Profilbild von rikeslibrary

rikeslibrary

Lesejury Star
offline

rikeslibrary ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit rikeslibrary über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2020

Völlig abgedreht, aber genial!

Ich bin Gideon
0

Habt ihr schonmal ein Buch gelesen, was auf so viele verschiedene Arten verwirrend, seltsam und verrückt war, aber gleichzeitig unheimlich gut, innovativ und spannend, dass ihr es geliebt habt? All diese ...

Habt ihr schonmal ein Buch gelesen, was auf so viele verschiedene Arten verwirrend, seltsam und verrückt war, aber gleichzeitig unheimlich gut, innovativ und spannend, dass ihr es geliebt habt? All diese Dinge treffen definitiv auf Ich bin Gideon zu und ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll.

Fangen wir mal mit der Welt an: So ganz genau versteht man es auch nach diesen 600 Seiten nicht, aber es gibt verschiedene Planeten/Häuser, deren Bewohner einem mysteriösen Totenkult frönen. Die Erben der Planeten sind so genannte Nekromancer und können Knochen und Skelette zum „Leben“ erwecken und kontrollieren, die anderen Bewohner scheinen diese Gabe aber nicht zu besitzen. Ansonsten ist das Leben dort scheinbar ziemlich düster, heruntergekommen und überall liegen Skelette rum. Irgendwie seltsam aber eben auch mal was Anderes.

Die Protagonistinnen wiederum sind derb, unhöflich, sarkastisch, versaut und hassen einander, insgesamt scheint es in dieser Welt wenige nette Menschen zu geben, aber Gideon und Harrow sind definitiv ganz besonders mies drauf. Dadurch habe ich als Leser auch erst recht spät eine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen können, bis dahin konnten mich das innovative Setting und ihre zahlreichen lustigen und sarkastischen Kommentare aber gut unterhalten.

Die Story selbst war wirklich, wirklich verwirrend. Am Anfang habe ich mich kaum in der Welt zurechtfinden können, mit der Ankunft beim Wettkampf wurden dann einige Dinge langsam klarer, doch gab es immer wieder Stellen, die so dermaßen abgedreht waren, dass ich mich gefragt habe was man einnehmen muss um sich solche Dinge auszudenken. Es gab so einige Wendungen die mich total überrascht haben und es sind so merkwürdige Dinge passiert, dass ich gar nicht so recht weiß wie ich das beschreiben soll.

Zusätzlich zu Gideon und Harrow gab es natürlich noch einige andere Charaktere, von denen ich mir nur einen Bruchteil beim Namen merken konnte, was der Handlung aber auch keinen Abbruch getan hat (Man konnte aber vorne im Namensregister nachschauen wer wer ist).

Ich denke „Ich bin Gideon“ ist nicht für jeden etwas, da es definitiv für eine erwachsene Zielgruppe geschrieben ist, ziemlich brutal und verwirrend ist und eine ganze Weile braucht bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, doch wird das Buch Fans von High Fantasy oder komplexeren Sci-Fi Geschichten vermutlich genauso begeistern können wie mich. Wer hier aber eine süße Romanze oder nette, ehrenvoll handelnde Protagonisten sucht ist wohl falsch mit dem Buch beraten.

Zuletzt hat mich aber das Ende wirklich fertiggemacht und ich weiß nicht wie ich diese ewige Zeit bis zum 2. Band aushalten soll. Wegen des etwas zähen Starts gibt es von mir einen kleinen Abzug und daher 4.5 Sterne. Trotzdem definitiv ein Highlight, denn das Ende ist das Warten wert gewesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2020

Eine spannende Mischung aus Thriller und Fantasy

Sanctuary
0


Sanctuary ist eine Mischung aus Thriller und Fantasy, denn es gibt einen Kriminalfall, aber durch die Existenz von Hexen eben auch einen Fantasyanteil. Das Buch wird hauptsächlich aus drei verschiedenen ...


Sanctuary ist eine Mischung aus Thriller und Fantasy, denn es gibt einen Kriminalfall, aber durch die Existenz von Hexen eben auch einen Fantasyanteil. Das Buch wird hauptsächlich aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man schnell die unterschiedlichen Sichten auf die Ereignisse kennenlernt.

Die Ermittlerin Maggie kehrt erstmals nach vielen Jahren wieder in die Kleinstadt Sanctuary zurück, in der sie bereits zu Beginn ihres Berufslebens einige Zeit gearbeitet hat. Sie möchte nichts mehr als Gerechtigkeit auszuüben, wodurch sie sich immer mehr Feinde in Sanctuary macht.

Die zweite Protagonistin Sarah ist die stadtbekannte Hexe und Mutter von Harper, durch die man die Bräuche der Hexen kennenlernt und die gemeinsam mit ihrer Tochter immer mehr in die Kritik der Öffentlichkeit gerät.

Zuletzt werden viele Kapitel aus der Sicht von Abigail, der Mutter des verstorbenen Daniels, erzählt, die gemeinsam mit zwei weiteren Freundinnen zu Sarahs Hexenzirkel gehört. Durch den Tod ihres Sohnes wird sie jedoch von Trauer verzehrt und ergreift immer drastischere Maßnahmen.

Das Kleinstadtleben in Sanctuary wurde von Beginn an gut dargestellt, es wurde früh klar, dass es sich um eine Stadt in einem alternativen Amerika handelt, in dem Hexen zwar toleriert werden, jedoch bestimmten Regeln folgen müssen und registriert werden müssen. Zudem wurde die Entwicklung der Atmosphäre sehr nachvollziehbar beschrieben, sodass man die Geschehnisse, die zum Ausarten der Situation führen Schritt für Schritt mitverfolgen konnte.

Das Buch regt zum Nachdenken über die Grenzen von Gut und Böse, über Gerechtigkeit, Manipulation und Freundschaft an und setzt viel Wert auf komplexe Charaktere, die sich während der Geschichte weiterentwickeln, sowie auf eine authentische Atmosphäre. Die gelegentlichen Interview-Transkriptionen, Zeitungsartikel u.Ä, haben die Geschichte noch etwas aufgelockert und dem ganzen gemeinsam mit der Ermittlung ein tolles Kriminalroman-Feeling gegeben, dass aber eben nur die Hälfte der Geschichte ausgemacht hat.

Einige der Enthüllungen konnte ich mir schon früh in der Geschichte zusammenreimen, weshalb es auch einen halben Punkt Abzug gibt, doch die Enthüllungen boten trotzdem immer wieder einige Überraschungen für mich, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Insgesamt ist Sanctuary eine spannende Mischung aus Thriller und Fantasyroman, wie ich sie zuvor noch nicht erlebt habe und kann zudem mit Gesellschaftskritik und einem Hauch von unterschwelligen Trump Anspielungen punkten. Ich kann das Buch nur jedem Thriller und Fantasyfan empfehlen, der mal eine etwas andere Geschichte lesen möchte, die sich von den übrigen Büchern der Genres abhebt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2020

Viel besser als Band 1

VANITAS - Grau wie Asche
0

Vanitas – Grau wie Asche ist der neuste Erwachsenenthriller von Poznanski und der zweite Teil der Vanitas Reihe. Die Reihe handelt von der Blumenhändlerin Carolin, die untertauchen musste um vor ihren ...

Vanitas – Grau wie Asche ist der neuste Erwachsenenthriller von Poznanski und der zweite Teil der Vanitas Reihe. Die Reihe handelt von der Blumenhändlerin Carolin, die untertauchen musste um vor ihren Verfolgern aus der Vergangenheit sicher zu sein und dafür von der Polizei Hilfe bekam. Nach den Ereignissen von Band 1 arbeitet sie in Teil 2 nun wieder auf dem Zentralfriedhof in Wien, die Menschen aus ihrer Vergangenheit wissen, dass sie noch lebt und sie ist immer auf der Hut. Als dann mehrere Verbrechen auf dem Friedhof geschehen, bei denen Gräber geöffnet und geschändet wurden rückt sie auf Grund ihrer durch Paranoia bedingten Neugier schnell in den Fokus der Polizei. Als dann auch noch ein Mann immer wieder in ihrer Nähe auftaucht, beunruhigt sie das stark und sie ist zum Handeln gewungen...

Band 1 hatte mich damals etwas enttäuscht, es fehlte die Spannung, die Poznanskis Erwachsenen-Thriller ausmacht und auch Carolins Vergangenheit, die das spannendste daran war, wurde nur hin und wieder angeschnitten, was mich leider eher genervt hat und nicht einfach neugierig gemacht hat. Daher hatte ich große Hoffnung, dass Teil 2 sich nun mehr damit beschäftigen würde und wurde definitiv nicht enttäuscht. Das Buch war von Beginn an spannend, konnte mich packen und hat große Teile von ihrer Vergangenheit offengelegt.

Carolin weiß nie wem sie trauen kann, ob sie schon aufgespürt wurde und kann sich auf niemanden außer sich selbst verlassen. In Teil zwei zeigt sich immer mehr, wie ihr Charakter durch ihre damaligen Taten geprägt wurde, sie ist aggressiver, weniger zurückhaltend und entwickelt sich immer mehr zu einer wirklich interessanten Protagonistin, in die ich mich jetzt auch endlich mehr hineinversetzen konnte, da man ihr Verhalten deutlich besser nachvollziehen kann, wenn man die ganze Geschichte kennt.

Dadurch, dass das Buch nicht nur das Verbrechen auf dem Friedhof, sondern auch Carolins Situation ausgiebig behandelt hat, wurde es nie langweilig, da durchgehend Fragen offen waren und in jedem Kapitel etwas passiert ist. Das Verbrechen rund um die geöffneten Gräber war ein toller Kriminalfall, bei dem das Miträtseln Spaß gemacht hat und dessen Auflösung mich dann noch wirklich überraschen konnte.

Insgesamt war es ein solider Thriller, der endlich wieder zeigt wie gut Ursula Poznanski schreiben kann und das Niveau der Beatrice-Kaspary-Reihe wiederaufleben lässt. Da ich immer noch ein bisschen Probleme habe mich in Carolin reinzuversetzen gebe ich dem Buch 4.5 Sterne und kann es nur weiterempfehlen. Also: Lest Band 2, selbst wenn euch Band 1 möglicherweise auch etwas enttäuscht hat, er ist es wert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2020

Starke Protagonisten und eine originelle Story

Game of Gold
0

In der historischen Fantasywelt in der Game of Gold spielt, stehen Hexenverfolgungen immer noch auf der Tagesordnung. So genannte Chasseure jagen die Hexen und verbrennen sie auf dem Scheiterhaufen. Dadurch ...

In der historischen Fantasywelt in der Game of Gold spielt, stehen Hexenverfolgungen immer noch auf der Tagesordnung. So genannte Chasseure jagen die Hexen und verbrennen sie auf dem Scheiterhaufen. Dadurch hat Lou ein großes Problem, denn sie ist nicht nur eine Hexe, sondern auch noch auf der Flucht vor den anderen Mitgliedern ihres „Ordens“. So versteckt sie sich schon seit 2 Jahren in der Stadt Cesare, als sie beim Versuch einen magischen Ring zu stehlen entdeckt wird und mit dem Hexenjäger Reid verheiratet wird.

Durch die ungewollte Ehe lebt sie zwar zunächst geschützt im Turm der Chasseure, muss aber ihre magischen Kräfte verheimlichen und kann sich nur ihrer Freundin Coco, die ebenfalls eine Hexe ist, offenbaren. Als sie grade beginnt ihrem Ehemann näher zu kommen, tauchen jedoch ihre Feinde wieder auf, die sich auch von einem Haufen Hexenjäger nicht so einfach aufhalten lassen.

Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive von Lou und von Reid erzählt, sodass man sich in beide gut hineinversetzen kann. Der Anfang war ein wenig verwirrend, da man direkt in die Geschichte hineingeworfen wird und es ein wenig gedauert hat bis ich die Verstrickungen und die Art der magischen Kräfte durchblickt habe. Als ich dann in der Geschichte drin war, war es eine originelle Geschichte, die ich so noch nie gelesen habe. Der Schreibstil war angenehm und flüssig und passte auch zu der groben Zeit in der die Geschichte angesiedelt ist.

Das Beste an Game of Gold war definitiv Lous Charakter, weil er einfach so anders war als bei den typischen weiblichen Protagonisten in Fantasybüchern. Die letzten zwei Jahre hat sie sich auf der Straße über Wasser halten müssen und dabei ein ziemlich derbes und freches Mundwerk entwickelt. Auch vor körperlichen Auseinandersetzungen hält sie nichts zurück und über ihren Ehemann und die anderen Chasseure macht sie sich nur zu gerne lustig. Ein Leben als gefügige Ehefrau passt überhaupt nicht zu ihr, doch das Leben inmitten ihrer Feinde bietet eben auch einen gewissen Schutz. Trotzdem ist Lou auch einfühlsam, steht für ihre Freunde ein und möchte den Menschen um sich herum nichts Böses, obwohl die meisten anderen Hexen mit Vorliebe Menschen „verhexen“ oder töten.

Reid hingegen lebt für die Hexenjagd. Als Waisenkind wurde er schon früh in diese Richtung gelenkt und zu einem loyalen und gehorsamen Mitglied der Chasseure erzogen. Eigentlich hat er sein Herz bereits an eine andere Dame verloren, da es für Hexenjäger aber nicht üblich ist zu heiraten gibt er sich damit zufrieden alleine zu bleiben. Die plötzliche Ehe mit Lou wirft ihn komplett aus der Bahn, da es ihm schwer fällt mit ihrer frechen Art umzugehen, die überhaupt nicht seinem Frauenbild entspricht. Bei den Chasseuren wird auch ein Fokus auf die Religion und den Fanatismus gelegt, was mir persönlich recht gut gefallen hat.

Auch einige Nebencharaktere, wie Coco und Ansel konnten mir mit der Zeit ans Herz wachsen, da sie alle Eigenschaften hatte, durch die sie hervorgestochen sind, sodass ich besonders bei Coco hoffe, dass sie in Band 2 noch mehr im Fokus stehen wird und man mehr über sie erfahren kann.

Meine einzige Kritik an dem Buch ist, dass ich mir ein bisschen mehr Informationen über das Land und die Umgebung gewünscht hätte. Der Roman war sehr stark auf die Geschehnisse und die Beziehungen ausgerichtet, ein bisschen drumherum hätte aber nicht geschadet.

Das Buch endet schließlich recht abrupt, es ist zwar kein richtiger Cliffhanger aber vieles bleibt offen, sodass ich jetzt ein bisschen traurig bin, dass Band 2 erst im September 2020 auf Englisch veröffentlicht wird, sodass es mit der Übersetzung wohl noch etwas dauern wird. Insgesamt war es aber ein tolles Fantasybuch, dass durch starke, außergewöhnliche Protagonisten punktet und sich dadurch von vielen anderen Büchern des Genres stark abhebt, dem ich 4.5 Sterne gebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2020

Spannender und komplexer Jugendthriller

A Good Girl’s Guide to Murder
0

Inhalt:
Vor fünf Jahren wurde die siebzehnjährige Andy Bell ermordet. Doch der Fall ist längst abgeschlossen, denn alle sind sich sicher, dass ihr Freund Sal Singh die Tat begangen hat, auch wenn Andys ...

Inhalt:
Vor fünf Jahren wurde die siebzehnjährige Andy Bell ermordet. Doch der Fall ist längst abgeschlossen, denn alle sind sich sicher, dass ihr Freund Sal Singh die Tat begangen hat, auch wenn Andys Leiche nie gefunden wurde. Der einzige Beweis für Sals Schuld ist eine Textnachricht, die er kurz vor seinem Selbstmord verfasst hat.
Nur Pippa Fitz-Amobi glaubt nicht daran und will den Fall für ein Schulprojekt noch einmal aufrollen. Sie beginnt nachzuforschen und Fragen zu stellen. Aber was ist, wenn der Mörder noch frei herumläuft?
Wie weit wird er gehen, um Pippa davon abzuhalten, die Wahrheit ans Licht zu bringen?

Young Adult Thriller als harmloser Einstieg in die Welt der Erwachsenenthriller und mit jungen Protagonisten sind zwar eine gute Idee, werden aber oft auch sehr schlecht umgesetzt, da beim Versuch Brutalität wegzulassen oft auch die Spannung ausbleibt. Somit bin ich mit eher geringen Erwartungen an dieses Buch rangegangen, wurde aber komplett positiv überrascht. Statt einem klassischen Aufbau besteht das Buch abwechselnd aus Kapiteln, in denen die Handlung erzählt wird, und Kapiteln, die in Form von Protokollen (Pippas Gedanken und Verdächtigungen), Interviews, Chatverläufen und anderem verfasst sind. Ergänzt wird das noch durch Zeichnungen, wie einer Karte der Stadt.

Durch diesen besonderen Aufbau hatte ich als Leser direkt das Gefühl mit zu Ermitteln und habe mir durchgehend Gedanken gemacht wer der Mörder sein könnte, denn Verdächtige gab es mehr als genug.

Die Protagonistin Pippa ist eine ziemlich ehrgeizige Schülerin, die sich das Thema für ihr Schulprojekt ausgesucht hat, da sie den angeblich Schuldigen Sal noch von früher kennt und sich nicht vorstellen kann, dass er zu so einer Tat in der Lage gewesen sein könnte. Ihre Ermittlungen wirken zum Teil natürlich etwas naiv und kindlich, da sie eben keine wirkliche Ermittlerin ist, sie geht dabei aber sehr strukturiert vor, sodass ihr Vorgehen auch für den Leser logisch wirkt. Manchmal wird sie dabei aber zu übermütig und lässt sich auf Situationen ein, bei denen ich sie lieber gepackt und weggezerrt hätte, damit sie sich nicht schon wieder in Gefahr begibt.

Mit der Zeit bekommt Pippa immer mehr Unterstützung durch Ravi Singh, den Bruder des angeblichen Mörders. Der Leser erfährt viel über die Folgen der Anschuldigung für die Familie, aber es werden auch Themen, wie Rassismus durch die Polizei und die Presse thematisiert, den die Familie Singh immer wieder Erfahren muss.

Von Anfang an gibt es mehrere Leute, die etwas mit der Tat zu tun haben können, darunter Freunde des Opfers, Lehrer, die Polizei und die Familie. Mit der Zeit kann Pippa einige dieser Menschen wieder streichen, aber auch neue Verdächtige hinzufügen. Die Ermittlungen und auch die Rekonstruktion des Abends an dem Andy Bell verschwunden ist, waren durchgehend logisch erklärt, es gab keine Unstimmigkeiten und die Geschichte hat sich mit der Zeit erst ergeben, sodass ich bis zum Ende zwar Ideen hatte, was passiert sein könnte, davon jedoch kaum etwas zugetroffen hat und ich noch komplett überrascht wurde.

Ich kann das Buch allen Fans von Pretty Little Liars, sowie Leuten, die gerne Miträtseln wer der Mörder ist wirklich empfehlen. Die Handlung war komplex und das Ende hat mich komplett überraschen können. Durch kleine Zusammenfassungen in Pippas Protokollen habe ich auch nicht den Überblick über die vielen Verdächtigen verloren. Insgesamt einer der besten Jugendthriller den ich in letzter Zeit gelesen habe. Da es der erste Band einer Reihe ist hoffe ich sehr, dass auch die zukünftigen Bände übersetzt werden und gebe 4.5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere