„Kriegt das Papa, oder kann das weg“ ist die locker-amüsante Schilderung des ganz normalen Wahnsinns, der sich Familienalltag nennt. Tillmann Prüfer ist Vater von 4 Töchter und teilt seiner Leserschaft ...
„Kriegt das Papa, oder kann das weg“ ist die locker-amüsante Schilderung des ganz normalen Wahnsinns, der sich Familienalltag nennt. Tillmann Prüfer ist Vater von 4 Töchter und teilt seiner Leserschaft auf humoristische Art und Weise mit, wie sich der Alltag mit der Spezies Tochter gestaltet und welche Hürden es dabei zu überwinden gilt.
Egal ob mitleidige Blicke von Bekannten, nervigen Fragen, ob er sich mit vier Mädchen nicht überfordert fühle oder einfach nur die Tatsache, dass Kinder eher ihre Eltern erziehen, anstatt umgekehrt - viele Szenen erinnern an meinen eigenen Alltags Zuhause, an Machtkämpfe, genervtes Aufgeben, verfehlen von sogenannten Erziehungszielen- bzw. Strategien und hat doch nur wieder eines zum Ziel: die grenzenlose Liebe zu den Töchtern, die auf der einen Seite der letzte Nagel zum Sarg sein können und auf der anderen Seite die liebenswerteste Bereicherung im Leben eines jeden Elternteils. Es kommen, dank Prüfer Schilderungen seines Familienalltages, unendlich viele eigene Erinnerungen hoch und das macht das Buch zu einem Familienalbum der besonderen Art.
Prüfer lotst seine Leser geschickt durch die Alltagshürden, lässt tiefe Einblicke in sein Familien- & Seelenleben zu und spart nicht mit bildreichen Anekdoten.
Ein gelungener Lesespaß, der wirklich lesenswert ist
Für Lizzy ist die Weihnachtszeit wirklich die schönste Zeit im Jahr – Geschenke einpacken, Plätzchen backen und das ganze Haus glitzert und funkelt im festlichen Kerzenschein. Aber dann kippt die Stimmung, ...
Für Lizzy ist die Weihnachtszeit wirklich die schönste Zeit im Jahr – Geschenke einpacken, Plätzchen backen und das ganze Haus glitzert und funkelt im festlichen Kerzenschein. Aber dann kippt die Stimmung, denn während der Vorbereitungen steht Lizzy plötzlich ganz alleine da- irgendwie hat jeder etwas anderes vor und Lizzy fühlt sich allein gelassen und unverstanden. Kurzerhand zieht die Reißleine und büxt aus, direkt ans Meer in ein kleines Haus, das ihr in den Weihnachtstagen zu einem gemütlichen Zuhause werden soll. Doch geht das überhaupt – Weihnachten ohne Familie?
„Weihnachten in dem kleinen Haus am Meer“ ist kein typischer Weihnachtroman mit Kitsch und Sentimentalitäten, sondern ein warmherziger Roman mit einer wundervollen Botschaft: Es soll ein Fest der Freude und der Freundschaft sein und genau diese Mission erfüllt dieser Roman vortrefflich.
Jedem ist der Stress und die Hektik gerade in den letzten Tagen vor Weihnachten bekannt und so findet man sich schnell in der Figur Lizzy wieder, nickt bejahend mit dem Kopf und weiß, wie sie sich fühlt, wenn sie Listen abarbeitet, hier noch schnell etwas besorgt, da noch etwas richtet und das alles nur, damit an Heilig Abend alles perfekt ist.
Doch bei aller Perfektion beliebt sie auf der Strecke und fühlt sich unverstanden, ungeliebt und unattraktiv. Sie tut wirklich das einzig Richtige und flüchtet bei Nacht und Nebel. Manchmal braucht es eben nicht nur einen Gang, den man runter schalten muss, sondern man muss sich wieder erden, um neu durchstarten zu können.
Das Setting am Meer ist dafür perfekt gewählt und man spürt richtig, wie die Meeresbrise nicht nur Lizzys Kopf frei pustet, sondern wie sie auch wieder langsam anfängt, durchzuatmen und wieder zu sich selbst findet. Dass ihr dabei ganz viele unterschiedliche Charaktere begegnen und ihre Auszeit bereichern, ist nicht nur ein wunderbarer Zufall, sondern von der Autorin eindrucksvoll geschildert. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und wirkt als Einzelperson verloren. Doch die bunt zusammengewürfelt Truppe gibt sich gegenseitig Halt, ist unvoreingenommen und daraus stricken sich neue Freundschaftsbande.
Rückblicke in die Vergangenheit der einzelnen Personen machen die Entwicklung für den Leser verständlich und geben so den Einblick in die Lebenswege der Menschen frei.
