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Veröffentlicht am 06.08.2019

Das Buch der Karten

Verrückt nach Karten
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Dieses Buch ist ein wahres Schmuckstück, sowohl in Hand wie auch im Bücherschrank! Das Material ist dick und hochwertig, das Werk liegt gut in der Hand. Gleich beim Auspacken des Kartons war ich überrascht, ...

Dieses Buch ist ein wahres Schmuckstück, sowohl in Hand wie auch im Bücherschrank! Das Material ist dick und hochwertig, das Werk liegt gut in der Hand. Gleich beim Auspacken des Kartons war ich überrascht, dass "Verrückt nach Karten" größer ist als ich dachte. Doch es passt zu dem Welt-Atlas Gefühl, dass es mir vermittelt. Nur dass dieser Atlas nicht im Heute Hier und Jetzt spielt, sondern in verborgenen Fantasy-Welten, geboren aus den Köpfen brillianter Autoren.

Sehr schön finde ich die Motivationen und Erzählungen aus der Kindheit des Herausgebers, wie er überhaupt auf diese "verrückte" Sammlungsidee gekommen ist. Und auch die Vergangenheit der Autoren hat ihren Reiz. Selten betrachtet man einen Roman von dieser Seite.

Nun, dass wirklich jeder Autor am Anfang zuerst eine Karte im Kopf hat wage ich allerdings zu bezweifeln. Ich denke vielmehr, dass es VIELE waren und dass die genannten Werke dem Herausgeber entgegenkamen.

Was ich auch etwas vermisst habe, waren reale Karten, oder Karten aus anderen Zeiten. Hier gab es zwar ein paar, aber längst nicht so viele Beispiele, wie ich aus Leseprobe und Inhaltsverzeichnis heraus erwartet hätte. Ich habe mir Großteile des Buchs realer, weniger fiktiv vorgestellt. Auch hätte ich mir noch einen größeren Teilbereich des Buches zu jenen Fiktiven Legenden Welten wie Avalon und Atlantis und Entsprechungen aus anderen Kulturen gewünscht. Es wurde zwar auch teilweise darauf eingegangen und gerade Yggdrasil bekommt viele Seiten, doch für mein Gefühl wird der Sage nicht gerecht.

Dafür ist die Aufmachung des Buches ein richtiger Hingucker! Jede Seite ist besonders und einzigartig, es gibt so viel zu schauen und zu entdecken! Viele Karten erinnern mich dabei an die Wimmelbilder. Und auch die "Handschrift" des Autors ist herauszulesen. So vermittelt alleine die Karte einen Eindruck von dem, was das Fantasy-Reich zu bieten hat. Wirkt es hell? Düster? Fröhlich? oder "riecht" nach Landleben?

Besonders vor Augen geführt hat mir dieses Buch allerdings auch mein mangelndes umfangreiches Wissen über Klassiker der Literatur. Da ich viele der genannten Werke nicht selbst gelesen habe, fehlte mir an vielen Stellen der eigene Bezug zu dem Unterkapitel. Das Schöne daran ist jedoch, dass mir dieser vielfältige Atlas nicht nur eine Sammlung der Karten, sondern auch ein Kompass durch unterschiedliche Welt-Klassiker bietet, von denen vielleicht das ein oder andere auch mal meinen Bücherschrank besuchen darf.

Fazit: Ein schönes Geschenk für traditionelle Buch- und Kartenliebhaber und ein toller Bildband zum Durchblättern für alle anderen.

Damit gibt es: 3 von 5 Pfoten von Miaslesezeilen.de

Veröffentlicht am 02.05.2019

Einfach loslegen!

Sag dem Abenteuer, ich komme
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Eine Frau, ein Motorrad namens Cleo und Einmal um die Welt. Spannend und ergreifend berichtet die junge Autorin Lea von ihrer ersten Langzeitweltreise. Heraus aus dem grauen Alltag, mit dem Wunsch, einfach ...

Eine Frau, ein Motorrad namens Cleo und Einmal um die Welt. Spannend und ergreifend berichtet die junge Autorin Lea von ihrer ersten Langzeitweltreise. Heraus aus dem grauen Alltag, mit dem Wunsch, einfach mal etwas anderes zu sehen, seine Träume zu leben und Freude am Reisen macht sie sich auf unbekanntes Land zu entdecken.

Vorweg: Das finde ich verdammt mutig und ich habe vor jedem und jeder einen Heiden-Respekt, der sich auf eine so große Reise begibt und den Mumm aufbringt für solch lange Zeit einfach auf Achse zu sein, seine Familie, Freunde und Job hinter sich zu lassen und einfach treiben zu lassen. Oder auch geplant zu reisen. Alleine oder zu zweit, alleine als Frau ist es sicher noch schwieriger und es gab so manche Situation, in der ich der Autorin nachträglich noch die Daumen drückte und erleichtert aufatmen musste, das da so einiges doch nochmal gut gegangen ist. Aber das ist halt auch das Risiko das auf uns wartet, wenn wir unsere bekanten Bahnen verlassen. Und die Chance.
Es gibt ein Zitat, dass dieses Buch mit begleitet und das ich für besonders treffend halte: „Das Schicksal ist ein gepackter Esel und wartet darauf, von dir in eine Richtung geführt zu werden.“
Es gibt einfach Kraft, was neues auszuprobieren und macht augenblicklich Lust auf Reisen.

Leider muss ich aber sagen, dass mich das Buch sonst nicht so angesprochen hat, zumindest verglichen mit manchen anderen Reiseberichten oder Blogs die ich gerne mal durchstöber. Das Cover ist zwar sehr einladend und verleitet mich immer wieder den Roman erneut aufzuschlagen, der Text ist für mich aber nicht ansprechend genug geschrieben. Mir fehlt irgendetwas, ohne dass ich jetzt ganz genau beschreiben könnte, was das eigentlich ist. Er hält meistens ein Hauptereignis in einer Stadt oder einem Land als besonders prägend fest, oft verbunden mit einem Thema der inneren Reise (Leidenschaft, Glaube, Karawanenleben,...) das dazu anregt, sich selber auch Gedanken darüber zu machen. Das steht für mich von Anfang an in Kontrast zu dem ursprünglich einfachen Wunsch, einfach rauszufahren und Freude am Unbekannten entdecken zu haben statt so einen Selbstfindungstrip zu machen, der es aber letztendlich doch teils ist (zumindest erweckt die Buchaufmachung sehr diesen Eindruck). Vielleicht kann man sogar soweit gehen zu sagen dass man zeitweise das Gefühl hat, ein kleines Stück mitzureisen und einige Szenen sind sehr authentisch und abwechslungsreich. Aber oft fehlt mir, auch wenn die Reise in einem Stück beschrieben ist, ein roter Faden der über das innere Erleben, bzw. Beschreiben hinaus geht. Mir kommt dieses Buch sehr auf sich selbst und die Beziehung zum Motorad bezogen vor, was für Maschinen Liebhaber sicher ein großes Plus ist, für mich aber nicht. Die Tatsache an sich mit dem Motorrad loszuziehen und auch darüber zu schreiben ist aber weiterhin selten und interessant und bringt neue Impulse für mich. Ich hätte mir aber ein paar mehr Infos über die jeweils am Ort lebenden Menschen gewünscht. Nun weiß ich als Leserin nicht, ob die Reisekontakte nicht tiefergehend waren, oder viel Atmosphäre einfach der Menge der besuchten Orte weichen musste, um noch in einen Roman zu passen der nicht die Regale sprengt? Mir erging es beim Lesen oft so, dass ich, sobald meine Neugierde auf ein Land oder einige Menschen dort erst richtig geweckt wurde, die Reise schon wieder weiter ging. Dies Erzählprinzip unterstreicht natürlich auch wunderbar die Heimatlosigkeit einer Langzeitreisenden und den Hunger auf den nächsten Tag, bzw. auch das Gewicht des einzelnen kostbaren Moments, der als solcher für sich einfach stehen bleibt.
Ein großes Plus sind die Fotos zwischendrin, sie fangen oft mehr ein, als in den Worten geschrieben steht und haben mir geholfen, mich mehr in die Reise einzufühlen. Es hätten gerne noch mehr und im Buch verteilter sein können.
Was ein Punkt ist, der für mich mit einer solchen Reise streng zusammenhängt, über dessen Logistik in dem Buch jedoch nicht so viel erzählt wird, sind die Reisekosten. Ich hätte es schön gefunden, wenn hier noch irgendwo Hinweise gewesen wären, die jeden, der auch so eine Reise machen wollen würde ein wenig unterstützen würde, und den Leser nicht mit dem „für mich wäre da wohl sehr sehr lange Zeit Hostel und Spritkosten -Sparen angesagt, bevor irgendwas losgehen kann“-Gefühl zurücklässt.

Fazit: Eine nette kleine Lektüre für zwischendurch mal, ein wenig zum Träumen, ein wenig für den Kopf, und eine toller Tipp für Motorrad-Fahrer sowie jeden mit einer verrückten Idee im Kopf, der einen kleinen Schubs braucht, es einfach zu wagen.

Veröffentlicht am 18.09.2022

Top und Flop

Wenn ich uns verliere (Light in the Dark 1)
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Oh man, dieses Buch macht es mir wirklich so richtig richtig schwer, es zu bewerten. Die Geschichte von Maggi und Leo springt auf den derzeitigen Hype im New Adult Bereich auf, in dem es derzeit häufig ...

Oh man, dieses Buch macht es mir wirklich so richtig richtig schwer, es zu bewerten. Die Geschichte von Maggi und Leo springt auf den derzeitigen Hype im New Adult Bereich auf, in dem es derzeit häufig um schwere Schicksale und Themen wie Mental Health geht. Eine Protagonistin mit speziell dieser Erkrankung habe ich jedoch selten gelesen. Vielleicht auch, weil gerade dies die Entwicklung einer ernsthaften Liebebeziehung auf Augenhöhe so richtig schwer macht. So war ich Maggi gegenüber sehr zwiegespalten. Zwar hatte sie mein volles Mitgefühl und ich konnte gut verstehen, warum sie so handelt, wie sie handelt, dennoch fand ich das aber alles für Leo einfach nicht fair. Das allles wirkte mir doch sehr sehr toxisch. Und das machte mir Maggi und auch das Buch sehr unsympathisch. So hätte ich mir gewünscht, dass das Buch eher wenn schon dann da anfängt, wo es endet und der Fokus eher auf dem Schaffen einer Liebesbeziehung mit einem gesunden Weg geht.

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Veröffentlicht am 02.01.2022

Gemächliches Durchblättern

Gelassen leben
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Gelassen leben fasst die Themen dieser Zeit sehr gut auf und reiht sich in die große Bandbreite von Achtsamkeitsliteratur und Lebenshelfern ein. Das Cover und die lockere Aufmachung der Seiten sind dabei ...

Gelassen leben fasst die Themen dieser Zeit sehr gut auf und reiht sich in die große Bandbreite von Achtsamkeitsliteratur und Lebenshelfern ein. Das Cover und die lockere Aufmachung der Seiten sind dabei ein echter Catcher und man blättert gerne durch diese Seiten durch.
Der Inhalt selbst lässt teils leider eher zu wünschen übrig. Zum einen gefällt mir die rot grün Aufteilung nicht, das geht für mich etwas vom Achtsamkeitsverständnis weg, geht mehr in so ein richtig falsch System, das ich hier einfach unangebracht finde. Zum anderen finde ich auf der Grünen Seite aber auch nicht viel sonderlich neues. Alles bleibt sehr an der Oberfläche und ich habe das Gefühl, doch schon so einige Bücher in der Hand gehabt zu haben, die das Thema gezielter und besser aufgreifen können.
Zusammenfassend lässt sich also sogen, dass Design, Satzbau und Aufmachung richtig gut gelungen sind, der Inhalt und die transportierte Botschaft leider eher weniger.

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Veröffentlicht am 11.05.2021

Gemächliche Sommerlektüre

Möwensommer
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Unsere Protagonistin Lina ist hin und hergerissen zwischen ihrer heimlichen Liebe, sowie Jungendfreund Mattis und dem neuen Inselbewohner Bent, der ihr sogleich den Hof macht. Und das scheint an Mattis ...

Unsere Protagonistin Lina ist hin und hergerissen zwischen ihrer heimlichen Liebe, sowie Jungendfreund Mattis und dem neuen Inselbewohner Bent, der ihr sogleich den Hof macht. Und das scheint an Mattis wiederum nicht spurlos vorbei zu gehen. Als Kulisse bietet sich uns der wunderbare Strand Norderneys und eine richtige Insel-Leben Atmosphäre.

Die Geschichte und Entwicklung wirkt auf mich bereits auf den ersten Seiten tendentiell vorhersehbar, die Entwicklung der Romanze fließt entspannt dahin. Im Mittelteil habe ich das Gefühl etwas durchzuhängen, es zieht sich etwas, das zum Ende jedoch wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt. Ich schätze, hier hätte mir etwas mehr Action gut gefallen.

Der tragende Aspekt dieses Buchs ist für mich tatsächlich nicht die Romanze, sondern vielmehr das Inselgefühl, das vermittelt wird. Jeder Mensch schient eine Geschichte zu haben, die "Blühende Fantasie" wird zu einem Ort, den man gerne in Gedanken besucht.

Fazit: Gemächlich plätschernder Sommerroman für Inselliebhaber

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