Profilbild von LizzyCurse

LizzyCurse

Lesejury Star
offline

LizzyCurse ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LizzyCurse über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2019

Schwere Zeit

Hexenzirkel 1: Das Lied von Usgar
0

Das Lied von Usgar von R.A. Salvatore

Aoleyn hat ihre Eltern verloren und muss von nun an in einem Stamm wilder Barbaren allein zurechtkommen. Die Welt hinter ihrer Bergheimat scheint furchtbar fern. ...

Das Lied von Usgar von R.A. Salvatore

Aoleyn hat ihre Eltern verloren und muss von nun an in einem Stamm wilder Barbaren allein zurechtkommen. Die Welt hinter ihrer Bergheimat scheint furchtbar fern. Doch zum Glück ist sie begabt in der Magie ihres Stamms. Doch Aoelyns Talent macht sie zum Signalfeuer in der Nacht, sowohl für die Männer innerhalb des Stamms als auch für den Dämon des Berges.

R:A. Salvatore ist ein großer Name im Fantasy-Genre. Ich wollte seine Romane zugegeben schon seit längerem lesen. Als ich dieses Buch entdeckte, beschloss ich damit anzufangen. Magie? Das klingt doch immer gut! Also stürzte ich mich hinein in ein, wie ich hoffte, fantastisches episches Abenteuer, das seinesgleichen sucht.

Vielleicht wurden zu hoch geschürt, vielleicht stellte ich mir etwas anderes unter der ganzen Thematik, die Salvatore behandelt vor. Der Roman und ich hatten auf jeden Fall eine recht schwere Zeit mit einander. Ich habe zwischenzeitlich öfters unterbrochen, weil ich dachte, ich sei nicht in der richtigen Stimmung für das Buch. Manchmal ist ja so, dass man einen besseren Zugang zum Buch findet, wenn man es zu einem anderen Zeitpunkt erneut zur Hand nimmt. Doch auch in dieser Frage musste ich leider mir selbst eingestehen, dass „Das Lied von Usgar“ und ich wohl schwer Freunde werden.

Doch zunächst zu den positiven Aspekten. R.A. Salvatore versteht sein Handwerk Er kann Szenerien und Momente einfangen, und dass so, dass das Kopfkino angeworfen wird. Ich sah die Szenen vor mir – und konnte die unterschiedlichen Charakterfärbungen deutlich wahrnehmen. Mit dem Stil hatte ich folglich keine Probleme, schön düster, aber auch farbig genug für mich. Die Welt hatte er zu Beginn schön begrenzt, sodass ich mich erst einmal mit ihr vertraut machen konnte. Trotzdem ließ der Autor durchschimmern, dass die Welt noch viel viel mehr zu bieten hat. Deshalb war ich unglaublich gespannt, auf die weitere Welt.

Aeolyn, die Tochter eines barbarischen Stamms, kann man von Kindesbeinen an verfolgen. Wie sie größer und erwachsener wird. Die Gedanken, die sie beschäftigen, sind nur allzu bekannt. Sie will mehr, sehnt sich nach der ersten Bekanntschaft mit der Magie während ihres Unterrichts. Ich hatte das Gefühl, ihre Thematik war die Ungeduld der Jugend, die es nicht erwarten kann, erwachsen zu werden.
Innevah ist eine junge Frau, die in die Sklaverei gerät, als der Barbarenstamm ihr Dorf am Seeufer überfällt. Ihr Kind gebiert sie in die Sklaverei hinein. Schön dargestellt fand ich die unterschiedlichen Kulturen, die der jeweils anderen Seite so unbekannt ist und verachtet wird. So zum Beispiel das Binden des Kopfes und die dadurch erfolgende Verformung vom ersten Tag an.

