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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2016

Zwei Frauen aus zwei Jahrhunderten

Das Erbe der Wintersteins
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Celine Winterstein ist Restauratorin und Tochter des Firmeninhabers einer Porzellanfabrik. Ihr Vater Gustav will oder besser muss die alte Familienvilla an der Ostsee verkaufen, um die Firma rentabler ...

Celine Winterstein ist Restauratorin und Tochter des Firmeninhabers einer Porzellanfabrik. Ihr Vater Gustav will oder besser muss die alte Familienvilla an der Ostsee verkaufen, um die Firma rentabler zu machen.
Als Celine dabei ist, die Villa für den Verkauf herzurichten, stößt sie auf ein Tagebuch von Claire Winterstein, ihrer Urgroßmutter.

Das Buch "Das Erbe der Wintersteins" erzählt zwei Geschichten, die doch irgendwie eine sind. Es handelt von Claire Winterstein, die als Waise auf einem Bauernhof aufwächst und später eine Porzellanfabrik gründet und der bereits erwähnten Celine Winterstein.

Die Erzählung wechselt zwischen Celine und Claire kapitelweise hin und her. Auch wenn alles am Ende zusammenhängt, so mag ich diese Art der Erzählung nicht besonders.

Der Leser wird mitgenommen, auf eine Reise in die Welt des Rummels Ende des neunzehnten Jahrhunderts, als Menschen mit Mißbildungen oder Krankheiten noch als Wunder zur Schau gestellt wurden.
Dazwischen landet man immer wieder im Jahre 2016 an der Ostsee. Celines Verlobter Albert taucht auch in der Villa auf. Doch er benimmt sich merkwürdig. Täuscht sich Celine oder führt Albert etwas im Schilde?

Trotz der ungewohnten Erzählweise hat mir das Buch gut gefallen und ich gebe ihm daher 4 Sterne.

Vielen Dank an die Lesejury, dass ich das ebook lesen durfte.

  • Einzelne Kategorien
  • Atmosphäre
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.10.2016

Still ist es im Ultental

Die Stille der Lärchen
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Commissario Grauner wird zu einem Tatort ins hinterste Ultental gerufen. Unter den Urlärchen von St. Gertraud liegt ein totes Mädchen. Wie sich herausstellt, ist der Fundort nicht der Tatort. Die Einwohner ...

Commissario Grauner wird zu einem Tatort ins hinterste Ultental gerufen. Unter den Urlärchen von St. Gertraud liegt ein totes Mädchen. Wie sich herausstellt, ist der Fundort nicht der Tatort. Die Einwohner des kleinen Ortes haben schnell einen Täter ausgemacht. Doch ein anderer gibt kurz nach der Tat ein Geständnis ab, will aber zum Tathergang nichts aussagen.
Grauner steht also vor vielen Fragezeichen. Er versucht daher in alle Richtungen zu ermitteln. Eine Befragung der Dorfbewohner bringt nicht viel, da sie anscheinend nicht mit Fremden reden wollen.

Lenz Koppelstätter wirft zu Beginn seines Krimis viele Fragen auf. Nach und nach zeigen sich Zusammenhänge. Dann taucht plötzlich der Name Thomas Mann auf. Hat sein Besuch vor über Einhundert Jahren im Ultental etwas mit dem Mord an dem Mädchen zu tun? Auch dieser Frage geht Commissario Grauner zusammen mit seinen Kollegen nach.

Auf Grund der vielen Fragen bleibt das Buch bis zum Ende spannend, ohne das zwischenzeitlich Langeweile aufkommt.

Für mich persönlich war es etwas gewöhnungsbedürftig mit den Bezeichnungen der Tiroler Polizei klar zukommen. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen.

Vielen Dank an Vorablesen.de und den Verlag Kiepenheuer & Witsch, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen durfte.

Veröffentlicht am 08.10.2016

Der Auftakt zu einer großen Reise

Viking Warriors, Band 1: Der Speer der Götter
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Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend. Die erhabene silberne Schrift der neuen Buchreihe "Viking Warriors" verleiht dem Buch das gewisse etwas. Im Vordergrund ist Viggo mit Odins Speer zu sehen.

Kämpfe ...

Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend. Die erhabene silberne Schrift der neuen Buchreihe "Viking Warriors" verleiht dem Buch das gewisse etwas. Im Vordergrund ist Viggo mit Odins Speer zu sehen.

