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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2020

Zweiter Fall

VANITAS - Grau wie Asche
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Nach den turbulenten Ereignissen in München ist Carolin zurück in Wien und arbeitet auch wieder in dem Blumenladen am Zentralfriedhof. Aber sie hat Angst, dass Andrei und seine Leute wissen oder zumindest ...

Nach den turbulenten Ereignissen in München ist Carolin zurück in Wien und arbeitet auch wieder in dem Blumenladen am Zentralfriedhof. Aber sie hat Angst, dass Andrei und seine Leute wissen oder zumindest ahnen, dass sie doch noch lebt und ihr auf der Spur sind. So richtet sie sich nach und nach in einem alten, ruinenartigen Haus im Wald ein Refugium ein, der einzige Ort, an dem sie ruhig schlafen kann. Doch dann kann sie es nicht sein lassen und ihre Nase in Dinge reinstecken, die die Aufmerksamkeit auf sie ziehen - da hat sie mich wirklich genervt, denn das passt nicht zu ihrer Vorsicht und ihrer Angst. Auf dem Friedhof gehen nämlich Grabschänder um und hinterlassen kryptische Botschaften auf den Gräbern. Carolin gerät immer mehr ins Visier der Polizei, weil sie immer wieder an den Tatorten auftaucht und einfach zu neugierig ist. Doch was ist, wenn die Polizei ihr auf die Schliche kommt, dass sie eigentlich tot ist? Auch in diesem Band schickt Carolin wieder Blumenbotschaften an Robert und ist noch nervöser als vorher. Es geht hier zum einen um die Grabschändermorde und zum anderen auch weiter um Carolins Vergangenheit. Das Buch hatte meiner Meinung nach zwischendurch ein paar Längen und mit dem Verhalten von Carolin kam ich nicht immer klar. Am Ende steigert sich jedoch das Tempo und zumindest die Grabschändermorde werden nachvollziehbar aufgeklärt. Was ihre Geschichte angeht, so endet das Buch eher in einem Cliffhanger und da müssen die Leser wohl auf die Fortsetzung warten.

Veröffentlicht am 04.04.2020

Sky

Verloren sind wir nur allein
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Vor circa zwei Jahren ist Skys Vater gestorben und sie trauert immer noch sehr um ihn und zeigt das auch mit ihrer schwarzen Kleidung ganz offen. Da konnte ich sehr gut mit ihr fühlen. Doch ihre Mutter ...

Vor circa zwei Jahren ist Skys Vater gestorben und sie trauert immer noch sehr um ihn und zeigt das auch mit ihrer schwarzen Kleidung ganz offen. Da konnte ich sehr gut mit ihr fühlen. Doch ihre Mutter hat einen neuen Freund und möchte einen Neuanfang in Texas wagen. Dort lernt Sky dann Jeff kennen - oberflächlich gesehen ist er der nette Sportlertyp - doch auch er hat einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften. Jeff schafft es nach und nach, sie aus ihrem Schneckenhaus hervor zu locken. Eine Geschichte, die Mut macht und Hoffnung schenkt - aber manchmal etwas zu "zuckersüß" war.

Veröffentlicht am 01.04.2020

Eindringlich

Milchmann
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Dieses Buch gehört sicherlich zu den Romanen an den sich "die Geister scheiden", wenn man sieht, wie viele unterschiedliche Einschätzungen und Rezensionen es hierzu gibt. Für mich war das Buch sehr eindringlich, ...

Dieses Buch gehört sicherlich zu den Romanen an den sich "die Geister scheiden", wenn man sieht, wie viele unterschiedliche Einschätzungen und Rezensionen es hierzu gibt. Für mich war das Buch sehr eindringlich, es erzählt die Geschichte einer Frau, die eigentlich nie im Mittelpunkt stehen wollte, aber es nun nicht mehr verhindern kann - wegen des Interesses des Milchmanns. Dieser ist älter als sie und im Untergrund tätig, der Name sein Deckname. Er stalkt sie schon bald und alle sagen ihr eine Affäre nach. Das Besondere an diesem Buch: hier hat keiner einen Namen, was der Geschichte beim Lesen mehr Aufmerksamkeit abfordert. Manchmal passiert seitenweise gar nicht viel, aber dennoch sind diese Stellen wichtig. Der Schreibstil ist ganz eigen, die Geschichte spielt vermutlich in Belfast während des Nordirlandkonflikts, jedoch werden auch keine Orte genannt. Die Geschichte rüttelt auf, wir nehmen teil an den Gedankengängen der Protagonistin, die immer wieder abschweifen.

Veröffentlicht am 27.03.2020

Glaubenskriege

Die brennenden Kammern
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Kate Mosse hat einen neuen Carcassonne-Roman geschrieben und da ich ihren Zeitreise-Roman über Carcassonne ("Das verlorene Labyrinth) sehr mochte, war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Buch und diese ...

Kate Mosse hat einen neuen Carcassonne-Roman geschrieben und da ich ihren Zeitreise-Roman über Carcassonne ("Das verlorene Labyrinth) sehr mochte, war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Buch und diese immer noch so faszinierende Stadt. Dieses Mal entführt uns die Autorin in die Zeit der Hugenottenkriege, ein dunkles Kapitel der französischen Geschichte. Die Protagonistin Minou Joubert ist die Tochter eines katholischen Buchhändlers und gemeinsam mit dem Hugenotten Piet ziehen sie durch Frankreich, das zerrissen ist vom Krieg der Konfessionen. Kate Mosse gelingt es gut, die fiktive Geschichte von Minou in den historischen Kontext einzubinden, auch wenn sie sich einige literarische Freiheiten herausnimmt. Eine spannende Geschichte, unterhaltsam geschrieben - und sie bildet erst den Auftakt einer Reihe.

Veröffentlicht am 24.03.2020

Charmant

Tote trinken keinen Rosé
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Rachel und Magda, zwei Ex-Pats, die in Paris gestrandet sind, ermitteln hier. Aus der Zeitung erfährt Rachel, dass Edgar Bowen gestorben ist, über seiner Mahlzeit, auf dem Tisch steht unter anderem eine ...

Rachel und Magda, zwei Ex-Pats, die in Paris gestrandet sind, ermitteln hier. Aus der Zeitung erfährt Rachel, dass Edgar Bowen gestorben ist, über seiner Mahlzeit, auf dem Tisch steht unter anderem eine Flasche Rosé. Doch Rachel hatte mal eine Liaison mit Edgar und dieser trank keinen Rosé. Da sie eh den Auftrag bekommen hatte, seine Bibliothek zu katalogisieren, macht sie sich gemeinsam mit ihrer Freundin an die Aufklärung des Falles. Sehr naiv und nicht sehr kompetent, aber dafür umso charmanter. Und der Leser wird mitgenommen auf einen Spaziergang durch Paris und erhält viel Parisflair.