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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2020

Eine traurige Geschichte welche dennoch der Tiefgang fehlt

Allein unter Schildkröten
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In den letzten Jahren haben sich sehr viele Bücher in meinem Schrank angesammelt gehabt. Viele waren Empfehlungen aus Zeitungen oder von Buchhandlungen. Zum vorliegenden Buch hatte ich keinerlei Erinnerung ...

In den letzten Jahren haben sich sehr viele Bücher in meinem Schrank angesammelt gehabt. Viele waren Empfehlungen aus Zeitungen oder von Buchhandlungen. Zum vorliegenden Buch hatte ich keinerlei Erinnerung mehr, was mich damals dazu geführt hat es gebraucht zu kaufen.
Wie ich das Buch dann lass, war ich ehrlich gesagt enttäuscht.
Wir lesen im Tagebuch von Mikke. Ein Junge der sich für die Natur und Meeresschildkröten interessiert. Die Intensivität ist schön zu lesen und das er nach seinem Abitur Biologie studieren will passt. Aber wie es mit dem Tagebuch so ist, wird es auch als Grundlage für Sorgen genutzt und wir erfahren das es ihm nicht gut geht. Das seine Familie weit weg von perfekt ist.
So zieht sich das Tagebuch recht langweilig bis ein großer Cut kommt.
Spoilerbeginn:
Wir erfahren das dieses von seiner Mutter weitergeführt wird. Denn Mikke ist tot. Er hat sich sein Leben genommen. Dies war zuvor nicht ersichtlich, aber liest man sich den Part nochmal durch, liest man zwischen den Zeilen die Sorgen und Sehnsüchte und wie einsam er war.
Spoilerende:

Leider hat mir das Buch daher nicht gefallen. Einfach weil es so wenig Sinn macht. Die Entscheidung ist so plötzlich und die Mutter, die nichts gewusst haben will. Leider kann ich dem Buch nicht die Empfindungen einbringen wie es sein müsste. Ich kenne Bücher mit gleicher Thematik, welche für mich einfach realistischer waren, welche passiert sind und mir an die Nieren gingen.

Veröffentlicht am 10.01.2020

Wiederholungsreicher Roman der nicht der Rede wert ist

Was perfekt war
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ch gehöre zu den Menschen, welche einem Autor gerne eine zweite Chance geben, wenn diese mich beim ersten Mal nicht überzeugen konnten. Colleen Hoovers neustes Buch ist nicht mein erstes von ihr, aber ...

ch gehöre zu den Menschen, welche einem Autor gerne eine zweite Chance geben, wenn diese mich beim ersten Mal nicht überzeugen konnten. Colleen Hoovers neustes Buch ist nicht mein erstes von ihr, aber auf jeden Fall das Letzte.

Wenn wir von ihr sonst Teeniegeschichten gewohnt sind, so ist diesmal ein sehr erwachsener Roman mit zwei verheirateten Darstellern. Leider hat das Buch aber die gleiche Schwäche wie ihre anderen Bücher auch schon. Es zieht sich in die Länge, es werden Passagen wiederholt, die Charaktere sorgen dafür, dass sie unsympathisch sind.

Wir lernen Quinn und Graham kennen, beide treffen sich das erste Mal auf dem Flur von Quinns Verlobten. Den sie bald heiraten will. Der gerade mit Grahams Freundin pimpert. Der Schock ist groß, die Verlobung platzt. So kommt es zu weiteren Treffen und die beiden verschmähten werden ein Paar. Das Paar überhaupt. Täglich Sex, Liebesschwüre und auf Händen tragen. Wer sagt da nein. Wir erfahren in Rückblenden welche mit „Damals“ betitelt sind, die Geschichte wie beiden zusammenkommen. Aber wir hören auch das „Jetzt“ und erfahren das die Ehe kaputt ist. Also haben die beiden logischer Weise irgendwann mal geheiratet. Zudem erfahren wir recht früh das das Problem im Eheaus daran liegt, das Quinn nur noch Sex haben will, mit dem Ziel schwanger zu werden. Denn sie haben keine Kinder und sie verstehen nicht warum. Physikalisch gesehen spricht nichts dagegen.

Der Wechsel zwischen der Vergangenheit mit viel Sex, Liebe und einer sehr glücklichen Quinn und der Gegenwart wo sie einfach nur noch depressiv ist, ist ein Wechsel, der nicht immer einfach ist. Die Geschichte baut sich Schritt für Schritt auf und wir erfahren alles was wir wissen müssen, um die Gegenwart zu verstehen. Auch der Grund für die fehlenden Kinder wie auch die immer wieder angesprochene Kiste im Schlafzimmer wird aufgedeckt. Und genau da ist der Punkt, der mir so wahnsinnig auf dem Senkel ging. Man muss mehr als zwei Drittel lesen, um zu wissen warum nun doch keine Kinder da sind. Warum sie sich so extrem da rein gesteigert hat. Was es mit der nervigen Kiste auf sich hat, die gefühlt in jedem zweiten „Jetzt“ thematisiert hat. Dieser sich immer wieder Wiederholende rote Faden hat das Buch unmöglich in die Länge gezogen. Heute ist sie genervt wegen einem Vorfall. Der fast gleiche Prozess wird in der Vergangenheit wieder thematisiert. Dann in der Mitte des Buches wieder, dann später wieder und so weiter.

Gerade ihre so extreme Abweisende Art, wenn andere Leute Kinder haben, hat sie so unsagbar ätzend gemacht. Sie kann niemanden die Kinder gönnen und wundert sich dann das sie alle wie ein rohes Ei behandeln. Sie sagt sie will das nicht, sie wäre nicht eingeschnappt oder sauer oder eifersüchtig. Aber das ist sie ja, gesteht es sich selbst sogar irgendwann mal ein, und macht dennoch mit der Szenerie weiter. Solche Dinge machen sie so unsagbar nervig. In der Gegenwart erzählt sie wie sie diesen super Mann auf Distanz hält und heult dann rum er liebt sie nicht mehr. Woher will sie das denn wissen, wenn er sie so auf Distanz hält.

Für Fans der Autorin ist das Buch sicherlich ein nettes Schätzchen. Ich persönlich fand es einfach nur zu lang und zu wiederholend. Die Thematik ist gut, die Umsetzung der zwei Zeiten auch, aber Quinn ist einfach nur im jetzt anstrengend und unsympathisch.

Veröffentlicht am 02.01.2020

Das Gefecht welches keines ist

Department 19 - Das Gefecht
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Nur noch 85 Tage bis Dracula die Herrschaft über die Erde erlangen wird und alle Menschen töten will. Viele Tage für ein dickes Buch. Leider, so muss man es bereits an dieser Stelle sagen, zieht es sich ...

Nur noch 85 Tage bis Dracula die Herrschaft über die Erde erlangen wird und alle Menschen töten will. Viele Tage für ein dickes Buch. Leider, so muss man es bereits an dieser Stelle sagen, zieht es sich schon recht heftig und leider auch sehr langweilig durchs Buch. Zudem die Teile vier und fünf nur im englischen gibt und das Lesen sich nur lohnt, wenn man diese auch lesen wird.

So kämpft die Organisation gegen eine übergroße Menge an neu gekürten Vampiren, welche schneller und stärker als andere Frischlinge sind.

Matt hängt im Labor, Jamie versucht es mit Gesprächen bei Mama und beim gefangenen Gaststar und Kate gehört zu einer Gruppe, welche versucht die Verräter auszumachen. Natürlich könnte ich noch mehr zum Inhalt schreiben, aber das kann man getrost bei den anderen Rezis lesen.

Die Kernsubstanz des dritten Teils ist einfach das große Chaos was vorliegt. Hundert ausgebrochene Psychopathen mit Blutdurst treffen auf Verrätersuche auf Familienärger und Beziehungssorgen und die große Veröffentlichung der Existenz der Vampire über die Zeitung. Ja es ist viel, es sind viele Geschichten auf einmal, aber keine davon ist so mitreißend wie die aus dem ersten beiden Teilen.

Für mich ist dieser Teil mehr ein Übergangsbuch, um Puffer zu schaffen bis es zum großen Show-down kommt. Ich habe gehofft diesen hier drin zu erleben, leider ist dem nicht so. Denn die beiden Folgeteile führen dort hin und diese sind leider nur auf Englisch.

Für mich somit ein sehr schwacher Teil und für mich das Ende der Reihe. Schade drum.

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Veröffentlicht am 28.12.2019

Schönes Cover, schlechter Inhalt

ADDICTED
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Magische Gegenstände, eine geheimnisvolle Bruderschaft, Freunde die zu Feinden werden. Dies und noch etwas mehr finden wir im Roman vor.

Die drei Schwestern Nell, Lucy und Blake leben in sehr bescheidenen ...

Magische Gegenstände, eine geheimnisvolle Bruderschaft, Freunde die zu Feinden werden. Dies und noch etwas mehr finden wir im Roman vor.

Die drei Schwestern Nell, Lucy und Blake leben in sehr bescheidenen Verhältnissen und schauen wie sie über die Runden kommen. So gehören Nebenjobs zum täglichen Überleben wie der Besuch der Universität der Mädchen. Wobei Mädchen eigentlich nicht ganz stimmt, denn die jüngste ist 22, warum es aber dennoch passt, dazu komme ich später nochmal.

So werden sie auf einer Party von einem fremden, natürlich sehr attraktiven Mann, angesprochen, der ihnen leicht verdientes Geld verspricht, indem diese nur ein paar magische Gegenstände finden müssen. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit.

Es handelt sich hierbei um Skylar. Als ein Protektor der Bruderschaft, in welcher er reingeboren wurde, ist es seine Aufgabe Frauen zu Catcherinnen auszubilden, welche die magischen Gegenstände finden sollen. Diese sind gefährlich und müssen daher aus dem Verkehr gezogen werden. Da die Berührung dieser jedoch süchtig macht bis hin zur psychischen Zusammenbruch führen können, versucht er Blake von Anfang an zu schützen. Denn wie soll es auch anders sein, er ist nicht hart und abgebrüht genug für den Job und verliebt sich natürlich in die Kleine.

So kommt es zu einem Anfangs recht interessanten kennen lernen des ersten magischen Gegenstandes und im Folgenden von weiteren.

Weiterhin lernen wir ein paar Charaktere kennen, welche mal mehr mal weniger wichtig für die Story sind. Einblicke in die Hauptcharaktere sind gefühlt zu oberflächlich und leider ohne wirklich viel Tiefgang.
So komme ich auch zu meiner Problematik. Die Mädels sind alle in den 20igern, Blake mit 22 ist die jüngste. Nun fand ich das Alter für die Story im Schnitt zu alt und das Verhalten durch die Bank hinweg eher von 16-20-jährigen Mädchen, welche alle noch nicht ganz aus den Kinderschuhen herausgewachsen sind.

Von bockigen Verhalten, über dumme Handlungen bis hin zu peinlichen Aktionen sprach einfach zu viel gegen das gewählte Alter. Aber auch die Charaktere selbst fand ich einfach fad und langweilig. Die Schwestern als solche passen für mich auch einfach nicht zusammen, um eine Familie zu präsentieren.
Für mich richtig nervig, war das die Story einfach zu viel Geschmachte hatte, da Skylar natürlich der Adonis sein muss. Zudem dann auch Blake wie nen Kind wirkte und ihr schlimmes Geheimnis. Mehrmals muss sie rumweinen das ihr Geheimnis so schlimm sei, als wäre wegen ihr jemand gestorben und dann so nen riesengroßen Aufstand deswegen fährt.

Positiv war, das die Geschichte im Wechsel aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschrieben wurde. Aber das war es auch schon fast. Zu viel Liebe, zu viele heiße Kerle, zu wenig von den Gegenständen.
Teil zwei werde ich mir nicht geben.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Leider eine Zeitverschwendung

Das Haus der Mädchen
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"Das Haus der Mädchen" ist ein unglaublich langweiliger, mit zu vielen unterschiedlichen Versuchen eine Geschichte zusammennzufügen, geschriebenes Buch. Vermisste, Tote, Obdachlose, Kollegenliebe. Der ...

"Das Haus der Mädchen" ist ein unglaublich langweiliger, mit zu vielen unterschiedlichen Versuchen eine Geschichte zusammennzufügen, geschriebenes Buch. Vermisste, Tote, Obdachlose, Kollegenliebe. Der Versuch alles unterzubringen und nichts daovn ist wirklich ausgreift.

Das Buch beginnt recht brutal und spannend. Krankenpfleger Oliver kommt aus der Nachtschicht und sieht etwas, was ihm besser verborgen geblieben wäre. Nun ist er tot. Der Vorfall wird vom Obdachlosen Freddy gesehen. Freddy Förster ist ein gescheiterter Unternehmer und noch nicht so lange auf der Straße, aber er merkt das er nach dem Vorfall verfolgt wird und hat nun Angst um sein Leben.

Leni, ein junges Mädel, von Frau mag man noch nicht wirklich reden, kommt vom Land und ist in Hamburg für ein Praktikum. Von der Großstadt erschlagen wird sie überall als Landei verstanden. Sie hat sich in eine Wohnung eingemietet wo die Bewohner wechseln wie die Unterwäsche. Hier lernt sie Vivien kennen, die keinen Hehl daraus macht sich nen Millionär zu suchen. Dies verschwindet nach einer Partynacht.

Der dritte große Schauplatz ist ein Verlies. Man erfährt erstmal nicht wo es ist, nur das hier zwei Frauen gefangen werden. Die eine weiß wie der „Herr“ des Hauses drauf ist und versucht der „Neuen“ zu zeigen wie sie überleben kann. Nur schaffen diese es nie.

Drei Storys, welche auf den ersten Blick keinen Zusammenhang haben, der Leser ist der einzige welche diesen sieht. Dann hätten wir den dümmlichen Polizisten, der den normalen Bürger braucht, um zu verstehen das mehr hinter dem Verschwinden von Mädchen und dem toten Pfleger ist.

Mehr dazu zu sagen, käme dem spoilern nach. Daher ist soviel gesagt: Die Charaktere sind langweilig, eintönig, und teilweise sehr unsympathisch. Die Story unglaubwürdig und teilweise sehr weit hergeholt. Ich habe mir mehr erhofft, gerade wo es um die verschwundenen Mädchen geht. Den wie diese festgehalten werden, zusammen mit einem Entführer, der selbst nicht weiß, was er da eigentlich macht, machte die Geschichte nicht besser.


Der Hype um das Buch war somit leider übertrieben. Es war das zweite Buch von Winkelmann und zeigt, dass wenn das eine nicht passt, sollte man auf weitere von ihm verzichten.

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