Profilbild von Newspaper

Newspaper

Lesejury Star
offline

Newspaper ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Newspaper über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2019

Weniger Spannung dafür ein überraschendes Ende

Wer sich umdreht oder lacht ...
0

Cover:
Bereits in meiner Bewerbung habe ich das Cover „kritisiert“, dennoch passt es zur Geschichte. 

Auch passt es zu all den anderen Büchern von der Autorin - toller Wiedererkennungswert.


Schreibstil:
Der ...

Cover:
Bereits in meiner Bewerbung habe ich das Cover „kritisiert“, dennoch passt es zur Geschichte. 

Auch passt es zu all den anderen Büchern von der Autorin - toller Wiedererkennungswert.


Schreibstil:
Der Schreibstil ist fließend und locker. Lässt sich wunderbar leicht und schnell lesen. 
Angenehm finde ich auch den Einbau mit den aktuellen Medien (WhatsApp & Snapchat).

Inhalt:

Hauptsächlich wird die Geschichte aus Mandy´s Sicht erzählt. 
Ein Täter bringt junge Mädels um und veröffentlicht ihre Tode auf Snapchat.
Die ganze Geschichte über hatte ich einen Verdächtigen, dennoch war im zum Schluss sehr überrascht, dass ich mich getäuscht habe. 
Allerdings muss ich sagen, dass mir die Spannung gefehlt hat.
Am Ende ging es mit der Auflösung relativ schnell - kein Drama, kein Hinauszögern. 
Positiv finde ich die Sicht vom Mörder. Es zeigt einfach wie naiv und dreist manche Menschen sind.
Zwar kann ich den Grund ein wenig nachvollziehen entschuldigt aber trotzdem nicht das Verhalten.

Fazit:

Eher ein Buch für Jugendliche und leider kein wirklicher /typischer Thriller. Zur Abwechslung aber mal was anderes.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 13.03.2026

Wichtige Botschaft, holprige Romance

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
0

Das Jugendbuch erzählt eine Geschichte über Essstörungen, Klinikalltag und erste Gefühle. Ein sensibles Thema, das hier größtenteils aus der Perspektive der jungen Protagonistin Mila geschildert wird. ...

Das Jugendbuch erzählt eine Geschichte über Essstörungen, Klinikalltag und erste Gefühle. Ein sensibles Thema, das hier größtenteils aus der Perspektive der jungen Protagonistin Mila geschildert wird. Insgesamt hat mich das Hörbuch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen, weshalb ich am Ende bei soliden 3 Sternen lande.

Besonders gut gefallen hat mir der Einblick in den Alltag der Klinik. Die Abläufe, Gespräche und inneren Gedanken der Figuren wirken oft nachvollziehbar und geben einen Eindruck davon, wie komplex der Umgang mit Essstörungen sein kann. Vor allem Niklas hat auf mich einen überraschend erwachsenen und authentischen Eindruck gemacht. Seine Gedanken wirkten reflektiert und glaubwürdig, wodurch er für mich eine der stärkeren Figuren der Geschichte war. Mila dagegen kam mir stellenweise deutlich jünger und naiver vor, was natürlich zu ihrem Alter passt, aber im Kontrast zu Niklas teilweise etwas unausgewogen wirkte.

Positiv hervorheben möchte ich auch die Erwähnung von Pro-Ana- und Pro-Mia-Foren. Gerade für junge Hörerinnen und Hörer können solche Hinweise wertvoll sein, weil sie zeigen, wie schnell man in gefährliche Gedankenspiralen geraten kann.

Etwas schwierig fand ich allerdings das Erzähltempo in der ersten Hälfte. Die Einweisung in die Klinik und der Weg dorthin nehmen gefühlt etwa 60 % der Geschichte ein. Ab dem Zeitpunkt, an dem Mila schließlich dort ist, wirkte vieles für mich etwas konstruiert oder weniger glaubwürdig.

Achtung, kleiner Spoiler: Besonders die Entwicklung zwischen Mila und Niklas hat mich nicht ganz überzeugt. Die beiden haben gerade einmal einen einzigen Satz miteinander gesprochen und kurz darauf lädt er sie schon zu einem romantischen Picknick ein. Mir fehlte hier einfach die Grundlage. Ein paar mehr gemeinsame Szenen oder Gespräche im Vorfeld hätten der Beziehung deutlich mehr Tiefe gegeben. So wirkte die große Liebe auf mich eher skizziert als wirklich greifbar, weshalb ich sie emotional nicht ganz ernst nehmen konnte.

Vielleicht bin ich für diese Art von Geschichte inzwischen einfach etwas zu alt oder die romantische Entwicklung hätte etwas sorgfältiger aufgebaut werden können. Trotzdem fand ich die Grundidee spannend und die Thematik wichtig.

Das Hörbuch endet zudem mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Trotz meiner Kritikpunkte bin ich durchaus gespannt, wie es weitergeht. Für den nächsten Band würde ich mir wünschen, dass die Figuren ein wenig älter oder zumindest emotional reifer wirken und die Beziehungen zwischen ihnen mehr Raum zur Entwicklung bekommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2026

Berührend gedacht, nicht ganz tief genug umgesetzt

Himmelsfeuer
1

"Himmelsfeuer" ist ein berührender Coming‑of‑Age‑Roman über Familie, Heimat, Gefühle und den Weg zu sich selbst. Die Geschichte spielt im Norden Schwedens und behandelt Themen wie Identität, Selbstfindung ...

"Himmelsfeuer" ist ein berührender Coming‑of‑Age‑Roman über Familie, Heimat, Gefühle und den Weg zu sich selbst. Die Geschichte spielt im Norden Schwedens und behandelt Themen wie Identität, Selbstfindung und die Balance zwischen eigenen Wünschen und den Erwartungen der Gemeinschaft. Die Idee ist stark und die Themen sind zeitgemäß und wichtig.

Leider konnte mich der Schreibstil persönlich nicht ganz überzeugen. Die Sätze wirken häufig zu kurz und abgehackt, was im Hörbuchformat noch stärker auffällt. Dadurch entsteht ein etwas unrunder Erzählfluss, und ich konnte nicht so tief in die Geschichte eintauchen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hätte mir mehr innere Tiefe und Nuancen gewünscht, um die Charaktere und ihre Konflikte noch intensiver zu erleben.

Für jüngere Leser:innen kann der Stil hingegen gut funktionieren. Die junge Clique, ihre Dynamik und die direkten Emotionen könnten genau die richtigen Zielgruppen ansprechen und fesselnd sein. Vielleicht liegt es also an meiner eigenen Leseerwartung – für mich war es stilistisch einfach nicht ganz passend.

Insgesamt hat "Himmelsfeuer" spannende Ansätze und behandelt wichtige Themen, hinterlässt aber bei mir einen leicht distanzierten Eindruck. Ein Buch, das sich für junge Leser*innen gut eignet, für mich persönlich aber eher solide, statt herausragend ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2026

Suite 11: Geheimnisse hinter eleganten Fassaden

The Woman in Suite 11
1

"The Woman in Suite 11" entführt in ein luxuriöses Hotel in der Schweiz und setzt auf eine elegante, leicht beklemmende Atmosphäre, wie man sie von Ruth Ware kennt. Im Mittelpunkt steht erneut Lo Blacklock, ...

"The Woman in Suite 11" entführt in ein luxuriöses Hotel in der Schweiz und setzt auf eine elegante, leicht beklemmende Atmosphäre, wie man sie von Ruth Ware kennt. Im Mittelpunkt steht erneut Lo Blacklock, die versucht, beruflich und persönlich einen Neuanfang zu wagen. Doch aus einer scheinbar harmlosen Recherche entwickelt sich schnell eine Geschichte voller Misstrauen, Andeutungen und unterschwelliger Bedrohung.

Die Stärke des Romans liegt klar in seiner Stimmung. Die abgeschiedene Kulisse, der Kontrast zwischen äußerem Luxus und innerer Unsicherheit sowie die psychologische Perspektive der Hauptfigur erzeugen eine leise, konstante Spannung. Lo wirkt verletzlich und menschlich, was sie weiterhin zu einer glaubwürdigen Erzählerin macht – auch wenn man ihr Zögern und Grübeln nicht immer geduldig folgt.

Allerdings bleibt die Handlung insgesamt eher zurückhaltend. Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und setzt mehr auf Atmosphäre als auf überraschende Wendungen. Einige Entwicklungen sind absehbar, und der große Wow-Moment bleibt aus. Gerade Leserinnen und Leser, die einen temporeichen Thriller erwarten, könnten das als zu ruhig empfinden.

Trotzdem ist "The Woman in Suite 11" ein solides, gut geschriebenes Buch, das Fans von psychologischen Thrillern mit Fokus auf Figuren und Stimmung zufriedenstellen dürfte. Kein Highlight im Werk der Autorin, aber eine ordentliche, angenehm zu lesende Geschichte für zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2025

Starke Themen, etwas zu viele Details

Wo der Wolf lauert
1

"Wo der Wolf lauert" ist ein Roman, der sofort durch seine dichte Atmosphäre und die starke psychologische Ausrichtung auffällt. Ayelet Gundar-Goshen greift ein komplexes, gesellschaftlich relevantes Thema ...

"Wo der Wolf lauert" ist ein Roman, der sofort durch seine dichte Atmosphäre und die starke psychologische Ausrichtung auffällt. Ayelet Gundar-Goshen greift ein komplexes, gesellschaftlich relevantes Thema auf und verbindet es mit einer sehr persönlichen, emotionalen Perspektive. Im Fokus steht Lilach, deren scheinbar stabiles Familienleben durch ein tragisches Ereignis erschüttert wird. Ihre innere Zerrissenheit, Zweifel und Schutzinstinkte sind bemerkenswert authentisch dargestellt.

Besonders gelungen ist die Thematik: Die Autorin beleuchtet Vorurteile, Identität, Angst und die Frage, wie gut man die eigenen Kinder eigentlich kennt. Die psychologische Genauigkeit und der Blick auf die unterschwelligen Spannungen des Alltags erzeugen eine stete Grundspannung, die lange trägt.

Allerdings wirkt der Roman an einigen Stellen zu detailliert. Manche Beschreibungen und innere Monologe wiederholen sich oder führen in Szenen, die wenig Mehrwert bieten. Dadurch gerät der eigentlich starke Spannungsbogen gelegentlich ins Stocken. Einige Abschnitte fühlen sich eher wie Füllmaterial an und mindern die Dynamik, die der Geschichte guttun würde.

Trotz dieser Schwächen bleibt der Roman ein intensives, nachdenklich stimmendes Leseerlebnis, das vor allem durch seine psychologische Tiefe überzeugt. Wer atmosphärische, vielschichtige Romane mag und bereit ist, sich auf langsame, detailreiche Passagen einzulassen, wird hier definitiv fündig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere