Cornelia Funke hat endlich ihren Traum verwirklicht. Guillermo del Torro wählte sie aus, um sein Drehbuch zu "Pans Labyrinth" als Buch zu interpretieren.
1944 in Spanien: Ofelias Vater war ein Schneider, ihre Mutter Schneiderin. Beide waren glücklich, bis ihr Vater verstarb, Um Ofelia eine Familie zu geben, verliebt sich Ofelias Mutter sehr schnell in den herrsch-, rach- und mordsüchtigen Kommandanten.
Gemeinsam ziehen sie in die Berge, wo seine Armee stationiert ist. Um das alte Bauernhaus herum zieht sich ein dichter, mystischer Wald. Schon bald wird für die kleine Ofelia alles noch magischer, als sie von einer kleinen Fee in ein Labyrinth in mitten des Waldes geführt, hinein in ein Labyrinth, das von einem der ältesten magischen Geschöpfe bewohnt wird. Einem Faun, der Faun, der die verschwundene Prinzessin der Unterwelt finden und zurückbringen soll. Doch um zu beweisen, dass sie es sein könnte, muss sie drei schreckliche Prüfungen ablegen. Und das reicht natürlich noch nicht, denn ihr ungeborener Bruder macht ihre Mutter krank,
Mein Fazit:
Ich bin überwältigt. Wissen muss man einfach, dass hier das wunderschöne Cover trügt, denn die Geschichte ist definitiv erst ab dem 16 Lebensjahr wirklich geeignet. Es ist blutrünstig, grausam und zwischendrin so blutig, dass sich selbst mir der Magen umdrehte.
Der Schreibstil ist einfach Cornelia Funke. Was soll ich da mehr sagen? :) Sie schreibt so wunderschön. So empathisch, klar und dann wieder verschnörkelt. Sie gibt dem Guten und dem Bösen Farbe, obwohl sie auch nur in schwarz weiß schreibt. Ihre Bücher sind immer wieder magisch, einfach, weil sie den Leser auf der ersten Seite abholt und sofort vergessen lässt, dass man "nur" ein Buch liest. Ich konnte mir jedes Detail vorstellen, den Faun, den grausamen Kommandanten. Es war wieder ein wunderbares Lesevergnügen.
Die Geschichte an sich kannte ich schon, da ich den Film gesehen habe. Doch Funke gibt dem Drehbuch noch einmal zusätzliche Details und macht die Geschichte somit noch größer.
Natürlich handelt es sich hierbei um ein gruseliges Märchen, aber wenn man das weiß, liest man es auch so.
Die Illustrationen, der Einband und der Umschlag sind ebenfalls zu erwähnen, denn sie sind so wunderschön gezeichnet, dass ich mich regelrecht minutenlang darin verlor, bis ich weiter las.
Also von mir eine ganz klare Empfehlung!