Kämpfe wie ein Wikinger.
Erobere dir Respekt.
Besiege die Götter.

So beginnt der Klappentext des Buches. Diese drei Sätze sagen sehr gut aus, was auf Viggo zukommt.

Viggo ist ein 14 jähriger Junge aus dem 21. Jahrhundert. Er lebt bei Pflegeeltern. In der Schule schreibt er plötzlich merkwürdige Dinge an die Tafel und kann sich danach nicht erinnern, es getan zu haben. Zuhause bekommt er Besuch von einem Mitarbeiter des Jugendamtes, der behauptet, dass sich seine leiblichen Eltern gemeldet haben. Doch Herr Koil ist ein merkwürdiger Zeitgenosse. Er behauptet doch tatsächlich, dass er der Gott Loki sei und Viggo mitnehmen wolle.

Viggo findet das alles sehr verwirrend. Doch plötzlich findet er sich im Jahre 999 im hohen Norden wieder. Er befindet sich tatsächlich im Land der Wikinger. Wie soll er nur wieder von hier wegkommen? Obwohl er nun ein Sklave ist, soll ausgerechnet er, der Junge aus der Zukunft, die Welt vor dem Untergang retten, denn die Wikinger glauben, dass Ragnarök begonnen hat.

Obwohl ich dem Jugendalter schon längst entwachsen bin, hat mir das Buch gut gefallen. Der Anfang des Buches ist etwas stark gerafft. Ich hätte vor dem Zeitsprung gern noch etwas mehr über Viggos Leben in der heutigen Zeit erfahren. Da Viggo in der Vergangenheit ein Sklave ist, hat er leider keinen großen Einfluss auf das Geschehen, aber irgendwie geht er trotzdem seinen Weg. Zum Ende des Buches wird es dann spannender und Viggo greift aktiv in das Geschehen ein.

Das Buch hat mehrere Hauptcharaktere. Zu ihnen zählen natürlich Viggo und der Gott Loki. Weiterhin Erik der Rote, der große Entdecker, sein Sohn Leif Eriksson und dessen Sohn Thorkell, der in Viggos Alter ist. Dann gibt es noch Thyra, ein schwerverletztes Mädchen und Vater Unwan, ein Mann Gottes, der die Worte Gottes etwas anders auslegt als man es erwarten würde.

Richard Dübbel, der Autor des Buches, flechtet geschichtliche Fakten in seine Geschichte ein. So stellt er z.B. klar, dass die Wikinger keine Hörner an den Helmen trugen, was mir neu war. Bekannt war mir hingegen, dass die Wikinger bereits vor Kolumbus in Amerika waren.

Das Ende des Buches hat mich überrascht. Es lässt viele Fragen offen und lässt einen mitten in der Erzählung stehen. Aber der zweite Teil ist bereits in Arbeit und soll im Februar 2017 erscheinen. Ich bin jedenfalls schon auf die Fortsetzung gespannt.

Fazit: Beim ersten Teil der Reihe Viking Warriors handelt es sich um einen spannenden Jugendroman aus der Welt der Wikinger.

Ich habe des Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de als Rezensionsexemplar erhalten. Diese Rezension stellt meine eigene unvoreingenommene Meinung dar.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Kommissar Jennerwein trifft Künstliche Intelligenz

Kommissar Jennerwein darf nicht sterben
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Kommissar Jennerwein konnte bereits 14 Kriminalfälle erfolgreich lösen und hat sich dabei nicht nur Freunde gemacht. So kommt es, dass zwölf Kriminelle zusammenlegen und einen Auftragskiller engagieren. ...

Kommissar Jennerwein konnte bereits 14 Kriminalfälle erfolgreich lösen und hat sich dabei nicht nur Freunde gemacht. So kommt es, dass zwölf Kriminelle zusammenlegen und einen Auftragskiller engagieren. Der Isländer soll Jennerwein ein für alle mal aus dem Weg räumen.

Doch der Kommissar ahnt davon nichts. Er macht Urlaub in einem Sporthotel. Beim Wassertreten und Wandern soll er sich erholen. Während seines Aufenthalts wird er von einem Vertreter eines internationalen Konzern angesprochen, der sich auf Künstliche Intelligenz und Automatisierung spezialisiert hat. Ein Mitarbeiter wird seit sechs Monaten vermisst. Jennerwein soll den Fall inoffiziell untersuchen. Als Entschädigung wird ein sehr großer Betrag an eine von ihm benannte Organisation überwiesen.

Jörg Maurer ist dafür bekannt, seinen Kommissar in außergewöhnliche Situationen zu bringen. Der Fall als er seinen Körper verlassen hat, war schon sehr speziell. Diesmal wird der Leser bzw. Hörer komplett mit dem Thema KI konfrontiert. Kommissar Jennerwein muss sich mit Robotern herumschlagen und mittels VR-Anzug in eine Fabrik irgendwo auf der Welt begeben. Auch wenn es diese Technologien prinzipiell alle gibt, finde ich sie in dem Krimi doch eher unpassend. Ein bisschen davon wäre ja in Ordnung gewesen, aber für mich ist es dann doch zu viel des Guten.

Zwar gibt es ja noch die Anschlagsversuche durch den Isländer, denen der Kommissar meist durch Zufall entgehen kann, doch die Firma Mikado Solutions ist sehr prägend für den 15. Fall.

Gelesen wird das Buch durch den Autor selbst und das ist auch der Grund, weshalb ich dem Buch dennoch 3 von 5 Sterne gebe. Die leserische Umsetzung ist Jörg Maurer vollends gelungen. Inhaltlich hoffe ich, dass es beim 16. Fall wieder aufwärts geht.

Veröffentlicht am 20.03.2025

Ein Eichhörnchen will seinen Traum verwirklichen

Lou und der geheimnisvolle Süßigkeitenschatz
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Das Buch "Lou und der geheimnisvolle Süßigkeitenschatz" wurde mir als Rezensionsexemplar angeboten. Da das Buchcover mit dem niedlichen Eichhörnchen sehr einladend wirkte, nahm ich das Angebot gerne an.

Die ...

Das Buch "Lou und der geheimnisvolle Süßigkeitenschatz" wurde mir als Rezensionsexemplar angeboten. Da das Buchcover mit dem niedlichen Eichhörnchen sehr einladend wirkte, nahm ich das Angebot gerne an.

Die Autorin Bine Pauli erzählt eine süße Geschichte von Lou, der immer wieder von einem Süßigkeitenberg träumt und sich auf den Weg macht, um ihn zu finden. Die Geschichte wird sicher viele Kinder begeistern. Wir erleben, wie sich Lou auf den Weg macht, die Welt außerhalb des Waldes entdeckt und neue Freunde findet. Die Illustrationen sind durchweg sehr niedlich.

Im Vorfeld wusste ich nicht, dass an diesem Buch kein Illustrator mitgewirkt hat, sondern sämtliche Grafiken einer KI entstammen. KI steckt noch in den Kinderschuhen und wird sich in den kommenden Jahren sicher noch ausweiten und weiterentwickeln. Für mich war es eine neue Erfahrung im Buchbereich. Ich würde es mir wünschen, wenn darauf auch hingewiesen wird. Lediglich auf der letzten Seite findet sich ein Hinweis auf die genutzte KI, jedoch ohne den Begriff KI.

Ich weiß nicht, wie versiert die Buchmacher im Umgang mit der neuen Technik waren, aber es gibt mehrere Illustrationen, die so nicht ganz zur Geschichte passen. Bereits am Anfang der Geschichte liegt Lou im Bett. Dieses passt jedoch nicht zu dem Bett auf der benachbarten Seite. Das Hängebauchschwein Eberhard liegt in der Geschichte im Matsch. Auf dem Bild sitzt es jedoch in einem Eimer. Der Höhepunkt ist jedoch die Seite 23. Hier guckt nicht Lou aus dem Fenster, sondern eine Maus.

Abschließend lässt sich sagen, dass mir die Kindergeschichte sehr gut gefällt. Doch jeder weiß, dass Kinder sehr aufmerksame Beobachter sind. Wenn sie also gebannt der Geschichte lauschen und hören, dass Lou den Stock mit seinem roten Bündel über die linke Schulter legt, das Eichhörnchen auf dem Bild aber ein braunes Bündel auf dem Rücken trägt, kann das durchaus für Verwirrungen sorgen. Ich gebe dem Buch daher drei Sterne für die Geschichte. Bei den Illustrationen sollte nachgearbeitet werden.