Leserunde zu "Die brennenden Kammern" von Kate Mosse

Eine große Liebe, ein dunkles Geheimnis, Verrat und jede Menge Abenteuer
Cover-Bild Die brennenden Kammern
Produktdarstellung
(28)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Kate Mosse (Autor)

Die brennenden Kammern

Historischer Roman

Dietmar Schmidt (Übersetzer)

Carcassonne, 1526: Die neunzehnjährige Minou Joubert, Tochter eines katholischen Buchhändlers, erhält eines Tages einen versiegelten Brief mit nur fünf Worten: "Sie weiß, dass du lebst." Doch noch bevor sie herausfinden kann, was hinter der mysteriösen Botschaft steckt, wird die Begegnung mit dem Protestanten Piet Reydon ihr Leben für immer verändern. Denn der junge Hugenotte hat eine gefährliche Mission. Als er zu Unrecht des Mordes beschuldigt wird, verhilft Minou ihm zur Flucht aus der Stadt. Erst in einsamen Bergdorf kommen sie dem Rätsel um den geheimnisvollen Brief auf die Spur.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 06.01.2020 - 26.01.2020
  2. Lesen 10.02.2020 - 08.03.2020
  3. Rezensieren 09.03.2020 - 22.03.2020

Bereits beendet

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 22.03.2020

Spannender Blick in die Geschichte

0

Es beginnt mit dem Ende einer Suche auf einem anderen Kontinent. Mittels Tagebuch wird man rasch in eine Zeit mitgenommen, in der die Ausbreitung des Protestantismus in vollem Gange ist und es offene Kämpfe ...

Es beginnt mit dem Ende einer Suche auf einem anderen Kontinent. Mittels Tagebuch wird man rasch in eine Zeit mitgenommen, in der die Ausbreitung des Protestantismus in vollem Gange ist und es offene Kämpfe in Frankreich gibt, obwohl es ein königliches Dekret gibt, das den Hugenotten freie Glaubensausübung gestattet.

Inmitten dieses Konfliktes entbrennt ein Kampf um ein Erbe, von dem eine Erbin bis zuletzt nichts weiß, und die Macht über andere auszuüben. Angefangen in Carcassone über Toulouse bis nach Puivert spitzt sich die Intrige und das Machtgeplänkel zu. Kate Mosse versteht es mit Ihrem Roman historische Daten in eine spannende und mitreißende Geschickte zu packen, in der fast nichts ausgelassen wird.

Der Roman ist somit durchaus eine Empfehlung wert.

PS:
Verzeiht, dass ich nicht an den Abschnittsrezensionen teilgenommen habe. Wir waren leider im Urlaub in einer Gegend ohne Internet. Als wir zurück kamen war alles schon im Corona-Fieber und es gab kaum Zeit für was anderes, als die Eingriffe in das eigene Leben abzuschätzen und Vorkehrungen zu treffen, dass es ohne gröbere Einschnitte weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 19.03.2020

Ein Buch über Glaubenskriege und die Liebe

0

Carcassonne, 1562: Minou Joubert wächst als Tochter eines katholischen Buchhändlers auf und hilft sehr gern in der Buchhandlung aus. Eines Tages erhält sie einen Brief mit einer mysteriösen Botschaft. ...

Carcassonne, 1562: Minou Joubert wächst als Tochter eines katholischen Buchhändlers auf und hilft sehr gern in der Buchhandlung aus. Eines Tages erhält sie einen Brief mit einer mysteriösen Botschaft. Sie möchte herausfinden was dahinter steckt und trifft dabei auf Piet Reydon. Und diese Begegnung wird ihr Leben verändern, denn der Hugenotte ist auf einer gefährlichen Mission und zählt dabei auf Minous Hilfe...

Minou mochte ich von allen Figuren sofort am liebsten. Ich konnte direkt mit ihr fühlen und habe bei ihrer Reise immer mit ihr mitgebangt. Der Hugenotte Piet war mir ebenso sympathisch und als zwischen den beiden zarte Gefühle enstanden, hat das mein Leserherz gefreut. Neben diesen beiden Figuren bietet dieses Buch noch sehr viel mehr an spannenden Figuren und Perspektiven, in die man sich erst mal hineinversetzen muss. Doch wenn man erst mal alle Figuren zugeordnet hat, fliegt man nur so über die Seiten.

Die Autorin bietet viele interessante Informationen zur damaligen Zeit in der das Buch spielt. Vor allem das Vorwort zu den Hugenottenkriegen fand ich sehr spannend und den perfekten Einstieg in diese Geschichte.

Dieses Buch bietet sehr viele Gefühle und Emotionen, sowohl schöne als auch negative. Ich habe sehr gern die Liebesgeschichte zwischen Minou und Piet verfolgt und war aber genauso entsetzt was für schreckliche Dinge und Foltermethoden Menschen anderen Menschen antun können.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der opulente und informative Historienschmöker liebt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 14.03.2020

Glaube, Liebe, Hoffnung

0

Kate Mosse beschreibt in ihrem Roman eine Liebe zu Zeiten der französischen Hugenottenkriege.

Minou ist eine katholische Halbwaise in Carcassonne. Ihr Vater ist ein liberaler Buchhändler, der aber unter ...

Kate Mosse beschreibt in ihrem Roman eine Liebe zu Zeiten der französischen Hugenottenkriege.

Minou ist eine katholische Halbwaise in Carcassonne. Ihr Vater ist ein liberaler Buchhändler, der aber unter der Folter zu einem gebrochenen Menschen geworden ist. Er schafft es nicht, die Tochter in sein gut gehütetes Geheimnis einzuweihen, sondern schickt sie mit ihrem jüngeren Bruder zur Schwägerin nach Toulouse. Aber anstatt dort die erhoffte Sicherheit zu finden, geraten sie in die Anfänge der Glaubenskriege, und ausgerechnet an einen Protestanten verliert Minou ihr Herz. Langsam kommt sie selbst hinter das Geheimnis ihrer Herkunft und gerät schon bald darauf in die Hände ihrer Erzfeindin. Es gibt einen mörderischen Endkampf, der sehr anschaulich geschildert wird, gleichzeitig richtet sich der Blick auch schon auf die Folgebände.

Es ist immer wieder spannend und lehrreich zugleich, wenn Geschichte und Fiktion verschmelzen. Die Hugenottenkriege sind nur ein vergleichsweise kleiner Teil von Frankreichs grosser Vergangenheit, aber leider auch ein sehr blutiger, der von kompromisslosem religiösen Fanatismus auf beiden Seiten geschürt wurde.

Ich finde, dass die Autorin historisch gesehen vieles zu einfach darstellt. Da habe ich persönlich lieber etwas mehr Realismus in der Handlung. Auch die Personen konnten mich nicht wirklich berühren, denn ihre Beschreibung bleibt doch sehr an der Oberfläche. Der Handlungsbogen hätte viel straffer gespannt werden können, denn leider wurde es mir zwischendurch immer wieder etwas zu langweilig.

Dennoch hat mir das Buch insgesamt ganz gut gefallen. Die Thematik des Romans und auch die Ausdrucksweise von Kate Mosse fand ich gut, aber dennoch werde ich den weiteren Lebensweg von Minou nicht weiter verfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 09.03.2020

Die Suche nach der eigenen Familiengeschichte

0

Die Geschichte startet nach dem Prolog in Carcassonne mit einer der Hauptfiguren Minou Joubert. Sie ist die Tochter des katholischen Buchhändlers Bernard Joubert und die große Schwester von Aimeric und ...

Die Geschichte startet nach dem Prolog in Carcassonne mit einer der Hauptfiguren Minou Joubert. Sie ist die Tochter des katholischen Buchhändlers Bernard Joubert und die große Schwester von Aimeric und Alis Joubert. Eines Tages erhält sie einen versiegelten Brief mit den Worten: "Sie weiß, dass Ihr lebt." Noch bevor sie herausfinden kann, was hinter der mysteriösen Botschaft steckt, wird die Begegnung mit dem jungen Piet Reydon ihr Leben für immer verändern. Denn der Hugenotte hat eine gefährliche Mission, und er zählt auf Minous Hilfe, um aus der Stadt zu fliehen.

Das Cover und der Titel sind super aufeinander abgestimmt. Außerdem haben mir das Verzeichnis der Hauptfiguren, die Anmerkungen zum Thema und die Landkarte am Anfang des Romans sehr gut gefallen.

Ich konnte mich gut mit den Hauptcharakteren identifizieren und habe mitgefiebert. Zu Beginn muss man sich jedoch an die vielen Charaktere und deren Einstellung gewöhnen, was durch das Personenverzeichnis jedoch leicht vonstattengeht.

Der Roman spielt im Jahr 1562. Es werden jedoch auch einige Zeitsprünge gemacht, die, wie ich finde, sehr gut in die Handlung integriert wurden. Der Schreibstil ist im Allgemeinen sehr angenehm.

Ich finde den Roman sehr gelungen und würde diesen an Fans von historischen Romanen, die sowohl romantische Abschnitte, als auch Abschnitte, in denen man etwas über die historischen Ereignisse der Hugenottenkriege erfährt, bevorzugen. Der Prolog und das Ende machen Lust auf den nächsten Band der Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2020

Die brennenden Kammern

0

Es ist ein historischer Roman, der uns viel Einblick in den Glaubenskrieg zwischen den Katholiken und den Hugenotte gibt. Man schreibt das Jahr 1562. Der Buchhändler Joubert ist ziemlich verstört von seiner ...

Es ist ein historischer Roman, der uns viel Einblick in den Glaubenskrieg zwischen den Katholiken und den Hugenotte gibt. Man schreibt das Jahr 1562. Der Buchhändler Joubert ist ziemlich verstört von seiner Reise zurückgekommen. Er ist Witwer und lebt mit seinen drei Kindern alleine. Seine 19jährige Tochter Minou vertritt ihn nun in der Buchhandlung und sie ist zugleich auch für ihre beiden jüngeren Geschwister die Ersatzmutter. Da erhält sie eines Tage in der Buchhandlung ein sonderbares Schreiben, mit dem sie überhaupt nichts anzufangen weiß. Auf dem Nachhauseweg stößt sie mit einem jungen Mann zusammen, der auf der Flucht zu sein scheint. Sie zeigt ihm einen sicheren Weg und erfährt, dass er Piet heißt. Bad darauf möchte ihr Vater, dass sie und ihr Bruder Aimeric Carcassonne verlassen undnach Toulouse zu einer Tante gehen sollen,da sie dort in Sicherheit wären. Die kleine Tochter Alis behält er bei sich. doch kaum sind sie in Toulouse, bricht der Krieg erst richtig los und sie trifft auch Piet wieder. In der Zwischenzeit wurde die kleine Schwester entführt. Sie schickt ihren Bruder mit der Tante nach Puivert,weil der Alis gefangengehalten wird. Was aber hat Piets einstiger Freund Vidal und nunmehr sein Gegner für Absichten? Er ist Priester und auf der Suche nach dem Grabtuch. Und Blanche, die Herrin von Puivert unterstützt ihn dabei. Es ist alles verworren, es gibt bei dem Kämpfen viele Tote, jeder mißtraut jeden. Auch Piet und Minou machen sich auf den Weg nach Puivert. Aber wird ihnen das gelingen. Die Autorin gibt hier sehr viele geschichtliche Daten preis und vermischt gekonnt die Schlachten und die wahren Ereignissen mit ihrer Fiktion. Sie beschreibt das Kampfgetümmel derart plastisch, dass man den Kampflärm und die Schreie der Verwundeten hört. Auch die Landschaft, die untergehende Sonne, den wabernden Nebel, Südfrankreich beschreibt sie sehr genau und detailgetreu. An manchen Stellen sind mir persönlich zu viele Kampfszenen und lassen das Hauptgeschehen ein wenig in den Hintergrund treten. Ein Buch voller Ereihnisse und Spannung und es hört mit einem Cliffhanger auf. Es ist das erste Buch einer Trilogie und der Leser wartet natürlich, wie alles weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre