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Veröffentlicht am 15.05.2019

Jupps zweiter Fall

Nur Uschi kochte schärfer
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„...Glaub mir, einen Dübel braucht er nicht! Vertrau mir, ich weiß, wovon ich schwätze. Ich hatte ja schon mehrere Verehrer, am Ende ist es mit jedem Kerl das Gleiche. Und töpfern und dübeln wollte bisher ...

„...Glaub mir, einen Dübel braucht er nicht! Vertrau mir, ich weiß, wovon ich schwätze. Ich hatte ja schon mehrere Verehrer, am Ende ist es mit jedem Kerl das Gleiche. Und töpfern und dübeln wollte bisher keiner...“

Bei Familie Backes ist die Stimmung gereizt. Das hat mindestens zwei Gründe. Dorfpolizist Jupp langweilt sich. Die einzige, die ihn anruft, weil ihr Hund verschwunden ist, ist Müllers Marianne. Doch das Problem erledigt sich fast von allein. Inge Backes ist sauer, das ihre Tochter Eva nicht zum Klassentreffen kommt. Dafür hatte sie extra Kuchen gebacken. Aber bei Eva geht die Arbeit vor. Außerdem ist Jupp nach Dienstschluss zu nichts zu gebrauchen. Und Inge würde so gern was unternehmen.
Die einzige, die ihr Leben genießt, ist Oma Käthe. Das Eingangszitat, das sie zu Inge sagt, stammt von ihr. Sie kennt sich in der Welt des Internets aus und ist eifrige Nutzerin von Tender. Nicht jedes Treffen verläuft allerdings zu ihrer Zufriedenheit.
Doch nun ist sie verliebt. Gerhard, ein ehemaliger Lehrer, der zum Klassentreffen angereist ist, die Veranstaltung aber zeitig verlassen hat, hat es ihr angetan. Am nächsten Morgen aber liegt er tot im Hotelbett. Im Gegensatz zum Arzt, der einen Herzinfarkt diagnostiziert, weiß ich als Leser genau, was passiert ist. Auch Käthe tippt auf Mord. Sie erwartet, dass Jupp schnellstens etwas unternimmt.
Der Autor hat erneut einen humorvollen Krimi geschrieben. Ich habe mich stellenweise köstlich amüsiert.
Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Die besonderen Stärken der Autors liegen – meiner Meinung nach – in der gekonnten Ausarbeitung der Dialoge. Sie nehmen im Roman auch einen breiten Raum ein. Einerseits dienen sie dabei der Charakterisierung des Personen, andererseits wird durch sie die Handlung vorangetrieben. Manchmal bringen sie den Stand der Dinge konkret auf den Punkt, wie die folgende Aussage von Inge zeigt.

„...Der Dorfarzt bildet sich ein, meine Mutter sei in ihn verliebt, der Dorflehrer hat angeblich eine Affäre mit der Dorfwirtin und macht dann auch noch meiner Mutter schöne Augen, nur um sie ins Bett zu zerren. Verrückt ist das doch alles!...“

Je nach beteiligten Personenkreis sind die Gespräche völlig unterschiedlich gestaltet, mal humorvoll, mal drohend, mal bewegend.
Als Jupp erfährt, dass es wirklich Mord war, sieht er seine Stunde für gekommen. Natürlich wird die Kriminalpolizei nicht benachrichtigt. Ein Dorfpolizist kennt seine Schäfchen und hat für jeden, egal ob beim Verhör oder ob er eine Gefälligkeit von ihm/ihr will, die richtige Drohung bei der Hand. Das kann sich durchaus außerhalb der Legalität bewegen. Außerdem wird die gesamte Familie mit eingespannt. Vor allem Omas Fähigkeiten am Computer sind nicht zu unterschätzen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Gekonnt versteht es der Autor, den wahren Täter bis ans Ende unter der Decke zu halten.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Ein Mann des Glaubens

Friedrich Hänssler - Ein Leben für das Evangelium
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„...Aber die Führung Gottes heißt auch immer: Ich komme in vorbereitete Verhältnisse. Für diese einzigartige Qualität der Führung Gottes bin ich unendlich dankbar. Die darin erfahrene und ausgeübte Liebe ...

