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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2019

Lass die Puppen tanzen: verrückt, skurril, aber auch sehr humorvoll

Dorian Hunter - Dämonen-Killer / Der Puppenmacher
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Hier treffen Dorian Hunter und Donald Chapman das erste Mal aufeinander. Dieser wurde vom Secret Service geschickt, weil Dorians Taten der letzten beiden Folgen nicht ganz unbemerkt blieben. Doch Chapman ...

Hier treffen Dorian Hunter und Donald Chapman das erste Mal aufeinander. Dieser wurde vom Secret Service geschickt, weil Dorians Taten der letzten beiden Folgen nicht ganz unbemerkt blieben. Doch Chapman glaubt absolut nicht an das Übernatürliche. Selbst wenn es direkt vor seiner Nase sitzt, denkt er immer noch, dass solche Dinge unmöglich sind. Ich mag seinen Charakter total gerne und hoffe, ihn Zukunft mehr von ihm zu hören. Das Zusammenspiel zwischen den beiden Männern ist teilweise wirklich zu komisch.

Die Hörspielserie basiert auf der Heftromanserie "Dämonenkiller" der österreichischen Autoren Ernst Vlcek und Kurt Luif. Diese erschien zwischen 1973-1977 und wird seit 2008 von Zaubermond-Audio neu aufgelegt. Dazu wurde die Handlung der Geschichte in die Gegenwart übertragen.

Jede Folge ist zwar auf der einen Seite blutig, brutal und düster, überzeugt aber auch besonders durch einen trockene Humor. Hier wird es teilweise schon ein bisschen verrückt, skurril und auch beängstigend.

Bis zur aktuellen Folge (42.2) haben 14 verschiedene Sprecher ihr Können unter Beweis gestellt. Jeder Charakter wird dadurch absolut toll umgesetzt und authentisch dargestellt. Generell zieht die Akustik einen direkt in seinen Bann: durch Musik, Geräusche oder Stimmen wird eine ganz spezielle, gruselige, düstere und bedrückende Atmosphäre geschaffen.

Für Mystery und Horror Fans ein Muss!

Veröffentlicht am 02.09.2019

Blutig, brutal und düster und ein Hauch Erotik

Dorian Hunter - Dämonen-Killer / Das Henkersschwert
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Dorian trifft auf Coco Zamis, die ihm ihre Hilfe anbietet, doch kann er ihr wirklich trauen? Er lässt sich auf ein gefährliches und ebenso aufregendes Abenteuer ein.

In dieser Folge habe ich doch an ...

Dorian trifft auf Coco Zamis, die ihm ihre Hilfe anbietet, doch kann er ihr wirklich trauen? Er lässt sich auf ein gefährliches und ebenso aufregendes Abenteuer ein.

In dieser Folge habe ich doch an Dorian gezweifelt und mich gefragt auf welcher Seite er eigentlich steht. Aufgrund der Ereignisse der Nacht in Asmodi kann man Dorians Hass auf die "Schwarze Familie" schon nachvollziehen. Dennoch handelt er hier besonders am Ende unnötig grausam und engstirnig, man kann schon fast sagen unüberlegt und impulsiv. Es wird nicht ganz klar woher der Hass auf ALLE Dämonen jetzt so plötzlich kommt, weil davon bisher in der Form keine Rede war.

Die Hörspielserie basiert auf der Heftromanserie "Dämonenkiller" der österreichischen Autoren Ernst Vlcek und Kurt Luif. Diese erschien zwischen 1973-1977 und wird seit 2008 von Zaubermond-Audio neu aufgelegt. Dazu wurde die Handlung der Geschichte in die Gegenwart übertragen.

Jede Folge ist zwar auf der einen Seite blutig, brutal und düster, überzeugt aber auch besonders durch einen trockene Humor. Hier kommt auch noch ein bisschen mehr als ein Hauch Erotik hinzu.

Bis zur aktuellen Folge (42.2) haben 14 verschiedene Sprecher ihr Können unter Beweis gestellt. Jeder Charakter wird dadurch absolut toll umgesetzt und authentisch dargestellt. Generell zieht die Akustik einen direkt in seinen Bann: durch Musik, Geräusche oder Stimmen wird eine ganz spezielle, gruselige, düstere und bedrückende Atmosphäre geschaffen.

Für Mystery und Horror Fans ein Muss!

Veröffentlicht am 02.09.2019

Für Mystery und Horror Fans ein Muss!

Dorian Hunter - Dämonen-Killer / Im Zeichen des Bösen
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Dorian und seine Frau befinden sich auf dem Weg in den Urlaub. Doch schon im Bus dorthin wird Lilian Angst und Bange: nicht genug, dass die Mitreisenden ein wenig sonderbar sind, sie wurden alle am selben ...

Dorian und seine Frau befinden sich auf dem Weg in den Urlaub. Doch schon im Bus dorthin wird Lilian Angst und Bange: nicht genug, dass die Mitreisenden ein wenig sonderbar sind, sie wurden alle am selben Tag wie Dorian geboren! Ein mysteriöses Prospekt hat die Männer, deren Wohnorte sich über die ganze Welt verteilen, auf das kleine Dorf Asmodi aufmerksam gemacht. Zufall? Lilian bittet Dorian umzukehren, doch der will davon nichts wissen. Wenn er doch nur auf den Wunsch seiner Frau gehört hätte, denn die kommende Nacht wird ihrer beider Leben für immer verändern...

Während des Besuchs bei Professor Helnwein schildert Dorian die Ereignisse jener Nacht. Er hofft auf Unterstützung bei seinem Vorhaben die sogenannte "Schwarze Familie" auszulöschen. Helnwein handelt mit Artefakten und hat ein umfassendes Wissen über die außergewöhnlichsten Kreaturen. In der Hörspielserie finden nämlich alle möglichen dunklen Gestalten ihren Platz: Hexen, Ghule, Vampire und Dämonen sind nur ein kleiner Teil davon.

"Im Zeichen des Bösen" beschreibt die Vorgeschichte und zeigt den Grund, warum Dorian Hunter letztendlich zum Dämonenkiller wird.

Die Hörspielserie basiert auf der Heftromanserie "Dämonenkiller" der österreichischen Autoren Ernst Vlcek und Kurt Luif. Diese erschien zwischen 1973-1977 und wird seit 2008 von Zaubermond-Audio neu aufgelegt. Dazu wurde die Handlung der Geschichte in die Gegenwart übertragen.

Jede Folge ist zwar auf der einen Seite blutig, brutal und düster, überzeugt aber auch besonders durch einen trockene Humor.

Bis zur aktuellen Folge (42.2) haben 14 verschiedene Sprecher ihr Können unter Beweis gestellt. Jeder Charakter wird dadurch absolut toll umgesetzt und authentisch dargestellt. Generell zieht die Akustik einen direkt in seinen Bann: durch Musik, Geräusche oder Stimmen wird eine ganz spezielle, gruselige, düstere und bedrückende Atmosphäre geschaffen.

Für Mystery und Horror Fans ein Muss!

Veröffentlicht am 02.09.2019

Unterhaltsam, interessant und lesenswert!

Roll.on
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Anfang 20 wird Lars Höllerer durch einen Motorradunfall von den Beinen gefegt. Schock-Diagnose: Vom Hals abwärts gelähmt. Was folgt sind mehrere Monate Reha, Depressionen und auch Suizidgedanken. Doch ...

Anfang 20 wird Lars Höllerer durch einen Motorradunfall von den Beinen gefegt. Schock-Diagnose: Vom Hals abwärts gelähmt. Was folgt sind mehrere Monate Reha, Depressionen und auch Suizidgedanken. Doch schließlich beginnt er sein neues „flügellahmes“ Leben zu akzeptieren. Er findet Erfüllung in der Malerei mit dem Mund, die er über die Jahre perfektioniert und mit der er weltweit Anerkennung findet.

In seinem autobiographischen Buch „Roll.on - Das war`s dann wohl mit Frauenheld“ erzählt er voller Witz und Ironie von seinen Erlebnissen mit verschiedenen Zivildienstleistenden. Doch auch die zahlreichen Schattenseiten finden Beachtung: die völlige Hilflosigkeit, die Abhängigkeit von anderen Personen, Druckstellen durch langes sitzen, Schmerzen sowie die Störung der Regulierungsfähigkeit der Körpertemperatur und dadurch extrem unangenehme Temperaturschwankungen. Über viele vermeintliche Kleinigkeiten macht man sich als gesunder Mensch keine Gedanken. Diese können für Paraplegiker (beide Beine und Arme sind gelähmt) jedoch zur Gefahr, wenn nicht sogar lebensbedrohlich werden. Nicht sicher gelagert besteht beispielsweise Sturzgefahr, ein nicht aufgeladener Rollstuhl bedeutet kein Vorankommen mehr und wenn die Sprachsteuerung am Telefon nicht richtig funktioniert kann der Betroffene keine Hilfe rufen.

Lars Höllerer lässt uns an Ausschnitten seines Lebens teilhaben, erzählt von den Wochen nach dem Unfall, die ihn zunächst mutlos zurück ließen, von seinen Freunden, seiner Familie, der Malerei, seinen Reisen und auch der Liebe. Er zeigt dem Leser, dass man auch körperlich völlig eingeschränkt ein zufriedenes Leben führen kann. Dabei hilft natürlich ein stabiles Umfeld, eine gewissenhafte und vertrauensvolle Pflege. In Deutschland kann man sich in einem funktionierenden Gesundheitssystem relativ gut aufgehoben fühlen. Das ist aber leider nicht in allen Ländern der Fall!

Er thematisiert auch die Vereinigung der Mund- und Fußmalenden Künstler in aller Welt (VDMFK), durch die es ihm möglich ist seiner großen Leidenschaft - der Malerei - nachzugehen. Besonders zu erwähnen sind in dem Zusammenhang auch das Cover des Buches und die Illustrationen zu Beginn jedes Kapitels. Diese stammen nämlich vom Autoren selbst.

Das Buch gibt Mut und Hoffnung. Es ermöglicht einen Einblick in das Leben eines Querschnittsgelähmten und beleuchtet sowohl die Licht- als auch die Schattenseiten. Sehr unterhaltsam, interessant und lesenswert!

Veröffentlicht am 13.08.2019

Witzige und spritzige Geschichte

Mit Schirm, Charme und Keksen
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Felicitys arbeitet in der Babyboutique ihrer Mutter. Sie traut sich nicht, ihr zu sagen, dass sie einen ganz anderen Traum für ihr Leben hat. Ständig hat sie das Gefühl ihrer Mutter alles Recht machen ...


Felicitys arbeitet in der Babyboutique ihrer Mutter. Sie traut sich nicht, ihr zu sagen, dass sie einen ganz anderen Traum für ihr Leben hat. Ständig hat sie das Gefühl ihrer Mutter alles Recht machen zu müssen und sie nicht enttäuschen zu dürfen. Schließlich musste diese als allein erziehende Mutter auf so viel verzichten. Die Frage nach ihrem Vater stößt auf taube Ohren, obwohl es einer ihrer größten Wünsche ist ihn endlich kennen zulernen. Als ihr alles zu viel wird, hört sie auf den Rat ihrer Großmutter und begibt sich auf die Suche nach den Spuren ihrer Vergangenheit.

Diese Suche führt Felicity nach Schottland, wo ihr sogleich Steine in den Weg gelegt werden, so dass alles ganz anders kommt als erwartet. Ich habe oft gedacht, dass die junge Frau sich selber ganz schön sabotiert. Sie redet ständig davon, dass sie Träume hat, aber welche sollen das sein? Als Buchliebhaberin träumt sie von ihrer eigenen Bibliothek, sie will außerdem unbedingt ihren Vater treffen. Meiner Meinung nach tut sie aber nicht wirklich viel dafür ihn tatsächlich zu finden. Sogar als sich ihr einige Möglichkeiten bieten, lässt sie diese vorbei ziehen oder nimmt sie gar nicht richtig wahr.

Was will sie also eigentlich in ihrem Leben verändern? Eine berufliche Neuorientierung? Die große Liebe finden? Ihren Vater kennen lernen? Eine Abnabelung von der Mutter? Ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen? Ich glaube, sie wünscht sich eine Mischung aus allem, weiß aber überhaupt nicht, wie sie das umsetzen soll. Bisher hat ihre Mutter ihr schließlich immer gesagt, was sie tun soll. Leider bekommen wir auf all diese Fragen auch keine befriedigende Antwort. Es wirkt so als wäre der Roman auf einen Folgeband ausgelegt, was ich mir auch wünschen würde.

Bis es tatsächlich nach Schottland geht, erlebt Felicity noch einige Rückschläge, die sie überhaupt erst aus der mütterlichen Stube treiben. Dazu gehört auch, dass sie einfach kein Glück mit den Männern hat. Ob beim Speed-Dating oder einem Event der High Society, ständig erweisen sich potentielle Prinzen als Frösche. Sowohl die Ereignisse vor Schottland als auch auf ihrer Reise selber sind herrlich humorvoll beschrieben. Plötzlich überschlagen sich die skurrilen Erlebnisse, was sehr erheiternd ist, einen aber doch oft den Kopf schütteln lässt. Wie der Titel schon sagt: Felicity stapft mit „Schirm, Charme und Keksen“ durch den Schlamm Schottlands. Dabei bezaubert sie nicht alle Schotten, doch einige Weisheiten aus ihren Glückskeksen lassen sie schließlich auf den Ruf ihres Herzens hören.

Es handelt sich hier um eine witzige und spritzige Geschichte, in der eine junge Frau auf den Spuren ihrer Vergangenheit wandelt, sich aber gleichzeitig auch auf der Suche nach sich selber befindet und dabei in das bisher größte Abenteuer ihres Lebens stolpert. Das Buch hält viele interessante und liebenswürdige Charaktere sowie einige unerwartete Wendungen und Überraschungen bereit.