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Veröffentlicht am 15.08.2020

tarke Charaktere und eine noch viel stärkere Handlung

Das Blaubeerhaus
0

Jemand – oder eigentlich das ganze Haus – schien mich zu
beobachten, es war nicht einfach nur ein Haus; es atmete, ein und aus, wie ein großes
Wesen voller Erinnerungen und Geheimnisse.
Seite ...

Jemand – oder eigentlich das ganze Haus – schien mich zu
beobachten, es war nicht einfach nur ein Haus; es atmete, ein und aus, wie ein großes
Wesen voller Erinnerungen und Geheimnisse.
Seite 18

„Langsam glaube ich, irgendwer hier macht eine Menge Zauberkunststücke“,
sagte Tante Betti.
„Langsam glaube ich, es laufen doch sehr ausgeprägte
Wasseradern unter dem Fußboden lang“, sagte Tante Fee.
„Langsam glaube ich“, sagte Papa. „Das ist kein Haus sondern
ein Bermudadreieck.“
Seite 133

Ein Haus mitten im Wald, kein Strom, kein fließend Wasser,
kein Internet. Hier sollen Leo und Imke mit ihren Familien die Ferien
verbringen, denn die alte Lene hat ausgerechnet ihnen dieses Haus vererbt. Aber
was geht hier nur vor sich? Elfen im Wald, Schatten in Spiegeln, verschwundenes
Brot und seltsame Geräusche. Und ganz plötzlich steckt die ungleiche Familie in
einem riesigen Abenteuer, dessen Spuren bis in die Vergangenheit führen.

„Eine Menge Geschichten beginnen damit, dass jemand mit dem
Auto irgendwohin fährt.
Diese Geschichte beginnt damit, dass jemand mit dem Auto
nirgendwohin fährt.“

Mit diesem ersten Satz hat mich das Blaubeerhaus gleich in
seinen Bann gezogen. Die Geschichte wird abwechselnd von Leo und Imke erzählt,
Cousin und Cousine. Leo ist eher öko aufgewachsen, Imke super modern. Die
Familie hat ein Haus geerbt, das sie jetzt in den Ferien besichtigen wollen,
darum sind sie alle 10 unterwegs im großen gelben Bus von Leos Papa.
Schlaglöcher säumen ihren Weg, dann endlich taucht das Haus auf. Alt und
schief, von einer dichten Hecke umgeben – das Blaubeerhaus. Drinnen ist es
zugig, schimmelige Decken, knarrende Schränke und mehrere Tierfamilien, die
sich hier niedergelassen haben. Kein Strom, kein fließend Wasser, die nächste
Stadt ist zwei Tage entfernt. Doch davon lassen sich unsere Abenteurer nicht
aufhalten.

„Auf dem Grund liegt etwas“, wiederholte ich, und ich
dachte, dass das nicht nur für Imkes See galt. Es galt auch für das
Blaubeerhaus und für so ziemlich die ganze Welt. Etwas war unter der Oberfläche
verborgen – eine geheime Wahrheit.
Seite 84

Doch schon kurze Zeit später legt irgendetwas (oder
irgendwer?) den Bus lahm. Essen verschwindet, zwischendurch auch mal Menschen,
dafür taucht ein geheimnisvolles Tagebuch auf, das einen unheimlichen Blick in
die Vergangenheit des Blaubeerhauses wirft. Im Wald werden wundersame Dinge
gefunden und manche auch nur vermutet. Die Kinder ziehen erst alleine und dann,
als man mitten im Schlamassel steckt auch gemeinsam los, um herauszufinden, was
hier genau vor sich geht.

Zettel beruhigen Erwachsene immer ungemein, du kannst quasi
ans Ende der Welt oder in den Krieg aufbrechen, Hauptsache, du schreibst es
ihnen auf einen Zettel. Bestenfalls mit der Telefonnummer vom Ende der Welt.
Seite 40

Es gibt so coole Charaktere! Tante Fee, die immer nur
meditiert und überall böse Wasseradern wittert. Die um ihr Chakra fürchtet,
weil sie ohne Strom nicht googlen kann, welcher ihrer Energiesteine für die
anstehende Mondphase geeignet ist. Leos Vater, der immer nur „Der Riese“
genannt wird und das kleine Baby Mattis, dass mit Blaubeermarmelade manscht und
sich den halben Tag über seine Familie totlacht, aus irgendwelchen
unerfindlichen Gründen. Die Zwillinge Juni und Juli, die eigentlich gar keine
Zwillinge sind, aber des Öfteren super gruselig in der Ecke stehen und starren,
als wären sie soeben einem Horrorfilm entsprungen. Die im Wald mit den Elfen
tanzen und das Einhorn jagen gehen.

„Wir machen einen Zauber“, erklärte Juli.
„Für das Einhorn“, fügte Juni hinzu.
„Prima Idee“, knurrte ich. „Wenn ich ein Einhorn wäre, würde
ich sicherlich aus dem Wald kommen, wenn zwei verrückte kleine Kinder in
Nachthemden hinter Mänteln herumstehen würden.“
Seite 211

Die Sprache ist einfach, teilweise wunderschön poetisch und
voller Humor. Die ganze Idee ist am Anfang so verrückt und dann mit einer
Tiefgründigkeit versehen, die ich so niemals erwartet hatte. Es gibt Magie und
Verrücktheit, Familie mit Drama und ohne, Liebe unerwidert und erwidert, Tofu
Kriege und zahme Eichhörnchen. Ein
wahnsinniger Plot, indem sich ein Familientripp zu so viel mehr entwickelt.
Ich hab das Buch eben beendet und sofort zwei weitere Bücher
von der Autorin bei Tauschticket angefordert. Ich hoffe auf noch viel viel mehr
Magie von Antonia Michaelis.

Wenn der Nachtmittag auf dem Blaubeerhaus lag, war es ein
blau-grüner Juwel im Wald, ein schiefes und altes, aber blühendes Tor zum
Paradies. Seite 29

„Das Blaubeerhaus“ ist eine traumhaft schöne Geschichte über Freundschaft, Familie, Vergangenheit, Jetzt, Magie, Traum und Wirklichkeit. Starke Charaktere und eine noch viel stärkere Handlung. Mein absolut liebstes Kinderbuch und ihr müsst es unbedingt sofort alle lesen!

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Veröffentlicht am 15.08.2020

liebe ich!

Die Verzauberung der Schatten
0

Die Worte des Gedichts erklangen in ihrem Kopf, während die
Hitze ihre Handflächen kitzelte. Kell würde behaupten, dass das unmöglich sei.
Doch in einer Welt voller Magie war alles möglich.
Seite 62
Vor ...

Die Worte des Gedichts erklangen in ihrem Kopf, während die
Hitze ihre Handflächen kitzelte. Kell würde behaupten, dass das unmöglich sei.
Doch in einer Welt voller Magie war alles möglich.
Seite 62
Vor vier Monaten brach die Dunkelheit über das Rote London
herein und nur mit Mühe gelang es Kell und Lila, sie aufzuhalten. Doch ihr Opfer
war groß. Nun gehen die beiden getrennte Wege. Lila hat auf dem Nachtfalken
angeheuert und segelt unter der Flagge des berüchtigten Piraten Alucard Emery.
Kell ist unter strengen Auflagen im Roten London und leidet unter Albträumen.
Doch das Spiel der Elemente lockt viele Gestalten in Kells
Heimat, denn bei diesem Turnier wollen Magier aus aller Welt ihre Kräfte
messen. Und während London im Trubel versinkt, erwacht anderswo etwas aus einem
dunklen Schlaf.

Ich muss sagen, dass mir „Die vier Farben der Magie“
wirklich super gut gefallen hat und ich mir den zweiten Band direkt gekauft
habe, trotz meines „Hey, ich kaufe mir einfach vor der Buchmesse keine Bücher,
dann ist es okay, da ganz viel zu kaufen“-Plans. Meine Erwartungen waren also
super hoch!
Zu Beginn erfahren wir, was aus Lila geworden ist, nämlich
das, was sie immer sein wollte: eine Piratin. Zwar bezeichnet sich Alucard
Emery lieber als Freibeuter im Dienste der Majestät, aber naja, damit kann man
wohl leben. Lila ist an Bord des Nachtfalken gleichzeitig gefürchtet und Teil
der Mannschaft. Man bezeichnet sie als Sarows, was wohl so viel wie ein
Schreckgespenst ist. Sie ist noch immer in der Welt des Roten Londons und
segelt über die Meere, auf der Suche nach ihren Fähigkeiten und sich selber.
Alucard
lehrt sie abends in seiner Kajüte heimlich ihre Magie zu nutzen. Er ahnt,
dass Lila nicht aus seiner Welt ist, doch sie lässt ihn nicht hinter ihre
Fassade blicken.

