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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2017

Mal andere Todesanzeigen...

Aus die Maus
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Ich habe das Buch gekauft, weil ich den Titel einfach lustig fand und mir dachte, das Thema mal auf eine witzige Art anzugehen, ist vielleicht nicht so schlecht, weil der Tod an sich ja eigentlich kein ...

Ich habe das Buch gekauft, weil ich den Titel einfach lustig fand und mir dachte, das Thema mal auf eine witzige Art anzugehen, ist vielleicht nicht so schlecht, weil der Tod an sich ja eigentlich kein Thema zum Lachen ist.
In 17 Themenkategorien sind Todesanzeigen zusammengefasst, die zwar schon in die Kategorien passen, aber leider trotzdem recht weit gefasst sind. Zu den Todesanzeigen wird auch immer ein kleiner einleitender Text geschrieben, der manchmal leider auch etwas deplatziert wirkt.
Das ungewöhliche Hobby der Autoren hat sich zu einem ungewöhnlichen Buch entwickelt, aber der Humor ist ja immer so unterschiedlich wie die Menschen und deswegen ist es auch nicht möglich, den Humor aller zu treffen.
Wirklich viel zum Lesen ist es auch nicht, weil die Autoren die Anzeigen so abdrucken, wie sie auch erschienen sind und deswegen die Texte fast nur aus dem Todesanzeigen bestehen.
Natürlich bestehen manche Sachen auch im Wortwitz und man kann man lächeln, aber mehr ergab sich leider beim Lesen nicht.

Fazit:
Band 1 "Aus die Maus" fasst ungewöhnliche Todesanzeigen zusammen, aber leider trifft es nicht wirklich den Humor, den man eigentlich erwartet. Vielleicht geht auch einfach in dem Moment der Humor zwischen Autoren und Leser recht weit auseinander, was immer mal passieren kann.

Veröffentlicht am 06.02.2017

Geht töten auch poetisch?

Die Poesie des Tötens
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Das Cover ist ansprechend gestaltet, eine blutige Hand macht ja schon immer einen guten Eindruck auf dem Inhalt des Buch. Das Cover, so minimalistisch es auch ist, hat dann wirklich schon etwas interessantes, ...

Das Cover ist ansprechend gestaltet, eine blutige Hand macht ja schon immer einen guten Eindruck auf dem Inhalt des Buch. Das Cover, so minimalistisch es auch ist, hat dann wirklich schon etwas interessantes, durch den Plot wird der Eindruck noch verstärkt.
Der Plot macht neugierig auf das Buch, gerade der Zusammenhang zwischen dem Schreiben eines Buches und der Erpressungssituation zieht an und gerade das macht das Buch in sich wirklich gut. Zudem nistet sich der Täter wie ein Parasit in das Leben seiner Opfer ein und gerade das macht das Erpressen noch perfider, weil er eben seine Opfer nicht aus den Augen lässt.
Christopher Kleist fordert Max heraus, indem er seine Tochter entführt und sie erst dann wieder herausgeben will, wenn Max einen Bestseller aus seinem Leben und den von ihnen begangenen Morden schreibt.
Leider gibt es durch das selbstherrliche Gerede des Psychopathen Christopher Kleist bei den Abendessen und zu anderen Anlässen Abzüge, sein Reden sind zwar poetisch, was dann wieder den Teil des Titels erklärt, aber in meinen Augen zu selbstdarstellend. Irgendwie wirkt das aufgesetzt und will nicht so wirklich zum Charakter von Christopher Kleist passen. Zudem sind seine Anleitungen der Morden immer wieder im Abluaf gleich, was ermüdend wirkt.
Die Gestaltung der Dramaturgie ist an sich gut, aber in manchen Momenten sind einfach zu simpel und leider ist auch das Ende etwas zu sehr hergeholt. Zudem wird das Buch mit der Zeit immer langatmiger, was wirklich schade ist.
Das Buch ist sicher nicht für jeden Leser etwas, da die Beschreibungen des Mordens sehr detailreich sind quasi eine Anleitung zum Morden bieten. Das sollte man dann schon ertragen können. Diese spezielle Art des Schreibens hat schon eine faszinierende Wirkung, kann aber auch abschrecken.

Fazit:
"Die Poesie des Tötens" ist ein wirklich spannend gemachter Thiller, der leider durch einige kleine Schwachstellen in der Aufführung aber nicht schlechter wird, er lässt sich gut lesen, erfährt aber durch die detaillierten Schilderungen der Morde schon einen sehr blutigen Anstrich, zudem kommen die Anleitungen immer recht gleich rüber, was mit der Zeit ermüdet und da gibt es sicher noch Möglichkeiten, den Ablauf zu variieren oder das eben für den Leser etwas aufregend zu gestalten. Das gibt dem ganzen Buch etwas einen müden Anklang und lässt den Leser auch aus der Spannung raus, wo man dann auch nicht so einfach wieder hineinkommt, weil die Dramaturgie leider einige Schwachstellen aufweist.

Veröffentlicht am 06.11.2016

Marie und die Kühlschränke...

Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe
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"Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe" wartet nicht nur mit einem etwas ungewöhnlichen Titel auf, sondern auch das Cover ist ein Cover, was sofort ins Auge sticht, weil es schon ...

"Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe" wartet nicht nur mit einem etwas ungewöhnlichen Titel auf, sondern auch das Cover ist ein Cover, was sofort ins Auge sticht, weil es schon alleine durch die unterschiedlichen Schriftarten, aber auch durch die verschiedenen Größen der Buchstaben auffällt und wann hat man denn schon mal Kühlschränke auf dem Cover? Also daher ist es ein Cover, was man nicht immer findet.
Marie ist eine ganz normale Frau, die einfach nur einen Kühlschrank für ihre Wohnung in Toulouse bestellen will, doch leider wird ihr immer wieder ein defektes Teil geliefert oder es gibt einen anderen Grund, warum der Kühlschrank immer und immer wieder nicht funktioniert. Das Spielchen mit den Austauschen des Kühlschranks geht das über 16 Mal und nicht nur Maries Verzweiflung über die Misere wird immer größer, es werden auch nach und nach immer mehr Medien auf die Geschichte aufmerksam und so wird Marie immer mehr ein Magnet für die Öffentlichkeit.
Doch es geht nicht nur um die Kühlschränke, Marie, die zu Beginn des Buches als recht normal erschien, kristallisiert sich im Laufe des Buches immer mehr als Frau heraus, die an sich ein Problem mit zwischenmenschlichen Beziehungen hat und das schwebt über der ganzen Geschichte mit den Kühlschränken, weil dadurch wird erst offensichtlich, wo das Problem von Marie liegt.
Alain Monnier verpackt aber auch in seine Marie, dass sie eine weiche Seiten haben kann und bei weitem nicht immer so hart und direkt ist, wie es zu Beginn den Anschein hat.
Die Geschichte wird von einem recht weit außenstehenden Erzähler erzählt, der immer eine gewissen Distanz zu allem behält und so lernt man nur die Sicht des Erzählers kennen und schafft es nicht wirklich, in Marie reinzuschauen und ihre Gefühlswelt zu entdecken. Der Vorteil des Erzählers ist aber, dass man als Leser mit zusätzlichen Informationen versorgt wird und so immer einen gewissen Wissensvorsprung hat, was dem Buch aber etwas den Charme nimmt.
Alain Monnier verpackt auf gerade mal 160 Seiten einen kleinen Roman über ein recht normales Problem, was er aber in einer übergeordnete Geschichte verpackt. Sein Stil mutet etwas überheblich an und daran muss man sich etwas gewöhnen, weil er auch etwas schwer verständlich schreibt, daran muss man sich gewöhnen, weil der Stil schon etwas sehr eigenes ist.

Fazit:
Alain Monnier schafft mit "Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe" ein Buch, was nun nicht mit viel Spannung aufwartet, aber es ist ein kleiner süsser Roman rund um Irrungen und Wirrungen rund um einen Kühlschrank und Maries Gefühlswelt. Man sollte bei dem Buch aber den französischen Humor, einen sehr eigenwilligen Autorenstil und etwas skurrile Themen mögen, sonst wird das Buch sicher nichts für einen werden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wünsche und 2. Chancen...

Das Wunschjahr
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Das Cover von "Das Wunschjahr" ist wirklich schön, weil es das küssende Liebespaar (was vermutlich Olive und Phil zeigt) im Spiegel der Regenpfütze zeigt und das hat etwas besonderes, weil man das selten ...