„...Aber die Führung Gottes heißt auch immer: Ich komme in vorbereitete Verhältnisse. Für diese einzigartige Qualität der Führung Gottes bin ich unendlich dankbar. Die darin erfahrene und ausgeübte Liebe aus Gott ist der unzerstörbare Reichtum meines Lebens...“

Im ersten Kapitel des Buches erklärt die Autorin, wie es zur Zusammenarbeit mit Friedrich Hänssler kam. Gleichzeitig gibt er darin eine kurze Zusammenfassung seines Lebens. Dabei fällt auch das obige Zitat.
Danach beginnt die eigentliche Biografie. Zuerst wird das Leben seiner Eltern kurz umrissen. Sein Vater musste schon mit 16 Jahren die Verantwortung für die Familie übernehmen und die Korbmacherei fortführen. Seine besondere Liebe aber galt der Musik. Da niemand sein erstes Lied „Auf Adlersflügel getragen“ verlegen wollte, gründete er einen Musikverlag.
1927 wurde Samuel Friedrich Hänssler geboren. Ausführlich wird seine Kindheit erzählt. Manch Anekdote oder Kinderstreich fließt dabei mit ein. Doch die Jahre des Nationalsozialismus sind hart. Als evangelische Christen werden die Eltern vom Regime drangsaliert, der Musikverlag muss geschlossen werden. Christliches Liedgut passt nicht in die Zeit.
Mit 15 Jahren wird Friedrich zusammen mit seiner Schulklasse als Flakhelfer verpflichtet. Sehr anschaulich erzählt er, wie oft er in der folgenden Zeit die Bewahrung Gottes gespürt hat. Das Gebet ist sein täglicher Begleiter.
Mit dem Kriegsende kommen neue Probleme auf ihn zu. Er wechselt als Student der Theologie nach Tübingen. Dort engagiert er sich unter anderen im Jugendkreis und absolviert eine Praktikum in der Anstalt Bethel. Dabei muss er sich mit den Erfahrungen seines kindlichen Glaubens und der davon häufig abweichenden Lehrmeinung auseinandersetzen. Über seine Zeit in Bethel schreibt er:

„...Manche der Kranken kannten die Bibel besser als die Studenten der Theologie. Hin und wieder gelang es ihnen auch, die jungen Gelehrten mit ihren Fragen in wirkliche Verlegenheit zu bringen...“

Gesundheitliche Probleme führen zum Abbruch des Studiums. Trotz dass eine Untersuchung Entwarnung gibt, bleiben Beeinträchtigungen. Friedrich tritt als Volontär in den Verlag des Vaters ein und bringt sich in der Jugendarbeit und in Bibelfreizeiten ein. Er ahnt nicht, wie schwer krank er ist. Die Heilung ist ein Wunder, das selbst die Ärzte erstaunt.
Ein großer Teil des Buches widmet sich den weiteren Aufbau der Verlages und der Zusammenarbeit mit bekannten Persönlichkeiten. Ab und an gibt es Einblicke in das Familienleben.
Auch politische Themen werden gestreift, so die Zusammenarbeit mit staatlichen Organen der DDR, die Teilnahme an einem Gebetsfrühstück in den USA und die Einstellung zu Israel.
Nach vielen gesegneten Jahren aber kommt zu seinem 75. Geburtstag eine neue Phase. Der Verlag gerät in Insolvenz. Exakt analysiert Friedrich Hänssler die Ursachen. Gleichzeitig lernt er jetzt loszulassen. Menschlich ist er tief getroffen, doch seinen Glauben können auch die Vorwürfe von denjenigen nicht erschüttern, die es angeblich besser gewusst haben.
Sehr bewegend sind die Worte beim Tode der Mutter und des Vaters. Hier spricht eine tiefe Liebe zu den Eltern aus den Zeilen.
Ähnlich berührt haben mich all die Zeilen, die dem Autor zu seinem 80. Geburtstag dargebracht wurden. Sie zeugen von Wertschätzung und Achtung.
In den letzten Kapiteln legt der Autor seinen Standpunkt zu den Begriffen Einfalt und Einfachheit im Lichte des Glaubens dar.
Vielfältige Bibelzitate sowie Liedtexte und Gedichte sind in die Biografie eingebunden.
Einige Fotos zeigen Familie und Freunde oder das Treffen mit bekannten Persönlichkeiten aus Kirche und Politik.
Das Buch zeigt ein Lebensbild, welches von unverrückbaren Glauben und hoher Verantwortung geprägt war. Vor wenigen Tagen ist Friedrich Hänssler im Alter von 92 Jahren verstorben. Deshalb möchte ich meine Rezension mit einer Frage, die er selbst gestellt hat, beschließen:

