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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2020

Das Haus auf den Klippen

Ich will dein Leben
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Gestaltung

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es wirkt geheimnisvoll und passt durch die dunklen Farben wunderbar zu der Geschichte dahinter. Dadurch, dass man das Mädchen nur von hinten sieht, kann man ...

Gestaltung

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es wirkt geheimnisvoll und passt durch die dunklen Farben wunderbar zu der Geschichte dahinter. Dadurch, dass man das Mädchen nur von hinten sieht, kann man der Phantasie freien lauf lassen und sich ein eigenes Bild der Person machen.


Kurze einleitende Zusammenfassung

In dieser Geschichte geht es um die 16 Jährige Tamsyn. Das Mädchen scheint sehr unter dem Tod ihres Vaters zu leiden und flüchtet sich daher gerne in dir Nähe des Hauses, bei dem sie früher oft mit ihrem Vater war. An einem ihrer Beobachtungstage freundet sich Tamsyn mit Edie an, der Tochter des studierten Hauses. Nach und nach wirkt sie allerdings wie besessen von diesem Haus. Das Ganze nimmt seinen Lauf und man muss feststellen, dass der Schein oft trügt.



Meinung zu Geschichte, Aufbau, Schreibstil & Figuren

Der Schreibstil war flüssig und man kam sehr gut in die Geschichte hinein. Die Kapitel sind abwechselnd in heute und damals - 1986 geschrieben und zeigt verschiede Perspektiven auf das ganze Geschehene. Am Ende läuft alles dann zu einer Geschichte Zusammen.

Die Idee hinter der Geschichte fand ich klasse, hatte mir unter dem Titel allerdings etwas anderes vorgestellt. Das Buch wurde als als Titel aus dem Krimi- oder Thriller Bereich beworben. Für mich war es einfach nur ein spannender Roman. Auch fand ich den Titel etwas unpassend gewählt. "Ich will dein Leben " weckt völlig falsche Erwartungen.

Erst ging ich davon aus, dass Tamsyn neidisch auf das Luxus Leben der Davenports ist, aber so war es nicht. Sie war besessen von diesem Haus. Sie verband es mit Perfektion, einer heilen Familie, die sie durch den Tod des Vaters nicht mehr hatte. Sie sah in dem Haus eine Erinnerung an ihren Vater, da sie anscheinend öfters dort waren. Meiner Meinung nah trifft den Vater unbewusst eine Mitschuld an dieser ganzen Misere. Er hat Tamsyn wieder und immer wieder zu diesem Haus mitgenommen und ihr damit gezeigt, das dieses Haus etwas besonderes ist.

Meiner Meinung nach hätte man aber mehr aus der Geschichte machen können. Leider fehlte mir zu den meisten Personen ein Bezug. Tamsyn war faszinierend und beängstigend gleichzeitig. Auch fand ich etwas Schade, dass 2/3 der Kapitel etwas unspektakulär waren und alles was bis Dato gefehlt hat, in die letzten Kapitel gepackt wurde. Auch fehlte mir am Ende der Bezug zu dem Raben. Ich ging aufgrund der Andeutungen davon aus, dass dieses Tier eine wichtigere Rolle im Leben von Tamsyn spielte und war daher am Ende etwas enttäuscht von der Bedeutungslosigkeit.



Fazit
Dieses Buch und ihre Geschichte hat mir an sich sehr gut gefallen. Auch wenn ich mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt habe, kann ich dieses Buch guten Gewissens weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Eine bezaubernde Wohlfühlgeschichte

Über dem Meer tanzt das Licht
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Hätte ich gewusst, dass „Über dem Meer tanzt das Licht“ an „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ anschließt, hätte ich dies vorher noch gelesen. Dies tut der Geschichte aber keinen Abbruch, da man die Bücher ...

Hätte ich gewusst, dass „Über dem Meer tanzt das Licht“ an „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ anschließt, hätte ich dies vorher noch gelesen. Dies tut der Geschichte aber keinen Abbruch, da man die Bücher auch unabhängig voneinander gelesen kann.

Maria führt mit viel Herzblut ihr Café „Strandmuschel“ und lebt glücklich mit ihrem Freund Simon, der gemeinsamen Tochter Hannah und ihrer älteren Tochter Morlen aus einer früheren Beziehung zusammen. Getrübt wird ihr Glück lediglich durch Morlens pubertäres Verhalten und Marias Trauer um ihre Mutter Iris, die vor einem Jahr gestorben ist.

Doch plötzlich beschließt Simon, sich gemeinsam mit der fast einjährigen Hannah eine Auszeit zu nehmen und eine mehrwöchige Vater-Tochter-Reise zu unternehmen, ohne Maria und ohne Morlen. Als wäre dies noch nicht genug ist bei der „Strandmuschel“ das Dach undicht und die Pacht erhöht. Die Einnahmen reichen hinten und vorne nicht und Maria ist dazu gezwungen, sich endlich Gedanken darüber zu machen, was mit dem Haus ihrer Mutter passieren soll. Beim ausräumen dieses findet Maria alten Tagebücher von Iris. Diese sind quasi als Briefe an Marie verfasst. Sie erzählt aus ihrer Kindheit auch von ihrem Vater, den Maria nie kennengelernt hat. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Erzeuger, doch ausgerechnet das entscheidende Tagebuch ist verschwunden …

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist schön flüssig, so, dass man gut in die Geschichte hineinfindet. Man merkt, wie sehr der Autorin Norderney am Herzen liegt und das sie das Meer liebt. Umso passender war es, dass ich dieses Werk an der Ostsee gelesen habe und so die Stimmung nachvollziehen konnte. Orte und Situationen wurden bildlich und detailliert beschrieben, ohne dabei zu ausschweifend zu werden. Ich durfte lernte Marie und ihre Familie kennen lernen und entwickelte zu jedem Charakter eine eine ganz eigene Beziehung. Natürlich bekam ich zu Maria die stärkste Bindung, da diese Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird.

Eine bezaubernde Wohlfühlgeschichte mit ganz viel Herz und Liebe. Sie erzählt von Familie, verpassten Gelegenheiten und Geheimnissen. Sie lässt einen mit einem ganz warmen Gefühl zurück.

Ich kann diesen Roman jedem ans Herz legen, der das Meer und leichte Familiengeschichten liebt.

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Veröffentlicht am 05.04.2020

Männer sind auch nur Menschen

Männer sind auch nur Menschen
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Den Titel finde ich persönlich nicht ganz so passend gewählt. Es geht hier eher um Frauen untereinander und das man mehr Loyalität gegenüber andern Frauen zeigen sollen. Ich habe mehr mit der Männerwelt ...

Den Titel finde ich persönlich nicht ganz so passend gewählt. Es geht hier eher um Frauen untereinander und das man mehr Loyalität gegenüber andern Frauen zeigen sollen. Ich habe mehr mit der Männerwelt und wie man sich gegen deren (Macho) Gehabe zur Wehr setzen können.

Nicole erzählt in locker Anekdoten aus ihrem eigenen Leben, oder deren Freundinnen. Sie interviewte verschiedene Personen zum Thema Gleichberechtigung und Emanzipation. Die Autorin verschafft eine vertrauensvolle Atmosphäre und kommt eher als Freundin rüber. Der Schreibstil und die kurzen abgeschlossenen Kapitel haben mir sehr gut gefallen.

Ich hätte mir eine klarere Struktur gewünscht , oft schweift sie vom Thema ab. Leider kann ich außer ein paar Eindrücken wenig Bleibendes für mich aus diesem Buch ziehen.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich einfach nicht die Zielgruppe bin. Ich habe keine Kinder und mein Mann ist kein typischer Macho-Mann. Und da fängt es an: Ohne Kinder fallen schon viele dieser Mann-Frau Situationen weg. Ich bin ruhig und möchte gerne meine Ruhe. Ich mag meinen Job ohne Verantwortung und bin gar nicht auf Karriere und Erfolg aus. Es liegt also eher an mir, dass ich mit diesem Buch nicht 100%ig etwas anfangen konnte.

Trotz allem war dieses Buch lesenswert und sehr unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 25.03.2020

Hanseatischer Humor!


Zu wahr, um schön zu sein
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Zu wahr um schön zu sein

Die Autorin hat in ihrem Buch „Zu wahr, um schön zu sein“ sehr humorvoll den Familienalltag nach der Trennung der Eltern erzählt. Das Buch handelt von Caro, ihrem Ehemann Matthias ...

Zu wahr um schön zu sein

Die Autorin hat in ihrem Buch „Zu wahr, um schön zu sein“ sehr humorvoll den Familienalltag nach der Trennung der Eltern erzählt. Das Buch handelt von Caro, ihrem Ehemann Matthias und ihrem Sohn Felix. Caro plant angesichts der Silberhochzeit eine große eine Feier, bei der sie auch ihr sie ihr Eheversprechen erneuern möchte. Docht die Feier endet in einem Desaster. Die Bombe platzt und es kommt raus, dass ihr Mann seit 5 Jahren eine Beziehung nebenbei führt - zu einem Mann!

Die Figur Caro versucht ein Problem nach dem anderen zu lösen und wird hierbei tatkräftig von ihrer liebenswerten Vermieterin, ihrer Freundin Sylvia und auch von ihrer etwas skurrilen Mutter unterstützt.
Ich fand das Buch sehr flüssig und leicht zu lesen, innerhalb eines Wochenendes hatte ich dieses verschlungen.Von Gabriella Engelmann war „Zu schön um wahr zu sein“ mein erstes Buch. Ein wenig hat mich dieser Roman an die Bücher von Petra Hülsmann erinnert.

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Veröffentlicht am 25.03.2020

Schwarzwaldidylle

Schäfchensommer
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Zum Inhalt:

Ein idyllischer Schwarzwaldhof. Eine Familie, die zusammenhält. Eine Geschichte über Freundschaft, starke Frauen und viele flauschige Schafe!

Nie ist Elke so glücklich wie im Frühjahr, zu ...

Zum Inhalt:

Ein idyllischer Schwarzwaldhof. Eine Familie, die zusammenhält. Eine Geschichte über Freundschaft, starke Frauen und viele flauschige Schafe!

Nie ist Elke so glücklich wie im Frühjahr, zu Beginn der Weidesaison, wenn sie morgens auf der Schwarzwaldhöhe steht und auf die Lichter der fernen Dörfer in der Rheinebene hinabschaut. Elke ist Schäferin und führt – wie ihre Mutter und Großmutter vor ihr – den „Lämmerhof“. Einziger Wermutstropfen sind die zunehmenden finanziellen Schwierigkeiten des Familienbetriebs. Doch dann kehrt nicht nur Elkes große Liebe überraschend zurück in die Heimat – Chris, der ihr vor vielen Jahren das Herz gebrochen hat –, sondern auch ihre Schwester Julia steht plötzlich vor der Tür, im Schlepptau die widerwillige Zoe. Das Mädchen ist in die falschen Kreise geraten, und Sozialarbeiterin Julia will, dass Elke Zoe bei sich auf dem abgelegenen Hof aufnimmt – gegen Bezahlung. Nein danke, denken sowohl Elke als auch Zoe. Doch bald stellt sich heraus, dass die beiden ungleichen Frauen sich vielleicht gar nicht so unähnlich sind, wie sie glauben …



Fazit / Rezension

Der Einstieg in das Buch hat mir persönlich sehr gut gefallen. Man erfährt am Anfang schon einiges über Schafe bzw. Die Schafszucht. Elkes Leben als Schäferin stelle ich mir sehr interessant, aber auch sehr anstrengend vor. Da ihr ehemaliger Lehrling Pascal sich nach Neuseeland abgesetzt hat, muss Elke die ganze Arbeit quasi alleine machen. Aber nicht lange, denn bald bringt ihre Schwester, die als Sozialarbeiterin arbeitet Zoe auf den Hof, die so einer Haftstrafe entkommen soll. Und dann taucht noch Elkes ehemalige große Liebe Chris auf.

Ein schöner Wohlfühlroman mit viel Tiefgang, der einem aber auch soviel lehrt, über die Schafe, ihre Aufzucht und sogar verschiedene Kräuter. Beate Rygiert hat hier einen schönen Wohlfühlroman mit viel Tiefgang geschaffen. Der Schreibstil, ist flüssig und man kann sich alles bildhaft vorstellen.

Die Liebesgeschichte mit Chris hätte für mich noch etwas ausführlicher sein können. Vielleicht eine richtige Aussprache, wieso und weshalb er damals so Hals über Kopf mit der anderen abgehauen ist. Besonders ans Herz gewachsen ist mir aber Zoe. Bei ihr hat man die größte Entwicklung festgestellt. Innerhalb der Seiten ist das trotzige Mädchen ziemlich gereift. Aber auch die beiden Schwestern sind fabelhaft. Jede Figur hat seinen eigene Facetten.

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