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Veröffentlicht am 04.05.2021

Mutter

Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
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Muttertag von Nele Neuhaus ist der neunte und auch der letzte Fall für ihre Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Ich habe alle Bücher der Reihe gelesen und mag sowohl die Protagonisten, den ...

Muttertag von Nele Neuhaus ist der neunte und auch der letzte Fall für ihre Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Ich habe alle Bücher der Reihe gelesen und mag sowohl die Protagonisten, den Schreibstil als auch die Storys. Auch hier hat Frau Neuhaus wieder einen tollen Fall konstruiert und den Leser meistens gefesselt.

In einem abgelegenen Wohnhaus wird Theo Reifenrath tot aufgefunden. Bei den anfänglichen Untersuchungen stoßen die Ermittler auf weitere Leichen. Unter dem Hundezwinger lagen mindestens drei Frauenleichen. Alle Frauen verschwanden vor Jahren spurlos und alle um den Muttertag rum. Alle Ermittlungen drehen sich jetzt um einen möglichen Serienmörder. Doch war der alte Mann der Täter oder war es doch jemand anders?

Frau Neuhaus bedient sich vieler Personen und Handlungssträngen. Dadurch erlebt man nicht nur die Ermittlungsarbeit sondern lernt den anonymen Täter auch schon kennen. Aber auch andere Handlungen die später relevant werden. Allerdings fällt es einem durch die vielen verschiedenen Namen und vielen Personen manchmal schwer dabei zu bleiben. Allerdings erhöhen die verschiedenen Handlungsstränge die Spannung. Doch in der Mitte des Buches verlangsamt sich plötzlich alles, man scheint sich im Kreis zu drehen und die Spannung geht etwas verloren. Dafür überschlägt sie sich am Ende und es passiert sehr viel auf einmal.

Einiges war für mich vorhersehbar und ich hatte auch ab der Hälfte ungefähr eine Ahnung wer der Täter war/ist. Dies hat sich auch bewahrheitet doch es war spannend zu lesen wie Frau Neuhaus alles arrangierte. Und die ein oder andere Überraschung gab es auch.

Für mich war es wieder ein gelungener Fall der etwas langatmig ist. Dies ist meines Erachtens den vielen Protagonisten geschuldet. Aber lesenswert und spannend wenn man dran bleibt.

 

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Veröffentlicht am 31.03.2021

Kurz vor Mitternacht

Kurz vor Mitternacht
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Kurz vor Mitternacht von Agatha Christie vereint alles was ein guter Krimi haben muss. Er ist spannend, hat verschiedene Verdächtige, falsche Fährten und einen Täter mit einer  psychischen Erkrankung die ...

Kurz vor Mitternacht von Agatha Christie vereint alles was ein guter Krimi haben muss. Er ist spannend, hat verschiedene Verdächtige, falsche Fährten und einen Täter mit einer  psychischen Erkrankung die nicht auf Anhieb ersichtlich ist.

Jeder Krimi beginnt mit einem Mord doch die eigentliche Tat beginnt schon viel früher. So lernt man auch hier in diesem Buch zu Anfang einige Personen kennen. Lady Tressilian empfängt jeden Sommer ihre Familie. Doch dieses Jahr kommt ihr Neffe Nevile mit seiner zweiten Frau zur gleichen Zeit wie seine Ex Frau Audrey. Dies kann nur zu gewissen Spannungen führen.

Dieser relativ kurze Krimi von der Queen of Crime lässt sich wieder schnell und leicht lesen. Die Kapitel sind relativ kurz. Das Buch und die Spannung baut sich langsam auf. Man kann gut miträtseln, den Hinweisen folgen und sich am Ende über menschliche Abgründe wundern und überrasche lassen. Es gibt einiges hin und her und mir fehlte lange ein richtiges Motiv, aber am Ende löst sich alles auf und wirkt schlüssig. Teilweise ist es etwas konstruiert aber dies mindert das Lesevergnügen keineswegs.

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Veröffentlicht am 22.03.2021

Nächte, in denen Sturm aufzieht

Nächte, in denen Sturm aufzieht
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Nächte, in denen Sturm aufzieht von Jojo Moyes ist wieder ein berührender aber auch vorhersehbarer Roman. Der Roman erschien 2008 zuerst unter dem Titel „Dem Himmel so nah“. Nach Anfänglichen Schwierigkeiten ...

Nächte, in denen Sturm aufzieht von Jojo Moyes ist wieder ein berührender aber auch vorhersehbarer Roman. Der Roman erschien 2008 zuerst unter dem Titel „Dem Himmel so nah“. Nach Anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich das Buch am Ende doch packen.

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven geschildert und jeder schreibt in der Ich Form. Durch einen flüssigen, leichten Schreibstil und der sehr plastischen Beschreibungen des Ortes Silver Bay und den Personen schafft es die Autorin den Leser zu fesseln.

Allerdings habe ich es wieder als Hörbuch gehört und da macht es Luisa Helm einen nicht leicht am Anfang dabei zu bleiben. Ihre oft monotone und manchmal gelangweilte Art hat es mir schwer getan dran zu bleiben. Aber als die Geschichte immer weiter ging und es mehr Geheimnisse und auch einigen Auf und Abs gab wurde es besser ihr zu folgen. Ich glaube aber dass es an dem guten Schreibstil der Autorin liegt. Sie hat hier eine authentische Geschichte erzählt.

Die Protagonisten sind sympathisch und lebendig beschrieben. Liza, Hannah, Kat und Mike sind mir ans Herz gewachsen und sie haben einiges erlebt. Was ich sehr schön fand war die Entwicklung der Protagonisten.

Dies ist ein wirklich tolles Buch, mit einer guten Geschichte, einer tollen Landschaft und Tierwelt. Die Autorin verpackt auf eine angenehme Art eine Liebesgeschichte in ein etwas dramatisches Flair. Und doch war von Anfang an klar wie es am Ende ausgehen wird. Doch die Autorin hat ein Ass im Ärmel und schafft es gegen Ende den Leser doch noch zu überraschen.

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Der Mädchenwald

Der Mädchenwald
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Der Mädchenwald ist der Debüt Thriller von Sam Lloyd. Dies ist ein spannender, düsterer Thriller mit einigen Wendungen die man so nicht erwartet hätte. Es fesselt einen von der ersten Seite an und beschert ...

Der Mädchenwald ist der Debüt Thriller von Sam Lloyd. Dies ist ein spannender, düsterer Thriller mit einigen Wendungen die man so nicht erwartet hätte. Es fesselt einen von der ersten Seite an und beschert zudem Gänsehautfeeling. Allerdings sollten zartbesaitete dieses Buch eher nicht lesen. Zum einen fließt einiges an Blut und dies beschreibt der Autor auch detailliert und zum anderen könnten einige Szenen verstörend wirken. Auch ist die Entführung eines Kindes auch in Büchern für manche nur schwer zu verkraften.

Die dreizehnjährige Elisa wird während der einer Pause bei dem Jungendschachtunier entführt. Sie wird in einen Keller gesperrt und angekettet. Dann taucht ein seltsamer Junge auf der sie immer wieder besuchen kommt. Elisa weiß nicht ob sie Elijah trauen kann aber sie weiß, wenn sie es richtig anstellt vielleicht gerettet werden kann.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht und düster teilweise etwas mysteriös. Ich konnte mir Szenen immer gut vorstellen, da sie sehr authentisch beschreiben wurden. So hat sich ganz schnell mein Kopfkino zugeschaltet.

Die Kapitel sind noch mal in kleiner Unterkapitel aufgeteilt und erleichtert so das Lesen. Zudem bekommt man die Geschichte aus drei Perspektiven aufgezeigt. Zum einen erlebt der Leser alles Hautnah mit Elisa mit, dann gibt es die Perspektive von Elijah und als dritte die der Ermittlerin.

Bis auf die Polizei waren die Protagonisten alle gut herausgearbeitet. Elisa ist ein starkes und tapferes Mädchen. Sie hat mich sehr mit ihrem klaren denken und handeln fasziniert. Elijah war am rätselhaftesten und auch sehr verwirrend. Gegen Ende hat es sich aber gelöst und es war teilweise einfach nur traurig und verstörend. Die Ermittlerin war mir zu blass und hier wurde mir zu sehr auf ihr persönliches Unglück eingegangen.

Was mir wiederrum sehr gut gefallen hat, waren die etwas Märchenhaften Settings und die Anspielungen auf das Märchen von Hänsel und Gretel. Dies passte wunderbar zu der Story und hat allem dadurch nochmal das gewisse etwas aufgesetzt.

Am Ende ging es mir dann doch etwas zu schnell und bei mir blieben noch ein paar Fragen offen. Und doch hat mich das Buch gut unterhalten und mir auch immer wieder eine Gänsehaut verursacht.

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Veröffentlicht am 16.03.2021

Flips Ein Wollschwein legt los

Flips - Ein Wollschwein legt los
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Flips ein Wollschwein legt los ist ein Kinderbuch von Mascha Matysiak was sich um Freundschaft und den Wunsch nach einem Haustier dreht. Geeignet ist dieses Buch für Kinder ab 8 Jahren.

Der Schreibstil ...

Flips ein Wollschwein legt los ist ein Kinderbuch von Mascha Matysiak was sich um Freundschaft und den Wunsch nach einem Haustier dreht. Geeignet ist dieses Buch für Kinder ab 8 Jahren.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht so das Kinder die Geschichte gut verstehen können. Zudem haben die Kapitel eine angenehme länge und die Schriftgröße ist auch super für Leseanfänger. Abgerundet wird das Buch durch detaillierte Illustrationen, die in schwarz weiß gehalten sind. Unser Sohn hätte sich hier etwas mehr Farbe gewünscht. Er hat das Buch teilweise alleine gelesen und sich teilweise Vorlesen lassen. Es eignet sich super für beides.

Toni läuft auf dem Schulweg ein Wollschwein über den Weg. Sie kann keinen Besitzer ausfindig machen und nimmt das Tier erstmal mit zu sich. Nur lässt die Vermieterin keine Tiere zu und auch Tonis Eltern sind nicht begeistert. Gemeinsam mit dem neuen Nachbarsjungen Jonte sucht sie nach den Besitzern und einer Möglichkeit das Tier doch noch zu behalten.

Die Geschichte rund um Flips und Toni ist sehr süß. Das kleine Wollschwein ist einfach nur zum ins Herz schließen. Er bringt zwar Chaos in Tonis Leben aber auch Liebe und Freundschaft. Was uns etwas störte war, dass die Freundschaft zwischen Toni und Jonte plötzlich problemlos vonstatten ging obwohl es Anfangs nicht danach aussah. Auch die Artgerechte Tierhaltung kam mir hier etwas zu kurz. Ein Wollschwein zu halten ist nicht ganz so einfach. Auch gab es ein Kapitel in dem eine Krimiszene geschildert wird die sehr detailliert war und für mich nichts in einem Kinderbuch zu suchen hat.

Was ich positiv hervorheben möchte ist, dass das Buch den Kindern aber auch Werte vermittelt. Zum einen das man keine Vorurteile neuen Kindern in der Nachbarschaft hat. Aber auch das man nie die Hintergründe weiß warum ein Mensch irgendwas nicht mag oder es verbietet. Aber wenn man die Menschen besser kennenlernt und sich bemüht immer freundlich zu sein kann sich etwas in der Einstellung ändern.

Ich finde es wichtig das Bücher für Kinder nicht nur ein Zeitvertreib ist und sie was Lesen und es keine Inhalte gibt. Für mich muss es gerade in Kinderbüchern einen Lehrpunkt geben.

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