„...Was ist noch wichtig in unserem Leben, zwei Minuten nachdem wir in die Ewigkeit eingegangen sind?...“

Veröffentlicht am 11.05.2019

Zwei Schestern - zwei Schicksale

Manche Engel sterben früh
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„...Gedanken haben Flügel, und wenn du etwas wirklich aus vollem Herzen willst, dann passiert es auch...“

Wir schreiben das Jahr 1964. Die 21jährige Ruth hält das Tagebuch ihrer kleinen Schwester in den ...

„...Gedanken haben Flügel, und wenn du etwas wirklich aus vollem Herzen willst, dann passiert es auch...“

Wir schreiben das Jahr 1964. Die 21jährige Ruth hält das Tagebuch ihrer kleinen Schwester in den Händen. Ist sie schuld an deren Tod?

Dann erlaubt mir die Autorin einen Blick in die Vergangenheit. Ruth ist 7 Jahre und wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem ihr der Stiefvater versprochen hat, mit ihr baden zu gehen. Sie weiß noch nicht, dass genau an diesem Tag ihr Leben zerbrechen wird, denn der Besuch des Bades fällt aus, weil ihre kleine Schwester Christin geboren wird. Ab sofort dreht sich das ganze Leben um diesen kleinen Engel. Der Vater arbeitet Tag und Nacht, damit sich die Lebensverhältnisse verbessern. Die Mutter interessiert sich nicht mehr für Ruth. Sie vergisst sowohl ihren Geburtstag als auch den Schulanfang.

Die Autorin hat ein bewegendes Buch geschrieben, das emotional nicht leicht zu verarbeiten ist. Die Geschichte sollte man mit Bedacht lesen.

Das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil wir Ruths Leben bis zum Tod der Schwester erzählt. Der zweite Teil dient der Veröffentlichung von Christins Tagebuch. Im letzten Teil sucht Ruth die wirklich Verantwortliche für Christins Tod auf.

Der Schriftstil des Buches variiert in den einzelnen Teilen. Im ersten Abschnitt ist er eher sachlich. Deutlich wird, wie Kälte und Lieblosigkeit in Ruths Leben einziehen. Das hinterlässt sowohl psychische, als auch körperliche Spuren. Besonders hart ist es, dass Christin all ihre Wünsche erfüllt werden. Außerdem nutzt diese die Situation aus und stellt sich gegen Ruth. Hätte Ruth nicht die Mutter ihrer Freundin Silke, die für sie da ist und sie in schlimmen Situationen auffängt, wäre sie innerlich zerbrochen. Doch nach weiteren Schicksalsschlägen findet Ruth die Kraft, sich von der Familie zu lösen und sich ein eigenes Leben aufzubauen. Auf der Fahrt nach Berlin zu ihrer Tante Odette, die sie liebevoll empfängt und ihr beim Neuanfang hilft, trifft sie im Zug einen älteren Herrn. Von ihm stammt obiges Zitat.

Das Tagebuch ist sehr gefühlvoll geschrieben. Plötzlich bekommt auch Christin die Kälte der Mutter zu spüren. Der Absturz von der Prinzessin zum Niemand ist grausam und heftig. Doch es ist erst der Anfang vom Ende. Christin flieht mit 13 Jahren aus dem Elternhaus und landet schnell ganz unten.

Der letzte Teil ist geprägt von Ruths Wut und Rache. Erst aus Christins Tagebuch weiß sie, was zu Hause nach ihrem Auszug vorgefallen ist. Sehr gut herausgearbeitet sind die Gespräche zwischen Ruth und ihrer Mutter. Während hier Härte dominiert, sind die Dialoge von Ruth mit dem Stiefvater durch Verständnis und Einsicht geprägt.

Das Buch ist aufwühlend und über weite Teile realistisch. Es zeigt, was Kälte, Eigennutz, Lieblosigkeit und Egoismus in der Seele eines Kindes anrichten können.

Veröffentlicht am 11.05.2019

Geschichte in Bildern

Der erste Kaiser
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„...aber der Krieg hat seinen eigenen Willen. Gebietet man ihm an einer Stelle Einhalt, bricht er sich anderswo Bahn...“

Ying Zheng wird im Jahre 246 vor Christi im Alter von 13 Jahren der neue König ...

„...aber der Krieg hat seinen eigenen Willen. Gebietet man ihm an einer Stelle Einhalt, bricht er sich anderswo Bahn...“

Ying Zheng wird im Jahre 246 vor Christi im Alter von 13 Jahren der neue König von Qin. Zuvor hat er eine freudlose Kindheit als Geisel in Zhao verbracht.
Das Buch enthält zwei Episoden aus den ersten Regierungsjahren von Ying Zheng.
Im Jahre 233 v. Chr. hört der König von Han Fei. Der gilt als Philosoph, der das Staatswesen revolutionieren möchte. Der König schickt ein Heer um Han Fei in sein Reich zu holen. Dort trifft der zwar auf einen lernwilligen König, aber auch auf Neid und Missgunst. Ranghohe Beamte sehen ihre Position und ihr angenehmes Leben in Gefahr.
Im zweiten Teil träumt der König von einer Einigung des Landes. Seine Minister raten ihm zu einem Krieg mit Zhao, dem größten der verbliebenen fünf Reiche. Hier aber trifft sein Heer auf den General Li Mu. Gleichzeitig kommen bittere Kindheitserinnerungen hoch.
Jede der beiden Geschichten wird in drei Kapiteln erzählt. Das Ganze geschieht in Form eines Comics. Kurze Texte und aussagekräftige Bilder geben das Geschehen wieder. Gut gefallen hat mir, dass die handelnden Personen immer auf die gleiche Weise dargestellt werden. Das betrifft vor allem die Kleidung und die Haartracht. Die Bilder haben also einen hohen Wiedererkennungswert. Viele Feinheiten wurden in die Illustrationen eingearbeitet. Erstaunlich, wie mit wenigen Pinselstrichen selbst Sarkasmus und Ironie bildlich verpackt werden können. Die Größe der Bilder variiert dabei ebenfalls.
Bis auf wenige Ausnahmen steht die Schrift auf hellem Hintergrund und ist damit gut lesbar.
Das besondere an dem Buch ist, dass es die Geschichten zweimal enthält, auf der eine Seite in Deutsch, im anderen Teil in Chinesisch.
Eine Zeitleiste und eine Karte ergänzen die Ausführungen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist einmal eine andere Art, Geschichte erlebbar zu machen.
Meine Rezension möchte ich mit einem Zitat eines Zeitgenossen des Königs beenden, das auch im Buch das Ende bildet:

„...Der König von Qin hatte eine hohe Nase, schmale Augen, eine mächtige Brust und die Stimme eines Wolfes. Er kennt keine Güte und hat das Herz eines Tigers. In Bedrängnis gibt er sich demütig, im Triumpf droht er einen mit Haut und Haar zu verschlingen. Ich bin nur ein einfacher Mann, aber wenn er mich empfängt, behandelt er mich, als stünde ich über ihm...“

Veröffentlicht am 09.05.2019

Wer ist der Vollstrecker?

Kluntjesmord in Carolinensiel. Ostfrieslandkrimi
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„...Ich bin der Vollzieher. Meine Auftraggeber sind nicht mehr von dieser Welt...“


Melanie Jäger hat sich nach Jahren der Einsamkeit auf ein Single – Portal getraut. Heute trifft sie Helge Beckmann. ...

„...Ich bin der Vollzieher. Meine Auftraggeber sind nicht mehr von dieser Welt...“


Melanie Jäger hat sich nach Jahren der Einsamkeit auf ein Single – Portal getraut. Heute trifft sie Helge Beckmann. Zwischen beiden scheint die Chemie zu stimmen. In zwei Tagen wollen sie sich erneut sehen. Doch Helge erscheint nicht. Man findet nur seinen Wagen mit Blutspuren an der Tür.

Der Fall landet bei den Kommissaren Bert Linnig und Nina Jürgens.

Der Autor hat erneut einen spannenden Krimi in Ostfriesland angesiedelt. Die Geschichte lässt sich flott lesen. Für diejenigen, die die Vorgängerbände nicht kennen, werden gekonnt Informationen über die beiden Kommissare und ihre Erlebnisse in den Text integriert.

Der Schriftstil ist ausgewogen und passt sich den Geschehnissen an. Helge ist Steuerprüfer. Dabei hat er sich wenig Freunde gemacht, denn er ignoriert gern einmal neuere Grundsatzurteile und unterstellt den zu Prüfenden Steuerbetrug. Sein Ermessensspielraum geht gegen Null. Er selbst schätzt das so ein:


„...Die meisten steuerpflichtigen Bundesbürger sehen mich lieber von hinten als von vorne und am allerliebsten überhaupt nicht, weder zu Hause noch in ihren Büros...“


Deshalb gehen die Kommissare schnell davon aus, dass der Täter im beruflichen Umfeld zu suchen ist.

Auch Mitbewerber für den Posten, den Helge nun erhalten hat, nehmen die Kommissare ins Visier. Im Verhör kommt die Wut deutlich zum Tragen:


„...Würden Sie sich darüber ärgern, wenn derjenige, der Ihnen mit unlauteren Mitteln einen Aufstiegsposten vor der Nase weggeschnappt hat, plötzlich von der Bildfläche verschwunden ist...“


Als besonderes Stilmittel darf ich ab und an einen Blick in Helges Gefängnis werfen. Als er seinen Entführer fragt, warum das alles geschieht, erhält er die Antwort, die ich am Anfang zitiert habe. Erstaunlich gelassen und logisch denkend geht Helge mit der Situation seiner Gefangenschaft um.

Zwei politisch brisante Themen werden geschickt im Laufe der Handlung angesprochen. Das ist zum einen die Frage der Steuergerechtigkeit und zum anderen die Zustände im Pflegeheim. Das Pflegeheim gibt sich zwar alle Mühe, aber die Personalsituation ist prekär. Das bekommt Nina zu spüren, als sie mit den Mitarbeitern reden will und die gerade bei der Essensausgabe gebraucht werden.

Eigentlich ist es sogar noch ein dritter Punkt, der in diesem Fall für Probleme sorgt. Wieder ist es das fehlende Netz fürs Handy, das dem Täter in die Hände spielt.

Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Dazu beigetragen hat auch die Einbeziehung lokaler Besonderheiten wie die alljährliche Regatta der Granatfischer.