Profilbild von Buchfresserchen

Buchfresserchen

Lesejury Star
offline

Buchfresserchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchfresserchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2021

Malerische, kulinarische Provence und wilde Ermittlungen

Mord auf Provenzalisch
3

Die Britin Penny lebt nun seit geraumer Zeit in der Provence. Sie macht sich dort ein kleines Haus zurecht und gerät durch den Besuch einer Vernissage an einen unerklärlichen Todesfall. Durch ihre französischen ...

Die Britin Penny lebt nun seit geraumer Zeit in der Provence. Sie macht sich dort ein kleines Haus zurecht und gerät durch den Besuch einer Vernissage an einen unerklärlichen Todesfall. Durch ihre französischen Freunde kommt sie mit weiteren Personen aus der Kunstszene zusammen und stellt nun auf ihre eigene Art Ermittlungen an, um aufzuklären, ob es nicht doch Mord war.

Das Cover mit dem großen Lavendelfeld führt einen gedanklich gleich in die Provence.

Nach der Leseprobe dachte ich es erwartet mich ein lustiger Cosy- Crime. Da ich den ersten Band der Serie um Penny nicht kannte wusste ich nicht so recht was auf mich zukommt und ob man das Buch auch lesen kann, wenn man den ersten Band nicht kennt.
Jetzt nach der Leserunde, die ich dankenswerter Weise bei der Lesejury begleiten durfte, muss ich sagen, dass es nicht zwingend notwendig ist den ersten Band zu kennen. Da aber häufiger zum besseren Verständnis noch auf Begebenheiten des ersten Bandes eingegangen wird hätte ich doch lieber diesen zuerst gelesen.

Penny macht, nach einem Arbeitsleben und einer Scheidung, einen neuen Anfang, fern der Heimat, in der Provence. Sie hat sich jetzt im zweiten Band schon gut eingelebt. Sie findet den Bürgermeister toll und es hat sich eine Freundschaft zur Immobilienmaklerin Clemence entwickelt. Durch diese beiden bekommt sie auch Zugang zu Künstlerkreisen in der Nähe und lernt Gilles einen Galeriebesitzer kennen. Während einer Vernissage in einer seiner Galerien erleidet ein Künstler einen Herzanfall. Penny , die zugegen war, kommt ins Ermitteln.

Allerdings konnten mich ihre Ermittlungsarbeiten nicht wirklich überzeugen. Sie wirkt für mich oft sehr naiv und gutgläubig, scheint in den Bürgermeister verliebt von dem man aber zu wenig erfährt um ihn greifen zu können. Der Galeriebesitzer scheint auch ihr Interesse geweckt zu haben und sie rutscht in meinen Augen eigentlich von einer sonderbaren Situation in die Nächste. Durch ihre Gutgläubigkeit begibt sie sich in meinen Augen oft in große Gefahr.
Eine Zusammenarbeit mit der Polizei hatte ich mir erhofft, aber irgendwie scheint der Polizist auch nur eine Randfigur in dem Roman zu sein.

Gegen Ende wird es noch hochdramatisch. Durch sonderbare Zusammenhänge die sich mir aber bis zum Schluss nicht erschlossen haben wirkt die Szenerie jedoch in meinen Augen sehr konstruiert und aufgesetzt.
Leider konnte mich der Krimi nicht als Krimi überzeugen. Er hatte schöne Landschaftsbeschreibungen und auch die Menüs machten einem Lust auf Essen wie Gott in Frankreich. Der Rest wirkte dagegen in meinen Augen leider nicht immer stimmig und warf an manchen Stellen sogar ein ungläubiges Runzeln auf meine Stirn, wenn Dinge eintraten die in der Realität so nie durchführbar wären.

Wenn man meinen Mitleser*innen Glauben schenken darf, die den ersten Band kannten, so soll der erste Band auf jeden Fall besser sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.04.2021

Warum sollten die Meeresbewohner Weihnachten feiern?

Alea Aquarius. Weihnachten mit der Alpha Cru
0

Alea und die AlphaCru sind nun schon lange zusammen und feiern ihr erstes gemeinsames Weihnachtsfest. Alea macht sich auf den Weg ins Meer um zu schauen, ob dort auch Weihnachten gefeiert wird.
Danach ...

Alea und die AlphaCru sind nun schon lange zusammen und feiern ihr erstes gemeinsames Weihnachtsfest. Alea macht sich auf den Weg ins Meer um zu schauen, ob dort auch Weihnachten gefeiert wird.
Danach müssen die Kinder erst einmal Geld verdienen, damit sie sich überhaupt ein Weihnachtsessen leisten können. Ob sie mit ihren Liedern nicht nur weihnachtliche Stimmung, sondern auch genug Geld dafür zusammen bekommen?

