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Veröffentlicht am 31.10.2019

Die schönsten Weihnachtsmärchen

Die schönsten Weihnachtsmärchen
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Die schönsten Weihnachtsmärchen

Illustriert von Anne Bernhardi

Das Cover hat mich wirklich verzaubert. Diese glitzernden Schneehäubchen auf der Schrift und dem Baum, wunderschön. Auch haptisch, ganz ...

Die schönsten Weihnachtsmärchen

Illustriert von Anne Bernhardi

Das Cover hat mich wirklich verzaubert. Diese glitzernden Schneehäubchen auf der Schrift und dem Baum, wunderschön. Auch haptisch, ganz toll, ich habe immer wieder darüber gestreichelt.

Es ist ein Hardcover, das Format mit 22 x 30 angenehm groß.

In dem Buch finden sich 15 unterschiedliche Märchen in einer tollen Vielfalt gemischt. Mal spielen Tiere die Hauptrolle, dann wieder Menschen oder Dinge. Altbekannte, mir ganz unbekannte, mir vage bekannte, oder Märchen die ich so ähnlich in Erinnerung habe. Von unterschiedlichen Erzählern und aus unterschiedlichen Ländern. Mal kurz, mal länger.
Dazu gibt es im Anhang eine prima Ergänzung in der dies näher erläutert wird.

Ich habe schon länger keine Märchen mehr gelesen, und habe mich gefragt, warum sind so viele Märchen so traurig oder haben mit Tod und Verlust zu tun??
Aber ich denke Kinder gehen an den Inhalt des ihnen vorgelesenen ganz anderes heran und überlegen da nicht so viel, oder es wird nicht so viel hinein interpretiert.
Die wunderschönen Illustrationen, mit ganz vielen liebevollen Details, sind einfach bezaubernd, und es ist wirklich ein Genuss sich die Bilder anzuschauen und die vielen Details zu entdecken. Und jedes Märchen hat dann wiederum seinen eigene Illustration bei der Seitenzahl.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Kinder des Nordlichts, romantisch

Die Kinder des Nordlichts
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Kinder des Nordlichts, von Linda Winterberg

Cover:
Schön romantisch und mit hohem Wiedererkennungswert für die Bücher von Linda Winterberg.

Inhalt:
Marie, die erst vor wenigen Jahren ihre Großmutter ...

Kinder des Nordlichts, von Linda Winterberg

Cover:
Schön romantisch und mit hohem Wiedererkennungswert für die Bücher von Linda Winterberg.

Inhalt:
Marie, die erst vor wenigen Jahren ihre Großmutter und dadurch die Geschichte ihrer Familie gefunden hat, ist nun, als die Großmutter gestorben ist, wieder allein.
Obwohl ihr die letzten Jahre in Norwegen gut gefallen haben kehrt sie nun wieder nach Deutschland, Wiesbaden, zurück.
Ihre norwegische Freundin Elin, deren Oma auch gerade gestorben ist, und die ein ähnliches Schicksal hat, kommt mit ihr um evtl. ihren „unbekannten“ Großvater zu treffen.
Beide Frauen wagen mit der Eröffnung eines Cafés im winterlichen Wiesbaden einen Neuanfang.

Meine Meinung:
Eine sehr schöne und emotionale (Weihnachts-) Geschichte um die etwas chaotische Marie, die sich ohne Wurzeln immer schon haltlos fühlt und sich schwer tut, einen Neubeginn zu finden.
Es ist quasi ein Folgeband von „Das Haus der verlorenen Kinder“, kann aber auch sehr gut alleine gelesen werden. Ich kann aber nur jedem dieses Vorgängerbuch empfehlen da es wirklich sehr zu Herzen geht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Da das Buch „nur“ ca. 200 Seiten hat, ist die Handlung an vielen Stellen sehr gestrafft und ich hätte mir manches gerne ausführlicher gewünscht. Vieles davon ist wohl auch „schriftstellerische Freiheit“, weil es im realen Leben so einfach nicht ablaufen kann.

Es wird wirklich toll beschrieben wie wichtig Freundschaft ist, und es wird hier gezeigt, wie viel man erreichen kann wenn man zusammenhält und füreinander da ist, ob alt oder jung, schon immer beste Freunde oder „nur“ bekannt und man will sich einfach Gutes tun.

Im Anhang des Buches findet man dann noch leckere, typisch norwegische Rezepte, die nicht nur zur Weihnachtszeit gut schmecken.

Autorin:
Hinter Linda Winterberg verbirgt sich die erfolgreiche Autorin Nicole Steyer.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern im Taunus.

Mein Fazit:
Eine gefühlvolle Geschichte über Freundschaft und Neubeginn, auch wenn man keine Wurzeln fühlt und sich dadurch haltlos vorkommt.
Passend zur (Vor-) Weihnachtszeit.
Von mir gute 4 Sterne.

Veröffentlicht am 11.09.2019

Die Glasbläserin

Die Glasbläserin (Die Glasbläser-Saga 1)
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Die Glasbläserin, von Petra Durst-Benning

Cover:
Das Cover der Neuauflage von 2016, ist mit seinen Pastelltönen wunderschön.

Inhalt:
Ein Historischer Roman.
Im Jahr 1890 ist es in der thüringischen ...

Die Glasbläserin, von Petra Durst-Benning

Cover:
Das Cover der Neuauflage von 2016, ist mit seinen Pastelltönen wunderschön.

Inhalt:
Ein Historischer Roman.
Im Jahr 1890 ist es in der thüringischen Glasbläser Tradition ganz unvorstellbar, dass eine junge Frau das Handwerk der Glasbläser ausübt.
Noch unvorstellbarer ist, dass drei junge Schwestern alleine in einer sogenannten „Weiberwirtschaft“ zurechtkommen.
Doch die Steinmann-Schwestern trotzen allen Widrigkeiten, mag sie das Schicksal auch noch so sehr beuteln.

Meine Meinung:
Dies ist der 1. Band der Glasbläser-Sage. Eine Neuauflage, die sogar verfilmt.
Die Geschichte ist sehr emotional, und wunderschön erzählt.
Die einzelnen Personen haben ihren eigenen Charakter und wirken sehr lebendig und echt.
Die Handlung ist sehr gut aufgebaut und entwickelt einen regelrechten Sog, dass man irgendwie viel schneller lesen möchte um zu wissen wie es weitergeht.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist eigentlich, dass es hier erst ab der Mitte so richtig um die „Glasbläserin“ geht. Die hätte ich mir mehr im Mittelpunkt gewünscht. Das hat mir der Titel irgendwie so suggeriert.
Im Grunde geht es aber um alle drei Schwestern, jede ist ganz anderes und hat ihre eigene Eigenart. Es geht um die Zeit damals, um ihre „Weiberwirtschaft“, die jede auf ihre ganz eigene Art unterstützt und dazu beiträgt.

Autorin:
Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und profiliertesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im TV feiern ihre Romane große Erfolge. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann bei Stuttgart

Mein Fazit:
Ein gelungener historischer Roman, der uns drei mutige junge Frauen zeigt, die ihrer Zeit voraus sind und jede für sich, aber doch gemeinsam ihren Weg gehen.
Für alle Freunde des Genre der historischen Romane eine sichere Bank.

Veröffentlicht am 25.08.2019

Kastanienjahre

Kastanienjahre
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Kastanienjahre, von Anja Baumheier

Cover:
Absolut passend zur Gesuchte.

Inhalt:
Eine Geschichte die eine große Zeitspanne umfasst.
Von der Gegenwart 2018 in Paris bis in die Vergangenheit 1950 in einem ...

Kastanienjahre, von Anja Baumheier

Cover:
Absolut passend zur Gesuchte.

Inhalt:
Eine Geschichte die eine große Zeitspanne umfasst.
Von der Gegenwart 2018 in Paris bis in die Vergangenheit 1950 in einem kleinen Dorf in Ostdeutschland.
Elise bekommt einen anonymen Brief in dem sie gebeten wird in ihr Heimatdorf zurückzukommen.
„Jemand“ will die Geheimnisse um Jakobs verschwinden aus der DDR und den Unfalltod ihres Vaters „aufklären“.