Ihn zu verlassen war ihr leichtgefallen. Sich nicht
umzusehen, war viel schwerer gewesen. Seite 33

Kell ist währenddessen zurück im Palast. Er und Rhy haben
gestanden, was sie getan und welches Unglück sie damit über London gebracht
haben. Das Königspaar ist wütend und enttäuscht und besonders Kell kann sich
nicht mehr ohne eine Wache bewegen, es ist ihm verboten eigenmächtig in die
anderen London zu reisen und in der Stadt fürchtet man ihn – als den Schuldigen
an der Schwarzen Seuche.
Außerdem leiden die Brüder an ihrer Verbindung, die sie den
Schmerz und irgendwann auch die Gefühle des anderen spüren lassen. Rhy ist
zornig und nicht sicher, ob er im Leben noch etwas zu suchen hat, während Kell
unter einer ruhelosen Wut und Schuldgefühlen leidet. Außerdem muss er immer
wieder an Lila denken und fragt sich, was wohl aus ihr geworden ist. Und dann
fasst Rhy einen gewagten Plan, um seinen Bruder wieder zurück zu sich selbst zu
bringen. Das Spiel der Elemente. Hier treten die größten
Magier der Lande gegeneinander an. Und unter ihnen auch Kell.

„Worauf ich hinauswill, ist“, fuhr Rhy fort, „dass auf zehn
Menschen, die dich verehren, einer kommt, der dich brennen sehen will. Bei Persönlichkeiten
wie dir und mir ist das ganz normal.“
Seite 81

Durch das Spiel der Elemente kommen unsere Protagonisten wieder an
einen Ort. Alucard Emery bricht mit dem Nachtfalken nach London auf, um
teilzunehmen und Lila verfolgt ihre ganze eigenen und wie gewohnt, sehr
waghalsigen Pläne. Das Spiel der Elemente hat etwas von den Kämpfen in „Die rote
Königin“ falls ihr das gelesen habt. Es ging aber nicht so sehr um die Kämpfe,
als vielmehr das Drumherum, aber das müsst ihr selber rausfinden.
Dann ist ja noch die Frage, was aus dem Weißen London wird,
jetzt wo die Dane Zwillinge tot sind. Hier taucht ein Charakter auf, den wir
bereits aus dem ersten Band kennen und ich bin seeeeehr froh darüber und
wahnsinnig gespannt, was hier noch passieren wird.
Victoria Schwabs Schreibstil ist wie in Band I, eine ruhige Spannung,
ohne viel Spielereien oder Metaphern. Es ist nicht super dramatisch und doch
klebt man förmlich an den Seiten und kann das Buch nicht aus der Hand legen.
Die Figuren wachsen einem mehr und mehr als Herz, besonders Lila und auch den
Kapitän mochte ich sehr gerne. Kell ist ziemlich düster, durch alles, was ihm
passiert ist, was logisch ist. Da erhoffe ich mir für Band III allerdings
Besserung. Es gibt einiges an Humor, besonders durch Alucard, was mir sehr gut
gefallen hat und auch das Setting hat mir gut gefallen, obwohl das
Weltenwandeln jetzt beinahe gar keine Rolle mehr spielt, da alles im roten
London stattfindet.

„Bestimmt ist das Teil deiner geheimnisvollen Vergangenheit.
Nein, nein erzähl mir bloß nichts, was mich interessieren könnte – schließlich
bin ich nur dein Kapitän und habe dir geholfen einen Unschuldigen ins Nirgendwo
zu schicken, damit du an einem Turnier teilnehmen kannst, für das du in keiner
Weise befähigt bist.“
„Wie du willst, dann erzähle ich dir eben nichts.“ Seite 431

Das Ende war dann noch einmal richtig rasant und ich bin total gespannt, wie es im dritten Band weitergeht!!

PS: wer das Buch schon gelesen hat: Ich habe da eine
Theorie, über die ich mich gerne austauschen würde!

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Veröffentlicht am 15.08.2020

eine sehr gelungene Fantasygeschichte über Monster, Hoffnung, seinen Weg finden, Liebe, Freundschaft

Herz aus Schatten
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„Mich von meinen Instinkten führen zu lassen, war das Letzte,
was ich wollte. Die Monster ließen sich von ihrer animalischen Seite treiben,
da wollte zumindest ich bei Verstand bleiben.“
(S.15)
Die Stadt ...