Das Fest der Liebe und der Freundschaft hält Einzug im kleinen Haus am Meer und es verbreiten sich würzige Aromen, Gemütlichkeit und das Gefühl, dazuzugehören.
Lizzy merkt, dass es Zeit ist, der Veränderung endlich einen Schubs in die richtige Richtung zu geben und die Autorin lässt den Leser an ihrer Entwicklung teilhaben. Nachvollziehbar werden ihre Gedanken und Gefühle geschildert, man nimmt ihr jede Handlung ab und merkt, dass Lizzy nicht nur mit offenen Augen und weit ausgebreiteten Armen, sondern auch mit einem großen Herzen, in dem jeder ihrer Freunde Platz hat, durchs Leben geht.
Ein Roman voller liebenswerter Momente, einigen spannenden Szenen, Denkanstöße und ganz viel Weihnachtszauber
Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf unserer Suche nach dem Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.
Kriminalkommissar Jan Oldinghaus hat sich seine Rückkehr in den Dienst irgendwie anders vorgestellt – nicht so kalt und unpersönlich, wie ihm die alten neuen Kollegen jetzt begegnen. Die Ermittlungen im ...
Kriminalkommissar Jan Oldinghaus hat sich seine Rückkehr in den Dienst irgendwie anders vorgestellt – nicht so kalt und unpersönlich, wie ihm die alten neuen Kollegen jetzt begegnen. Die Ermittlungen im ersten Fall nach seinem Sabbatjahr sind auch nicht ohne, denn ausgerechnet ein beliebter Lokalpolitiker ist der erste Tote, dessen Spuren Jan nachgehen muss. Doch wie hängt der Tod des Politikers mit zwei Frauenmorden zusammen ? Eine Frage, die Jan schnell klären muss, bevor noch weiteres Unglück geschieht……
„Sennegrab“ ist ein spannender Ostwestfalen -Krimi der sich mit der Frage des Scheins und Seins befasst. Jobst Schlennstedt verpackt einen interessanten Plot mit viel lokalem Charme und entführt den Leser nach Bielefeld, um dort hinter die Fassade des beliebten Politikers schauen zu können. Denn die weiße Weste des angesehenen Herren war leider nicht ganz so rein, wie er nach außen hin vermitteln wollte. Je mehr sich Jan mit dem Fall und dessen Aufklärung befasst, desto tiefer blickt er in den menschlichen Abgrund des Toten und kommt so seinen Machenschaften und auf den Grund. Klüngeleien, Eifersüchteleien, Machtgehabe und Neid sind hier an der Tagesordnung und so wird schnell der Kreis der Verdächtigen festgelegt. Doch Jobst Schlennstedt führt den Leser gekonnt in die Irre, denn die eigenen Ermittlungen laufen ins Leere und man reibt sich verwundert die Augen, wenn man zum Schluss die Lösung des Falles präsentiert bekommt.
Die Geschichte liest sich abwechslungsreich und flüssig, wird durch vielschichtige Charaktere belebt und der Spannungsbogen wird von Anfang an kontinuierlich gehalten. Kurzum, Jobst Schlennstedt weiß, wie man den Leser and ie Seiten fesselt, zum Nachdenken und Rätsel raten anregt und immer wieder geschickt an der Nase herumführt.
Das Thema des Krimis ist sehr aktuell und der Autor vermittelt des Gefühl, dass man eigentlich nur die Tageszeitung aufgeschlagen hat, um den Schlagzeilen zu folgen, die einen tagtäglich schwarz auf weiß regelrecht anspringen.
Eine ordentliche Portion Heimatgefühl gepaart mit Ideenreichtum, interessanten Nebenschauplätzen und Spannung – ich würde sagen, so geht Krimi 😊
Daher gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung von mir
Und der Himmel von Paris
behält sein Geheimnis für sich:
seit zwanzig Jahrhunderten ist er verliebt
in unsere Insel Saint-Louis.
Wenn sie ihm zulächelt
legt er seinen blauen Anzug an
(Edith Piaf)
Wer ...
Und der Himmel von Paris
behält sein Geheimnis für sich:
seit zwanzig Jahrhunderten ist er verliebt
in unsere Insel Saint-Louis.
Wenn sie ihm zulächelt
legt er seinen blauen Anzug an
(Edith Piaf)
Wer eine Reise nach Paris unternimmt, der wird sich sicherlich fragen, ob es jenseits von Touristenströmen, Massenabfertigung und Kommerz auch ein anderes Paris zu finden gibt, das sich in seiner Schönheit, Ursprünglichkeit und Weltoffenheit präsentiert.
Gerg Renöckl hat es sich zur Aufgabe gemacht, Weltmetropolen abseits der eingetretenen Pfade zu entdecken und somit für den Leser einen Augen-, Ohren und Gaumenschmaus zu kredenzen, ihm die Städte näher zu bringen und so eine ganz andere Sicht auf die glitzernden Fassaden zu werfen.
Da sind sie wunderbaren Flohmärkte, die mit einzigartigen Funden das Auge betören -egal ob Kuriosum, Exot oder einfach nur kleine Schätze. Georg Renöckl taucht ein die die Welt der Händler, lässt sich auf Geschichten und Geschichtchen ein und verzaubert so den Leser mit dem Blick auf das Wesentliche. Hinter einem noch so unscheinbar aussehenden Fund kann plötzlich das ganz große Glück stecken.
Natürlich gibt es auch in diesem Buch wieder Orte zum Verweilen und zum Vertiefen und ich muss sagen, dass es mir die Parks angetan haben, die der Autor hier besucht. Am liebsten möchte ich im Bistro des Dames verweilen und meine Zelte aufschlagen, einfach nur zuhören und mich dem Flair der Stadt nach diesem außergewöhnlichen Rundgang hingeben.
Die Wege abseits der Touristenströme führen mich in die Recyclerie, deren Idee mich begeistert und deren Ambiente mich förmlich aufsaugt. Im Buttes Chaumont möchte ich einfach nur picknicken, den Vögeln lauschen und die Natur auf mich wirken lassen. Im Musée de la vie romantique verspüre ich einen Hauch ebendieser und bin verzaubert von den Kleinoden, die Renöckl hier für seine Leser entdeckt, erlebbar macht und nahebringt.
Einziges Manko sind die im Buch abgebildeten Fotos und Karten – zu klein, zu schwarz und von Minderqualität. Es ist alles eine Frage des Geldes, ja ich weiß, aber bei so einem tollen Stadtbummel durch die lächelnde Stadt an der Seine sollte es doch möglich sein, auch dem Leser diese farbenprächtigen Bilder, die der Autor hier zeichnet, auch wirklich in Farbe und von guter Qualität abzudrucken. So wird der Rundgang durch die Stadt immer ein wenig getrübt ☹
Ansonsten wieder eine kleine Liebeserklärung an die Stadt, die zugleich gnadenlos elegant und an manchen Stellen ungeschliffen und rau ist, aber jedem Besuch den Glanz des Besonderen verleiht. Die beigefügten Rezepte ermöglichen ein leichtes Nachkochen- bzw. backen zuhause, sodass ein wenig Pariser Charme Zuhause einziehen kann.
"Französisch lernen mal anders" ermöglicht dem Sprachneuling, dem Wiedereinsteiger und dem Sprachaffinen Touristen auf einfache effiziente Art, die Sprache binnen kürzester Zeit nicht nur zu erlernen, ...
"Französisch lernen mal anders" ermöglicht dem Sprachneuling, dem Wiedereinsteiger und dem Sprachaffinen Touristen auf einfache effiziente Art, die Sprache binnen kürzester Zeit nicht nur zu erlernen, sondern auch mit Freude an der Aussprache direkt auszuprobieren und direkt anzuwenden.
Dank der effizienten Lernmethode mittels Lautschrift die Vokabeln einzuüben, sind auch die schwierigsten Worte perfekt auszusprechen und es gelingt jedem spielend leicht, sich in der manchmal doch recht komplizieren Sprache zurecht zu finden.
Kleien Eselbrücken, Tipps und Tricks helfen, sich im Sprachgeflecht schnell heimisch zu fühlen und so die erlernten Vokabeln sicher und fast schon wie selbstverständlich anzuwenden. Manchmal habe ich eine Audio-CD vermisst denn das Erlerne festigt sich meines Erachtens, gerade im Französischen, doch schneller, wenn man auch noch einmal hört, wie das gerade Gelesene tatsächlich ausgesprochen wird. Für Sprachneulinge sicherlich sehr hilfreich.
Dank der Themenschwerpunkte wie Reisen, Ernährung, Natur etc. bewegt man sich relativ schnell auf sicherem Terrain und fühlt sich in der Sprache heimisch. Auch wenn das Erlernen einer neuen Sprache aufgrund der wirklich effizienten Lernmethode recht einfach ist, ersetzt dieses Buch natürlich nicht Fleiß und Ausdauer. Auch hier gilt - Übung macht den Meister und der ist bekanntlich noch nicht vom Himmel gefallen
Für mich als Auffrischung meiner jahrelang zurückliegenden Schulsprachkenntnisse eine gelungene Wiederbelebung und Vertiefung.