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Veröffentlicht am 23.08.2020

Ein Spannender Thriller der ehemalige Protagonisten zurückkehren lässt!

Die verstummte Frau
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Die verstummte Frau ist der 8. Band der Georgia-Reihe rund um die Gerichtsmedizinerin Sara Linton und den GBI-Ermittler Will Trent. Eigentlich ist es aber bereits der 16. Band, denn vorher gab es bereits ...

Die verstummte Frau ist der 8. Band der Georgia-Reihe rund um die Gerichtsmedizinerin Sara Linton und den GBI-Ermittler Will Trent. Eigentlich ist es aber bereits der 16. Band, denn vorher gab es bereits zwei Reihen, die von den beiden einzeln gehandelt haben. Ich verfolge die Geschichte jetzt schon seit Band 1 und freue mich immer noch riesig wenn wieder ein neuer Teil kommt, für mich persönlich kommen einfach nur wenig Autoren an diesen spannenden, actionreichen, aber auch brutalen Schreibstil heran.

Inhalt:
Atlanta, Georgia: Eine junge Frau wird brutal attackiert und sterbend zurückgelassen. Alle Spuren verlaufen im Sande, bis Will Trent den Fall übernimmt. Die Ermittlungen führen ihn ins Staatsgefängnis. Ein Insasse behauptet, wichtige Informationen geben zu können. Der Angriff gleicht genau der Tat, für die er vor acht Jahren verurteilt worden ist. Bis heute beteuert er seine Unschuld.
Will muss den ersten Fall lösen, um die ganze Wahrheit zu erfahren. Doch fast ein Jahrzehnt ist vergangen – Erinnerungen sind verblasst, Zeugen unauffindbar, Beweise verschwunden. Nur eine Person kann Will dabei helfen, den erbarmungslosen Killer zur Strecke zu bringen: seine Partnerin Sara. Aber sobald Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen, steht für Will alles, was er liebt, auf dem Spiel …

Mit diesem Band greift Slaughter auf die Grant-Country-Zeit von Sara zurück, sodass viele altbekannte Protagonisten in Rückblicken wieder auftauchen. Abwechselnd werden die damalige Ermittlung von Jeffrey Tolliver, Lena Adams und Sara und das Neuaufrollen des Falls im Jetzt von Will, Sara und Faith aus den verschiedenen Perspektiven der Beteiligten geschildert.

Neben der Hauptstory entwickelt sich auch die Beziehung von Will und Sara weiter, die Probleme zwischen den beiden häufen sich und das Aufrollen des alten Falls stellt die Beziehung der beiden stark auf die Probe, da beide die Ereignisse aus unterschiedlichen Gründen für sich selbst verarbeiten müssen. Will und Sara sind definitiv eines meiner liebsten Pärchen, bei denen ich mich in jedem Buch wieder über die neusten Entwicklungen ihrer Beziehung freue.

Wie in allen Vorgängerbänden war der Schreibstil wieder flüssig, packend und spannend. Die unterschiedlichen Erzählstränge wurden äußerst gelungen miteinander verwoben, der Fallaufbau war sehr komplex gestaltet und auch die Gefühle der Ermittler gelungen mit eingebracht.

Die Beschreibung der Mordopfer und der Obduktionen lassen wie bei Slaughter üblich nichts aus und sind durch die starke Brutalität möglicherweise nicht für jeden Leser etwas.

Ihr könnt den Band theoretisch auch ohne Vorwissen lesen, wer aber viel Wert auf die persönliche Entwicklung der Protagonisten und ihrer Beziehungen legt, sollte am besten mit Band 1 (Belladonna) beginnen. Insbesondere dieser Band erfordert etwas Vorwissen, da die zahlreichen Protagonisten, die in den Rückblenden vorkommen sonst möglicherweise verwirrend sind, da nur selten nochmal erklärt wird, was es mit den einzelnen Charakteren auf sich hat.

Die verstummte Frau hat mir gut gefallen, war aber im Großen und Ganzen nicht mein liebster Band der Reihe. Das Buch war mit 660 Seiten sehr lang und hätte an einigen Stellen ein klein wenig gekürzt werden können. Trotzdem war es toll die früheren Protagonisten wiederzutreffen, ein unglaublich packender und gelungener Fall und eine gute Skizzierung der Beziehungsentwicklung von Sara und Will, sodass ich 4.5 Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 08.07.2020

Total kreativer Auftakt!

Spellslinger – Karten des Schicksals
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Das Cover des Buches ist einfach Hammer schön und hat passend zum Inhalt ein Spielkartendesign. Auch innen gibt es einige Illustrationen, wodurch es mir optisch schonmal richtig zugesagt hat.
Spellslinger ...

Das Cover des Buches ist einfach Hammer schön und hat passend zum Inhalt ein Spielkartendesign. Auch innen gibt es einige Illustrationen, wodurch es mir optisch schonmal richtig zugesagt hat.
Spellslinger ist der erste Band einer sechsteiligen Reihe, was man inhaltlich auch ein wenig gemerkt hat. Es beginnt zwar recht actionreich, aber im Großen und Ganzen ist es ein Einführungsband in dem der Leser erstmal die verschiedenen Völker, die Bräuche und die Protagonisten kennenlernen kann. Das ist für mich jetzt kein total negativer Aspekt, weil man ja beim Lesen weiß, dass die eigentliche Story erst nach beginnt und ich es eher wichtig finde erstmal in die Welt reinzufinden, aber es war dadurch auch noch nicht das spannendste Buch was ich je gelesen habe.
Das Magiesystem ist ein bisschen kompliziert, es gibt 7 Elemente und spezielle Bänder am Arm mit denen die Jan`Tep (Magier) diese Elemente bändigen können, doch sind die Magier alle unterschiedlich stark und können meistens nur einzelne Elemente bändigen, während viele Angehörige des Volkes gar keine Magie besitzen und deshalb als so genannte Sha`Tep als Sklaven für die Magier arbeiten.
Das Beste an dem Buch waren aber definitiv die Protagonisten:
Kellen war einfach total reif für sein Alter. Er reflektiert seine Taten, denkt sehr viel nach, bevor er handelt und schafft es nur mit Worten gegen Magier zu gewinnen. Am besten hat mir aber die mysteriöse Ferius gefallen, die mit Spielkarten und Tricks arbeitet, sich über alle Regeln hinweg setzt und sich Kellen annimmt. Und dann wären da noch die Baumkatzen (sowas wie Rieseneichhörnchen), allen voran Reichis der mich durch seine sarkastische Art immer wieder zum Lachen gebracht hat.
Insgesamt ist das Buch von Humor und Sarkasmus geprägt, die Protagonisten decken eine Intrige nach der anderen auf und insbesondere Kellen macht dabei eine starke Entwicklung durch. Das Buch konnte mich an einigen Stellen noch sehr überraschen und hat sich in eine andere Richtung entwickelt als ich es ursprünglich erwartet hätte, was mich wirklich positiv überrascht hat.
Ich vermute, dass es in Band 2 erst richtig losgeht und mich dieser umhauen wird, für Band 1 gibt es aber trotzdem 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Spannendes Buch mit wichtiger Message!

Wild Flower - Die Gesetzlose
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Bereits der Brief der Autorin, in dem sie ihre Beweggründe für das Buch erklärt, nämlich, dass der Wilde Westen „viel queerer, brauner und weiblicher als es in den meisten Westernfilmen gezeigt wird“ war ...

Bereits der Brief der Autorin, in dem sie ihre Beweggründe für das Buch erklärt, nämlich, dass der Wilde Westen „viel queerer, brauner und weiblicher als es in den meisten Westernfilmen gezeigt wird“ war und sie dieses Genre zurückerobern möchte hat mich total neugierig gemacht.

Der Schreibstil des Buches war unheimlich gut, ich habe es an einem Tag verschlungen, habe mit den Mädchen gelitten, gefesselt ihre Flucht verfolgt und hatte wirklich kaum was zu meckern. Das Thema der Zwangsprostitution wird extrem ergreifend beschrieben, ist aber vermutlich nicht für jeden etwas, man sollte also wissen ob man es aushält über die Dinge zu lesen, die die Mädchen im Welcome House erleiden müssen. Generell ist das Buch nach der Flucht sowohl von der Charakterentwicklung als auch von der Handlung getrieben, was mir wirklich gut gefallen hat, denn es wird weder langweilig noch hatte ich das Gefühl bei den Protagonisten immer nur auf der Stelle zu treten.

Aster ist eine unheimlich starke Persönlichkeit, die viel Leid erfahren musste und trotzdem alles dafür tut ihre Schwester zu beschützen. Besonders gut hat mir diese tiefe Verbindung zu ihrer Schwester, aber auch der Zusammenhalt mit den anderen Good Luck Girls gefallen, da klar erkennbar war, wie ihre Vergangenheit sie zusammengeschweißt hat.

Die Geschichte beinhaltet eine f/f Lovestory, die jedoch eher in der Nebenhandlung stattfindet, ansonsten ist der Roman zu Mindestens in diesem ersten Band frei von Liebesbeziehungen, was ich immer sehr angenehm finde, da mich persönlich die Handlung in Fantasyromanen mehr reizt als eine Liebesgeschichte.

Mein einziger Kritikpunkt ist der Fantasyanteil. Es gibt Geister, Menschen mit magischen Fähigkeiten und einige weitere magische Dinge, wie die Tattoos der Mädchen, doch hätte ich mir zu einigem davon noch etwas mehr Erklärungen oder auch Anteil an der Geschichte gewünscht. Die Story kann zwar auch durch die reine Abenteuergeschichte total überzeugen, etwas mehr Ausführungen hätten dem ganzen aber noch ein Krönchen aufgesetzt.

Insgesamt ist es ein tolles Buch über starke schwarze Frauen, die allen Widerständen trotzen und für ihre Freiheit kämpfen, das mir viel Freude beim Lesen bereitet hat und das ich nur weiterempfehlen kann. 4.5 Sterne!

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Veröffentlicht am 18.06.2020

Schöner langsamer Liebesroman

It was always you
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Um ehrlich zu sein, war ich mir super unsicher ob ich das Buch überhaupt lesen möchte, da mich die Stiefbruder-Liebesgeschichten-Thematik eher abgeschreckt hat. Ich hab dem Buch dann aber trotzdem eine ...

Um ehrlich zu sein, war ich mir super unsicher ob ich das Buch überhaupt lesen möchte, da mich die Stiefbruder-Liebesgeschichten-Thematik eher abgeschreckt hat. Ich hab dem Buch dann aber trotzdem eine Chance gegeben und bin echt überrascht, wie gut es mir dann doch gefallen hat.

Ivy hat die letzten 4 Jahre auf einem Internat und anschließend an der Uni in New York verbracht und ist seit ihr Stiefvater sie Halsüberkopf von Zuhause weggebracht hat nicht mehr auf der Privatinsel der Familie gewesen. Wütend darüber, einfach so aus der Familie verstoßen worden zu sein hat sie sich mittlerweile ein eigenes Leben aufgebaut und arbeitet neben dem Studium um nicht auf Kosten ihres Stiefvaters zu leben. Als sie dann unerwartet gebeten wird wegen einer wichtigen Angelegenheit nach Hause zurückzukehren weiß sie nicht wie sie damit umgehen soll. Man merkt, wie sehr sie unter all dem gelitten hat und wie unsicher sie bei ihrer Rückkehr ist, gleichzeitig spürt man aber auch ihren großen Wunsch nach einer Familie.

Asher wirkte zwar auf den ersten „Blick“ eher unsympathisch, konnte mich dann aber im Laufe der Geschichte doch immer mehr von sich überzeugen, da auch er seine Gründe für sein Verhalten hat.

Bereits auf den ersten Seiten hat mir der Humor unheimlich gut gefallen. Ihr erstes Wiedersehen mit ihrem Stiefbruder Asher hat mich direkt zum Lachen gebracht und auch die anderen Nebencharaktere Sam und Harper konnten mich schon beim ersten Treffen durch ihre so unterschiedliche aber gleichzeitig auch super niedliche Art und Weise überzeugen.

Besonders gut hat mir die Liebesgeschichte gefallen, die sich sehr langsam entwickelt hat, wodurch man die Chance hat die Protagonisten erst in Ruhe kennenzulernen, bevor es zur Sache geht. Dadurch wirkte die Anziehung der beiden auch passend und ich wurde nicht direkt von Kitsch und Pseudoerotischen Sätzen vergrault. Die Gefühle konnten sich langsam entwickeln und ich konnte mich wirklich gut in die Protagonistin hineinversetzen und habe das Buch an einem Nachmittag verschlungen.

Zu der Liebesgeschichte kam durch das Familiendrama, das sich im Laufe des Buches immer mehr lichtet auch noch etwas Spannung auf, sodass man nicht nur darauf hinfiebert, dass die beiden endlich zueinander finden, sondern auch unbedingt erfahren möchte was damals alles passiert ist.

Die Idee Ivys Hobby Handlettering mit Illustrationen einzubringen hat mir äußerst gut gefallen, viele der Seiten waren auch wirklich hübsch gestaltet, mir hätte aber etwas mehr Abwechslung noch besser gefallen.

It was always you ist in sich abgeschlossen, man lernt jedoch bereits die beiden Protagonisten von Band 2, Ivys zweiten Stiefbruder Noah und ihre beste Freundin Aubree kennen, sodass ich nur empfehlen kann Teil 1 zuerst zu lesen. Mit Noah bin ich anfangs nicht so warm geworden, es hat sich aber im Laufe des Bandes gebessert und ich bin gespannt, wie es mit ihm dann in Teil 2 weitergeht.

Insgesamt gibt es von mir daher verdiente 4.5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.06.2020

Spannender zweiter Band

Cyber Trips
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Band 1 war Anfang des Jahres schon ein absolutes Highlight für mich und hat mit einem miesen Cliffhanger geendet, sodass ich die Fortsetzung kaum erwarten konnte.
Schon auf den ersten Seiten des Buches ...

Band 1 war Anfang des Jahres schon ein absolutes Highlight für mich und hat mit einem miesen Cliffhanger geendet, sodass ich die Fortsetzung kaum erwarten konnte.
Schon auf den ersten Seiten des Buches war ich begeistert, denn zum schnell wieder in die Geschichte einfinden waren nicht nur die Charakterzeichnungen aus Band 1 nochmal abgebildet, sondern auch ein „was bisher geschah“ Kapitel enthalten, dass dafür gesorgt hat, dass ich sofort wieder in der Geschichte drin war.
Zunächst startet das Buch etwas ruhiger, was ich aber absolut passend fand, da man in Band 1 unglaublich viele Personen kennengelernt hat und das Buch aus wechselnden Perspektiven geschrieben ist, sodass man in der ersten Hälfte des Buches die Protagonisten nochmal besser kennenlernen konnte und sich auch die Beziehungen zwischen diesen festigen konnten. Dadurch, dass alle Protagonisten so besonders sind und sie mir alle schon im ersten Teil ans Herz gewachsen sind fand ich die Erzählweise aus so vielen Perspektiven wirklich gut, da man dadurch Geschehnisse von verschiedenen Seiten betrachten konnte und ich manches noch besser verstehen konnte.

In Band 1 gab es anfangs recht viele technische Erklärungen, das hat sich in Band 2 weitgehend gelegt und statt Erklärungen gibt es nun viel Handlung, spannende Wendungen und ein Ende, dass es wieder in sich hatte. Auch wenn es diesmal weniger waren als im ersten Teil, haben mir die eingestreuten Ausschnitte aus Personalakten und Militärberichten, sowie die Charakterzeichnungen wieder Hammer gut gefallen, da sie das Leseerlebnis angenehm auflockern und man unterstützend nochmal Bilder von den Protagonisten vor den Augen hat.

Der Schreibstil war einfach wieder der Hammer, sodass ich mich toll in die Atmosphäre des Buches einfinden konnte und mir die Schauplätze vorstellen konnte. Für einen Mittelband einer Trilogie war Cyber Trips wirklich stark, hat einige Wendungen geboten und mich wieder total packen können. Im Vergleich zu Band 1 fand ich ihn minimal schwächer, einfach weil sich die Spannung erst ab der Hälfte richtig aufgebaut hat, der erste Teil des Buches hat aber trotzdem so viele interessante Informationen über die Welt und die Protagonisten geboten und meine Theorien sind nie aufgegangen, sodass ich dem Buch trotzdem 4,75 Sterne gebe.

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