Das Cover ist ansprechend gestaltet und man erkennt sofort das auf der Crusis ein anderes Weihnachtsfest stattfindet, da eine geschmückte Yukapalme an Bord steht.

Was bitte will Alea im Meer finden? Weihnachten ist für mich das Fest der Geburt Jesu. Wir gedenken an diesem Tag das Gott seinen menschgewordenen Sohn auf die Erde schickte. Das können die Meeresbewohner nicht wissen.
Das man Weihnachten nicht alleine sein soll und es in der Familie begeht ist ja nur der nächste Gedanke.

Das hat für mich als Christ nicht zusammen gepasst und deshalb würde ich es den Kindern nicht vorlesen. Ein gemeinsames Fest, damit keiner einsam sein muss hätte man sicherlich auch anders angehen können.
Die Ideen der Crumitglieder zu einem alternativen Weihnachtsfest ohne Baum, den man nach ein paar Wochen wegwirft, und Plastikmüll der entsteht sind natürlich gut. Auch das sie der FindeFinja einen gemeinsamen Abend ermöglich ist ein schöner Gedanke.

Das Buch für die 3. Stufe Lesestarter finde ich von der Technik her geeignet. Ich denke in der 3. Klasse sollten Kinder es schon lesen können. Die Bilder sind schön gestaltet und auf jeder Doppelseite taucht mindestens ein Bild auf, das den Text auflockert.

Wo die 16 Seiten Leserätsel, die auf der Rückseite angekündigt sind, sein sollen , konnte ich allerdings nicht entdecken. In meiner Ausgabe gab es lediglich auf einer Doppelseite am Schluss ein Finja Findespiel. In der Beziehung ist es leider eine Mogelpackung, was in meinen Augen auch nicht sein sollte.

Deshalb ziehe ich hier für die fehlenden Seiten, die groß angekündigt sind und der Idee von Weihnachten, die ich nicht so nachvollziehen kann zwei Sterne ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

war mir als wäre ich in einer Endlosschleife

Mit dir bin ich unendlich
0

Olivia ist die Tochter einer Politikgröße. Sie soll funktionieren und die Bilderbuchtochter für Vaters Wahlkampf sein. Leider ist sie nicht so wie vom Vater erwartet und er und seine Frau scheinen sie ...

Olivia ist die Tochter einer Politikgröße. Sie soll funktionieren und die Bilderbuchtochter für Vaters Wahlkampf sein. Leider ist sie nicht so wie vom Vater erwartet und er und seine Frau scheinen sie mit ihren Wünschen und Vorstellungen überhaupt nicht mehr wahrzunehmen. Alles was ihr Spaß macht wird ihr vom diktatorisch anmutenden Vater untersagt. Ihr Selbstwertgefühl ist am Boden. Dann kommt sie an eine neue Schule. Ob sich hier etwas ändern wird?

Das Cover des Buches hat mich gleich angesprochen. Es ist für das Thema und die dunkle Gefühlswelt in der Olivia gefangen ist jedoch eindeutig zu farbenfroh, finde ich. Da kommt das triste und eher furchtbare Leben gar nicht rüber.

Olivia ist ein Opfer psychischer Gewalt. Ihr Eltern leben in einer Scheinwelt, in der es nur zählt wie andere einen sehen. Olivia hat hier zu funktionieren, tut sie es nicht hagelt es Sanktionen. Durch dieses jahrelang unter hohem psychischen Druck stehen ist ihr Selbstwertgefühl total zu nichte gemacht. Sie traut sich nichts mehr zu und denkt das andere nur das schlechteste von ihr denken.

Schlimm, wenn ein Kind so groß werden muss und selbst zu Hause kein Nest hat in das man sich flüchten kann, wenn der Wind in der Welt draußen mal rauer weht.

Schön, das sie in Arie eine gute Freundin findet, auch wenn es sich schwer anlässt, da sie das Gute zunächst gar nicht annehmen kann und schlimmes dahinter vermutet.

Diese ständigen Ängste sind sicherlich für ihre Situation typisch, aber irgendwann ging es mir auch auf den Geist, das so gar nichts weiter ging und alles irgendwie in Endlosschleife fest hing.

Das Thema ist es sicherlich wert angesprochen zu werden, doch mir war es eindeutig zu lange gezogen. Es schien alles wie in Echtzeit abzulaufen und ich habe ehrlich gesagt zwischendrin und auch gegen Ende mehr quergelesen als Wort für Wort.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Drei Nixenbücher in einem Buch

Bezaubernde Nixengeschichten für Erstleser
0

Diese Buch ist für Erstleser gedacht.
Es enthält die Bücher Nixengeschichten von Kaja Reider und zwei Bände von Pimpinella Meerprinzessin von UschLuhn.
Zum einen ... und der Delfin und zum anderen... und ...