Hört sich doch eigentlich ganz gut an? Voller Konfliktpotential und Spannungsaufbauend.
Leider … empfand ich die Thematiken als nicht unbedingt meines. Ich schätze Spannung. Hintergründige Spannung, die sich von Beginn an immer weiter steigert. Aber in diesem Roman musste ich unterscheiden zwischen Spannung und actiongeladenen Szenen.
Die Action kam wahrlich nicht zu kurz. Ordentlich Blut floss auch. Doch ich konnte leider keinen Sinn in diesen Szenen sehen, außer um dem Leser zu zeigen, wie brutal der Stamm und seine Kultur ist. Mehrere solcher Szenen reihten sich aneinander und irgendwann verlor ich die Lust auf dieses Kapitel. Ich erwischte mich dabei, wie quer las und Zeilenhüpfer spielte. Das hat weder das Buch noch ich verdient.
Ihr seht also, wir beide hatten keine leichte Zeit miteinander. Ich vergebe drei Sterne, für den Stil und für die Welt. Leider konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Machtgefüge

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern
0

Dark Palace von Vic James

10 Jahre muss jeder, der nicht zur magischen Elite Englands gehört, opfern und in den Dienst der Herrschenden treten. Manchmal unter grausamen Bedingungen. Die Hadleys glauben ...

Dark Palace von Vic James

10 Jahre muss jeder, der nicht zur magischen Elite Englands gehört, opfern und in den Dienst der Herrschenden treten. Manchmal unter grausamen Bedingungen. Die Hadleys glauben alles richtig zu machen, als sie ihre Sklavenzeit gemeinsam antreten und sich in den Dienst der mächtigen Familie Jardine stellen. Doch Luke, der Sohn, wird von den anderen getrennt und in eine Arbeiterstadt gebracht, während der Rest der Familie im Herrenhaus Dienst verrichten muss.

Diese dystopische Story konnte mich persönlich leider nicht so fesseln wie ich eigentlich erhofft hatte. Dabei hat Vic James vieles richtig gemacht: Ihr Schreibstil liest sich einfach so weg, die Seiten fliegen förmlich an einem vorbei und ich wusste gar nicht, wie ich in der Mitte des Buches gelandet bin. Ihre manchmal wunderschön bildhaften Beschreibungen zauberten Millmore oder das Herrenhaus oder den Wald und den See förmlich in meinen Kopf. Dieses Detail verstand mich zu fesseln.
Wahrscheinlich um dem Roman Komplexität zu verleihen und die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, werden mehrere POVs ins Feld geführt. Dies gefiel mir vor allen Dingen zu Anfang ziemlich gut, da ich schnell vertrauen zu Luke und Abi fasste, den Kindern der Hadleys und ihr Alltag vor ihrer Sklavenzeit recht eindrücklich beschrieben wird. Luke fand ich besonders toll und Abi ist schlauer als ihr gut tut. Sowas mag ich (eigentlich). Auch die Idee gemeinsam die Sklavenzeit anzutreten erwuchs aus Abis hellem Köpfchen.
Die Familie Jardine schien mir schon nach dem ersten Kapitel, in dem sie ihren Auftritt hatten, recht wahnsinnig zu sein. Ein gabenloser Bruder, ein Psychopath und ein Choleriker (um es mal mit einfachen Worten zusammen zu fassen) treten hier gemeinsam auf, garniert noch mit gruseligen Haustieren und einem glänzenden Aussehen. Vic James hat hier versucht, zu viele Superlative auf einem Fleck zu vereinen, um die Dekadenz der Oberschicht und die offensichtliche Grausamkeit gegenüber ihren Untergeben darzustellen, grausam und dekadent ist diese Familie alle Mal, dabei treten aber leider ihre Charaktere in den Hintergrund. Auf mich wirkten sie (nachdem der erste Glanz verflogen war) blass. Ein wenig mehr Characterbuilding hätte hier wohl weniger geschadet).
Das selbe Muster kann man auch am Beispiel von Luke herunter deklinieren, der nach Milllmoor gebracht wurde – einer alten Arbeiterstadt. Auch hier bediente sich James vieler Klischees, die ich so auch schon in historischen Romanen des 19. Jahrhunderts gelesen habe. Grau, Trist, Arbeit, keine medizinische Versorgung und unzureichende Versorgung mit Nahrungsmitteln. Natürlich läuft es dem Leser kalt den Rücken hinab – aber gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass die Autorin genau das erreichen wollte – und das wiederum überlagerte den Lesegenuss.

Im Endeffekt geht es um das Machtgefüge zwischen den Menschen. Spannung konnte dieses Machtgefüge jedoch bei mir nur teilweise wachkitzeln. Und wenn, dann wurde diese durch Infodumping, welches an manchen Stellen erfolgte, erstickt. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, immer wenn ein bisschen Spannung aufkam, mussten gleich wieder endlose Informationen folgen. Das hätte man auch eleganter lösen können.

Fazit? Eine Dystopie, die von der Grundstory her recht solide angelegt war, mich jedoch wenig zu begeistern vermochte. Schade! Ich kann hierfür nur 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Schwacher Anschluss an Band 1

Das Juwel von Mahrusan
0

Nach ihrer Flucht aus der eroberten Stadt Anasoma, sind Caldan und seine Gefährten wieder auf der Straße – und auf der Suche nach Hilfe für die umkämpfte Stadt. Doch Caldan macht sich vor allem Sorgen ...

Nach ihrer Flucht aus der eroberten Stadt Anasoma, sind Caldan und seine Gefährten wieder auf der Straße – und auf der Suche nach Hilfe für die umkämpfte Stadt. Doch Caldan macht sich vor allem Sorgen um Miranda, dem Mädchen, dem er sein Herz geschenkt hat. Denn ihr Geist wurde im Kampf schwer gebeutelt. Er weiß, dass er sich seiner magischen Begabung stellen muss, um Miranda und das gesamte Kaiserreich zu retten.

„Das Juwel von Mahrusan“ ist der zweite Band der Sorcery Ascendant Sequence und er macht beinahe nahtlos dort weiter, wo der erste geendet hat. Vor den Mauern von Anasoma. Caldan und seine Gefährten befinden sich auf der Flucht vor den Eroberern – und ich musste in meinem Kopf erst einmal sortieren, welche Figur zu welcher Geschichte passt und welche Rollen sie in der Gemeinschaft einnehmen. Denn manche spielen auch ein doppeltes Spiel! Ihr seht schon, der Einstieg in das vorliegende Buch fiel mir nicht leicht. Ob es daran lag, dass die Lektüre des ersten Bandes schon eine Weile her ist, oder das sich vor allen Dingen der Beginn etwas zog, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich spürte auf jeden Fall Caldans Sorge um seine Freundin Miranda sehr deutlich, auch seine Fürsorge für sie. Gleichzeitig ging zwischen den Zeilen immer eine latente Gefahr vom Bösewicht – Glöckchen – aus, die die Gefährten mit sich führten.
Trotz der Figuren vermochte mich das Buch anfangs nicht zu fesseln. Es hat mich einfach nicht abgeholt und mitgenommen – obwohl ich immer wieder versuchte, hinein zu finden. Auch, dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, trug leider nicht zur Spannungssteigerung bei. Auf den Nebenkriegsschauplätzen blieb weitestgehend alles nebulös und im Dunkeln – ich hatte das Gefühl, dass Hogan uns absichtlich im trüben Wasser fischen lassen wollte, um die Spannung auf den nächsten Teil hochzuhalten. Leider ist ihm dies mit mir misslungen.

Es gelang Hogan zwar, die Spannung auf einem einigermaßen soliden Level zu halten, und doch wirkte der Plot – ich mag es kaum sagen – ein bisschen austauschbar. Keine Frage, es ist eine gut fantastische Geschichte, doch so fesseln wie der erste Band es getan hat, konnte er mich nicht. Dazu konnte ich das Buch zu oft bei Seite legen und meine Gedanken schweiften zu oft ab.

Mein Fazit fällt leider ernüchternd aus. Das Buch konnte mich trotz der fantastischen Elemente weder begeistern noch abholen. Für Fans solider Fantasy-Geschichten kann er durchaus fesselnd sein, mir hatte er jedoch schlicht und einfach zu wenig Atmosphäre!

Veröffentlicht am 26.03.2018

Dürftiger zweiter Teil

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts
0

Luna und Fowler befinden sich in höchster Gefahr. Auf der Flucht vor der Finsternis, die aus Relhok kommt, begeben sich die beiden in höchste Gefahr. Folwer wird verletzt und nur noch eine Soldatengruppe ...

Luna und Fowler befinden sich in höchster Gefahr. Auf der Flucht vor der Finsternis, die aus Relhok kommt, begeben sich die beiden in höchste Gefahr. Folwer wird verletzt und nur noch eine Soldatengruppe aus Relhok kann sie retten. Luna nutzt die Chance, die sich ihr bietet, und reist nach Relhok, wird dort jedoch von Intrigen und Machtspielchen umgarnt. Kann ihre Liebe zu Fowler das überstehen?

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts ist der zweite und finale Band von Sophie Jordan. Zugegeben, vom ersten war ich nicht wirklich begeistert, habe aber doch gehofft, im zweiten lockt die Autorin ihre Charaktere aus den Mäuselöchern, in denen sie im ersten Band festgesteckt haben und habe mich aus diesem Grund eigentlich auf das Buch gefreut. Ist ihr dies gelungen?

Der zweite Band geht nahtlos in den ersten über. Wenn wir uns zurückerinnern, endete der erste in einem Cliffhanger, der sich gewaschen hat. Fowler unter die Erde gezerrt, Luna, blind, bleibt allein zurück. Natürlich fiel mir der Einstieg entsprechend leicht, auch wenn mich der Cliff, der eindeutig dazu gemacht war, die Neugier der Leser zu wecken, nicht wirklich aus den Söckchen gehauen hat, da ich mit den Charakteren schon im ersten Band nicht wirklich warm wurde. Ich wollte sie im zweiten wirklich mögen … wirklich! Aber der Funke ist auf mich nicht übergesprungen. Irgendwann in der Mitte des Buches stellte ich fest, dass mich das Schicksal der beiden nicht wirklich interessiert – was extrem schade ist. Natürlich schafft es Luna, Fowler aus dem Erdloch zu befreien. Er selbst ist jedoch schwer verletzt. Und dann sind da noch die oben schon erwähnten Soldaten …

Luna ist und bleibt der stärkere Charakter von beiden. Sie ist tough und stark, gewitzt und unerschrocken und geht mit ihrem Handicap gut um. Jordan hat dieses Handicap zu Beginn gut beschrieben – da steckt viel Recherchearbeit dahinter. In der zweiten Hälfte habe ich das ein bisschen vermisst.
Fowler, den ich im ersten Band lieber mochte, blieb hier eher blass. Auch die Lovestory war nicht wirklich glaubwürdig, muss ich zu meinem Leidwesen gestehen. Sie wirkten gemeinsam so, als müssten sie zusammen sein, damit die Story funktioniert, aber nicht als würden echte Gefühle dahinterstecken.

Der Spannungsbogen war gut aufgespannt, obwohl sich der Mittelteil ein wenig arg kaugummimäßig las. Doch irgendwann begann ich mich zu fragen, wie die Autorin das ganze denn auflösen möchte. Das Ende war dann unbefriedigend und wirkte arg konstruiert, so als müsse sie den großen Showdown in wenige Seiten pressen. Das hat mir dann schon ein wenig die Lesestimmung verhagelt.

Positiv sticht ihr Schreibstil heraus. Herrlich düster und mitreißend hat er mich über weite Teile des Buches bei Laune gehalten. Wenn Sophie Jordan eins kann, dann ist es Atmosphäre zu erzeugen mit ihren Worten und Zeilen.

Die Bewertung fällt mir schwer. Trotz des schönen Schreibstils und trotz der eigentlich guten Grundidee konnte mich dieser zweite Band nicht wirklich überzeugen. Aus diesem Grund kann ich nur drei Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Mehr versprochen

Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt
0

Einst waren die vier Königreiche geeint. Doch nun herrscht Krieg und Zerstörung. Die Eltern von Emelina, der Prinzessin von Ruina, wurden vom König von Lera umgebracht. Und nun will Em nur noch eines: ...

Einst waren die vier Königreiche geeint. Doch nun herrscht Krieg und Zerstörung. Die Eltern von Emelina, der Prinzessin von Ruina, wurden vom König von Lera umgebracht. Und nun will Em nur noch eines: Rache. Dafür schmiedet sie einen bösartigen Plan, der darauf basiert, dass sie die Stelle der Verlobten des Prinzen von Lera einnimmt. Sie will Rache - und sie will ihre Schwester retten! Aber sie hat nicht damit gerechnet, dass Prinz Casimir ihr Herz berühren kann.

Ungekrönt von Amy Tintera ist der Start einer Reihe rund um die magisch begabten Ruined. Ausgerechnet ihre Prinzessin zeigt jedoch nicht ein Fünkchen Magie, ist jedoch voller Rachedurst aufgrund der oben geschilderten Ausgangssituation. Das hat mich eigentlich dazu bewogen, Tinteras Roman zur Hand zu nehmen. Ich war neugierig auf die blutdürstige Prinzessin.

Ich stieg rasch in das Buch ein. Tintera packt die erste Szene mit Spannung und Action voll und ködert so die Leser, die natürlich wissen möchten, was nach dem Mord an Casimirs Verlobten und dem Tausch der Prinzessinnen geschieht. Mich persönlich hat es auf jeden Fall ins Schloss in Lera gelockt. Em könnte ein interessanter Protagonist sein. Sie tritt stark und unerschrocken in ihren Entscheidungen auf und zögert nicht. Wenn ihr „Plan“ nicht darauf basieren würde, dass der Prinz, der seine Verlobte noch nie gesehen hat, rein gar nicht misstrauisch wird, wenn im Schloss ein Mädchen auftaucht, das nur eine einzige Wache im Schlepptau hat und mit an den Haaren herbeigezogenen Erklärungen um sich wirft. An dieser Stelle hat sie für mich stark an Glaubwürdigkeit verloren. Die Szenen wirken auf mich so konstruiert, dass ich mich öfters Mal fragte, an welcher Stelle die Charaktere gegen das Gerüst rennen.
Casimir, der Prinz von Lera, kann sich Em zuerst gar nicht als seine Braut vorstellen. Schlussendlich verliebt er sich trotzdem in sie. Die Liebesgeschichte war vorhersehbar, aber daran wollen wir uns jetzt nicht stören. Manchmal war sie sogar ganz niedlich.
Manchmal war das hin und her der beiden sogar ganz witzig. Aber die herbeigeführten Dialoge, die zum besseren Kennenlernen der beiden dienten, fand ich schon etwas gestellt.

Bis zur Mitte des Buches war Em noch völlig davon überzeugt, dass sie alle aus der Königsfamilie töten würde. Darüber konnte ich nur müde lächeln, da die Autorin hier ein zusätzliches Spannungselement nutzen wollte, dass nicht funktioniert, da sie schon zu dem Zeitpunkt ihr Herz schon verschenkt hatte.
Wirkliche Spannung kam erst im letzten Viertel des Buches auf.

Einige Elemente wirkten arg unglaubwürdig. Jemand wird schwer verletzt, springt aber nach ein paar Seiten wieder fröhlich durch die Szene? Er hat sicherlich sehr gutes Heilfleisch.

Am Ende der Geschichte tritt eine Person auf, die mir einen kleinen Lichtblick bot. Sie war leider die spannendste Figur im ganzen Roman.

Nichts desto trotz versteht die Geschichte über weite Strecken hinweg recht gut zu unterhalten. Die Kernelemente, die Furcht vor Andersartigen, vor magischen Personen, waren gut ausgearbeitet und mich interessiert, wie der Konflikt aufgelöst wird.

Ich kann leider nur 3 Sterne vergeben. Ich empfehle es aber trotzdem für alle, die viel Wert auf die Liebesgeschichte in einem mittelalterlich-magischen Setting mögen und über die Kritikpunkte, die oben angebracht wurden, hinwegsehen können.