Ab ins Outback!
Dirty Down UnderStory:
Nach einer durchzechten Nacht, brettert Ava volltrunken in ein Gebäude. Als ob die Demütigung der Presse für das Partygirl nicht bereits genug wäre, verordnet ihr Vater auch noch eine dreimonatige ...
Story:
Nach einer durchzechten Nacht, brettert Ava volltrunken in ein Gebäude. Als ob die Demütigung der Presse für das Partygirl nicht bereits genug wäre, verordnet ihr Vater auch noch eine dreimonatige Auszeit in Australien.
Am anderen Ende der Welt soll sie bei ihrer Mutter, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatte zur Vernunft kommen. Und als ob dieses Wiedersehen nicht bereits emotional genug wäre, muss sie auch noch mit Cooper ihrem "Stiefbruder" klarkommen. Blöd nur, das zwischen den beiden nicht nur vom ersten Moment an die Fetzten fliegen. Sie fühlt sich zu dem junge Kerl mit seinem Dreitagebart und den sexy Tattoos hingezogen...
Meine Meinung:
Ich gebe zu, das Cover hat direkt meine Neugier geweckt, und auch wenn ich nicht die volle Punktzahl vergebe mochte ich die Geschichte. Besonders der Einstieg war richtig toll zu lesen, sodass die Seiten für mich nur so dahinflogen. Der Roman kann zudem mit einer herrlichen Atmosphäre aufwarten. Die Weite des australischen Outback sowie die Beschreibung der Station mit seinen Pferden und Rindern gefiel mir so gut, das ich am liebsten diese Gegend selbst erkunden würde.
Über Ava & Cooper habe ich mich zu Beginn richtig amüsiert. Die beiden erwischen sich direkt auf dem falschen Fuß und da sind Vorurteile direkt vorprogrammiert. Die verwöhnte Zicke mit all dem ganzen Gepäck im Schlepptau, passt Coopers Ansicht nach überhaupt nicht ins Outback. Und auch wenn er sich zu der hübschen Rothaarigen hingezogen fühlt, behandelt er sie zeitweise wie den letzten Dreck und wirft ihr ständig gemeine Dinge an den Kopf. Umgekehrt kann der langhaarige Kerl auch nicht sofort bei der Großstadtpflanze punkten. Zum einen trauert Ava ihrem Verflossenen hinterher. Außerdem braucht es eine gewisse Zeit, um hinter Coopers sarkastische Fassade zu blicken.
Jedoch entwickelt sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu langsam. Über weite Strecken passiert auch nicht wirklich viel. Hier hätte ich mir doch etwas mehr gewünscht. Gerade auch was die Kommunikation zwischen den beiden Hauptprotas anging. Da wäre ein bisschen Tiefgang wünschenswert gewesen. So wird leider nur an der Oberfläche gekratzt und nicht tiefer gegraben. Für mich war das verschenktes Potenzial. Auch wenn die Protagonistin letztlich eine Wandlung hinlegt, war mir das doch etwas zu wenig. Stellenweise habe ich auch die Emotionen vermisst. Aber was mich wirklich etwas traurig gestimmt hat, war das abrupte Ende. Für mich wirkte das tatsächlich etwas lieblos dahingeschrieben.
Fazit:
DIRTY DOWN UNDER ist wie ich finde eine nette Geschichte für Zwischendurch. Die Story kann durch ihr herrliches Setting, als auch den humorvollen Schreibstil punkten. Außerdem einen genialen Sidekick, von dem ich liebend gerne mehr lesen würde!
Auch wenn für meinen Geschmack hier das Potenzial nicht völlig ausgeschöpft wurde, gibt es trotzdem von mir eine Leseempfehlung. Aber bildet euch doch einfach selbst eine Meinung... happy reading!
3,5/5*