hat mich leider enttäuscht
Rat der Neun - GezeichnetInhalt
Nachdem Akos und sein Bruder von dem Herrscher Ryzek entführt wurden, wachsen sie in einer brutalen Umgebung auf. Akos' Bruder soll Ryzek zu einem ganz bestimmten Zweck dienen und für Akos hat er ...
Inhalt
Nachdem Akos und sein Bruder von dem Herrscher Ryzek entführt wurden, wachsen sie in einer brutalen Umgebung auf. Akos' Bruder soll Ryzek zu einem ganz bestimmten Zweck dienen und für Akos hat er noch anderweitig Verwendung.
Gleichzeitig kämpft Cyra, Ryzeks Schwester mit ihrer Gabe: Cyra kann anderen Menschen mit einer Berührung Schmerzen zufügen, die sie dann sogar umbringen können. Doch Cyra verursacht ihre Gabe ebenfalls Schmerzen. Als Ryzek herausfindet, dass Akos ihr die Schmerzen nehmen kann, stellt er ihn an ihre Seite. Akos zielt es jedoch, seinen Bruder zu retten und er rechnet nicht damit, dass ihm Cyra helfen wird...
Meine Meinung
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch etwas enttäuscht hat. Die Geschichte blieb für mich undurchsichtig und die Protagonisten unnahbar. Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch gesteckt, nichtsdestotrotz konnte ich der Geschichte nicht folgen und habe sie teilweise auch gar nicht verstanden.
Die Handlung beginnt anfangs schon so verwirrend. Dass sie in einer anderen Welt, bzw einer Welt, die anders ist als unsere spielt, war sofort klar. Jedoch konnte ich mir diese überhaupt nicht vorstellen. Es wird nicht viel darüber gesagt, wie man sich diese Welt vorstellen soll, wie die dortigen Strukturen sind oder zu welcher Zeit die Geschichte spielt. Es wurden einem so ein paar Häppchen genannt, damit man zumindest grob weiß, wie man sich das vorzustellen hat, aber es hat leider lange nicht gereicht, damit ich mich in diese Welt hineindenken konnte und diese verstehen konnte. Noch dazu kamen die Namen der Protagonisten, der Orte, Gegenstände usw, die ich nicht aussprechen konnte und demnach ständig darüber gestolpert bin beim Lesen. Alles in allem konnte ich somit überhaupt kein Bezug zu der Geschichte, den Protagonisten und dieser Welt aufbauen, sodass es mir dadurch nicht viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, es abzubrechen.
Ich habe aber weitergelesen, weil es Aspekte in der Handlung gab, die Spannung erzeugt und meine Neugier geweckt hatten. In der Hinsicht konnte mich das Buch dann doch fesseln, weswegen ich mich beim Lesen dann doch eher auf die Handlung fokussiert habe, als meine Vorstellungskraft zu bemühen. So richtig mitreißen konnte es mich dann aber doch nicht, weil ich eben keinen Bezug zu der Geschichte aufbauen konnte.
Die Protagonisten blieben für meinen Geschmack leider etwas oberflächlich und blass. Ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen und teilweise auch deren Handlungsabsichten und Denkweisen nicht nachvollziehen. Da das Buch aus der dritten Person geschrieben ist, gab es auch kaum Innenansichten der Protagonisten, sodass auch deren Gefühlswelt ein Geheimnis blieb. Ich konnte mich demnach weder in sie hineinversetzen, noch einfühlen.
Die Charaktere und deren Schicksale, um die es hier auch geht, fand ich zwar schon interessant und auch die Idee mit den Schicksalen und den damit einhergehenden Fähigkeiten haben mir gut gefallen. Nur leider blieb es eben sehr oberflächlich und unnahbar.
Wenn man mal von den schwierigen Wörtern absieht, ließ sich das Buch leicht lesen, sodass ich gut vorangekommen bin. Leider habe ich das Worldbuilding nicht verstehen können und eigentlich auch keine Ahnung, in was für einem Setting die Geschichte spielt, sodass ich nicht in die Geschichte eintauchen konnte. Daher blieb für mich auch die Atmosphäre etwas auf der Strecke.
Insgesamt war das Buch also leider nicht meins. Ich konnte leider nicht in die Geschichte eintauchen und mit den Protagonisten mitfiebern. Dadurch, dass es aber spannende Elemente gab, die mich auch ein stückweit fesseln konnten, vergebe ich noch zwei Sterne.