Diese Buch ist für Erstleser gedacht.
Es enthält die Bücher Nixengeschichten von Kaja Reider und zwei Bände von Pimpinella Meerprinzessin von UschLuhn.
Zum einen ... und der Delfin und zum anderen... und das Seepferdchen-Turnier.
Die Illustrationen sind aber bei allen drei Büchern von Betina Gotzen Beek.

Nixengeschichten:

Pia und Jannis schlafen im Schlauchboot ein und treffen auf eine Nixe.
Die Nixe Mirja ist traurig, weil sie kein schimmernde Schuppenkleid hat.
* Schiffsjunge Arne rettet eine gefangene Nixe.

Pimpinella Meerprinzessin und der Delfin:

Pimpinella und ihre Freunde Thomas der Tintenfisch und Tule der Delfin erleben Abenteuer unter Wasser.

Pimpinella Meerprinzessin und das Seepferdchen Turnier.

Hier beschreibt auch der Titel schon den Inhalt des Buches. Sie will an einem SeepferdchenTurnier teilnehmen.

Die Illustrationen der Bücher sind schön gemalt. Allerdings drücken die Gesichter der Menschen und Nixen und Tiere nicht immer die Stimmung aus in der sich der jeweilige befindet. Das finde ich schade.
Zum Inhalt muss ich sagen, das mir die Geschichten nicht wirklich rund sind.
Die Kinder konnten nicht verstehen, warum zum Beispiel Jannis den Fischschwanz von der Nixe nicht auch sehen konnte. Es war auf dem Bild ganz klar zu erkennen.

Bei Pimpinella war es noch schwieriger. Hier wird groß erwähnt das dieses bald in die Schule kommt und auch ihre Lehrerin kommt drin vor, aber dann wird das Thema gar nicht richtig weiter geführt. Als ihr neuer Freund Tule in den Korallenwald schwimmt nennt sie ihn plötzlich den Dummen Delfin und die Kinder konnten gar nicht verstehen warum sie das plötzlich sagt.
Irgendwie wird alles hier nur kurz angerissen, aber in meinen Augen nicht weiter ausgebaut und reißt dann wieder ab, Das nimmt dem ganzen schon ein wenig die Spannung und ich konnte den Geschichten nicht wirklich etwas abgewinnen.
Mich hat das Buch leider nicht so ganz überzeugt, auch wenn die Bilder ansonsten bis auf die Mimik sehr schön waren, die Ideen auch gut und es wirklich angepasster Text war.
Auch die einzelnen Leserabenrätsel zwischen den Büchern fand ich gut, aber an der Umsetzung der Geschichten hat es mir doch etwas gehapert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Das Leben der Ida Pfeiffer in Bildern

Ida und die Welt hinterm Kaiserzipf
0

Ida wurde schon 1797 in Wien geboren. Sie wuchs mit wilden Brüdern auf und war selbst auch nicht das typische Mädchen ihrer Zeit. Als die Mutter sie aber in ihre Schranken wies, passte sie sich an. Sie ...

Ida wurde schon 1797 in Wien geboren. Sie wuchs mit wilden Brüdern auf und war selbst auch nicht das typische Mädchen ihrer Zeit. Als die Mutter sie aber in ihre Schranken wies, passte sie sich an. Sie heiratete, bekam Kinder und als diese groß waren erfüllte sie sich ihren Traum des Reisens. Sie kam viel in der Welt herum und lernte neue Kontinente und Menschen kennen.


Ida ist ein Mädchen das Träume hat. Sie will Forscherin werden und Länder und Kontinente entdecken und erforschen.
Leider war das Mädchen in ihrer Zeit noch verboten. Sie hatten sittsam zu sein, zu heiraten und sich dem Mann unterzuordnen.
So wurde sie dann auch erzogen und passte sich an.
Schön das sie ihren Traum nicht aufgegeben hat, auch wenn im Bilderbuch nicht so recht rauskam wieso sie sich anpasste und erst im Anhang erklärt wurde, dass der Vater, der sie und ihre Geschwister frei und gleichberechtigt erzogen hatte verstarb als Ida 9 Jahre alt war.
Die Mutter erzog sie dann eher zu einer angepassten jungen Frau.
Die alles tat um gesellschaftlich anerkannt zu sein, aber als die Kinder groß waren doch noch ausbrach.

Die Bilder sind sicherlich künstlerisch wertvoll, haben meinen Geschmack allerdings nicht getroffen.

Da mir zu wenig über die Rolle der Frau im 18./19. Jahrhundert rüber kam und alles ein wenig plakativ wirkte hat mich das Bilderbuch leider nicht überzeugt.

Gut fand ich, dass man im Anhang noch nähere Infos zu Ida Pfeiffer bekam, so dass man die Geschichte besser verstehen konnte.

Für Kindergartenkinder finde ich sie nicht geeignet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere