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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2019

Lydia -Jung, neugierig, Jungfrau

Lydia - Jung, neugierig, Jungfrau | Erotischer Roman
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Ein verträumtes Cover, kein bißchen sexistisch oder vulgar. Hier erzählt uns die 18jährige Lydia ihre Geschichte aus der Sicht einer Jungfrau. Sie ist mit ihrer Mutter immer wieder umgezogen und konnte ...

Ein verträumtes Cover, kein bißchen sexistisch oder vulgar. Hier erzählt uns die 18jährige Lydia ihre Geschichte aus der Sicht einer Jungfrau. Sie ist mit ihrer Mutter immer wieder umgezogen und konnte somit keine Freundschaften bilden. Jetzt wohnen sie mit Mutters Freund und dem Sohn des Freundes zusammen und mit ihnen hat Lydia einige sexuelle Erfahrungen. Es sind noch viele andere Männer und Frauen dabei, mit denen sie ihre Lust auslebt. Doch sie geht nie bis aufs Letzte. Sie will Jungfrau bleiben, um sich für einen besonderen Mann aufzubewahren. Hier werden in erotischer Weise die Mund- und Zungenspiele und andere sexuelle Varianten dargestellt, sehr lustvoll und intim. Lydia hat alle erotischen Spielarten parat und läßt den Leser an ihrer Lust teilhaben. Sprachlich läßt das Buch zu wünschen übrig. Teilweise sind die Sätze holpirg, verschachtelt und schlecht gewählt. Aber der Inhalt des Buches läßt keine Frage offen.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Weit weg und ganz nah

Weit weg und ganz nah
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Jess ist alleinerziehende Mutter von Nicky und Tanzie und dann haben sie auch noch den riesigen Hund Norman, ebenfalls Familienmitglied. Jess hat zwei Jobs, nur um einigermaßen über die Runden zu kommen, ...

Jess ist alleinerziehende Mutter von Nicky und Tanzie und dann haben sie auch noch den riesigen Hund Norman, ebenfalls Familienmitglied. Jess hat zwei Jobs, nur um einigermaßen über die Runden zu kommen, aber dennoch ist die Familie stets in finanziellen Schwierigkeiten. Ed ist in der IT-Branche tätig und vermögend. Als Jess mit ihrem alten, nicht versicherten Auto ihre hochbegabte Tochter zu einem Mathematikolympiade nach Schottland fahren will, wird sie prompt von der Polizei aufgehalten. Ed kommt dazu und erklärt sich bereit, die Familie nach Schottland zu bringen. Die Fahrt dorthin dauert ein paar Tage, da Tanzie das Autofahren bei höherer Geschwindigkeit nicht verträgt. Jess, sehr sparsam möchte im Auto übernachten und nur belegte Brote essen, Ed dagegen möchte in Hotels und Restaurants. Auch der sabbernde Hund macht Ed anfangs noch Probleme. Ein Road-Movie, das die vier Personen näher bringt. Auf der Fahrt haben sie mit so manchen Schwierigkeiten zu kämpfen, aber sie verstehen sich letztendlich immer besser. Viele Situationen sind auch sehr heiter, so dass man manchmal schmunzeln muß. Das 500 Seiten lange Buch ist sehr gut und schnell zu lesen, da es den Leser immer wieder neu fesselt. Es ist aus der Sicht der vier Personen geschrieben und jeder schildert die Reise und das Leben aus seiner Sicht, was sehr interessant ist. Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. Wir erfahren hier, welche Schwierigkeiten alleinerziehende Mütter haben, wenn die Väter keinen Unterhalt zahlen und sich um die Kinder überhaupt nicht mehr kümmern. Eine sehr unterhaltsame Lektüre, wie immer von Jojoj Moyes. Auch das Cover ist in der schlichten Art wie all die anderen Bücher der Autorin auch.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Was ich Dir wünsche zum 75.

Was ich dir wünsche zum 75.
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Ein kleines Mitbringsel für Geburtstagskinder, die schon alles haben. Liebevoll gestaltet und auf der ersten Seiten kann der Schenkende dem Beschenkten ein paar private Worte widmen. Die Seiten des Büchleins ...

Ein kleines Mitbringsel für Geburtstagskinder, die schon alles haben. Liebevoll gestaltet und auf der ersten Seiten kann der Schenkende dem Beschenkten ein paar private Worte widmen. Die Seiten des Büchleins sind aus Hochglanz und haben auf jeder Seite wunderbare Fotos von Landschaften, der Natur. Und zu jedem Bild ist ein passendes Gedicht von Herder, Dickens, Voltaire und sehr schöne Sinnsprüche, Ein Büchlein, das man immer wieder zur Hand nehmen kann um darin zu blättern. Die Ausgabe gib es auch zum 65, 70 usw. Geburtstag. Mein Geburtstagskind hat sich jedenfalls darüber sehr gefreut.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Webers Kinder

Webers Kinder
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Dies ist der Auftakt einer Reihe um den Kriminalhauptkommissar Marc-Andre Weber vom Polizeipräsidium OWL, Bielefeld. Als KHK Weber nach einem dreiwöchigen Urlaub mit seiner Familie in seine Dienststelle ...

Dies ist der Auftakt einer Reihe um den Kriminalhauptkommissar Marc-Andre Weber vom Polizeipräsidium OWL, Bielefeld. Als KHK Weber nach einem dreiwöchigen Urlaub mit seiner Familie in seine Dienststelle zurückkehrt, liegen schon wieder eine Menge von Akten über Betrugsfälle auf dem Tisch. Als er in einem neuen Betrugsfall wegen Autoschieberei ermittelt, wird sein Hauptzeuge brutal ermordet. Im Zuge seiner weiteren Arbeit über Autoschieberei und Drogenhandel geschieht ein weiterer Mord, da sich die Clanmitglieder in die Quere gekommen sind und auch Eifersucht ist mit ihm Spiel. Und dann deckt Weber Menschenhandel auf. Die Täter schrecken nicht davor zurück, Flüchtlingskinder an Pädophile zu vermitteln und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Das Buch ist überaus spannend geschrieben und man kann es nicht mehr aus der Hand legen. Besonders KHK Weber ist sehr menschlich. Als Familienvater mit drei Kindern, darüber eines mit Down Syndrom, ist es sehr schwer, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Der Autor versteht es gekonnt, die Spannung und das Geschehen langsam aufzubauen. Was mit manipulierten Autos beginnt, endet mit Kinderhandel. Man darf schon gespannt sein, wie die Geschichte und das Leben von Marc Weber weitergeht. Jedenfalls war dieses Buch schon der richtige Einstieg. Auch das Cover mit dem düsteren Haus und dem Baum mit den abfallenden Blättern paßt voll in das Geschehen. Hier kann man nur alle Punkte geben.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Amalientöchter

Amalientöchter
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Das Wahlrecht wurde soeben eingeführt, der erste Weltkrieg ist vorbei, die Weimarer Republik ist am Entstehen, Liebknecht und Rosa von Luxemburg mischen kräftig mit und Klara fühlt sich in dem engen Weimar ...

Das Wahlrecht wurde soeben eingeführt, der erste Weltkrieg ist vorbei, die Weimarer Republik ist am Entstehen, Liebknecht und Rosa von Luxemburg mischen kräftig mit und Klara fühlt sich in dem engen Weimar eingesperrt. Ihr Verlobter Fritz ist ich Berlin und macht sich für die neue Republik stark. Als sie trotz aller Widerstände nach Berlin kommt, lernt sie das neue Leben kennen und ist fasziniert. Nachtclubs, kurze Röcke, Bubikopf. Doch dann gibt es in Berlin bewaffnete Unruhen. Klara lernt sehr fortschrittliche Frauen kennen, Martha, Kiki, die Seidenmann und auch eine neue Liebe Sie will unabhängig sein und beginnt mit einer Kolumne in einer Frauenzeitschrift, die große Wellen schlägt. Ein Buch, das die Anfänge der Emanzipation zeigt, die Kraft der Frauen, die sich von den Männern nicht mehr nur für Kinder, Küche, Kirche mißbrauchen lassen wollen. Wie von der Autorin Joan Weng in all ihren anderen Büchern gewohnt, geht sie auch hier wieder auf die Probleme und Schicksale der Frauen ein. Sie vermischt geschichtliche Themen mit Fiktion und bringt somit den Leser das politische Geschehen der damaligen Zeit sehr viel näher, macht dies aber um so interessanter, da sie geschickt Liebesgeschichten einflicht. Ein Lesestoff, der mitunter auch sehr lehrreich sein kann. Die Ausdrucksweise ist leicht verständlich und auch das Schriftbild erleichtert das Lesen sehr. Auch das Cover der Amalientöchter ist sehr ansprechend.