„Mich von meinen Instinkten führen zu lassen, war das Letzte,
was ich wollte. Die Monster ließen sich von ihrer animalischen Seite treiben,
da wollte zumindest ich bei Verstand bleiben.“
(S.15)
Die Stadt Praha steht allein, umzingelt von einem Wald, in
dem das Böse lebt. Kayla ist eine Bändigerin und damit ist es ihre Aufgabe, die
Stadt vor den Ungeheuern zu schützen, die außerhalb der Mauern lauern. Als es
ihr gelingt ihr Monster, einen Schattenwolf, zu zähmen und ihre Zuneigung zu ihm
immer weiter wächst, geschieht das unglaubliche: Der Wolf verwandelt sich in
einen Mann. Was ist er nun? Ein Monster im Menschen oder ein Mensch als
Monster? Es bleibt nicht viel Zeit es herauszufinden, denn in den Wäldern ist
eine neue Bedrohung aufgetaucht.


„Herz aus Schatten“ ist ein weiteres Buch aus der Feder von
Laura Kneidl, deren Bücher alle in meinem Regal oder Kindle zu finden sind. Ich
bin ein großer Fan dieser Autorin, war aber ein bisschen nervös, weil mir
Water&Air damals nicht so gut gefallen hat wie ihre anderen Sachen. Das
Gefühl hat sich aber nach den ersten Seiten total gelegt, ich habe „Herz aus
Schatten“ verschlungen und zwar so wirklich, ich hab es einfach an einem Tag
durchgesuchtet.
Die Geschichte wird aus Sicht der weiblichen Hauptperson,
Kayla, erzählt, mit ganz seltenen Einschüben aus Lileks Sicht. Direkt im ersten
Kapitel lernt man viel über Kayla, die gerade ihr Erbe als Tochter der
berühmtesten Bändiger-Familie antreten soll. Ein Bändiger zu sein bedeutet in
diesem Fall, sich mit einem der Monster, die die Menschheit bedrohen zu
verbinden und es gegen die „wilden“ Monster kämpfen zu lassen. Kayla will das
aber gar nicht. Sie zweifelt an dem System und auch an sich selber, denn vor
sieben Jahren starb jemand, den man als talentiert erachtete, weil er die
Kontrolle über sein Monster verlor. Immer wieder muss Kayla daran denken und
ihr Widerstand wird stärker.
Sie hat sich alle Mühe gegeben von der Akademie verwiesen zu
werden, doch ihr Vater hat das verhindert, denn als Anführer der Bändiger hat
er mehr als genug Macht.



„Die Hoffnung, die in Mareks Worten mitschwang, sollte mich
ermutigen. Stattdessen fühlte ich mich wie ein Vogel mit gebrochenen Flügeln –
unfähig das zu tun, wofür ich geboren war, sosehr ich es auch versuchte.“
(S.16)


Kayla nimmt nach langem Zögern dann doch an der Zeremonie
teil, und ihr Monster erscheint: ein Schattenwolf, eines der mächtigsten Monster,
die es gibt. Kayla lernt jetzt, ihr Monster zu kontrollieren, es zu füttern und
zu pflegen und ihre Zuneigung zu dem Wolf wächst mit jedem Tag, bis sie ihm
schließlich einen Namen gibt: Lilek. Das ist eigentlich verboten, die Bändiger
sollen sich nicht mit ihren Monstern anfreunden, denn sie sind, was sie sind,
Monster. Aber Lilek benimmt sich gar nicht so. Klar, da ist diese Dunkelheit,
die Kayla über die Verbindung spürt, aber Lilek beweist mehrfach, dass ihm
etwas an Kayla liegt. Und als er sich dann plötzlich in einen jungen Mann
verwandelt, steht Kaylas Welt völlig Kopf.



„Es brauchte ein Monster, um ein Monster zu töten.“
(S.35)
Die ganze Geschichte ist mit einer wunderschönen Spannung
geschrieben, ohne, dass es hektisch wird. Es gibt Probleme, aber kein endloses
Drama, Sorgen, aber kein Gejammer, Misstrauen, aber keine Paranoia. Der
Erzählstil ist wunderbar flüssig, mit einer Prise Humor und einfach ganz viel
Herz. Ich konnte mir alles super gut vorstellen und hab mich in der Welt
wirklich wohl gefühlt. Allerdings hätten mich keine zehn Schattenwölfe in
diesen Wald gekriegt, denn die Monster fand ich einfach super gruselig!



„Es war wie mit den Menschen, denen wir in unserem Leben begegneten.
Manche von ihnen waren dazu bestimmt, für immer zu bleiben, andere sollten nur
flüchtige Bekanntschaften sein.“
(S.21)
Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gestaltet und gut
durchdacht. Teilweise war ich wirklich mega überrascht von den Wendungen. Malek
mochte ich am liebsten! Neben Kaylas Problemen mit den Bändigern, gibt es auch
noch eine politische Thematik. Die Bändiger haben einige Privilegien auf
Kosten des einfachen Volkes und dagegen lehnt sich schließlich eine Bewegung
auf, die sich die Wilde Jagd nennen. Ihre Mitglieder plädieren dafür, ebenfalls
Monster töten zu können und stellen damit die Autorität und Einzigartigkeit der
Bändiger in Frage.
Dann gibt es natürlich noch eine Liebesgeschichte und
aufgrund des Titels und der Erfahrungen nach „Berühre mich. Nicht.“ hätte ich
hier jede Menge rosa und Herzchen erwartet, aber das war gar nicht so. Die
Liebesgeschichte war sanft und ehrlich und nachvollziehbar und hat das
Geschehen überhaupt nicht romantisiert oder kitschig gemacht. Ich mochte das
richtig gern und ich mag Lilek einfach total. Kein unnahbarer Badboy, kein
SixPackGuy ohne Gehirn, nichts davon.
Es hat wirklich Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen und
ich war fast schon traurig, als es vorbei war. Aber es ist auch ehrlich gesagt
mal super schön, einen Einzelband zu lesen!



Ich glaube, wir alle sind Monster, den Albträumen des
jeweils anderen entsprungen.
(S.305)

Ich war schon immer ein Fan von Laura Kneidl und jetzt bin ich es noch mehr. Herz aus Schatten ist eine sehr gelungene Fantasygeschichte über Monster, Hoffnung, seinen Weg finden, Liebe, Freundschaft und Familie, die ich wirklich jedem nur empfehlen kann. Fünf fette Bücher von mir!

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Veröffentlicht am 15.08.2020

ein Buch über suchen, finden und vertrauen

Der Sommer, der so viel versprach
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Der Sommer, der so viel versprach ist ein Buch über suchen, finden und vertrauen :) es hat mir gut gefallen, der Schreibstill ist toll und die Umgebung so dargestellt, dass man sich alles gut vorstellen ...

Der Sommer, der so viel versprach ist ein Buch über suchen, finden und vertrauen :) es hat mir gut gefallen, der Schreibstill ist toll und die Umgebung so dargestellt, dass man sich alles gut vorstellen kann. Es ist problemlos möglich inmitten eines vollen Zuges in die Welt von Abbie und Ethan abzutauchen. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und bieten eine bunte Mischung aus Ernst, Drama und Humor. Mit einigen Namen hatte ich Probleme, aber das ist Geschmacksache. Der rote Faden ist deutlich sichtbar und die Überlegungen und Verdachte, die bei mir entstanden, haben das Lesen sehr spannend gemacht, weil ich unbedingt wissen wollte, ob ich richtig liege =D es gibt die ein oder andere Wendung, die nicht vorhersehbar war, immer wieder wird der Leser auf falsche Fährten geführt und dazu gebracht an seinem Verdacht zu zweifeln. Gott spielt in diesem Buch eine nicht so große Rolle, wie manche vielleicht denken/fürchten und doch zieht sich das Vertrauen in ihn durch die ganze Geschichte. Ich bewundere Abbies Mut IHM völlig zu vertrauen und ihre Pläne zu vergessen. Natürlich spielt der sympathische Ethan da auch eine große Rolle.

Am Ende gibt es einen kleinen Showdown und dann ist das Ganze recht schnell vorbei, allerdings bleiben einige Fragen offen, die ich schon gern noch beantwortet hätte. Vielleicht gibt es ja einen zweiten Teil ...? Stoff gibt es denke ich schon dafür.

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Veröffentlicht am 15.08.2020

ine super süße Geschichte über monsterliche Freundschaften, Heldentaten

Monstermagie
0

„Mit dem Chaos im Rücken und einer möglichen Katastrophe
direkt vor Augen saß ich auf dem Sofa und fühlte mich so stark wie nie zuvor.
Und dass alles nur, weil der Junge mit den Zimtaugen an mich glaubte.“
Position
1974

„Trink ...

„Mit dem Chaos im Rücken und einer möglichen Katastrophe
direkt vor Augen saß ich auf dem Sofa und fühlte mich so stark wie nie zuvor.
Und dass alles nur, weil der Junge mit den Zimtaugen an mich glaubte.“
Position
1974

„Trink das. Es wird dir helfen.“
„Ist das etwa ein Zaubertrank?“
„Blake schmunzelte. „Viel besser.“
„Ich öffnete den Deckel ein Stück. Es war eine heiße weiße
Schokolade mit Marshmallows.
Position 2924

Monster gefällig? Die 19-jährige Leah sucht neue Familien für Monster. Doch plötzlich steckt sie in etwas viel Größerem und muss herausfinden, ob sie sich beweisen kann.

Ich mag das Cover diese Geschichte super gerne und alles,
was mir die Autorin Lisa Rosenbecker im Vorfeld darüber erzählt hat, hat mich dazu gebracht es
UNBEDINGT lesen zu wollen.

Zu Beginn des Buches treffen wir auf Leah und ihre Monster.
Glue, eine kleine Eule, die Dinge in Schokolade verwandeln kann, Monty ein blauer
Kraken im rosa Tutu und noch drei weitere. Sie alle leben im »Monsters &
Glue«, ein Heim, über dem sich eine Wohnung befindet, in der Leah wohnt. Sie
hat ein sehr liebevolles Verhältnis zu ihren Monstern und geht total in ihrer
Arbeit auf.
Leah ist ebenfalls in einem Heim aufgewachsen und nicht sehr
selbstbewusst. Sie weiß, was es heißt allein und ungewollt zu sein und dass
macht ihr zu schaffen, so dass sie oft, an sich selber zweifelt.
„Ich wusste genau, was es hieß nicht ausgesucht zu werden.
Was es bedeutete, wenn ein Heim das einzige Zuhause war, das man hatte.“
Position 76
Trotzdem ist sie nicht mimosig. Sie hat Humor, ist
liebevoll, sarkastisch und liebt Kaffee, aber mehr noch heiße weiße Schokolade.
So ein Mensch kann einem ja wohl nur sympathisch sein. Sie trifft Blake das
erste Mal in einer Privatschule, die einen super guten Ruf hat. Hier hat auch
Leahs verstorbener Chef unterrichtet, Mr. Lambers. Doch hinter den Mauern von
Bwystfilwood (fragt mich ja nicht, wie man das aussprechen soll!) gehen
unheimliche Dinge vor, in die Blake eingeweiht ist, und von denen auch Leah bald
erfährt. Bald schon ist klar, dass ihr und ihren Monstern von hier Gefahr droht
und die Geschichte wird mit jeder Seite spannender. Blake ist kein Badboy, er
ist lieb und von seinen Gefühlen hin und hergerissen. Einzig seine Zuneigung
für Leah und ihre Schützlinge ist eindeutig und gemeinsam stellen sie sich dem
Bösen.
„Es ist mir eine Ehre, Leah Mint. Beschützerin der
Macken-Monster.“ Position 1968
Bald schon geht es hoch her und im »Monsters & Glue«
wird sogar eingebrochen. Immer tiefer dringen Blake und Leah in die Welt der
Monster vor und erfahren schließlich, was es mit Bwystfilwood auf sich hat und
wie die Regierung da mit drinhängt. Bald schon steht Leahs Welt komplett auf dem
Kopf und sie muss sich ihren Ängsten stellen.
„Ich bin keine Heldin okay? Und genau das brauchst du: Einen
Helden, der bereit ist gegen Gegner zu kämpfen, die weitaus größer sind als
er.“ Position 1385
Der Schreibstil ist flüssig und wird abwechselnd aus der
Perspektive der beiden Protagonisten erzählt. Die Monster sorgen für jede Menge
Humor, Lachfalten und Liebe. Ich möchte unbedingt einen Monty haben. Und
eine Eule, die Dinge in Schokolade verwandelt ist ja wohl die coolste Idee
überhaupt! Alle Figuren harmonieren super, es ist nicht überzogen, keine
unnötigen Längen und sehr liebevoll gestaltet.

Lisa Rosenbeckers „Monstermagie“ ist eine super süße Geschichte über monsterliche Freundschaften,
Heldentaten, das richtige Tun und verliebt sein. Fünf Sterne und einen glitzernden Monty oben drauf.

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