzens unterschreiben.
Von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.