Das Cover von "Das Wunschjahr" ist wirklich schön, weil es das küssende Liebespaar (was vermutlich Olive und Phil zeigt) im Spiegel der Regenpfütze zeigt und das hat etwas besonderes, weil man das selten sieht, dass die Covergestaltung so gelingt.
Ich hatte die Chance, das Buch als Wanderbuch lesen zu dürfen und deswegen ist das Buch inzwischen schon weitergewandet, hat also schon andere Leser glücklich gemacht.
Mit Olive und auch Phil schafft Andrea Lochen zwei Charaktere, die an sich recht unterschiedliche Auffassungen vom Leben haben, was natürlich Konfliktpotenzial hat und vielleicht auch die Spannung des Buches unterstreicht. Olive kommt am Anfang etwas unterkühlt rüber, aber das wird im Laufe des Buches besser. Phil bleibt leider immer etwas unnahbar, was schade ist, weil so springen die Emotionen nicht wirklich auf den Leser über.
Interessant ist, wie das Umfeld von Olive auf die neue oder besser gesagt vertraute Situation reagiert, weil sich keiner mehr an die Trennung erinnern kann. Olive scheint in einer Art Zeitschleife zu hängen, weiss aber sicher, dass sie sich getrennt hat. Die Geschichte erinnert etwas an "Und täglich grüßt das Murmeltier", allerdings ist da die Umsetzung anders.
Nun ist die grosse Frage was Olive aus der Chance macht - eine 2. Chance für die Liebe oder doch die Trennung, die sie eigentlich wollte...
An sich ist die Idee der Geschichte wirklich gut überlegt, auch der Beginn des Buches ist recht gut gelungen, aber leider ist danach die Umsetzung etwas holprig geworden. Der Stil von Andrea Lochen ist wirklich schön und man liest das Buch an sich gerne, aber die Entwicklung der Geschichte zieht sich ziemlich, manche Längen hätten man vielleicht weglassen können und manchmal hatte man das Gefühl, dass das Buch etwas stockt, was dann aber auch die Spannung und den Spannungsbogen nach unten reisst.
Das Buch ist in insgesamt 24 Kapitel unterteilt, was zum Lesen angenehm ist, verleitet aber auch etwas dazu, das Buch öfters mal aus der Hand zu legen.

Fazit:
Mit "Das Wunschjahr" ist eine gute Idee leider nicht so gut umgesetzt wurden, der Plot passt, aber der Rest der Geschichte zieht sich leider ziemlich lang und das macht das Buch etwas langatmig. Der Schreibstil ist zwar gut, aber durch die Längen und die doch recht gut gelegten Kapitel kommt es immer wieder dazu, dass man das Buch doch aus der Hand legt und dann eben nicht so schnell wieder in die Hand nimmt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kann man lesen, muss man aber nicht...

Holly. Die verschwundene Chefredakteurin
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Das Cover erinnert stark an eine Frauenzeitschrift, mit dem Preis von 5 € kann man das Buch auch eher mit einer modernde Frauenzeitschrift gleichsetzen und es verleitet durch den Preis wirklich zu einem ...

Das Cover erinnert stark an eine Frauenzeitschrift, mit dem Preis von 5 € kann man das Buch auch eher mit einer modernde Frauenzeitschrift gleichsetzen und es verleitet durch den Preis wirklich zu einem echten Spontankauf. Auch die Idee, dass Holly insgesamt 6 Monate lang (also einmal im Monat) erscheint, erinnert sehr an gängige Frauenmagazine.
Simone, die wir zu Beginn des Buches kennenlernen, ist neu bei Holly und dann passiert das, was für jeden ein Supergau ist. Die Chefredakteurin Annika Stassen, die sich wirklich zu Beginn als echt Zicke dargestellt wird, verschwindet und alles steht Kopf. Neben dem Verschwinden sind auch sonst die Beziehungen zwischen den Charakter ziemlich undurchsichtig.
Zudem bleiben die Charakter über das gesamte Buch blass, man kann gar nicht viel über sie sagen, weil man nicht wirklich viel über die einzelnen Personen erfährt, was ziemlich mühsam ist, weil man dann immer und immer wieder in der Personenliste nachschauen muss, die zu Beginn des Buches abgedruckt ist.
Etwas nervig sind auch die ständigen Markennennungen, was sicher beabsichtigt ist, aber trotzdem ziemlich nervt, weil es muss kein Volvic sein, es kann auch einfach nur Wasser sein, was auf dem Tisch steht und solche Sachen ziehen sich durch das gesamte Buch.
Der Stil des Buches erinnert an ein Drehbuch, was wirklich schwierig zu lesen ist, das sollte man schon mögen, sonst wird man mit dem Buch an sich nicht wirklich warm.

Fazit:
Mit der Covergestaltung und dem Klappentext hat man wirklich einen Aufreisser, aber leider hält der Inhalt nicht, was die Verpackung verspricht und daher überzeugt Holly nicht wirklich. Also man kann es lesen, weil die 160 Seiten sind schnell weggelesen, aber die Charaktere und auch die Geschichte kann nicht wirklich überzeugen. Teilweise ist es auch verwirrend, weil man nicht wirklich die Beziehungen der Charakter untereinander durchschauen kann. Ausserdem sollte man mit dem Drehbuch-Stil des Buches klar kommen, sonst quält man sich eher durch das Buch.