Meine Meinung:
In dieser Geschichte geht es um ein Dorf in der ehemaligen DDR und ihre Bewohner.
Sehr eindringlich und emotional, jedoch recht ruhig, wird eins nach dem anderen und relativ unspektakulär erzählt. Die Entstehung der DDR, wie sich alles so nach und nach entwickelt hat, mit größeren und kleineren Tragödien, aber es war eben nicht aufzuhalten.
Mitten drin Elise!
Für ihre Familie und das Dorf war es dann die „Öffnung“ auch nicht das „Super-Event“, auch hier wird wieder undramatisch berichtet wie die Euphorie in den Alltag überging und es wieder zuerst nur mal abwärts ging.

Durch die eingebaute Liebesgeschichte und das Verschwinden von Jakob, so wie die angekündigte Beichte von Ereignissen die vor Jahren stattgefunden haben, wird eine sehr dynamische Spannung ins Spiel gebracht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sehr gut gelungen und mit Ortsangabe und Datum ist man sofort am richtigen Ort und in der richtigen Zeit.

Autorin:
Anja Baumheier wurde 1979 in Dresden geboren und hat ihre Kindheit in der DDR verbracht. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin und arbeitet als Lehrerin für Französisch und Spanisch an einer Berliner Schule.

Mein Fazit:
Ein gelungener und schöner Roman, der gefühlvoll eine andere Zeit wieder in Erinnerung bringt. Er hat mich überzeugt und beeindruckt.
Erzählt mit viel Einfühlungsvermögen und Wärme.
Von mir 4,5 Sterne die ich auf 5 aufrunde.

Veröffentlicht am 09.08.2019

Alles okay

Alles okay
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Alles okay, von Nina LaCour

Cover:
Passt sehr gut, ein wages „sich verstecken“ und doch eine Sehnsucht nach etwas was da noch kommt.

Inhalt:
Marin hat schon als Kleinkind ihre Mutter verloren, einen ...

Alles okay, von Nina LaCour

Cover:
Passt sehr gut, ein wages „sich verstecken“ und doch eine Sehnsucht nach etwas was da noch kommt.

Inhalt:
Marin hat schon als Kleinkind ihre Mutter verloren, einen Vater kennt sie nicht. Sie wächst bei ihrem Großvater auf.
Als dieser stirbt kommen Dinge ans Licht die Marin überfordern.
Mit nichts als ihrem Handy und ihrer Geldbörse flüchtet sie tausend Kilometer weit.
Nach ca. 4 Monaten kommt ihre beste Freundin Mabel und besucht sie.
Der ganze Schmerz und alles kommt wieder an die Oberfläche und Marin erkennt dass sie eine Wahl hat, sich zu entscheiden.

Mein Meinung:
Eine ganz unglaubliche Geschichte über ein Familiengeheimnis.

Es geht um Lügen, Liebe, Freundschaft, Verrat, das Erwachsen werden….. und so viel mehr.

Am Anfang habe ich mich etwas schwer getan in die Geschichte rein zu kommen. Vieles wurde nur angedeutet und erst zögernd habe ich begriffen, welches Drama sich da abgespielt hat und was da noch alles mit reinspielt.

Marin ist einfach mit der Situation überfordert (wer wäre das aber nicht – denke ich mir nun, da ich das Buch fertig gelesen habe) und deshalb ist Flucht ihre erste Reaktion.

Der Schreibstil und die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Als ich dann in der Geschichte drin war bin ich emotional sehr tief abgetaucht und war beim Lesen in einer anderen Welt.

Zitat: Ratlosigkeit ist ein dunkler Ort. Ein Ort, den man schlecht ertragen kann.

Autorin:
Nina LaCour lebt mit ihrer Familie in der Bay Area nahe San Francisco, wo sie auch aufgewachsen ist. Sie arbeitete als Buchhändlerin und Englischlehrerin, und unterrichtet heute u. a. an der Hamline University. In ihrer Freizeit kocht und gärtnert sie gern, außerdem liebt sie Ausflüge durch den Norden Kaliforniens.

Mein Fazit:
Eine sehr emotionale Geschichte über ein Familiengeheimnis.
Wie fühlt es sich an wenn man erkennen muss, dass alles was bisher war auf Lügen aufgebaut ist?

4,5 Sterne