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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2019

Eine mehr als gelungene Fortsetzung

Die Charité: Aufbruch und Entscheidung
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Einmal mehr hat es Ulrike Schweikert geschafft Realität und Fiktion so geschickt miteinander zu verweben, dass ein spannender und fesselnder Roman entstanden ist.

Sie nimmt uns mit nach Deutschland zu ...

Einmal mehr hat es Ulrike Schweikert geschafft Realität und Fiktion so geschickt miteinander zu verweben, dass ein spannender und fesselnder Roman entstanden ist.

Sie nimmt uns mit nach Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis nach dem Ersten Weltkrieg. Die Fortschritte in der Medizin sind erkennbar – besonders gegenüber den Schilderungen in Band 1. Sehr anschaulich ist das Bild der Frauen zu damaliger Zeit dargestellt und wir erleben die ersten schweren Schritte der Emanzipation. Als Beispiel hierfür dienen die erste Ärztin an der Charité und eine junge Arbeiterin, die sich der Frauenbewegung anschließt. Sowohl Rahel Hirsch als auch Barbara sind zwei sehr starke Frauen, die sich jede auf ihre Weise für die Rechte der Frauen einsetzt.

Auch Band 2 war für mich noch sehr informativ sowohl was die Entwicklung in der Medizin als auch in der Politik angeht. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich vergebe wieder sehr gerne 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.08.2019

Harry Holes persönlichster Fall

Messer (Ein Harry-Hole-Krimi 12)
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Endlich ist er da der 12. Fall des Ermittlers Harry Hole, der wohl nicht nur von mir heiß ersehnt wurde.

Nachdem Harry von seiner Frau Rakel vor die Tür gesetzt wurde und er seinen Dozentenjob verloren ...

Endlich ist er da der 12. Fall des Ermittlers Harry Hole, der wohl nicht nur von mir heiß ersehnt wurde.

Nachdem Harry von seiner Frau Rakel vor die Tür gesetzt wurde und er seinen Dozentenjob verloren hat, ist er wieder dem Alkohol verfallen. Nur seiner ehemaligen Kollegin und jetzigen Chefin Katrine hat er es zu verdanken, dass er noch im Polizeidienst ist.

Als Rakel ermordet wird, ist Harry geradezu besessen von dem Gedanken, dass ein „alter Bekannter“ von ihm sich nun gerächt hat. Aber im Laufe der Ermittlungen gerät er selbst immer mehr in Verdacht. Hat er wirklich Rakel getötet, weil sie ihn verlassen hat?

Durch die Erzählung aus unterschiedlichen Perspektiven gewinnt die Geschichte an Fahrt. Lediglich wenn Harry wieder einmal über den Sinn des Lebens nachdenkt, flacht der Spannungsbogen ab. Aber überraschende Wendungen sorgten regelmäßig für neue Spannung und warfen meine Vermutungen regelmäßig über den Haufen.

Nicht nur das Ende dieses Falls gewährt uns wieder Einblicke in die menschlichen Abgründe, die teilweise erschreckend, aber sicher nicht ganz von der Hand zu weisen sind.

Nicht nur weil ich ein Harry Hole Fan bin, vergebe ich gerne volle Sternenzahl, sondern mir hat dieser Krimi auch wieder sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 27.08.2019

Tiefe Einblicke in das Leben auf Hallig Hooge, die ich so nicht erwartet hätte

Frische Brise auf dem Sommerdeich
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Katja Just kommt ursprünglich aus München, lebt aber nun schon 20 Jahre auf der Hallig Hooge. Mit diesem Buch gibt sie uns Einblicke in das Halligleben quasi zu jeder Jahreszeit.

Als ich dieses Buch ...

Katja Just kommt ursprünglich aus München, lebt aber nun schon 20 Jahre auf der Hallig Hooge. Mit diesem Buch gibt sie uns Einblicke in das Halligleben quasi zu jeder Jahreszeit.

Als ich dieses Buch in die Hand nahm, hatte ich mit unterhaltsamen Geschichten und Anekdoten vom Leben auf einer Hallig gerechnet. Womit ich nicht gerechnet habe, sind diese sehr persönlichen Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Autorin. Jedes Kapitel beschäftigt sich mit völlig anderen Begebenheiten wie z. B. dem Kalben einer Kuh, Weihnachten, Traditionen, Politik oder dem Klimawandel. Aber alle Geschichten sind interessant bis spannend und zeugen von der Liebe der Autorin zu ihrer Hallig und der Natur. Dabei darf man das Leben auf der Hallig nicht zu sehr idealisieren, denn das Zusammenleben auf so engem Raum ist keineswegs immer ein Zuckerschlecken. Viele der Ereignisse haben mir auch genug Stoff zum Nachdenken geliefert.

Neben den interessanten Geschichten befleißigt sich Katja Just eines tollen und fesselnden Schreibstils, der wie das Sahnehäubchen bei diesem Buch ist.

Ich war von diesem Kleinod total begeistert und kann neben fünf Sternen nur eine unbedingte Leseempfehlung geben.

Veröffentlicht am 22.08.2019

Einblick in die Medizin Anfang des 19ten Jahrhunderts

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
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Mit Hilfe von Elisabeth, die als Wärterin im berühmten Berliner Krankenhaus Charité tätig ist, und dem Arzt Dieffenbach verschafft uns Ulrike Schweikert einen tiefen Einblick in die medizinischen Verhältnisse ...

Mit Hilfe von Elisabeth, die als Wärterin im berühmten Berliner Krankenhaus Charité tätig ist, und dem Arzt Dieffenbach verschafft uns Ulrike Schweikert einen tiefen Einblick in die medizinischen Verhältnisse der damaligen Zeit. Die detaillierte Schilderung der hygienischen Umstände und der Behandlungsmethoden (wie z. B. Operationen ohne Narkose) ließen Bilder vor meinem inneren Auge entstehen, die ich nicht unbedingt alle gebraucht hätte.

Aber neben all den medizinischen Details wird der Fokus auch auf die privaten Umstände der Protagonisten und den persönlichen Problemen der Patienten gerichtet. Ebenfalls zur Sprache kommen neue Errungenschaften nicht nur in der Medizin sondern auch technischer Art wie z. B. die Einweihung der ersten Bahnstrecke für Dampfloks.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen, was nicht zuletzt an der fesselnden Erzählweise der Autorin lag. Da ich es kaum aus der Hand legen mochte, war es in kürzester Zeit gelesen obwohl ich mir wünschte, dass es nicht zu Ende ging.

Ulrike Schweikert hat sowohl reale Persönlichkeiten als auch fiktive Personen geschickt miteinander verwoben. Anhand des Kapitels „Dichtung und Wahrheit“ kann man erkennen welch intensive Recherche sie betrieben hat bevor dieses Werk entstanden ist.

Ich bin froh, nicht damals gelebt zu haben. Dabei spielt nicht nur die Vorstellung der medizinischen und hygienischen Verhältnisse eine Rolle sondern auch die Stellung der Frauen in der damaligen Zeit, die in dem Buch ebenfalls ein Thema ist.

Mich hat dieses unterhaltsame, spannende und lehrreiche Buch total begeistert und ich vergebe sehr gerne fette fünf Sterne.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Schicksalsland Norwegen

Das Geheimnis der Fjordinsel
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„Das Geheimnis der Fjordinsel“ war nicht mein erster Roman von Christine Kabus und mit entsprechend hohen Erwartungen bin ich mit dem Buch gestartet. Ich kann sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Die ...

„Das Geheimnis der Fjordinsel“ war nicht mein erster Roman von Christine Kabus und mit entsprechend hohen Erwartungen bin ich mit dem Buch gestartet. Ich kann sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Die Geschichte spielt sowohl in Deutschland als auch in Norwegen und in zwei verschiedenen Zeitebenen. Bei den meisten Büchern gefällt mir der historische Strang wesentlich besser als der aktuelle, weil es dort meist um die Aufdeckung eines Geheimnisses geht. Das war hier ganz und gar nicht der Fall. In beiden Strängen hat die Autorin starke und mutige Frauen als Protagonistinnen eingesetzt und in beiden Zeitebenen geht es spannend zu.

Die Kapitel sind abwechselnd je einer der Protagonistinnen gewidmet und relativ kurz. Dies und die fesselnde Erzählweise der Autorin führten dazu, dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte – nach dem Motto: ein Kapitel geht noch.

Mir gefielen auch die detaillierten Beschreibungen von Landschaft und Orten. Und so ganz nebenbei habe ich sehr viel über die norwegische Geschichte erfahren. Ich mag es wenn ich in einem guten Buch auch noch mein Wissen erweitern kann.

Mir hat auch dieses Buch von Christine Kabus sehr gut gefallen und mir einige schöne Lesestunden beschert und sich damit die fünf Sterne redlich verdient.